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Petunia

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Robert Downey Jr. Sebastian Stan Tom Hiddleston
03.11.2020
03.10.2021
24
69.922
5
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Dieses Kapitel
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30.05.2021 2.154
 
Ceci hatte sich drei Stunden mit Ju ins Studio zurückgezogen und sich alles erklären lassen. Natürlich ließ Ju die Musik dazu laufen und natürlich sang sie auch immer wieder mit. Angelockt von dem immer lauter werdenden Gesang, waren auch Tom und Chris irgendwann dazugekommen, als Morgan ihr Schläfchen genoss unter den wachsamen Augen des Wachhundes im Hause.
Chris genoss die Zeit bei und mit seinen Freunden, mit Cecilie und einem freien Kopf.
Lachen, singen und lachen, sich austauschen und auch ganz in Ruhe zuhören, was die Frauen genau geplant hatten.
Wirklich zurück nach Amerika wollte er nicht, aber er musste. Viel lieber wäre er bei Cecilie geblieben. Zumindest so lange, bis sie nach Australien aufbrechen würde.
Tom wusste genau wie es Chris nun gehen musste. Er hatte Ju zwar nicht mit einem anderen Land teilen müssen, aber er hatte eine verdammt lange Zeit ohne sie sein müssen, er hatte gelitten und sie hatten schwierige Moment. Chris würde Cecilie selten sehen und das musste aktuell immer wieder durch den Kopf des Blonden wabern.
Wortlos nickten die Männer sich zu. Sie brauchten im Gegensatz zu den Frauen keine großen Worte, um sich zu verstehen. Chris hatte zwar nicht so einen guten Draht zu Tom wie es Hemsworth hatte, aber die letzten Monate war dieser Brite einfach eine große Hilfe gewesen und er wusste gerade einfach am besten, wie es ihm ging.
Tom war auch derjenige der die Frauen trennte, damit das junge Paar sich für einen gemeinsamen Abend zu zweit zurückziehen konnten.

„Wollen wir einen Film sehen oder einfach nur auf der Couch lümmeln und reden?“ Mit einem breiten Grinsen schaute Cecilie zu Chris auf. Mit ihrem Kopf lehnte sie an seiner Schulter und folgte seinem ruhigen atmen. „Alles was du willst! Ich bin schon zufrieden, wenn ich dich in meinem Arm halten kann, nachdem wir es uns doch etwas schwer gemacht haben in den letzten Wochen. Und wenn ich bedenke, was vor uns liegt, bin ich froh noch ein paar Stunden mit dir alleine zu sein!“ Sein Blick blieb gerade, er wollte ihr nicht unbedingt direkt zeigen, wie weich er gerade war. “Ich werde dich auch sehr vermissen!“ Ceci legte ihre Hand an seine Wange, sie hatte das leichte Zittern an seinem Adamsapfel gesehen und sie fand es irgendwie süß, dass es ihm nicht egal war, dass sie sich eine Weile nicht sehen würden.
Chris gab ihr einen Kuss auf die Stirn und drückte sie enger an sich.
In seinen Armen liegend, hatten sie es sich dann einfach auf dem Balkon bequem gemacht. Ju hatte Cecilie die alte Garnitur überlassen, die sie in Toms Haus auf der Terrasse stehen hatten. Die breite Lounge Liege nahm zwar den kompletten Platz ein, aber das störte Ceci überhaupt nicht.
Den Sessel und das dazugehörige Sofa stand dafür in der Wohnküche.
Ihr blick lag auf der Flamme, der großen Kerze auf dem Tisch. Es war so wunderschön, einfach nur in seinen Armen zu liegen.
Diese Momente hatte sie mit Maurice so selten, dass sie sich nicht mal mehr daran erinnern konnte.
„Ich dachte immer, ich brauche das alles nicht, aber ich merke gerade, dass ich es mehr als alles andere brauche!“, murmelte sie auf Chris Brust und drückte sich dichter an seinen Körper. „Was meinst du genau?“, lächelte Chris und streichelte über ihren Kopf. „Das hier! Das einfach nur daliegen und den anderen genießen! Das in den Arm genommen werden und Geborgenheit spüren. Ich brauche das so sehr!“
„Du wolltest letztes Jahr heiraten, da...“
„Da gab es das so nicht!“, fuhr Cecilie dazwischen. „Wir haben uns dank seines Jobs wenig gesehen. Als ich dann viel im Theater war, gabs uns kaum noch. Wir waren viel mit Freunden weg. Aber das hier, dass ist toll!“ Seufzend legte sie sich wieder auf seine Brust und lächelte zufrieden. Chris presste sie an sich und lächelte ebenfalls.
„Da stimme ich dir zu, dass ist wunderschön!“

Als die Sonne gerade aufging, schlich Chris bereits über die Flure. Sie hatten, wenn es hochkommt, vielleicht 2 Stunden geschlafen, aber das war es Wert. Die Gespräche und das Zusammensein, hatte die Akkus wieder aufgeladen.
So leise er konnte, machte er Kaffee, wärmte die Croissants auf, die sie vom Vortag noch übrighatten und presste ihr die Orangen aus, die schon weiche Stellen bekommen hatten.
Völlig vertieft in sein Tun, bekam er nicht mit, wie Cecilie sich zu ihm in die Küche schlich. Mit verliebtem Blick lehnte sie sich gegen den Türrahmen und beobachtete.
„Guten Morgen Cap!“ Amüsiert drehte er seinen Kopf in ihre Richtung.
„Guten Morgen Peppermint Patty. Kaffee?“
“Sowas von!“
„Auch wenn es uns beiden nicht gefällt, aber ich habe die Tasche schon gepackt. Um 9:30 Uhr geht der Flieger.“
Chris Stimme war leise und ruhig. Cecilie starrte in die Tasse und sagte nichts. Es war einfach nur so gemein! Warum verliebte sie sich ausgerechnet in einen Amerikaner?
Und warum zum Teufel, merkte sie es erst, nachdem sie den neuen Job angenommen hat?
Seufzend verschwand sie auf den Balkon und ließ ihren Blick über die Stadt streifen.
Chris, der ebenso traurig drüber ist, sie schon wieder verlassen zu müssen, ging ihr nach und umarmte sie von hinten.
Seine Hände ruhten auf ihrem Bauch, sein Gesicht lag an ihrem Hals.
„Wir schaffen das Ceci! Ich glaube fest daran. Die nächsten Wochen werden hart, aber danach, wenn alles eingespielt ist, haben wir mehr Zeit und du kommst zu mir nach Amerika!“
„Ich weiß es ja selbst, aber… Ach egal, lass uns jetzt an etwas schönes Denken! Ich zeig dir unseren Park und danach bringe ich dich zum Flughafen!“
„In Ordnung!“ Ceci drehte sich in Chris Armen herum und schaute ihn mit funkelnden Augen an.
„Ich bin total verknallt!“
„Geht mir genauso!“ Chris umfasste Cecilies Gesicht mit seinen Händen und legte seine Lippen liebevoll auf ihre.
„Ich freu mich auf unsere Zeit!“, hauchte er ihr auf die empfindliche Haut, ehe er ihr einen Leidenschaftlichen Kuss gab.

„Okay, dass hätte ich vielleicht in meinen Plan miteinbauen sollen!“, schnaufte Cecilie und hüpfte mit der Hose auf den Schenkeln auf und ab, bis sie sie schließen konnte.
„Brich dir nichts, ich hatte bewusst etwas mit der Zeit gespielt, wir haben noch eine dreiviertel Stunde, bis ich am Check In sein muss.“
Halb in ihrem Schuh, schaute sie zu ihm herum. „Das wird trotzdem knapp, was glaubst du wie schnell du zum Flughafen kommst?“
Chris schwieg und grinste breit. „Siehst du!“, schlüpfte Cecilie in den zweiten Schuh und schnappte nach ihrer Tasche.
„Wir müssen uns nun beeilen! Sei froh, dass ich einen Taxifahrer kenne, der „Abkürzungen“ fährt“, deutete sie mit ihren Fingern Gänsefüßchen in die Luft.
„Sorry!“, drückte Chris ihr einen Kuss auf und ging dann durch die Wohnungstür.
„Du musst dich nicht entschuldigen, es war zumindest eine gute Verabschiedung und wenn du den Flug verpasst, hab ich mehr von dir!“
„Und ich mehr von meinem Produzenten!“
Isahak fuhr schnell und er nahm diverse Straßen, die er als „Abkürzung“ deklarierte. So sparte er sich den Verkehr durch die Stadt und er brachte Chris fast pünktlich zum 10km entfernten City Airport. „Ich danke dir! Wartest du kurz auf mich? Ich bring ihn nur rein, okay?“, legte Ceci ihren Dackelblick auf.
Isahak grinste. "Geh nur, ich warte da.“ Er deutete auf die Einfahrt in Sichtweite. „Da kann ich Kaffee trinken.“
„Super, danke. Bis gleich!“ Cecilie griff Chris Hand so fest so nur konnte und folgte ihm zum Schalter. Das Einchecken ging schnell, leider.
„Sie müssen auch direkt durchgehen, der Pilot kann pünktlich starten!“
„Vielen Dank!“ Chris nahm sein Ticket entgegen und umschloss dann Cecis Hand erneut.
Langsam liefen sie zum Gate. Sie wussten, sie konnten es nicht verhindern, aber man konnte es ja versuchen.
„Das nächste Mal, wenn wir uns sehen, haben wir viel mehr Zeit, versprochen!“
„Ich freu mich darauf!“ Ceci drehte Chris Basecap etwas zur Seite, um ihn küssen zu können. "So schnell wie möglich!“, flüsterte sie ihm zu, presste ihre Lippen noch einmal fest auf seine, ihren Körper an ihn und schloss für Sekunden die Augen, ehe sie sich von ihm löste und ihm hinterher sah.
Er schenkte ihr einen letzten Blick und verschwand.
Cecilie seufzte hart, drehte sich mit gesenktem Kopf und verließ den Flughafen Richtung Taxi.



„Okay, du findest mein Hemd also definitiv nicht gut, aber das hättest du trotzdem nicht mit Karottenbrei bewerfen müssen!“ Tom stand schnaufend neben dem Esstisch und versuchte die gestampften Karotten mit Hähnchen von seinem blauen Hemd zu wischen. Mo patschte laut lachend mit den Händchen in ihrem Teller herum und drückte das Essen durch die Finger. „Das Hemd kann ich wegschmeißen!“, knöpfte er das 65$ Hemd auf und blickte zu seiner Tochter. „Dann zieh es auch nicht an, wenn du sie fütterst!“
Ju verkniff sich ein Lachen, um Morgan nicht dazu zu verleiten es ihr nachzuahmen und am Ende Spaß daran zu finden, mit Essen zu werfen.
„Ich konnte nicht ahnen, dass unsere Tochter damit wirft!“
„Das macht sie seit zwei Tagen und es wird auch noch eine weile so gehen. Hat Daddy da nicht richtig aufgepasst?“ Amüsiert legte Ju ihre Hände auf Toms Brust ab und grinste frech. „Das kann sie nur von dir haben!“, murmelte er mit erhobener Augenbraue und bemühte sich das Schmunzeln zu unterdrücken.
„Sie beobachtet uns!“, merkte Ju an und schielte an Tom vorbei. Mo quietschte vergnügt und patschte mit Blick zu ihren Eltern, immer wieder auf die Pampe vor sich.
„Ich glaube du gehst direkt in die Wanne, du hast alles in den Haaren du kleine Hexe.“ Tom nahm Mo den Latz ab und fischte sie aus ihrem Hochstuhl.
„Iiiih, du bist ja komplett vollgeschmiert. Da hast du ja Ganze Arbeit geleistet Madame!“, kitzelte Tom Morgans Seite und prustete ihr an den Hals. Nun war es auch egal, dass er sich das Gesicht mit dem Essen beschmierte. Das herzige Lachen Morgans und das liebevolle miteinander von Vater und Tochter, ließen Jus Herz höherschlagen.
Seufzend beobachtete sie die beiden und begleitete sie mit Abstand nach oben. „Ihr seid so süß!“ Auch wenn Ju nun eher auf Toms Hintern sah, meinte sie doch das Duo.
„Hast du gehört, Mama sagt wir sind süß! Dabei würde ich gerade eher das Gegenteil behaupten.“
Im Badezimmer machte Ju von den beiden „Ferkeln“ ein Erinnerungsfoto und freute sich über das Ergebnis.
„Das ist klasse geworden! Das mache ich in Mos Album... Und nun ausziehen, alle beide, du gehst mit unserer Tochter gemeinsam duschen!“
Tom legte Mo auf den Wickeltisch und hielt ihre Händchen fest. „Gehst du mit Daddy duschen? Ja?“
„Dieses Kind und ihr lachen. Da sieht es tatsächlich so aus als wäre der Mund doppelt so groß, da muss ich Seb recht geben!“


Chris war nun seit vier Tagen zurück in Amerika und Ceci hatte nur wenig mit ihm sprechen können, dank der Zeitunterschiede. Für ihren Flug nach Australien, hatte sie die Eröffnung der Werkstatt vorverlegt und kämpfte gerade mit den Mörderischen Kopfschmerzen, der Nachwehen des Abends und der stressigen Tage für die Vorbereitung.
Aber zumindest lief die Eröffnung wie erwartet sehr gut. Die geladenen Gäste hatten sich sehr interessiert gezeigt, sich ihre Infomappe mitgenommen und die ausgestellten Kostüme bewundert. Felicia übernahm ihren Arbeitsplatz direkt um 8 Uhr am morgen und hatte bereits mit den Aufträgen begonnen, die ihr übertragen wurden.
Cecilie wusste, dass sie sich keine Gedanken machen musste, da Felicia seit Jahren in der Firma war und sich bestens auskannte.
Jetzt hieß es für Cecilie nur noch, Kopf ausschalten und Urlaub genießen. Endlich würde sie ihren Dad wiedersehen, würde endlich mal nach Australien kommen und vielleicht, wenn das Set von Seb nicht zu weit weg war, würde sie auch ihn wieder treffen können.
Elaina und sie mussten auch unbedingt das vergangene aufarbeiten, auch wenn sie noch nicht wusste wie.
Ju hatte ihr schon sehr lange dazu geraten einfach mal mit ihr zu reden, schließlich waren sie wie Pech und Schwefel gewesen.
Mit den Füßen auf ihrem Rollkoffer, lehnte sich Ceci auf der Couch zurück und sah sich in ihrem Nähzimmer um.
Unglaublich wie sich dieses Jahr so plötzlich verändert hatte! Von einer Arbeitslosen Schauspielerin ohne Perspektive, zur Freiberuflichen Kostümbildnerin, Stylistin und Geschäftsführerin mit einem Mann an ihrer Seite, der für sie die Sterne vom Himmel oder ersatzweise Pfefferminzeis holen würde.
Und nun hatte sie nur noch wenige Stunden zwischen London und einem wiedersehen mit ihrem Vater in Australien.
Konnte es noch besser werden? Sie hoffte es zumindest, denn normalerweise kam nach jedem hoch ein bitterböses tief und das wollte sie definitiv umgehen!
Ihre Augen blieben an dem dunkelblauen Kleid Entwurf hängen, das noch immer unfertig auf der Schneiderpuppe hing und tagtäglich nach ihr rief. Immer wieder überlegte sie, für welchen Anlass sie das Kleid fertigen würde. Chris und sie hatten gerade erst zueinander gefunden und würden auch lange nicht an eine Ehe denken.
„Vielleicht heiraten Tom und Ju ja noch mal. Die sind so verknallt, die benahmen sich noch immer wie frischverliebte Teenager!", murmelte sie mit einem fetten grinsen und nahm einen tiefen Schluck aus ihrer Tasse.
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