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Das Tagebuch des Haytham E. Kenway - Die verlorenen Seiten Part 3

GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16 / Gen
Edward Kenway Haytham Kenway OC (Own Character) Shay Patrick Cormac Thomas Hickey William Johnson
04.11.2020
04.08.2021
45
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Zitat Kapitel 26


Kapitel 26

*** Interessante Neuigkeiten


Nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt war, ging sie nun in Faiths Arbeitszimmer mit den Geschäftsbüchern, damit sie sich einen Überblick verschaffen konnte, weil sie in den kommenden Tagen die Geschäftspartner treffen würde.
Ich hingegen verbrachte den restlichen Nachmittag mit Lucius und Shay in dessen Arbeitszimmer, weil es um die Belange von Charles ging.
Dieser Mann hatte ernsthaft um eine bessere Unterbringung ersucht, seine derzeitige behage ihm nicht. Was hatte er gedacht, wo er seine Strafe verbüßen würde, sicherlich nicht in einer komfortablen Herberge!
„Haytham, wie lange wird Master Lee eigentlich fort sein, bis seine Zeit abgesessen ist?“ fragte mich Faiths Vater nun.
„Master Williams, das weiß ich selber nicht genau, ich habe noch kein Urteil erhalten, in welchem sein Strafmaß festgelegt wurde. Entweder ist es auf dem Seeweg verschollen oder man hat es überhaupt noch nicht beschlossen!“
Bisher hatten auch meine Informanten nichts weiter verlauten lassen! Also hieß es Geduld haben. Noch würden wir nicht nach England aufbrechen, ich würde die offizielle Hochzeit auch erst einmal abwarten wollen!

Auch sprach ich meinen Gedanken hinsichtlich einer Aufnahme in den Orden für Alexandra an. Shay willigte ohne groß etwas zu erwidern ein. Lucius warf jedoch Bedenken in den Raum.
„Meint ihr wirklich, sie wird eine würdige Templerin abgeben, Haytham? Versteht mich nicht falsch, sie ist tüchtig was das Geschäftliche angeht und weiß sich zu artikulieren und zu benehmen. Doch sie stammt aus einer völlig anderen Zeit.“
Was hatte das bitte mit dem Beitritt in den Orden zu tun, fragte ich mich und sprach es auch laut aus.
„Ihr Verhalten und ihre Ansichten sind vielleicht nicht immer konform mit unseren Lehren.“ erklärte mir Lucius seine Bedenken.
Also erklärte ich ihm, genauso wie Alex es mir erklärt hatte, dass die Ansichten der Assassinen in ihrer Zeit eher den Lehren der Templer in unserer Zeit ähnlich waren und eben umgekehrt der Orden in ihrer Zeit eher den Ansichten der Bruderschaft hier glich.
„Eine interessante Aussage! So scheinen sich die Grenzen immer wieder zu verschieben und neue Ebenen zu eröffnen. Beizeiten sollte ich mich einmal mit Mrs. Frederickson zusammensetzen. Wenn ihr es erlaubt, Haytham. Und vertraut mir, ich will eurer Verlobten nichts böses!“ in seinen Augen konnte ich sehen, dass er ihr gegenüber mittlerweile ein gewisses Wohlwollen hegte und ich beruhigte mich innerlich.

Als es Zeit fürs Abendessen war, war Alex immer noch nicht wieder aus dem Zimmer gekommen.
Leise klopfte ich und fragte, ob alles in Ordnung sei, bekam jedoch für einen Moment keine Antwort. Vermutlich war sie wieder zu vertieft und bekam nichts um sich herum mit. Also klopfte ich etwas lauter und hörte ein leicht erschrecktes „Ja, alles in Ordnung. Ich … bin nur irgendwie hier abgetaucht.“ und damit öffnete sie die Tür und ihr Kopf schien förmlich zu rauchen. Ein sehr interessanter Anblick, wie ich fand und lächelte sie an. Ihre Liebe zu Büchern, egal WELCHEN anscheinend, war faszinierend. Ich meinte aber nun, dass sie eine Pause machen solle, da das Abendessen bereits fertig sei.

Meine Hände lagen um ihre Taille und ich konnte nicht anders, ich gab ihr einen vorsichtigen Kuss. Wie gerne hätte ich sie jetzt einfach unter mir!, ging es mir durch den Kopf und zu spät merkte ich, dass man mir diesen Gedanken vermutlich ansah.
„Mi amor, später... ich muss noch die Bücher wieder verstauen und dann sollten wir die anderen nicht warten lassen.“
Leider hatte sie Recht, aber ich ließ es mir nicht nehmen ihr mitzuteilen, dass ich mich sehr auf später freuen würde, ob nun im Bett oder egal wo. Auch Alex´ grüne Augen verdunkelten sich weiter und mit den Worten „Später, Master Kenway! Ich werde auf jeden Fall dort sein, wo ihr mich haben wollt!“ löste sie sich von mir und verstaute die Unterlagen in einer Truhe hier.

Während des gesamten Essens glitten meine Gedanken immer wieder in die Gosse! Was war es, was Alex hatte, dass mich so wahnsinnig machte? Ich drängte diese doch sehr anzüglichen Bilder in den Hintergrund und versuchte mich auf das eigentliche Geschehen zu konzentrieren.
Als wir später dann im Salon saßen, lehnte meine Verlobte sich plötzlich an mich und meinte, der Wein würde sie in Kuschellaune versetzen. Das war mir tatsächlich schon aufgefallen in den letzten Tagen und zog sie ein Stück dichter an mich.

Faith gesellte sich dann zu uns, nachdem die Kinder im Bett waren und erst jetzt fiel mir auf, dass Maggie auch hier war und neben Lucius saß. Ich sah sie skeptisch an und wollte schon zu einer Frage ansetzen, als meine Verlobte mich lautlos ermahnte.
Lass das, Haytham. Du machst sie sonst noch nervös. Ich weiß, wovon ich rede, genauso hast du mich damals auch gemustert!
Als ich erwähnte, dass das etwas ganz anderes gewesen sei und Maggie ja das Kindermädchen hier sei, fiel sie mir ins Wort.
Na und? Ich war Zimmermädchen, wo ist da der Unterschied? Lass es bitte einfach. Wir bekommen sicherlich eine Erklärung, mi amor! Das wollte ich auch hoffen!

Jetzt war es an mir, das Wort an die Anwesenden zu richten, da wir ja unsere Hochzeitspläne heute verkünden wollten.
Im ersten Moment wusste ich nicht so recht, wie ich anfangen sollte, doch ich besann mich auf meine Erziehung und sah auf Alex hinunter, als ich zu reden begann.
„Alexandra und ich haben euch etwas mitzuteilen. Wir haben beschlossen, unsere Hochzeit vorzuziehen! Und zwar auf den 31. Dezember diesen Jahres bereits und die offizielle Feier findet wie geplant im März statt. Es wäre auch nur die eigentliche Trauung, nichts weiter und nur Master Williams, ihr Shay und du Faith wäret anwesend. Master Johnson übernimmt die Zeremonie und seine Frau wird noch dabei sein. Also bitte, macht euch keine Gedanken um irgendwelche großen Essen oder ähnliches. Es ist im kleinen Rahmen, mehr nicht.“

Wir ernteten erstaunte Blicke und Alex fügte noch an, dass sie dem ganzen zustimmt und auch dem Orden beitreten will. Mit Shay und Lucius hatte ich das heute ja besprochen, also war es keine Neuigkeit hier.
„Es ist auch mein Wunsch, ... wenn wir ehrlich sind, können wir keine gemeinsame Zukunft planen. Ich möchte die Heirat und ich... möchte dem Orden beitreten, mit allen Konsequenzen...“ ihre Stimme zitterte und ich sah, dass sie mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Ich schloss sie in meine Arme und sprach lautlos auf sie ein. Shhhhhh, ich weiß, es hört sich plötzlich etwas seltsam an, wenn man es so ausgesprochen hört. Doch ich stehe an deiner Seite. Das werde ich immer, mi sol! Ich hoffte, es würde reichen und gab ihr noch einen Kuss.

Meine kleine Schwester war die erste, die auf den Beinen war und uns zu unserem Entschluss gratulierte. Völlig aufgeregt umschlang sie Alex und küsste sie lange. Es war mir immer noch etwas unangenehm, gerade auch, weil Lucius mit anwesend war.
Alex teilte Faith nun noch mit, dass sie es gerne hätte, sie als Trauzeugin zu haben. Freudig willigte sie ein und dann beglückwünschte uns auch Shay.
„Alex, es freut mich, dass du diesen Schritt wirklich gehen wirst. Und ich weiß, er ist nicht leicht, doch ich weiß auch, du wirst für Haytham da sein.“
Diese Worte fand ich sehr passend und sie sollten meine Verlobte beruhigen, weil er wusste wovon er sprach!

Als nun Master Williams auf uns zukam, hatte sich ein nicht zu deutendes Lächeln auf sein Gesicht gelegt.
„Mrs. Frederickson, in den letzten Tagen überschlugen sich mal wieder die Ereignisse, ihr scheint ein Händchen für so etwas zu haben. Doch auch ich freue mich, dass ihr Master Kenway nun wirklich heiraten werdet. Meinen Segen habe ich euch gegeben und ich hoffe, ihr enttäuscht mein Vertrauen in euch nicht!“ meinte er nur und sah Alex dabei prüfend an.
„Master Williams, das habe ich nicht vor und ich werde meine Versprechen halten.“ war alles, was sie erwiderte und es schien als Antwort zu genügen.
Plötzlich hörte ich ein lautes erleichtertes Seufzen von Alex und ich sah noch, wie sie ihr Glas in einem Zug leerte und selig lächelte. Ihre Erklärung, dass sie sich unendlich erleichtert fühlen würde, war verständlich, auch ich war es!

Wir nahmen wieder Platz und nun war es an Master Williams, uns eine Erklärung zu geben, weswegen das Kindermädchen hier zugegen war. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit.
Die beiden waren schon einige Jahre ein Paar, hatten es aber immer geheim gehalten. Wir alle wussten, vor WEM sie sich verstecken mussten! Lady Melanie würde es nicht dulden, dazu lag ihr zu viel an ihrer Familie und deren Ansehen in der Gesellschaft.
Als ich jetzt diesen verliebten Ausdruck in Maggies Gesicht sah, war ich versucht, sie zurecht zuweisen. Es war eine Angestellte... Alex unterbrach meine Gedanken aber im Stillen.
Haytham, nein. Nicht jetzt. Gib ihm meinetwegen wenn ihr alleine seit einen Seitenhieb, aber nicht vor allen hier. Für Maggie wäre es sicher nicht schön, oder?
Damit hatte sie ja Recht, ich wäre auch nicht begeistert gewesen, wenn mich damals jemand gemaßregelt hätte, bezüglich unserer Beziehung.

Die Themen drifteten nun ab in die Richtung, welches Essen man an unserer Hochzeit servieren würde, wie viele Gäste anwesend sein würden und wie der Ablauf wäre! Wir werden gegen Mittag getraut, dann gibt es das Essen und am frühen Abend werden die Kinder eine kleine Feier bekommen. Wenn diese dann im Bett sind, werden wir Erwachsenen entsprechend den Abend ausklingen lassen und ebenfalls um Mitternacht ein kleines Feuerwerk bestaunen können. Gegen 22 Uhr erklärte Alex, sie würde sich jetzt zurück ziehen wollen und zog mich mit hoch.

Im Gästezimmer angekommen schlang sie ihre Arme um meinen Nacken und küsste mich voller Verlangen und ich erwiderte es und drückte mich an sie.
Wir brauchten nicht lange um uns von den Kleidungsstücken zu befreien und als ich Alex jetzt auf meine Hüften hob, sah ich in ihren Augen diese Lust. Ein weiteres Mal, sagte ich ihr, dass ich sie liebte und küsste sie, bevor sie antworten konnte. Ihre Worte kamen lautlos in meinem Kopf an.
Das weiß ich, Master Kenway. Aber ich kann es gar nicht oft genug von euch hören. Ich liebe euch auch! Das war wie ein Stichwort und langsam drang ich in sie, ein leises Stöhnen auf ihren Lippen!

Langsam wanderten ihre Finger über meinen Rücken und mich überkam eine Gänsehaut dabei. Ich ließ sie für einen Moment gewähren, doch Alex´ Verlangen steigerte sich immer mehr und plötzlich lagen ihre Hände mit festem Griff auf meinem Po.
Kurzerhand umschloss ich ihre Hände wieder und hielt sie fest, mit den Worten, dass ich sie führen würde und sie dass auch wüsste.
Ich wollte dich doch nur noch mehr spüren! Ich sah dieses Betteln in ihren Augen und ich hatte Mühe, mich zu zügeln.

Mit einer Drehung lag ich unter ihr und sie saß auf meinem Schoss. Auch wenn ihre Hände nun wieder frei waren, ließ ich sie nicht machen, was sie will. Ich hatte meine Hände auf ihrer Hüfte und dirigierte sie in ihren Bewegungen. Sie stützte sich auf meiner Brust ab und folgte meinen Anweisungen, bis ich mit einem lauten Aufstöhnen kam und sie mit hinüber nahm.
Für einen Moment lag sie einfach an meiner Schulter und versuchte zu Atem zu kommen, so dachte ich. Doch dann nahm ich ein Schluchzen wahr. Hatte ich etwas falsch gemacht?, war der erste Gedanke der mir durch den Kopf ging. Auf meine Frage, ob alles in Ordnung sei, bekam ich eine sehr liebevolle Erklärung.
„Ja, es ist nur... ich weiß auch nicht. Ich habe nur gerade diese Erkenntnis gehabt, dass ich mich dir noch näher fühle, seit wir völlig lautlos mit einander reden. Es... ist einfach so viel mehr!“

„Genauso geht es mir auch und ich genieße es jedes Mal, Alex. Ich kann vermutlich nie genug von dir bekommen und wenn wir alt und grau sind, dann wird es hoffentlich auch nicht enden!“
Alex lag wieder unter mir und ich hielt ihr Gesicht in meinen Händen. Ich wollte meinen Worten Nachdruck verleihen und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Dann legte ich mich neben sie, deckte uns zu und schloss sie in meine Arme.
„Weißt du eigentlich, dass sich dein Geruch nicht verändert hat in den letzten zwei Jahren, mi amor? Ich würde dich vermutlich unter tausenden blind wieder finden!“ hörte ich sie reden mit einem leisen Kichern dabei.
Ich hoffte, sie würde nie in diese Lage kommen, teilen käme für mich definitiv nicht in Frage und ich ließ meine Hand auf ihren Po klatschen.

Ich vernahm ein mauliges „Aua“ von ihr und befand, dass es an der Zeit war, ihr einige angestaute Lektionen angedeihen zu lassen. Unter anderem sollte sie wissen, dass sie mich nicht zu maßregeln hatte, wie vorhin im Salon als es um Maggie ging.
Vor allem machte ich ihr klar, dass sie mir alleine gehörte, ohne wenn und aber. Ich genoss diese kleine Lehrstunde in vollen Zügen und bekam ihrerseits die Anerkennung zu spüren!

Später lag sie an mich geschmiegt und fuhr mit ihren schlanken Fingern über meine Brust. Ich brachte nur noch ein leises „Mach weiter, dass beruhigt mich, mi sol.“ zustande und war kurz darauf eingeschlafen!
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