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Petunia

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Robert Downey Jr. Sebastian Stan Tom Hiddleston
03.11.2020
03.10.2021
24
69.922
5
Alle Kapitel
49 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.05.2021 3.235
 
Hallo liebe Leser+innen,

nach einer Gesundheitlichen Zwangspause, melde ich mich mit einem weiteren Kapitel zurück. Die Geschichte ist noch nicht zuende erzählt, auch wenn es den anschein hatte. Ich weiß nicht ob nun wieder regelmäßig etwas kommt, da ic hwie gesagt Gesundheitlich arg angeschlagen bin.
Ich wünsche euch viel Spaß mit Ceci und Chris und natürlich auch mit Ju, Tom und Morgan....
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Überglücklich und breit grinsend saßen die beiden eine halbe Stunde später im Taxi. Cecilie konnte immer noch nicht glauben, dass er nun bei ihr war. Chris hatte mit seinen Händen ihre umschlossen, streichelte und drückte immer wieder ihre Finger und schenkte ihr sein charmantes Lächeln. Sein Aufenthalt in London würde nur das Wochenende füllen können, weshalb sie erstmal direkt zu Cecis Wohnung fuhren. „Wie geht es Dodger eigentlich? Ich habe ja nicht mehr mitbekommen, wie du ihn nachhause geholt hast“, fragte Ceci auf dem Weg durch das Treppenhaus. „Ihm geht es gut, zum Glück! Der Kerl hat schon so viel hinter sich, ich hätte es nicht ertragen, wenn jetzt eine Sinnlose Infektion schlimmeres getan hätte!“ Cecilie blieb vor ihm auf der letzte Stufen stehen und schaute auf ihn hinunter.
„War es so schlimm?“ „Zwischen den Zehenballen hat er sich einen Splitter eingezogen, den niemand gesehen und er nicht mal wirklich gespürt hat. Das hat sich entzündet, weshalb er die Blutvergiftung bekommen hatte. Aber jetzt ist er wieder top fit und freut sich darauf dich kennenzulernen!“, umfasste er erneut Cecis Hände und schmunzelte glücklich.
„Ich freue mich auch!“, neigte sie sich zu ihm hinunter, um ihn zu küssen. Chris nahm nun die letzte Hürde hob sie an und trug sie das letzte Stück bis zur Wohnungstür vor sich her. „Der Schlüssel ist in meiner Hosentasche!“, kicherte Ceci in den andauernden Kuss. Chris tastete die Taschen ab und entdeckte den Winzigen Schlüssel in der rechten Hinteren Hosentasche. Verdutzt verzog er die Augenbrauen. „Ja ich habe eigentlich mehr Schlüssel und Anhänger dran, aber ich wollte den Schlüssel nah am Körper tragen können, also habe ich ihn heute Morgen so eingesteckt!“
Ohne Ceci abzusetzen, öffnete Chris die Wohnungstür, aus der Blitzschnell ein rotweißer Kater geschossen kam und über den kompletten Flur brüllte.
„Okay, wer ist diese Krawallschachtel?“, schaute Chris dem Fellblitz hinterher. „Sherlock? Warum warst du überhaupt trüben?“
Ceci sah ihm ebenfalls hinter. Sherlock lief in Windeseile und laut maunzend zur Nachbartür und hockte sich wartend davor. „Das ist Jus Kater Sherlock. Ich habe dir von ihm erzählt! Er hat sich in die Nachbarskatze verliebt, bekommt übrigens auch Kitten und wohnt sozusagen dort. Ich habe keine Ahnung, warum er nun in meiner Wohnung war!“, erklärte sie Schulter zuckend. „Weil dein Kater in meinem Wohnzimmer randaliert hat! Die beiden haben sich gestritten und ich musste ihn von ihr trennen. Ich hatte zum Glück noch deinen Schlüssel. Entschuldige, aber ich habe dich nicht erreicht und Ju konnte nicht!“, erklang Tracys Stimme, die die Treppe hinaufkam.
„Schon gut! Soll ich ihn wieder mitnehmen?“, deutete Ceci auf den Sünder, der sich nun zutritt zur Wohnung verschaffte.
„Nein ich nehme ihn wieder mit. Die beiden werden ja in Zukunft zusammenwohnen, die müssen das packen! Es ist nur in der kleinen Wohnung schwierig. Im Haus wird sich das dann hoffentlich ändern!“ Zustimmend nickte Ceci und sah dann zu Chris. Kurz überlegte sie, dann fuhr sie erschrocken zusammen und legte die Hände an den Mund.
„Oh Gott, ich habe euch gar nicht vorgestellt!“ Chris lachte und gab ihr einen Kuss auf den Kopf.
„Ich bin schon alt, ich kann das!“, scherzte er und gab zur Begrüßung die Hand. „Schön dich Kennenzulernen Tracy.“
„Na ich bin ja schon einiges gewohnt hier, deshalb auch dem nächsten Weltstar ein herzliches Willkommen in unserer Bescheidenen Altbau Festung!“, kicherte Tracy.
„Danke“, grinste Chris und legte seinen Arm um Cecis Becken. „Wir sehen uns Tracy, und wenn etwas mit Sher ist, sag Bescheid! Ju nimmt ihn auch wieder komplett auf, du musst ihn nicht behalten, nur weil er deine Katze geschwängert hat, das weißt du!“, wedelte Ceci mit den Fingern.
„Schon in Ordnung wirklich! Sobald ich merke das es nicht gut geht, sag ich Bescheid, versprochen!“

Die Tür war noch nicht richtig ins Schloss gefallen, hatte Chris Ceci auch schon wieder in seine Arme gezogen und ihre Lippen mit seinen versiegelt. „Wie lange kannst du bleiben?“, flüsterte sie sanft und suchte seinen Blick. Liebevoll strich er ihr über die Wange, durch das braune Haare und hinter ihr linkes Ohr.
„Montagmorgen geht meine Maschine.“ Cecis schnaufen trennte die beiden für einen Moment. „Ich weiß Cecilie, aber wenn du willst, kannst du ja mitkommen!“
Cecilie zog Chris hinter sich her ins Wohnzimmer. „Nein kann ich nicht. Ich eröffne doch bald die Bürowerkstatt und außerdem ist meine Stiefschwester noch in der Stadt.“
„Deine Stiefschwester?“, fragt Chris erstaunt. „Die Stiefschwester, mit der du keinen Kontakt hast?“ „Genau die! Sie hat hier Gespräche mit TV-Sendern und … Sie war hier und hat mir erzählt das unser Dad darunter leidet, dass wir keinen Kontakt haben. Sie hat sich bei mir Entschuldigt.“ „Heißt was?“, bohrte Chris nach.
„Das ich demnächst nach Australien fliegen werde!“ „Oh, okay!“ „Ich habe meinen Dad so lange nicht gesehen, ich habe Angst, dass ich irgendwann zu spät komme!“
„Dein Dad ist wichtiger! Flieg ruhig zu ihm und genießt die Zeit zu zweit oder zu dritt. Ich kann das absolut verstehen, wirklich!“ „Ich werde dich vermissen! Ich habe dich die letzten Wochen vermisst und ich werde dich immer vermissen, wenn du nicht bei mir sein kannst!“ Cecilie stützte ihren Kopf auf die an der Couch angelehnten Hand und grinste Chris glücklich an. „Danke für heute!“, flüsterte sie und kreuzte die andere Hand mit seiner.


Ein lautes quietschiges aufschreien, das aus dem ersten Stock in die Küche waberte, ließ Tom und Morgan zur Treppe sehen.
„Was Mami wohl wieder hat? Hörte sich aber zumindest positiv an!“, grinste Tom seiner Tochter zu und hielt ihr eine Rassel vor die Nase. Ganz Aufgeregt Griff die Kleine danach und sabberte das gekühlte rosa Silikon voll, während sie es mit ihrem festen Zahnfleisch und den aufblitzenden Zahnspitzen bearbeitete. Langsam bohrten sich die bereits vorhandenen Zähne in das Material.
„Du glaubst nicht was Ceci mir gerade geschickt hat!“ Laut wie ein Elefant stolperte Ju die Treppen hinunter und wedelte mit ihrem Smartphone. „Nein, aber du wirst es mir sicherlich gleich sagen!“ Ju grinste breit und hielt ihm das leuchtende Display vors Gesicht. „Es hat geklappt!“ Tom blinzelte kurz und erkannte dann das Foto. Chris und Ceci, strahlend wie Honigkuchenpferde, Wange an Wange. *Its Love!*
„Wird auch Zeit, dann habe ich hoffe ich endlich Ruhe vor meiner Ehefrau, die unbedingt die beiden verkuppeln wollte! Haben sie ohne dich geschafft!“
„Na na na, nicht ganz! Ich hatte schon einen Anteil daran, gibs zu!“ Ju legte das Smartphone auf den Tisch, drückte Baby und Mann einen Kuss auf die Stirn und wackelte Hintern schwingend davon.
„Wann sehe ich dich heute wieder?“, rief Tom Ju noch nach. „Ich beeil mich! Ich schätze gegen halb zehn! Lieb dich!“, klang ihr zartes Stimmchen die Stufen hinunter.
„Ich bin gespannt!“ Sein Blick ging zu Morgan, die immer noch total gierig auf dem Ring herumkaute.

Es war 2 Uhr, als Ju die Tür zum Schlafzimmer leise öffnete. Auf Zehenspitzen schlich sie zum Badezimmer. Vorbei am Hundekorb entdeckte sie, dass Morgan nicht bei Tom, sondern nebenan in ihrem Zimmer schlief. Prüfend sah sie zum Bett. Tom lag auf dem Rücken, hatte die Decke nur noch über dem Becken liegen, ein Bein darauf positioniert und war wohl beim Lesen eingeschlafen, denn das Buch lag noch auf seiner Brust und die Brille auf seiner Nase. Verliebt schmunzelte Ju und schloss die Badezimmertür, um sich Bettfertig zu machen.
Gähnend kam sie Zehnminuten später wieder heraus und stolperte über Bobby, der sich vor die Tür gelegt hatte.
„Mensch, warum liegst du denn da?“, tätschelte sie über den braunen Kopf. „Weil er dich genauso vermisst hat wie ich?“, hörte sie hinter sich Toms Müde Stimme. Erschrocken drehte sich Ju um. Tom klappte das Buch zu und legte es auf den Nachttisch. „Es tut mir wirklich leid! Mit Amerika kann ich nur am Abend Telefonieren und heute hatten wir zu 5. eine Videokonferenz. Wir haben die Zeit vergessen.“ Tom drehte sich zur Seite, schaute seine Frau an und grinste.
„Komm her!“, klopfte er aufs Bett. Ju sprang hinein und legte sich sofort in seine Arme. Tom schaute verständnisvoll auf sie herab und gab ihr einen Kuss auf die Nase.
„Habt ihr wenigstens einiges Erledigen können?“ „Ja!“, nickte Ju wild. „Wir haben alle Termine abgestimmt, letzte Feinabstimmungen gemacht. Jetzt muss ich nur noch nach Deutschland und dann kanns losgehen! Kommt ihr beiden eigentlich mit?“ Tom Grinste breit.
„Ich verzichte nicht freiwillig auf Deutschland, auf meine Frau und auf deutsches Essen!“ „Das wird toll! Mein Dad wird auch extra einfliegen, Chris de Burgh ist doch sein Lieblingssänger. Er will dabei sein, wenn ich mit ihm alles bespreche und erste Proben singe. Chris wird sogar mit mir einen deutschen Song singen.“
„Robert hat mir erzählt das du zwei Songs ausgesucht hast, von seinem Album The Futurist. Singst du die allein?“, bohrte Tom nach, der wusste das RDJ zum Konzert kommen würde.
„Ja ich habe Little Clownz und Broken ausgesucht. Da ich noch keinen passenden Partner gefunden habe, werde ich sie wohl selbst singen... Smile hat er zwar auch auf dem Album veröffentlicht, aber das werde ich mit Sam singen. Warum fragst du?“ Ju wurde skeptisch und setzte sich leicht auf.
„Ach nur so... Ich dachte nämlich auch an Sam.“ Jus Augen schmolzen zu schlitze. „Aha…Und das soll ich glauben?“, verschränkte sie ihre Arme.
„Ja okay, ich dachte an Sam und mich, zufrieden?“, kitzelte er ihre Seite, um sich davon abzuhalten weiter zu fragen.  

Es war bereits hell, als Ceci von den eindringenden Sonnenstrahlen geweckt wurde. Wie selbstverständlich ging ihr Griff zur Seite, fiel allerdings ins Leere.
Erschrocken schoss sie hoch und schaute auf die nicht mehr wirklich warme Bettseite. Im selben Moment kroch frischer Kaffeeduft in ihre Nase und ließ sie beruhigt in die Kissen zurückfallen. Mit beiden Händen fasste sie das Kissen und drückte es in ihr Gesicht. Tief atmete sie den Duft ein, der sich noch darin befand.
„Guten Morgen Peppermint Patty. Gut geschlafen?“
„So gut wie lange nicht mehr!“, brummte sie durch das Kissen hindurch. „Das klang gerade positiv, wenn auch sehr undeutlich!“, kicherte Chris und öffnete das Fenster.
„Darf ich Sie zum Frühstück entführen, Madame?“ Sein Blick lag tief in Cecilies, die glücklich Grinsend da lag und ihn anstarrte. „Sehr gerne der Herr!“

„Wie sehen deine Pläne für das Wochenende noch aus?“, nahm Chris einen schluck aus seiner Tasse, um das Rührei runterzuspülen. „Ich hätte normalerweise heute ein Date mit Ju! Wir wollten zusammen die Liste durchgehen für ihre CD. Sie fliegt nächste Woche oder so nach Deutschland, um mit den letzten Stars die Proben einzusingen. Und danach wollten wir die Planungen für die Konzerte durchgehen, ehe sie an die Veranstalter und Manager rausgehen. Sie braucht angaben wegen Kostümwechsel und nachschminken, Trinkpausen und Catering. Sie will diverse Outfits tragen. Typisch Ju! Tom wird wohl auch mitmoderieren und jemand von UNICEF.
Also werde ich wohl vor Ort sein und die Omas jeweils dann Babysitter spielen.“
„Dann gehen wir auch hin, ich sehe dann die Kleine auch mal wieder und kann mich mit Tom unterhalten.“ „Wirklich?“
„Ceci, du wirst wegen mir dein Leben nicht umstellen! Das sind Freunde, natürlich gehen wir da hin. Den Abend und das Aufstehen morgen haben wir dann ja alleine!“, zwinkerte er ihr zu und strich liebevoll mit dem Daumen über ihre Wange. „Du hast recht. Danke!“

Ihre Augen spielten während dem Frühstück miteinander, das Lächeln wisch nicht von ihren Lippen und das Kichern wollte lange nicht verstummen. Cecilie war glücklich! Das erste Mal seit vielen Monaten war sie wirklich glücklich und über beide Ohren verliebt. Verliebt in einen Mann, den sie viele Jahre auf der Leinwand betrachtet und angehimmelt hatte. Einen Mann, der nur durch einen Zufall in ihr Leben geriet und nur durch ihre sture beste Freundin, auch nie wieder gehen sollte.
„Würdest du mir etwas von deiner Arbeit zeigen?“
Völlig in Gedanken, blickte Ceci Chris an und überhörte dabei seine Frage. Chris kicherte belustigt und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen.
„Ich habe dich etwas gefragt!“, wisperte er ihr auf die zarte Haut. „Was? Was wolltest du denn?“ „Deine Arbeit sehen.“
„Wirklich?“ Überrascht suchte sie die Antwort in seinen Augen und biss sich in ihre Oberlippe.
„Ja ehrlich! Ich möchte wissen was meine Freundin alles kann und beruflich weiterhin tun wird!“
Cecilies Herz klopfte wild. Freundin von Chris Evans. Oh, das hörte sich so gut an! Aber nicht, weil er der erfolgreich Schauspieler war, sondern weil sie den Menschen hinter der Hollywood Fassade kannte und liebte.
„Komm mit!“ Ohne darüber nachzudenken, fasste sie nach seiner Hand und zerrte ihn liebevoll grob hinter sich her, in die Richtung ihres Nähzimmers.
„Hier habe ich gerade alle Cosplays auf Puppen und Nähkörper aufgestellt, da sie am Dienstag in die Werkstatt kommen zur Fotosession“, erklärte sie mit dem Rücken vor der Tür. „Das sind Werke der letzten Jahre und mein ganzer Stolz.“ Chris lächelte breit und nickte. „Verstanden, dann zeigt mal.“
Langsam drückte Cecilie die Tür auf. Die Sonne schien hell in den Raum. Das weiß der Wände und des Marmorierten Bodens, reflektierten diese und ließen Chris blinzeln. Vor ihren großen Stoffregal hatte sie mehrere Schaufensterpuppen und Nähkörper stehen, die unterschiedliche Kostüme trugen. Davor stand ein Kleiderständer auf Rollen, auf dem Kleidersäcke hingen. Hinter ihrem Nähtisch stand das blaue Kleid, das sie bereits abgesteckt hatte. Ihre Zeichnung dazu hatte sie an der Wand befestigt.
„Sorry für das Chaos, aber ich hatte viel um die Ohren. Ich habe für die Eröffnung einen von Sherlocks Mäntel genäht. Der ist aber bereits vor Ort. Wenn du möchtest, können wir nachher, wenn wir zu Tom und Ju fahren, dort vorbeigehen. Das Geschäft ist 20 Minuten Fußweg von Jus ehemaliger Wohnung entfernt und liegt quasi auf dem Weg.“
Interessiert und verblüfft sah sich Chris die Kostüme an. Es war faszinierend wie detailliert diese Cosplays waren. Ceci hatte an den Schultern Fotos angesteckt, auf denen sie die Kostüme trug und wie das Original aussah.
„Ich bin begeistert! Meine Freundin ist sehr talentiert muss ich sagen!“, legte er seine Arme um sie und lächelte sie verliebt an.
„Soll ich dir meine weibliche Version von Caps Kostüm zeigen? Ich habe das mal für eine Convention gemacht, noch bevor Ju nach England kam und ich immer weniger gemacht habe.“ „Das muss ich sehen!“, schaute Chris sich suchend um. Kichernd öffnete Ceci einen Schrank, der hinter der Tür versteckt war und Chris erst jetzt wirklich wahrnahm. Ceci hängte den Kleiderhaken an die Tür und öffnete den Sack langsam. Chris konnte bereits das Jeansblau erkennen, das sie genutzt hatte.
„Ich habe damals dieses blau hier gewählt, weil ich kein leuchtendes Kostüm wollte. Das rot ist ebenfalls rauchiger und gedeckter. Ju sagte irgendwann mal, dass es perfekt dazu passt, dass ich mir eine Nach dem Kampf Version überlegt hatte. Da wären leuchtende Farben auch eher kontraproduktiv.“
„Das ist nach einer Comic Vorlage, richtig?“ Chris schaute es sich ganz genau an und nickte immer wieder zustimmend.
„Ja ist es. Ich habe durch meine WG diverse Comics gelesen, wenn ich alleine war. Da ist mir dann auch die Idee gekommen. Da war dein erster Cap Film hilfreich, um zu sehen, wie das real aussehen kann.“
„Schade, dass ich keines meiner Kostüme habe, sonst würde ich mit dir zu Halloween durch die Bostoner Straßen laufen.“
„Da lässt sich sicherlich was machen!“


Eine gute Stunde später führte sie Chris durch die Bürowerkstatt, erklärte strahlend was genau dort passieren würde und welche Projekte vor ihr standen. Sie erzählte vom Bevorstehen Shoot der Kostüme und der Eröffnungsfeier, zu der sie ihn ja gerne einfliegen lassen würde, wenn er es denn Zeitlich einrichten könnte.
Chris jedoch konnte nichts zusagen, schließlich drehte er derzeit eine Serie.
Es machte ihn glücklich sie so zu sehen, nach all den Tiefschlägen, die sie mitgemacht hatte. Stolz machte sich in seiner Brust breit. Stolz das seine Partnerin, die Frau, die er liebte, ihre Bestimmung gefunden hatte. Sie war endlich beruflich angekommen, wenn auch noch weit entfernt von ihm. Beruhigend wirkte nur die Aussage, dass sie viel in Amerika sein würde.

Mit einem Blumenstrauß in den Armen, liefen sie die Auffahrt zum Haus entlang. Die Auffahrt, die sie vor einem guten Jahr bereits gemeinsam gegangen waren.
„Es ist verrückt. Ich werde die beiden nun in dem Haus besuchen, das wir beide vor ihnen besichtigt und erkundet haben! Da drin habe ich dir Dinge anvertraut, die ich so vielleicht nie ausgesprochen hätte.“ Cecilie umfasste seine Finger ganz fest und lehnte sich gegen seinen Arm. Wer weiß, wenn ich nicht zu Feige gewesen wäre, vielleicht hätte ich dich damals sogar einfach geküsst! Der Tag war so…so… Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll… Aber es war der Tag, an dem ich mein Herz doch an dich verloren hatte, obwohl ich mir so sehr geschworen hatte, keinen Mann mehr in mein Leben zu lassen!“
Als sich Chris geradezu Ceci hinuntergebeugt hatte, um ihr einen Kuss zu geben, öffnete Ju die Haustür. „Endlich!“, rief sie und sprang den beiden förmlich um den Hals.
„Ich wusste es! Ich wusste es von Anfang an und ich bin so Happy, dass ihr es endlich geschafft habt!“
Wie ein kleines Kind, das gleich einen Lolli bekommen würde, hüpfte Ju vor den beiden herum und grinste so breit, dass man ihr komplettes Gebiss sehen konnte.
„Darf ich dir die Blumen überreichen, bevor du sie noch komplett zerdrückst?“, lachte Chris, als Ju wieder, erst Ceci und dann ihn umarmt hatte.
„Oh, entschuldige! Vielen Dank, die sind wunderschön! Kommt rein, Tom und Mo sind im Wohnzimmer!“
Bobby hatte nun auch Wind vom Besuch bekommen und schoss aus dem Garten, durch das Wohnzimmer in den Flur, um die beiden frenetisch zu begrüßen.
„Bobby wird dich lieben, schließlich riechst du nach Hund!“, scherzte Ju und lief zur Küche voraus, um die Blumen ins Wasser zu stellen. Chris begrüßte Bobby und folgte dann den Damen ins Wohnzimmer, aus dem er schon ein herziges Lachen hörte. Mo saß zwischen ihrem Spielzeug und Tom lag vor ihr auf dem Boden. So konnte sie ihm ihre Spielsachen immer und immer wieder ins Gesicht werfen und darüber lachen. Chris blühte das Herz auf, bei dem süßen Anblick des kleinen Lockenköpfchens, das sich lauthals darüber amüsierte, was ihr Daddy für Geräusche machte, wenn sie ihm etwas versuchte zuzuwerfen. Hin und wieder fiel sie dabei zur Seite weg, was sie jedoch nicht daran hinderte weiter zu lachen. „Lange nicht mehr so etwas süßes gesehen!“, lachte Chris auf.
„In Deutschland würde man jetzt sagen, die wurde beim Lachen gemacht, da sie nach dem Aufwachen bereits anfängt zu lächeln und das den ganzen Tag lang auch macht. Sie ist ein sehr fröhliches Kind!“ „Wer weiß!“, kicherte Cecilie und streckte Ju die Zunge heraus. „Ich weiß ja nicht alles von euren Spielchen!“
Chris begrüßte Tom und drehte sich dann zu den Frauen um. Sein Blick lag in schlitze und seine Stirn kräuselte sich leicht.
„Was weißt du?“ „Das erkläre ich dir später!“, lachte Ceci und legte ihre Hand auf seinen Bauch. „Will ich das wissen?“
„Nein, aber warum soll ich alleine das Kopfkino haben?“, presste Ceci die Lippen zusammen.
Bevor Ceci auf die Idee kam noch mehr auszusprechen, gab Chris ihr einen Kuss und drehte sich dann wieder zur jüngsten Dame des Raumes.
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