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Petunia

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Robert Downey Jr. Sebastian Stan Tom Hiddleston
03.11.2020
03.10.2021
24
69.922
5
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Dieses Kapitel
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12.02.2021 3.676
 
Chris hatte sich bei Cecilie mit den Worten:
> Ich melde mich am Wochenende bei dir< gemeldet und etwas Zeit verschafft.
Er wollte und musste noch einige Takes abdrehen, eher er über das Wochenende freibekommen konnte.
Dave hatte ihn deshalb dazu verdonnert, die unschöne und bei Chris unbeliebte Szene zu drehen, in der er weinen musste.  
Das Team hatte die Lebensecht Kopie von Cecilie fertig gestellt und für die Szene präpariert. Chris hatte sich Tagelang davor drücken können und lieber actionreich Szenen gedreht, ehe er sich Rückwerts zu diesem unausweichlichen Moment vorgearbeitet hatte. Brad hatte ihm ein helleres Puder ins Gesicht getupft, um ihn erschöpfter aussehen zu lassen. Die Augenränder verdunkelte er etwas und färbte die Augen rötlich.
Es sollte aussehen, als hätte er Stundenlang geweint. „Brauchst du Tropfen oder bekommst du es so hin?“, fragte Brad trotzdem nach und drehte die Flasche zwischen seinen Fingern. Chris seufzte. „Ich denke das schaffe ich ohne.“ „Alles klar, aber dann riech mal kurz daran!“, hielt er ihm das widerlichste Zeug, das man je gerochen hatte unter die Nase. Binnen Sekunden sah er aus, als hätte er Heuschnupfen. Allergische Augen und eine Nasale Aussprache.
 Das Set stand, die Puppe lag an ihrem kalten Ort und das Team war bereit. Chris lief vor dem Gebäude auf und ab. Er musste sich Mental darauf vorbereiten was er jetzt sehen und tun musste. Dave ließ ihm die Zeit, die er brauchte, umso besser würde die Aufnahme werden.

Das Gebäude und der Raum war Maddows nicht neu. Wie oft war er schon hier gewesen, hatte Beweise geholt, sich erklären lassen wie die Menschen zu Tode gekommen waren und wonach er Suchen musste. Viel zu oft hatte er mit dem Pathologen neben Leblosen Körpern gestanden und sie betrachtet. Viel zu oft hatte er sich gefragt, was und warum es passiert war. Ob sie leiden mussten, was sie mitbekommen hatten und vor allem, wie es den Hinterbliebenen nun gehen musste. Der Raum war kalt. Eine dicke Gänsehaut legte sich auf seinen Nacken und lief langsam den Rücken hinunter, um sich auf Armen und Beinen zu verteilen. Das laute pochen seines Herzens machte ihn fast Taub.
Das Rauschen seines brodelnden Blutes hallte nach jedem Schlag, den sein schmerzendes Herz noch von sich geben konnte.
Die Augen brannten von den letzten Stunden. Den quälend langen Stunden, in denen man ihm erzählt hatte, was mit Lauren, seiner über alles geliebten Lauren passiert war. Er konnte es immer noch nicht glauben, dass sie nicht mehr bei ihm war. Das sie Tod war, erschossen von irgendeinem Feigling, der sich nicht getraut hatte an ihn heranzutreten. Einem verdammten Stück Scheiße, das ihm seine Ehefrau genommen hatte.
Giorgione trat aus dem Dunkeln an ihn heran und versuchte mit beruhigenden Worten auf ihn einzuwirken. Der kleine dickliche Mann hatte mit keiner Reaktion gerechnet, weshalb ihm das Schweigen nichts ausmachte. Langsam lief er vor und blieb an den Kühltischen stehen.
Fach 17. Nie wieder würde Marc diese Zahl vergessen! 17.7. war ihr Hochzeitstag und würde für immer der schlimmste in seinem Leben bleiben, denn er war auch der Tag, an dem sie ihm aus dem Leben gerissen worden war.
Er war doch nur für diesen Fall unterwegs gewesen, hatte sie vorgeschickt. Lauren sollte die Hütte im Wald für den Abend und das Gemeinsame Wochenende fertig machen. Er wollte folgen, mit dem Candlelight Dinner, den Reisetaschen und einem Strauß ihrer Lieblingsblumen.
Anthurien. Blutrote Blüten, die aussahen als seien sie aus Wachs. Lauren liebte diese Blüten und er hatte extra für sie 20 Stück bestellt.
Eine für jedes Jahr, das sie sich kannten und liebten.
Marcs Augen füllten sich allein bei dem Gedanken daran, wie seine Kollegen ihn anriefen und baten zum Präsidium zu kommen, wie sie ihm sagten das man Lauren gefunden hatte.
Sein Blick durchbohrte das Aluminium, während die Stimmen in seinem Kopf echoten und ihm immer wieder sagten: „Lauren wurde erschossen.
Wir haben keine Spuren. Es tut uns so leid!“

Blinzelnd schaute er zu Giorgione und deutete fast unkenntlich an, dass er sie herausziehen sollte. Seine Finger zitterten, der ganze Körper bebte und sein Herz schien fast aus der Brust zu springen, als vor ihm der Tisch auftauchte. Das weiße Laken, das den Körper bedeckte, den er nie wieder spüren würde. Stück für Stück erschien das Leblose, blasse Gesicht seiner Frau, als das Laken bis zur Schulter umgeklappt wurde.
Es war nicht üblich, aber Giorgione schritt ein wenig zurück und ließ Marc in Ruhe Abschied nehmen.
Eiskalt fühlte sich sein Gesicht an. Das Blut war ihm in die Füße gelaufen. Dicke Tränen liefen über seine Wangen und tropften auf sie hinunter.
Auf die fahle bläuliche Haut.
Zärtlich strich er ihr durch das dunkle und gewellte Haare.
Er fand keine Worte, zu viele Fragen schossen ihm durch den Kopf. Wer, wieso? Mit seiner anderen Hand griff er nach ihrer. Sie lag schwer in seiner.
Sie war kalt.
Mit den Fingerspitzen fuhr er über das Einzige, was sie hatte tun können, als dieses Ungeheuer sie einfach erschossen hatte.
Ein großes W leuchtete auf ihrer Handinnenfläche. Sie hatte es sich in die Hand gekratzt, um ihm einen Hinweis geben zu können.
Gott wie oft hatten sie darüber gesprochen, ob man in so einer Situation an Spuren und Hinweise denken würde und Lauren hatte es bewiesen.
Auch mit Todesangst hatte sie daran gedacht, auch wenn noch niemand etwas damit anfangen konnte.
„Ich werde dieses Schwein finden Lauren! Ich werde ihn finden und ich werde dich Rächen!“
Mit einem letzten Kuss auf die Stirn, verabschiedete er sich und rannte davon.
-CUT!-

„Scheiße, hat noch einer von Euch so eine Gänsehaut?“, fragte Dave und rubbelte über seine Arme.
Chris allerdings war bereits aus dem Gebäude verschwunden und im Trailer abgetaucht. Dort holte er tief Luft und wischte sich mehrfach über die Augen. Sein Herz schlug immer noch wild in seiner Brust.
Diese Puppe sah verdammt nochmal aus wie Cecilie! Allein die Vorstellung das er Cecilie so sehen müsste, ließ seinen Magen randalieren.
Eilig schnappte er sich seine Sachen, er musste jetzt schnellstens nach Hause.

 Am Flughafen checkte er seinen Flug nach Boston ein und erzählte RDJ von dem letzten Take, den er gerade hinter sich gebrachte hatte und wie schwer es ihm gefallen war. Robert konnte es vollkommen verstehen. „Wenn ich mir Vorstelle ich müsste so etwas mit meiner Frau drehen, ich würde durchdrehen! Aber schön zu hören das die Kleine mehr bei dir geweckt hat als nur dein Helfersyndrom! Ich finde sie passt gut zu dir.
Was sagt ihre beste Freundin dazu?“ Chris hörte ein freches Lachen heraus und verzog amüsiert das Gesicht.
„Ju wollte das doch schon lange! Wenn ihr glaubt das ich das nicht gemerkt habe, liegt ihr absolut falsch! Jedenfalls denke ich, dass sie sich freut, auch wenn sie derzeit mit sich selbst genug zu tun hat. Ich glaube da wäre mal eine Portion RDJ Nötig!“ „Renner hat so etwas ähnliches angedeutet.
Er kümmert sich ja auch um die Musik und will demnächst nach London. Ich habe zwar gesagt das ich bei den Konzerten nicht kann, aber ich bin natürlich dabei! Ich werde sie auf der Bühne überraschen. Sie wollte einen meiner Songs performen und ich denke ich werde einfach einstimmen und raus gehen. Ich freu mich schon!“, lachte er herzlich. Chris konnte sich Bildlich vorstellen, wie er sich den Bauch hielt und schräg auf dem Sessel lag.
„Ich werde Ceci am Samstag überraschen! Morgen früh geht mein Flug Heathrow.
Wir springen aus einem Flugzeug und ich hoffe das sie es mir nicht allzu übelnimmt!“

In Soho saß Cecilie seit Tagen an den Plänen für die Büro Werkstatt und verglich die Bestellungen mit den bereits gelieferten Sachen.
Sie hatte nicht mal Zeit zum Essen, geschweige denn den Kopf für andere Dinge. Chris Nachricht hatte sie gelesen und sie freute sich darauf, mit ihm zu sprechen, alle Ungereimtheiten aus der Welt zu schaffen und ihr Herz zu erleichtern. Vielleicht war es gar nicht so schlecht
das Ganze am Telefon, statt Persönlich zu machen.
In ihrem Nähzimmer hatte sie die wichtigsten Bestellungen abgestellt, da diese zum einen noch Markieren musste und zum anderen zwei Probestücke für die Ausstellung in der Büro-Werkstatt nähen wollte.
Beim Blick auf diese Stapel, fiel Cecilie auch der Karton ins Auge, den Dharma ihr geschickt hatte. Sie hatte ihre bestellten Stoffe nicht mal ins Regal geräumt.
„Ich brauche sowieso eine Pause, dann kann ich das schnell erledigen!“, stand sie schnaufend auf und rückte sich den Karton zu ihrem Deckenhohen Regal. Paket für Paket holte sie die in Seidenpapier gewickelten Meter aus dem Karton.
Auf ihrem Tisch nahm sie die Stoffe aus dem Papier und wählte einen Platz im Regal. Das Seidenpapier legte sie sorgfältig gefaltet zur Seite. Ihre Papierreste brachte sie Regelmäßig zu den Städtischen Kitas und Schulen, denn da wurde zum Basteln immer etwas benötigt.
Als sie das letzte Bündel hervorholte, wunderte sie sich schon über das Gewicht. Sie hatte von allen 4 m gekauft und die Stoffe hatten in etwa die gleiche Dichte und müssten ungefähr beim ebenso gleichen Gewicht liegen. Aber dieses Bündel war viel schwerer und wie sie dann sah auch viel dicker.
Sie öffnete die Schleife und zog das Papier zur Seite. Hervor kam der dunkelblaue Stoff, den sie im Regal der Brautkleid Stoffe gefunden hatte.
Cecilies Augen glänzten und ihr lächeln wurde immer breiter. Doch nicht nur dieser lag dem Paket bei, sondern auch passender Tüll und Spitzenstoff, Strasssteine und Perlen, so wie passendes Garn. Kopfschüttelnd hob sie den dunkelblauen Traum hoch.
Es waren mit Sicherheit rund 10 Meter Stoff, der sich gerade über ihrem Boden verteilt hatte.
Zwischen den Massen entdeckte sie einen kleinen Umschlag.

>> näh dir dein Brautkleid, du hast es dir verdient! Ich freue mich auf Fotos! Dharma… <<
Stand auf dem Kärtchen, das sie herauszog. Cecilie schüttelte ungläubig mit dem Kopf. „Bis ich die Perlen und Steine verarbeitet habe, dürften Jahre vergangen sein! Na, bis dahin werde ich sicherlich soweit sein und heiraten!“, kicherte sie und zog sich ein Ende zur Schneiderpuppe.
Mit flinken Fingern legte sie die Bahn um den Puppenkörper und fixierte ihn so, wie sie sich das Kleid vorgestellt hatte, als sie damals bei Dharma im Shop, diese Vision hatte.
Es dauerte keine halbe Stunde, da hatte sie das Kleid mit den verschiedenen Stoffen „vorskizziert“ und an der Puppe festgesteckt.
Sie würde sich noch eine Zeichnung machen, aber so könnte es aussehen dachte sie und legte zufrieden die Arme ineinander. Irritiert vom plötzlichen Klingeln an ihrer Tür, riss sie sich von dem Anblick und den Gedanken zur Gestaltung des Kleides los und drückte aus den Summer – ohne zu Fragen wer da überhaupt an der Tür war.

Das Klopfen verriet, das der Besuch nun oben angekommen war. Cecilie schloss ihre Bürotür und öffnete. Total überrascht riss sie jedoch dann die Augen auf. „Eleyna? Was willst du hier? Ist etwas mit Dad?“ Ihre Stiefschwester fuhr sich verlegen durch die langen Haare.
„Nein! Ich würde gern mit dir reden!“ „Über was?“, blockte Cecilie ab. Ihre Stimme war kalt und desinteressiert.
„Ihr habt euch die letzten Jahre nicht für mich interessiert, warum jetzt?“
„Darf ich reinkommen oder soll ich hier auf dem Flur loslegen?“ Eleynas Augen wirkten aufgeregt durch die geweiteten Pupillen.
Schnaufend Blickte Cecilie sie an. „Na gut, komm rein!“, gab sie jedoch nach und schritt zur Seite.
„Danke!“
Ceci führte sie ins Wohnzimmer und deutete auf das Sofa.
„Wasser oder Kaffee?“, fragte sie steinern.
„Kaffee klingt gut, danke!“, lächelte Eleyna zaghaft und setzte sich auf die große Polsterlandschaft.
Ceci lief zur offenen Küche und stellte zwei Tassen bereit.
„Ich weiß das wir in den letzten Jahren alles andere als eine vorzeige Familie waren und glaube mir Cecilie, es ist uns allen sehr schwergefallen!“
„Soll das eine Erklärung dafür sein, dass ihr Arschlöcher wart?“, brummte Ceci und zapfte den ersten Kaffee.
Eleyna wartete mit gesenktem Kopf, bis die Maschine leiser wurde.
„Ich würde es zwar nicht so ausdrücken, aber ja! Es war falsch, das weiß ich und es tut mir sehr leid! Mom hat mir gesagt, dass du Dad hier einsperren wolltest. Das er bei dir bleiben sollte und ich ihn nicht mehr hätte sehen können. Das habe ich nicht ertragen CC! Er ist unser Dad! Er war es immer und er wird es immer bleiben! Mutter hat so vieles erzählt und ich habe es ihr geglaubt.
Ich habe dich gehasst dafür, dass du ihn für dich alleine wolltest!“
Cecilie drückte erneut auf die Maschine und schnitt Eleyna somit das Wort ab.
Augenrollend sah diese zu Cecilie, die sich mit beiden Armen an der Arbeitsplatte abstützte.
„Hör zu, ich weiß du bist sauer und du hast verdammt noch eins auch Grund dazu, aber ich bin heute hier, weil ich mit dir Frieden schließen will, weil ich möchte, dass du Dad besuchst, der dich mehr als alles andere auf dieser Welt vermisst!
Er hat Aufnahmen von den Theaterstücken bekommen, er hat dich spielen sehen Cecilie!
Er ist so unsagbar Stolz auf dich und jede Träne, die er geweint hat, während er dir zugesehen hat, war ein Messerstich für mich, weil ich wusste, dass ich Schuld daran habe! Mutter lebt nicht mehr bei uns, sie ist in Amerika bei ihrem neuen Ehemann!
Ich habe erst jetzt von der Wahrheit erfahren, bitte glaub mir!“
Die Tränen die Ceci über die Wangenliefen, sah Eleyna nicht. Es tat weh das zu hören und es tat weh, dass sie selbst all die Jahre nicht versucht hatte ihren Vater zu kontaktieren. Schnell wischte sie sich über die Augen, nahm die fertigen Tassen und lief ins Wohnzimmer.
Eleyna sah die Drehbücher auf dem Tisch und sah die Fotos vom Set und die Zeitungsausschnitte mit Chris an und schmunzelte.
„Dad hat sich gefreut als er das in der Zeitung entdeckt hat, obwohl er wusste, dass du nie ohne ihn heiraten würdest.
Er meinte ihr wäret ein hübsches Paar!“ Eleyna knibbelte an ihren Fingern. „Sprich doch bitte mit mir Cecilie, bitte!“
„Ich weiß nicht was ich sagen soll Ely. Ihr habt mich verletzt, mir etwas unterstellt das nicht stimmt und mir den Vater genommen!
Deine Mutter ist ein Miststück! In der ganze Zeit hätte ich meinen Dad genauso gebraucht, wie meine Mom oder wie ich dich gebraucht hätte!
Wenn ich Ju und Maurice nicht gehabt hätte, wäre ich untergegangen Eleyna! Die beiden haben mir geholfen glücklich zu sein, sie haben mir geholfen das alles zu vergessen. Und jetzt kommst du hier her, ich weiß nicht mal von wem du meine Adresse hast und sagst mir das es deine Mutter war und stellst dich als Opfer hin. So leicht ist das nicht Ely! Du hättest selbst fragen sollen! Selbst entscheiden und nicht nach ihrem Mund reden!“
„Deine Mom hat mir die Adresse gegeben, nachdem ich mit ihr gesprochen habe.
Ich weiß das ich Fehler gemacht habe und ich werde es nie wieder gut machen können, das ist mir bewusst, aber ich möchte mich von Herzen entschuldigen und um einen Neuanfang bitten. Für Dad und für uns.“
Cecilie schluckte hart, nippte immer wieder an ihrem Kaffee und mied es Eleyna anzusehen. Ihr gingen die verschiedensten Gedanken im Kopf herum.
Sie versuchte sich selbst Ratschläge zu geben. Überlegte was Ju, Tom oder Chris ihr Raten würden.
Chris... Cecilie schmunzelte und ihre Augen begannen zu leuchten. „Okay, ich sag dir was. Es wird seine Zeit brauchen, aber ich nehme die Entschuldigung an! Mir geht’s in erster Linie um Dad, okay? Ob das mit unser wieder so wird wie es mal war, kann ich dir nicht sagen, aber ich verzeihe dir. Vergessen werde ich es jedoch niemals!“.
„Danke Ceci! Das bedeutet mir wirklich viel.“

>Danke Mom!< inklusive eines Augenrollenden Smilies, schickte Ceci ihrer Mutter eine Nachricht.

„Was machst du überhaupt hier? Du bist doch nicht nur wegen mir die Stunden ins Flugzeug gestiegen.“
„Nein, das stimmt!“, schüttelte Eleyna den Kopf. „Ich habe Gespräche mit einem TV-Sender. Ich habe doch in Australien den Moderatorinnen Job zusätzlich zum Modeln gemacht. Jetzt kam eine anfrage von einem Sender, dessen Sitz hier ist. Mal sehen was daraus wird.“
„dann wünsche ich dir dafür schon mal viel Glück!“
„Danke!“

 Der Wind war kalt, als Cecilie in Wales aus dem Taxi stieg. Irgendwie war sie sich gerade nicht mehr sicher, ob sie diesen Sprung wirklich machen wollte.
Übelkeit machte sich breit, als sie das Gelände betrat und zur Anmeldung lief. Es waren kaum Menschen da und die, die sie entdeckte, schienen zum Team zu gehören. Kleine Flugzeuge standen in den Hallen und draußen starteten Privatjets.
Suchend tigerte sie über den Hof und betrat das kleine „Büro“, in dem sie sich Anmelden musste.
„Hallo! Carter, ich habe einen Termin.“
„Hallo Mrs. Carter, wir haben sie bereits erwartet. Mein Kollege ist bereits in der Halle und kontrolliert die Ausrüstung. Unterschreiben Sie bitte den Vertrag und lesen Sie ihn bitte vorher. Zumindest den teil hier unten. Die Unterweisung bekommen Sie in der Halle. Dort müssen Sie dann erneut unterschreiben, dass sie alles verstanden haben. Noch Fragen?“ „Erst mal nicht, danke!“ Ceci las den Vertrag und unterschrieb.
Mit einem ängstlichen Schmunzeln schob die der rothaarigen den Vertrag hin und lief zur Rechten weiter, Richtung Halle.
Dort sah sie drei Männer. Zwei von ihnen waren bereits komplett gekleidet und verließen die Halle durch das Rolltor. Ein dunkelhaariger Mann mittleren Alters stand mit zwei Fallschirmen an der Seite und schaute in ihre Richtung. „Du musst Cecilie sein, stimmts?“, begrüßte er sie freundlich.
„Ja das bin ich, hallo.“ „Ich bin George und für dich zuständig. Wir springen gleich gemeinsam aus dem Flugzeug. Du bekommst nun eine Unterweisung, dann schnalle ich dich an dem Fallschirm fest und entführe dich.“

Geduldig zeigte George Cecilie wie sie sich festhalten und springen sollte. Er erklärte, wie sie sich in der Luft verhalten sollte und wie der Ablauf sein würde.
„Die anderen beiden springen mit uns, aber nicht im Tandem. In der Luft fassen wir die Hände der anderen und bilden einen Kreis.
Mein Kollege, der fünfte im Bunde, wird Fotos machen. Wenn es Zeit wird den Schirm zu öffnen, lassen wir und los und verteilen uns etwas, damit die Schirme sich nicht erwischen. Du musst nichts machen, das erledige ich.“
Cecilie hörte ihm Aufmerksam zu, machte die Arm und Kopfbewegungen nach und lief ihm dann hinterher, als er sich zum Flugzeug aufmachte.
Die beiden Männer, die sie zuvor gesehen hatte, waren bereits an Board. Der eine sprach mit dem anderen, der nur nickte.
Als der „Fotograf“ auch endlich angekommen war, setzten sie sich an die Seite und warteten auf den Moment in der Luft.
Cecilie hatte noch nie so eine Angst, wie in dem Augenblick des steigenden Flugzeugs. Ihr Herz schlug wild, schien immer wieder die Arbeit einzustellen und pumpte das Blut in unkontrollierten Schüben durch ihren Körper.
Als sie die richtige höhe erreicht hatten, stellte sich Ceci so auf, wie es der Lehrer erklärt hatte und ließ sich an ihm festschnallen.
Das sie vor dem Mann aus dem Flugzeug sah, in diese unendliche tiefe, ließ die Angst in die höhe schießen.
„Ich scheiß mir gleich in die Hose!“, brüllte sie los und schloss die Augen. Die Männer lachten laut. Neben ihr tauchten die anderen beiden auf.
Der größere griff nach ihrer Hand, konzentrierte sich auf den Blick nach draußen und drückte ihre Finger.
Durch die Handschuhe spürte sie es kaum, aber irritiert sah sie ihn trotzdem an. Dann zuckte sie mit den Achseln. Zusammen hat man nun mal weniger Angst. Doch dass sie dann diejenige war, die nach dem Sprung nicht losließ, war ihr doch etwas unangenehm. Sie konnte sich nicht mehr kontrollieren. Schrie laut und verkrampfte. Erst als der Lehrer sagte, sie solle die Augen öffnen und ruhig atmen, riskierte sie einen Blick.
Es war so wunderschön ihre Heimat von dieser Perspektive zu sehen, aber sie hatte trotzdem Angst, auf dem Feld aufzuklatschen.
„Nimm die Hände wieder!“
Ceci sah nach vorne und Griff die Hände der beiden Männer.
Der Fall dauerte eine gefühlte Ewigkeit fand Ceci, aber es war doch auch sehr faszinierend. Fest umschloss sie die Hände der Männer, sah aber nach unten. Gerade als sie sich daran gewöhnte, sollte sie loslassen. Die Springer waren weit genug voneinander entfernt, um die Schirme zu öffnen.
Ein Ruck ging durch Cecilie, als ihrer aufging und die beiden abgebremst wurden. Dadurch dauerte die Landung gefühlt doppelt so lang.

George steuerte die Wiese neben den Flughafen an. Ceci meinte, dass der Boden dort anders aussah.
Als sie näherkamen, erkannte sie das dort ein Herz auf dem Rasen geschnitten war.
~~ Wie süß, bestimmt Überreste von einem Antrag! ~~
Georg schien allerdings genau darauf zuzusteuern. Als sie dann fast genau mittendrin landeten, verzog Cecilie die Brauen.
„Warum müssen wir da rein springen? Ist das Tradition?“ Die Füße landeten auf dem Boden und Cecilie verlor das Gleichgewicht.
Durch ihren Sturz nach vorn, fiel auch George und rollte sich mit Cecilie so ab, dass sie nicht mit dem Gesicht bremste.
Friedlich grinsend, lag sie halb auf dem Boden und halb auf dem Mann, der mit ihr aus dem Flugzeug ins nichts gesprungen war.
„Hey, runter von mir!“, lachte George und schob Cecilie von sich. Nach dem Abschnallen zog sie sich die Brille und den Helm vom Kopf.
„Du hast mir die Frage nicht beantwortet!“, stellte sie fest und schaute George neugierig an. Doch Georg schüttelte nur den Kopf und deutete hinter Cecilie. „Das beantwortet er!“
Misstrauisch drehte sie sich um. Vor ihr tauchte der Mann auf, der mitgesprungen war. Erst jetzt schaute sie ihm genauer in die Augen, die von der Brille verdeckt wurden. Er zog das Tuch, das Nase und Mund geschützt hatte von seinem Gesicht und Cecilie riss Augen und Mund gleichermaßen auf.
„Chris? Woher?“
Lachend nahm er den Helm und die Brille ab. Mit einem breiten lächeln öffnete er seine Arme. „Gemeinsam sind wir in eine neue Zukunft gesprungen!“
„Du hast meine E-Mail gelesen!“, flüsterte Ceci und wischte sich über das Gesicht.
„Jedes einzelne Wort!“ Glücklich sprang sie in seine Arme, presste sich fest an ihn und schloss die Augen.
„Ich bin verrückt nach dir Ceci!“ „Lass mich nicht mehr los, bitte!“, murmelte sie und legte ihre Lippen auf seine.
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