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Petunia

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Robert Downey Jr. Sebastian Stan Tom Hiddleston
03.11.2020
03.10.2021
24
69.922
5
Alle Kapitel
49 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
26.09.2021 2.870
 
Sorry lieber Leser, bei mir ist es privat leider etwas stürmisch geworden. Mir steht nicht der Sinn nach Love-Storys und Co, daher habe ich mir eine Pause genommen. Auch in Zukunft wird es eher ruhig sein, aber ich werde, immer dann, wenn ich in Stimmung bin an meinen Geschichten weiterschreiben, dazu liebe ich sie zu sehr. Ich hoffe ihr habt spaß an dem neuen Kapitel und danke für eure Treue!
Liebe Grüße Yesaja
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Das Treffen der drei lag nun eine gute Woche hinter Ihnen und Sebastian war unterdessen auch einmal zum Essen und Bestaunen der Pferde auf der Ranch gewesen.
Cecilie hatte sich am Tagesablauf beteiligt, nachdem Eleyna wieder arbeiten musste. Ceci liebte es mit den Pferden zu reden, sie zu striegeln und zu füttern.
Den Mitarbeitern beim Ausmisten zu helfen und dadurch ein wenig von ihrem Vermissen wegzukommen. Chris fehlte ihr sehr.
Bei Ju hatte sie einmal versucht darüber zu reden, fand aber kein wirkliches gehör. Für den Abend wollten sie gemeinsam essen, da Eleyna frei hatte.
Ceci hatte das Essen geplant und freute sich darauf mit ihrer Familie am Tisch zu sitzen, zu quatschen und zu erfahren, wen Eleyna alles interviewen durfte.
„Dad, wir sind heute Abend zu viert. Kannst du Ceci Bescheid sagen? Ich muss zum Friseur.“ Eleynas Haare waren das einzige das noch zusehen war, als sich ihr Vater mit seinem Rollstuhl in ihr Sichtfeld schob. „Äh, alles klar...“ Kopfschüttelnd drehte er den Stuhl wieder in die Richtung, in die er eigentlich fahren wollte.
„Sie hätte ja wenigstens sagen können, wer uns die Ehre gibt.“
Langsam rollte er über die Terrasse einen geteerten Weg entlang. Prüfend schaute er die Rasenkannten an. Zaghafte wuchs der Rasen etwas in den Weg und die Gänseblümchen, die ihn immer irgendwie an Cecilie erinnerten, rekten sich gen Sonne. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf die ledrige Haut um seine Lippen.
Cecilie liebte als Kind die Gänseblümchen auf den wilden Wiesen, die sie in ihrer Wohngegend hatten. Jeden Tag nach der Schule, sammelte sie ein paar davon ein und stellte sie in der Küche in ein Schnapsglas am Fenster. Als ihr irgendwann bewusstwurde, dass sie die Blümchen den Schmetterlingen und Bienen wegnahm, nur um für zwei Tage einen schönen Anblick zu haben, hörte sie auf, sie zu pflücken und malte lieber ihre eigenen, um sie an sämtliche Fenster zu kleben.
Wie oft hatte sie ihm welche in einem Umschlag in die Tasche gesteckt oder an die Fenster geklebt, wenn sie zu Besuch bei Eleyna gewesen war.
Ein liebevolles Seufzen der Erinnerung kam mit seinem nächsten Atemzug.
Die Palmen und Weiden am Wegesrand, spendeten genug Schatten für die Vögel, die sich auf der Tränke trafen und den beiden Australian Shepherd, die er sich zugelegt hatte, um die Hühner zu bewachen, die ihre Gehege zwischen Garten und Pferdestall hatten. Tjego hatte sein Herrchen bereits entdeckt und das große, aber leichte Holztor geöffnet, damit er zu den Ställen fahren konnte. Tjego hatte nicht lange gebraucht, um diesen Trick zu lernen und Oskar war stolz, nach wie vor.
„Danke mein Freund! Kommst du mit?“ Der Rüde blickte seinen alten Freund an und hechelte. „Dann los, du weißt, wo ich hinmöchte!“
Voller Elan und Freude, stürmte Tjego davon. Oskar lachte und fuhr ihm hinterher. Die Hühner saßen im Schatten, der Hahn lief auf und ab und das Frühstück hatten sie alle bis auf das letzte Korn aufgepickt. „Passt du auch schön auf deine Ladys auf Charlie?“
Charlie drehte den Kopf ein wenig, so als hätte er genau verstanden, worum es gerade ging.

Langsam rollte Oskar seinen Rollstuhl über die gefestigte Erde in Richtung des Pferdestalls. Die Stuten waren bereits alle draußen auf der Weide mit ihren Fohlen und auch die drei Ponys, die Eleyna unbedingt hatte haben wollen, liefen ihr Gebiet ab. Einzig die beiden Hengste standen noch im Stall.
Gulliver, der dreifarbige Junghengst hatte eine Magenverstimmung und durfte vorerst nicht auf die Koppel, damit er nicht wieder etwas fraß, das ihm Bauchschmerzen verursachte. Und der große Schwarze würde neue Eisen bekommen. Oskar liebte den Friesen Hengst. Er war pechschwarz, glänzte und seine Mähne glich dem ursprünglichen Lockenkopf seiner Töchter. Er war ein stattlicher Rappe und seine „Tochter“ glich ihm bis aufs Haar. Der große Schwarze hieß auch so. Oskar fand, kein Name könnte ihm gerecht werden und Black Beauty war einfach ausgelutscht. Die Sonne brannte und es roch überall nach Stroh, Heu und den gewässerten Wiesen.
Oskar war wichtig, dass es seine Tiere gut hatten, dass sie sich bei jedem Wetter unterstellen konnten, es genug fressen und Wasser gab und das ihre Weide schön grün war.
Mit stolzgeschwellter Brust schaute er in die Weite der Koppeln und rollte weiter zum Scheunentor.
Seine Mitarbeiter und Freunde, waren mit ausmisten und auffüllen beschäftigt. Noch bevor er an seinem Ziel angekommen war, hörte er die Stimme seiner Tochter Cecilie.
Sie sprach mit dem großen Schwarzen und wie er erkennen konnte, striegelte sie ihn dabei, streichelte immer wieder seinen großen Kopf und fuhr gedankenverloren durch seine lange schwarze Mähne. „und dann habe ich den besten Job der Welt bekommen. Weißt du, ich liebe was ich tue und ich bin froh darüber, aber da ist Chris und Amerika.
Ich würde ihn lange Zeit nicht sehen können. Er sagt wir bekommen das hin. Das er mir meine Flucht nicht übel genommen hat…
Er ist ein toller Mensch, wirklich! Ich wünschte er wäre hier damit du ihn kennenlernen kannst.“ Ceci legte ihren Kopf seitlich an die Schulter des großen Schwarzen und seufzte. „Manchmal denke ich darüber nach, ob er der richtige ist. Ob er der Mann ist, mit dem ich alt werde, mit dem ich Kinder bekomme.
Ich bin ja nun auch nicht mehr in meinen Zwanzigern weißt du. Mein Lebensplan hatte Kinder immer bis Mitte dreißig vorgesehen, damit ich noch ganz viel Zeit mit Enkeln haben kann und so…“ Der große Schwarze schnaubte und schüttelte den Kopf.
„Ja ich weiß das ich noch Zeit habe, aber ich spüre da diesen Wunsch in mir. Ob ich noch mal heiraten werde, nach all dem was war…
Ich weiß nicht. Aber eine Familie… Das wäre schon schön.“
Oskar grinste. Cecilie hatte schon von klein auf den Wunsch gehabt Mutter zu werden. Sie wollte immer mit 20 heiraten und dann sofort Kinder bekommen.
„Mindestens 5 Stück Papa!“, hatte sie immer gesagt. Doch dann wurde sie 20 und sie war Single. Ihre To Do liste landete daraufhin im Kamin. Lange war sie enttäuscht.
Jahrelang hatte sie nur kurze Beziehungen oder Bekanntschaften, von denen sie ihrem alten Vater nicht mal etwas erzählt hatte.
Als sie Maurice kennenlernte, dachte er, hätte sie endlich einen Mann gefunden, der sie heiraten und glücklich machen würde.
Auch wenn er schon damals gesagt hatte, dass er nicht heiraten wollte.
Als er erfuhr, dass er Cecilie wegen einer anderen hatte vor der Hochzeit sitzen lassen, war er von ihm menschlich mehr als enttäuscht.
„Schätzchen, ich weiß das du eine tolle Mama werden wirst, egal wann das auch sein wird! Und 5 müssen es ja nicht werden!“
Er lachte und Ceci grinste unter dem Pferdekopf in seine Richtung. „Ach Dad du alter Spion.“
„Na na, ich wollte hier rein, was kann ich denn dafür, dass du hier wichtige Gespräche führst?“
„Er hat mir geduldig zugehört! Mit Ju kann ich derzeit einfach nicht reden und er gibt wenigstens keine Ratschläge oder dumme antworten, die mir nicht weiterhelfen!“
„Das trifft mich jetzt hart!“, griff er sich gespielt betroffen an sein Herz. „Dad, du weißt, wie ich das meine. Ju ist meine beste Freundin und du mein Vater!“
„Ja, wie schrecklich, wirklich!“ Beide lachten und Oskar rollte auf sie zu.
„Weißt du, ich bin zwar lange aus dem alter raus und ich bin wirklich kein gutes Beispiel, aber wie wäre es, wenn du mit Chris darüber redest?
Er ist dein Partner, wenn auch noch nicht lang. Frag ihn nach seinen Zukunftsplänen, erzähl ihm von deinen Gedanken und wünschen.
Der große Schwarze kann dir da nämlich auch nicht helfen!“ „Doch, er hat mir schon ein wenig weitergeholfen, so wie mein schlauer alter Papa!“
„Ach“ Überrascht sah Oskar seine Tochter an. „Ja hast du!“ Mit einem Lächeln schaute Ceci zu ihm hinunter, gab ihm einen Kuss und zückte ihr Smartphone.
„Ich muss mal eben telefonieren!“ Oskar sah ihr nach, bis ihm einfiel das er ihr ja etwas ausrichten sollte.
„Eleyna lässt ausrichten das wir heute ein Kopf mehr am Tisch sind!“, rief er ihr nach. Nur Sekunden später sah Ceci erneut in den Stall.
„Hat sie auch gesagt wer?“
„Leider nein. Ist das wichtig?“ „Na, ich kenne hier niemanden. Aber ich denke daran, muss ja sowieso noch etwas besorgen.
Bis später!“, verabschiedete sie sich nun endgültig und verschwand.

Eleyna saß mit einem Magazin in Händen auf dem Stuhl ihres Lieblingsfriseurs. Er hatte ihr, große Lockenwickler eingerollt und ließ das ganze nun abkühlen.
An der Seite saßen drei junge Frauen mit Folien auf dem Kopf und reden wild durcheinander.
„Hast du ihn denn gesehen?“, fragte die links neben einer ziemlich großen, vermeintlich blonden Frau saß. Diese scrollte durch ihr Smartphone und grinste breit.
„Nicht nur das!“, tönte sie und hielt den beiden ihr Smartphone vor die Gesichter. „Oh mein Gott, du glückliche!“
Die dunkelhaarige auf der rechten Seite biss genüsslich von ihrem Sandwiche ab. „Wie gern würde ich ihn auch mal treffen!“, kaute sie und ließ sich in ihren Stuhl zurückfallen.
„Das Beste ist, ich habe heute Abend ein Date mit ihm!“ Eleyna konnte erkennen wie die blonde ihr Smartphone in ihre Gucci Tasche fallen ließ und dann mit einem schnalzen nach ihren Nägeln. „Du hast was?“ Die rotblonde auf der linken riss die Augen auf.
„Du… Du hast...“ Die Brünette vergaß das Essen und die Krümmel rollten über ihre dralle Figur.
„Ich habe ein Date mit Sebastian Stan, ganze genau!“ Eleyna die gerade einen Schluck aus ihrer Wasserflasche genommen hatte, spuckte das kühle Nass quer über den Tisch vor sich. Die drei Grazien schauten irritiert zu ihr rüber und schüttelten mit den Köpfen. Eleyna beschloss da Mal genauer zuzuhören.
„Wie und wo. Ich meine, er kann doch nicht einfach mit einem Fan...“ Die Brünette verkraftete diese Aussage ihrer Freundin nicht ganz und biss nun deprimiert in das Truthahnsandwiche. „Schau mich doch an, wie hätte er da nicht auf die Idee kommen können? Jedenfalls hat er mich in das Diner eingeladen, das dort in der Stadt ist.
Da wären wir nicht so auf dem Präsentierteller.“ Eleyna hielt sich ihre Hand an den Mund, um nicht laut loszulachen.
Kyle rollte Eleynas locken aus den Wicklern und föhnte mit einer Rundbürste nach. Als er die letzten Handkniffe an Eleynas Haaren erledigt hatte, hörte er die blonde Grazie bereits rufen. „Kyle, könnten wir meine Nägel frisch lackieren? Ich möchte bei meinem Date einen guten Eindruck hinterlassen!“
Die beiden neben ihr Seufzten laut. Eleyna schnappte ihre Handtasche, lief auf die drei zu und grinste breit.
„An eurer Stelle würde ich mir morgen ein Foto von dem Date zeigen lassen oder noch besser, fahrt doch einfach am Diner vor! Da wird er nämlich nicht sein.
Schönen Abend vor dem TV mit Sektchen und den Sex and the City DVDs Gretchen!“, blickte sie die nach Luft schnappende blonde an und grinste breit.
Eleyna unterschrieb die Rechnung und verließ glücklich den Laden, setzte ihre Sonnenbrille auf und zückte ihr Smartphone.

>Immer wieder schön, wenn man beim Friseur sitzt! Da erfährt man Dinge…. Laut drei wirklich sehr…netten Frauen, weiß ich was ein gewisser Schauspieler heute Abend vorhat! Dabei dachte ich, ich wüsste es. So kann man sich irren! <

Als die Nachricht verschickt war, lief sie die Straße entlang zum nächsten Blumenladen. Die vielen bunten Schnittblumen verströmten einen angenehmen Duft.
Eleyna schloss die Augen und atmete tief ein. Mit einem Lächeln entnahm sie der Verkäuferin die Frage nach ihrem Wunsch.
„Wir haben heute ein entspanntes Essen und ich würde gerne etwas auf den Tisch stellen, um es gemütlicher zu gestalten. Ich weiß noch nicht genau was, aber bei diesem herrlichen Duft werde ich sicherlich bald fündig.“ Die Verkäuferin sah Eleyna freundlich an und nickte.
„An ihrer Stelle würde ich aber keine stark duftenden Blumen wählen, da sie den Geruch der Mahlzeiten überdecken oder sich komisch verbinden könnten.
Ein zarter Duft wäre die bessere Idee.“ Eleyna ließ ihren Blick schweifen und nickte ebenfalls. „Ich denke Sie haben recht.“
Sie erspähte in den vorderen gekühlten Bereichen Rosen, die ihr sofort gefielen. Sie hatten große Köpfe und waren in einem zarten Beige Rose.
Die absolute Lieblingsfarbe der Wahlaustralierin.
„Die hätte ich gern! Würden Sie mir daraus etwas für den Tisch machen? Vielleicht auf diesem weißen Glasteller dort!“ Eleyna hatte einen Servierteller entdeckt der Perlmuttweiß glänzte. Die Verkäuferin holte den Glasteller hervor und rief nach jemandem.
„Melodie, würdest du für unsere Kundin ein Tischgesteck machen?“ Aus dem hinteren Bereich des Shops, kam eine kleine, rothaarige junge Frau heraus.
Sie war in eine grüne Schürze gewickelt und hatte ihre Haare in einen Messie Bun gesteckt. „Hallo, wie kann ich Ihnen denn helfen?“, sprach sie Eleyna an und grinste breit.
Die blauen Augen funkelten. Eleyna erkannte an den Händen der Frau, dass sie wohl die Floristin war, denn die Nägel waren sehr kurz, die Hände grün und braun von den Blumen und Pflanzen. Mit der rechten führte diese ein Messer, das, soviel wusste sie, zur Standardausrüstung einer Floristin gehörte.
„Ich brauche für ein gemütliches Essen eine Tischdekoration. Diese Rosen hier gefallen mir sehr und ich möchte sie auf diesem Teller dort.“
Melody sah erst zu den Rosen und dann zum Glasteller. „Ist es ein langer oder ein Runder Tisch? Wie viele Leute werden daran sitzen und wo wird es stehen?“
Ein Rechteckiger, schwarzer Tisch. Ich möchte es am Kopfende dekorieren. Es darf also an den Seiten etwas über den Tisch hinweg gehen. Wir sind zu viert und sitzen am vorderen Teil des Tischs. Da werde ich dann meine weißen und rosafarbenen Gläser aufstellen, in die ich Kerzen gebe.“
Melody folgte Eleynas Worten und machte sich eine schnelle Zeichnung. Mit dem Stift fuhr sie sich irgendwann in die Haare und überlegte kurz.
„Ja, ich denke so kann das funktionieren! Wenn sie mir 20 Minuten geben, mache ich Ihnen das Gesteck fertig. Möchten Sie etwas schleifenband in der Tonfarbe der Rosen?“ Eleyna zupfte an den Gräsern und Blättern, die zwischen den Schnittblumen aufgebaut waren und nickte.
„Das wäre toll! Haben sie auch solche Strassstecker? Ich liebe es Elegant und ich habe für die Servietten Strassringe.“ Melody kicherte und deutete Eleyna einen Moment zu warten. Als sie im hinteren Bereich verschwunden war, zog Eleyna noch etwas von dem tollen Schnittgrün, kleinen weißen Blüten und Gräsern aus den Vasen.
„Ich habe hier von einem Hochzeitsmenü noch Deko Reste. Die Braut hatte alles in einem Pastellrosa und weiß dekorieren lassen. Und natürlich musste alles Glitzern und funkeln! Hier habe ich noch ein paar Swarovski Stecker und das Band hier passt zu ihren Rosen.“ Eleyna nickte ab, gab Melody das Schnittgrün und verließ das Geschäft, um noch schnell das Rezept für ihren Vater einzulösen.


Cecilie hatte ein paar Mal versucht Chris zu erreichen, doch leider erwischte sie immer nur die Mailbox. Sie wusste er hatte Nacht Drehs und dadurch irgendwie die Hoffnung gehabt, ihn telefonisch zu erreichen. Mit ihrem Meeresfrüchte Einkauf schlich sie in die Küche um die Krabbler, die sie zum Glück nicht lebendig ins heiße Wasser werfen musste und die Garnelen von ihrem Panzer zu befreien und in ihre Limonen Marinade einzulegen.
Gedankenverloren schnitt sie die Garnelen frei. Immer wieder kam ihr das Gespräch im Stall in den Kopf.
Natürlich musste sie mit Chris sprechen, denn schließlich ging es in dieser Beziehung ja darum, ob sie gemeinsame Zukunftspläne hatten oder ob sie sich da in etwas verrannten. Ein wenig Angst hatte sie tatsächlich davor. Was würde sie tun, wenn Chris keine Kinder wollte? Oder wenn er heiraten wollen würde oder eben nicht. Und wo würden sie dann leben? Amerika war sein zuhause, London war ihres. Zwei Leben auf zwei Kontinenten, wie sollte das denn gehen?
Das Oskar angerollt kam, hörte sie nicht mal. Auch nicht, dass er mit ihr redete.
„Ceci? Hallo?“ Doch sie war so in ihrem Tun und den Gedanken vertieft, dass er nur mit dem Wurf eines der Spielbälle seiner Hunde eine Reaktion bekommen konnte.
Der weiche Ball prallte an Cecis Rücken ab und rollte über den Küchenboden. Cecilie blickte sich um und entdeckte ihren Dad.
„Wolltest du etwas?“, fragte sie beschämt und grinste. „Ja tatsächlich. Ich habe mit dir gesprochen, aber du hörst mich nicht. Deine Schwester hat gerade angerufen.
Es sind zwei Personen mehr. Und nein, sie hat nicht gesagt wer vorbeikommen wird!“ Schnaufend wischte sich Ceci die Hände ab.
„Was soll denn das? Sie kann froh sein, dass diese Krabbler hier für alle reichen. Ich mache einen Schrimps Salat, Hummer gegrillt und mit Zitronenreis serviert.
Dazu Garnelen und Muscheln. Aber ich erwürge sie trotzdem!“
„Spar es dir auf, sonst erfahren wir nie, wer uns auf dem Hof besuchen wird. Vielleicht bringt sie ja jemanden von der Arbeit mit.
Es wäre zumindest nicht das erste Mal, dass sie das macht!“, zuckte Oskar mit den Schultern und drehte grinsend seinen Rollstuhl, um sich in seinem Zimmer etwas frisch zu machen und auszuruhen. So ein Tag auf der Ranch war für ihn mittlerweile ziemlich anstrengend, aber er liebte es einfach zu sehr.
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