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Struggles

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Calliope "Callie" Torres Dr. Arizona Robbins Mark Sloan OC (Own Character)
04.11.2020
02.12.2020
5
8.790
3
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04.11.2020 1.531
 
Sofia
Durch ein lautes Piepen wurde ich wach, erst wusste ich nicht was es war, dass mich dort aus meinen Träumen riss, doch dann dämmerte mir dass es mein Wecker war. Ich schlug auf ihn und drehte mich wieder um. Kaum hatte ich die Augen wieder geschlossen ging auch schon die Tür auf und meine Mom, kam in mein Zimmer. "Sofia, süße! Du musst aufstehen, sonst kommst du zu spät zur Schule!", versuchte sie mich mit ihrer sanften Stimme zum aufstehen zu bewegen.  "Mom ich will nicht aufstehen!", jammerte ich. "Na komm ich mach dir Frühstück und du stehst auf, Callie ist schon im Krankenhaus." Callie war meine andere Mom, ich nannte sie Mama, weil sie Latina war. Das war eines der Probleme  wenn man zwei Mütter hatte. Viel Verwechslungsgefahr! Aber Frühstück?  Alleine wenn ich dieses Wort hörte wurde mir schlecht. Ich entschloss noch einen Moment liegen zu bleiben, sodass keine Zeit für Frühstück war. Meine Mom musste sowieso bald ins Krankenhaus sie hatte also wahrscheinlich sowieso keine Zeit um mich zu fahren. Ich sah auf die Uhr. 7:00 am. In 15 Minuten müsste ich losgehen. Ich hörte wieder das leichte Humpeln meiner Mom. "Sofia! Jetzt steh bitte auf, ich habe keine Zeit dich zu fahren und Marc auch nicht." Sie kam zu mir und zog an meiner Decke. Eigentlich war Mom nicht so streng wie Mama, das wusste ich und wenn ich ehrlich war wäre ich bei Mama auch nicht so lange liegen geblieben. Als sie gerade ansetzte um an meinem Arm zu ziehen sprang ich sofort auf und zog meinen Arm zurück. Erstaunt sah sie mich an. "Du hast nur noch 13 Minuten und musst noch essen! Beeil dich, Liebling!", sagte sie während sie mir einen Kuss auf die Wange drückte. Ich suchte mir meine Lieblingsjeans heraus, sowie einen langen weiten Pulli, damit man nicht ganz so viel von meiner Figur sah. Jetzt huschte ich ins Bad und stellte mich mit Unterwäsche auf die Waage. 75,4kg. Sprang mir die Zahl ins Auge. Enttäuscht stieg ich hinab. Ich hatte gehofft mehr als nur 500g verloren zu haben. Schnell wischte ich die Tränen   weg und zog mich an. Noch schnell etwas Schminke und mehr oder weniger zufrieden trat ich aus dem Bad. Ich schnappte mir meine Schultasche und ging nun in die Küche, wo meine Mom vor einem gedeckten Tisch saß. Sie tat mir wirklich Leid, da hatte sie sich solche Mühe gegeben und ich kam einfach nicht. Dabei kritisierte ich meine Eltern immer, dass sie keine Zeit für mich hatten. "Sofia, komm iss doch bitte noch schnell was!" "Mom ich muss los, es tut mir leid!", gab ich zurück. Mit ihren großen blauen Augen sah sie mich traurig an. "Ok, hier ich hab dir ein Sandwich gemacht, iss das auf dem Weg! Komm nach der Schule bitte ins Krankenhaus!", sie stand auf und drückte mir einen Kuss auf die Wangen. Ich gab ihr einen zurück und verließ unsere Wohnung. Gerade war ich draußen, da lief ich schon gegen meinen Vater, Mark. "Guten Morgen, Sofia!" , strahlte er mich an. "Morgen! Geh doch zu Mom rüber sie hat Frühstück gemacht!", warf ich ihm noch hinterher bevor ich die Treppen runter lief.

Arizona

Gerade war Sofia durch die Tür da klopfte es schon. Verwundert öffnete ich die Tür. Es war Mark. "Sofia meinte du hast Frühstück gemacht?", grinste er mich an. Ich lachte: "Komm rein!". Als ich hörte, dass Callie schwanger war hätte ich nie gedacht, dass wir das zu dritt so gut hinbekommen würden! Ich seufzte als ich mich setzte. "Was ist los?." Fragte Mark sofort. Das musste man ihm lassen: Aufmerksam war er. "Ich weiß nicht, irgendetwas stimmt mit Sofia nicht. Sie wirkt in letzter Zeit so anders. Heute morgen zum Beispiel wollte sie auf keinen Fall aufstehen und sonst hat sie uns alle immer kritisiert, dass wir nicht für sie da sind und jetzt ist es ihr egal, wenn man es versucht." "Sie ist ein Teenager, Arizona du kennst das ja wohl am besten! Mach dir keine Sorgen, du wirst sehen das ändert sich bald wieder!" Vielleicht hatte Mark recht,  aber dennoch hatte ich ein komisches Gefühl.
Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam ins Krankenhaus wo jede Menge Kinder darauf  warteten gesund zu werden.

Sofia

In der Schule wartete Zola bereits auf mich. Wir waren schon seit dem Kindergarten beste Freunde; schließlich waren unsere Eltern beide Chirurgen im Seattle Grace Hospital, weshalb wir oft dort waren und zu zweit ließ sich das alles besser aushalten! "Hey, Sofia!", Zola umarmte mich zur Begrüßung. "Musst du auch ins Krankenhaus nach der Schule?", fragte sie wie beinahe jeden morgen und wie meistens gab ich dieselbe Antwort :"Ja was auch sonst!". Zola lachte: "Komm wir kommen sonst zu spät zu Bio!" Und so liefen wir in unseren Klassenraum. Zola war zwar eigentlich ein Jahr jünger als ich aber sie war schlau genug gewesen um die 3. Klasse zu überspringen weshalb wir nun in dieselbe Klasse gingen. Wir waren unzertrennlich und sie war mir sehr wichtig, aber auch sie wusste nichts davon was in mir vorging. Wie meistens hing ich meinen Gedanken hinterher. Wieso konnte ich nicht mehr Gene von meinem Vater bekommen haben? Es gefiel mir zwar dass ich meiner Mama sehr ähnlich sah, die langen dunklen Haare, die etwas dunklere Haut und die braunen Augen,aber leider hatte ich auch die eher stämmige Figur von ihr geerbt. An meiner Mama fand ich es alles andere als schlimm aber an mir hasste ich jedes einzelne Kilo. Ich hatte auch nie wirklich darauf geachtet was ich aß, also war es ja eigentlich meine eigene Schuld aber nun musste ich es einfach irgendwie auf die reihe bekommen dünn zu werden. Seit gestern morgen, wo meine Mom mich quasi gezwungen hatte mein Müsli zu essen hatte ich nichts mehr zu mir genommen. Das erfüllte mich mit einem gewissen Stolz, auch wenn mir leicht schwindelig war aber das war ja nun wirklich nicht schlimm.
"Sofia, jetzt komme!", wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Zola stand neben mir und  stupste mich an die beiden Stunden waren vorbei. "Mensch was ist denn los mit dir in letzter Zeit?" "Alles in Ordnung, Zo! Ich hab nur ein bisschen geträumt!", lachte ich gezwungenermaßen und folgte ihr in die nächste Stunde.
Als wir am Ende des Schultages ins Krankenhaus kamen, verabschiedete Zola sich erstmal von mir: "Ich geh Mom und Dad suchen, treffen wir uns in einer Stunde oben?" "Klar!", rief ich ihr hinterher als sie schon loslief. Hier stand ich nun. Normalerweise würde ich nun auch meine Moms suchen und dann so wenig wie möglich essen, ohne dass es ihnen auffiel. Vielleicht sollte ich sie diesmal einfach nicht suchen. Zufrieden über meine Entscheidung schlenderte ich zu den Bänken der Ambulanz,  wo ich mich hinsetzte und meine Kopfhörer in die Ohren steckte. Ich zog meine Beine an und lehnte mich zurück.  Ich schloss meine Augen und genoss einen Moment der Ruhe. Ich dachte einmal an nichts. Hoffte lediglich, dass mich niemand bemerkte, dass ich einfach dem Essen und den Blicken meiner Moms und meinem Dad entgehen könnte. Ich fürchtete mich wirklich davor, dass sie, oder wer anders, mich von meinen Plänen abhalten würden.
Ich weiß nicht wie lange ich dort saß, bis mir meine Kopfhörer aus den Ohren gezogen wurden. Entsetzt riss ich meine Augen auf und sah in das besorgte Gesicht von Callie, meiner Mama. "Hey Schatz ist alles in Ordnung? Komm lass uns essen gehen!", sie strahlte mich aufmunternd an und reichte mir die Hand . Ich lächelte ihr entgegen, reichte ihr die Hand und stand auf. "Alles gut, Sofia?", fragte sie nun noch einmal ernster und sah mich mit ihren braunen Augen an. "Ja klar, wirklich ich bin nur etwas müde.", sagte ich und lächelte leicht, als wir in die Cafeteria traten und den Tisch anvisierten wo bereits Mom und Dad saßen. Na super das konnte ja lustig werden. Ich dachte das Thema hätte sich erledigt doch falsch gedacht. Kaum saß ich antwortete sie mir wieder : "Wie nur etwas müde hat das eben aber nicht gewirkt." Nun klinkte sich auch Mom ein. "Was war denn, Callie?". Ich atmete laut ein. "Kann ich nicht mal nen schlechten Tag erwischen? Warum macht ihr denn alle so nen Aufstand?", unterbrach ich gereizt ihre Unterhaltung. "Sofia, wir sorgen uns um dich, ganz einfach!", antwortete Mom mir und legte ihre Hand auf meine. "Ihr nervt, aber!", staß ich laut aus, stand auf und lief einfach Richtung Ausgang. Ich hörte wie Dad mir wütend meinen Namen hinterhierrief : "Sofia, jetzt bleib hier!" Und wie Mom ihm sagte er solle sich beruhigen während ich die Schritte von Mama hinter mir immer näher kommen hörte. Ich lief schneller, rempelte Tante Teddy an und erreichte dann endlich die Toiletten, wo ich mich verbarrikadierte.
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