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Das Tagebuch des Haytham E. Kenway - Die verlorenen Seiten Part 3

GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16 / Gen
Edward Kenway Haytham Kenway OC (Own Character) Shay Patrick Cormac Thomas Hickey William Johnson
04.11.2020
04.08.2021
45
98.483
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12.05.2021 1.896
 

Neue Woche, neue Gedanken vom Großmeister Haytham Kenway!

Der Duke lädt ein zu einem doch recht ungewöhnlichen Spektakel.

Viel Vergnügen beim Lesen!


Zitat Kapitel 32

Kapitel 32

*** Eine ungewöhnliche Einladung ***


*******

Mrs. Frederickson, Master Kenway,

ich möchte euch hiermit mitteilen, dass ich einen Termin für die Hinrichtung meiner Nichte Zoe und eures Kammerdieners Jones anberaumt habe. Die weiteren Beteiligten der katastrophalen Nacht im Fort Arsenal werden später entsprechend bestraft!

Mir schwebt der 5. Januar im neuen Jahr vor. Mit dem 10 Uhr Turmschlag! Seien wir ehrlich, wer will schon das alte Jahr mit so etwas lästigem beenden? Wenn gewünscht, dürft ihr auch weitere Zeugen mit hinzuziehen, welche sich von der Endgültigkeit dieser Strafe und dem eintretenden Tod überzeugen möchten.

Es werden nur die allgemeinen Steinschlosspistolen in Erwägung gezogen um den tödlichen Schuss zu geben! Solltet ihr jedoch Einwände haben, werde ich sie natürlich abwägen und in dieses Spektakel einbeziehen.

Mit wohlwollenden Grüßen verbleibe ich

Duke of Ironside, Elias Lestrange, Esq.

zu euren Diensten!


********


Ich las vermutlich 20 Mal über diese Zeilen! Dieser Mann war einfach eiskalt und skrupellos!
„Haytham, ist alles in Ordnung? Du siehst aus, als hätte man dir gerade eine Gruselgeschichte erzählt!“ hörte ich die leise Stimme meiner kleinen Schwester und schrak herum.
Im ersten Augenblick war ich drauf und dran, ihr schon davon zu berichten, doch ich wollte, dass Alex dabei war. Schließlich ist sie genau wie ich darin involviert und ich sollte sie nicht außen vor lassen.
Und schon schlichen sich wieder diese fiesen Gedanken ein... meine Verlobte hatte es doch genauso gemacht, oder? Ich schüttelte meinen Kopf um diese Dinge zu verdrängen. Also sagte ich lediglich, dass wir später im Beisein von Alex darüber reden werden.

Am frühen Nachmittag ging ich wieder in unser Zimmer, um nach meiner Verlobten zu sehen und als ich sie dieses mal ansprach, reagierte sie. Etwas verschlafen und noch nicht ganz wieder im Hier und Jetzt, aber sie öffnete die Augen und blinzelte zu mir auf.
Auf meine vorsichtige Frage, wie es ihr jetzt ginge, meinte sie nur „Wesentlich besser, mi amor. Es war wohl nur zu viel der geistigen Unterhaltungen gestern. Zumal die, die ich mit Elias hatte, irgendwie eine Ebene anders war. Jetzt wo ich darüber nachdenke, ist er mir etwas unheimlich.“ in einem Plauderton.
Es ging ihr eindeutig besser und das freute mich wirklich. Wie gewohnt schreckte sie jetzt ganz hoch, als ihr klar wurde, dass es schon Nachmittag war und sie den ganzen Tag verschlafen hatte. Ihr schlechtes Gewissen schlug zu.

Ich konnte sie aber beruhigen, dass sie nichts verpasst hatte und wir uns alle nur Sorgen gemacht hatten. Das einzig interessante wäre die Einladung von Lestrange gewesen, welche sie noch nicht gelesen hatte.
„Oh, so schnell ist er mit dieser Entscheidung? Wann soll sie stattfinden und weiß Faith bereits davon?“
Ich erklärte, dass ich auf sie warten wollte und klärte sie über das Datum auf. Auch erzählte ich, dass er sehr ins Detail gegangen war.
„Dann sollte ich mich wohl endlich mal aus dem Bett begeben, was meinst du?“ Ihr alter Tatendrang war wieder zurück und ich half ihr aus dem Bett. Kaum dass sie stand, schwankte sie gefährlich und wäre beinahe ohnmächtig geworden. Ich gebot ihr Einhalt und meinte, sie hätte den ganzen Tag geschlafen und solle es langsam angehen lassen.

Ich überwachte sie also bei ihrer Wäsche und beim Einkleiden und... verdammt... meine Gedanken wanderten immer tiefer in sehr unziemliche Gegenden, wenn ich sah, wie sie die Strümpfe hochzog und festband! Man könnte meinen, sie mache es absichtlich so langsam!
„Haytham, hol deine Gedanken aus der Gosse.“
Auch ich war nicht immer ein verschlossenes Buch wie es schien und ihr lüsterner Ton brachte keine Abkühlung, im Gegenteil! Und ich ließ kurzerhand meine Finger über ihre Wangen zum Hals und Dekolletee wandern! Alex griff meine Hand und sah mich mit diesem lustvollen Blick an.
„Später, mi amor. Bedenke, ich hatte weder Kaffee noch etwas zu Essen!“ DAS war wirklich keine gute Kombination bei ihr und ich nahm Abstand, sicher ist sicher!

Nachdem meine Verlobte ihren geheiligten Kaffee und zwei belegte Brötchen bekommen hatte, konnte man sie förmlich aufblühen sehen. Die Lebensgeister waren zurück!
Seufzend lehnte sie sich an mich und ich konnte mir ein leicht verliebtes Grinsen nicht verkneifen, ich fand es immer noch eigenartig, wenn sie so offen mit ihrer Zuneigung mir gegenüber umging.
Leider war es jetzt Zeit, von gestern Abend und dem Sendschreiben zu berichten. Als ich Maggie bat mit den Kindern hinaus zugehen, warf mir Master Williams einen bösen Blick zu, aber dieses Gespräch wäre nicht für Kinderohren geeignet, das würde er gleich erfahren.

Dann fing Alex an von dem gestrigen Abend zu berichten. Aus ihr sprudelten die Worte nur so heraus und sie sprach die neuen Aufträgen an und von den einhergehenden neuen Möglichkeiten. Faith warf völlig entsetzt ein, dass dieser Mann ihre Freundin eiskalt ermordet hatte.
„Nein, nicht er war es. Es war Zoe! Sie war sauer auf Haytham und mich, sie wollte Rache für den Rauswurf! Und dann hat sie sich gedacht, so würde sie uns auf jeden Fall aus der Reserve locken. Was ja auch wunderbar geklappt hatte, doch sie wurde hier nicht fündig, als sie heimlich hier einstieg.
Im Grunde war es aber eine Familie, wenn man es genau nahm. Master Lestrange hingegen schien die Familienbande nicht so eng zu sehen, wenn er seine Nichte einfach so hinrichten lassen wollte.

Wir kamen nun auch auf die Frage, weswegen ich überhaupt keine Spuren sehen konnte, nicht einmal Ansatzweise hatte ich etwas erkenne können. Faith war zurecht verunsichert, auch sie konnte sich das Ganze nicht erklären! Ich hegte die Hoffnung, dass sich dieser ganze Nebel irgendwann lichten würde und wir Klarheit bekamen!
Das unsere Truhen durchsucht worden sind, wussten sie ja alle schon, also erwähnten wir es nicht explizit, dass Zoe und ihre Leute hier eingedrungen waren. Alex kam auf die „Einladung“ von Lestrange zu sprechen und ich sah in Faiths Gesicht einen grimmigen Ausdruck und ihre Worte waren dem angeglichen!
„Ich will dabei sein, ich will sehen, wie sie stirbt. Am liebsten würde ich sie selber...“ Shay hielt sie von einer weiteren Ausführung ihrer Gefühle ab und das war gut so. Wir konnten sie alle verstehen, jeder hier in diesem Raum hätte dieselben Gefühle und Gedanken!

Alex meinte leise, dass Faith uns dann begleiten solle, nur so würde sie ihren Frieden finden. Im Grunde stimmten wir alle dem zu und ich erhob mich, um dem Duke of Ironside meine Nachricht zu übermitteln.
Als ich kurz darauf wieder zu den anderen stieß, waren Master Williams und meine Verlobte gerade im Begriff aufzubrechen! Das hatte ich völlig vergessen!
Heute sollte Alex Dimitri kennenlernen, einen der Geschäftspartner! Wohl war mir nicht dabei, weder Shay noch ich konnten ihn leiden. Ich sollte meine zukünftige Frau mit einem gutaussehenden Mann alleine lassen... ich atmete tief durch und sagte mir, dass ja auch Master Williams zugegen war, was sollte da schon passieren?
Alex bat mich einen Blick auf die Jackdaw zu werfen, um nach zu sehen wieweit die Reparaturen fortgeschritten waren. Vielleicht würde mich das wirklich ablenken und in ihrem Blick sah ich, dass sie wusste, was ich gerade über dieses Treffen dachte!

Als ich von der Besichtigung der Brig zurück war, wusste ich nicht so recht, was ich tun sollte. Die Stunden schienen nicht verstreichen zu wollen! Die Kinder waren zu Bett gebracht und ich lief hier völlig ziellos umher!
„Es wird alles gut sein Bruder und nun setz dich auf deinen Hintern. Nimm ein Buch und lies oder nerve Shay.“ kam es irgendwann einfach genervt von Faith!
Nun gut, dann würde ich den Iren halt noch einmal über sein Fehlverhalten aufklären! Und als wäre es das Stichwort gewesen, dauerte es nicht lange und Lucius und Alex erschienen wieder. Beide waren etwas durchgefroren, aber wohlauf und sehr zufrieden wie es schien.

Nachdem beide mit Tee und den Resten des Abendessens versorgt waren, wurde uns Bericht erstattet.
Dimitri war tatsächlich erst einmal über Alex hinweg gegangen und hatte sie nicht beachtet. Erst als sie ihm die Geschäfte erläuterte und ihr Wissen kundtat, registrierte er, dass er kein Dummerchen vor sich sitzen hatte.
Ich hatte schon bemerkt, dass Alex nicht ganz nüchtern war und sie erklärte es auch mit den Worten, dass sie ja wissen müsse, WAS sie so an Waren handelte!
Musste man deshalb gleich den halben Wodkavorrat trinken?, ging es mir durch den Kopf. Doch ich bin etwas ungerecht, ich hatte mir mit Master Cormac auch das eine oder andere Glas guten irischen Whiskeys gegönnt...

Im März würde dann dieser Russe zu unserer Hochzeit nach Virginia kommen, damit er sich ein eigenes Bild von den Lagern und ähnlichem machen konnte.
Ich gab jetzt meinen Bericht ab, wie lange wir noch auf die Jackdaw werden verzichten müssen, aber ich sah einen freudigen Ausdruck in Alex´ Gesicht. Nur noch zwei Wochen, dann wäre sie wieder einsatzbereit! Plötzlich meinte meine Verlobte leicht stöhnend, dass sie dringend einen Rückzugsort bräuchte, weil sie ihre Eindrücke und Gedanken ordnen müsse. Kurzerhand bot Faith ihr wieder das Arbeitszimmer an und sie nahm es dankend an.
Auch nahm sie mit einer gewissen Röte im Gesicht etwas ganz anderes dankend an... Die beiden Frauen hatten sich ebenfalls wortlos ausgetauscht! Faith schien jedoch überrascht von dieser Kommunikation zu sein!

Ein Gähnen von meiner Verlobten zeigte mir, dass es spät war und wir zogen uns zurück. Als wir auf unserem Zimmer waren, fing Alex an sich auszuziehen und ich sah sie für einen Moment einfach nur an.
In mir war immer noch diese Eifersucht auf den Russen und dieser Gedanke, dass ich nicht zugegen war bei diesem Gespräch. Also fragte ich ohne Umschweife, was sie von diesem Mann hielt!
„Er ist etwas seltsam am Anfang, aber wenn man sich ordentlich mit ihm unterhält, ist er doch sehr umgänglich.“ manchmal fragte ich mich, ob diese Frau mich absichtlich falsch verstehen wollte, DAS meinte ich nämlich überhaupt nicht! In meinen Worten hörte ich selber diesen Unterton, welcher gewisse Besitzansprüche geltend machte.

„Oh, du meinst... Haytham, ich bitte dich! Er ist mit Danja zusammen. Ja, er sieht verdammt gut aus, aber das ist mir egal. Ich habe dich und meine schmutzigen Gedanken schulde ich immer nur dir. Er ist... einfach ein Geschäftspartner. Ich weiß, wie man solche Dinge trennt, Haytham!“ Ihr Ton hatte etwas tadelndes, zickiges angenommen! Das wiederum zeigte mir aber, sie würde ihn mir nicht vorziehen!
„Du glaubst doch nicht, dass ich mit jedem gutaussehenden Mann, der mir begegnet ins Bett steige? Haytham, ich liebe dich und ich will nur dich! Niemanden sonst!“ Bei diesen Worten legten sich ihre Hände um mein Gesicht und sie gab mir einen mehr als verlangenden Kuss, welcher mich versöhnlich stimmte! Meine Hände legten sich völlig automatisch besitzergreifend auf ihren Hintern!

Mit den Worten, dass ich ihr trotzdem zeigen würde, wem sie gehörte, lag sie schneller auf dem Bett, als sie gucken konnte.
Sie würde keine Zeit haben, einen einzigen Gedanken an einen anderen Mann zu verschwenden und ich demonstrierte ihr mein Verlangen.
Ihrerseits bekam ich die volle Hingabe, welche ich erwartet hatte! Ich würde es auch in Zukunft nicht gerne sehen, wenn sie sich mit anderen Männern traf ohne mein Beisein!
Es waren kleinere Lektionen, welche sie begierig wieder in sich aufnahm und ich wusste, sie würde morgen noch meine Hände auf ihrem Po spüren können!
Dafür waren diese Stunden ja auch gedacht!, kam es mir breit grinsend in den Sinn.
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