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Petunia

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Robert Downey Jr. Sebastian Stan Tom Hiddleston
03.11.2020
03.10.2021
24
69.922
5
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Dieses Kapitel
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07.02.2021 3.041
 
Es war stickig und heiß in dem kleinen Trailer, in dem Cecilie seit über einer Stunde saß und mit Gips im Gesicht abgedeckt wurde. Die Maskenbildner nahmen einen Abdruck von ihr die sie später weiterverarbeiten würden.
Ceci hatte gerade die zweite Gipsmaske auf den geschlossenen Augen und versuchte ruhig weiter zu atmen, was in Anbetracht der Tatsache, dass sie Strohalme nutzten, nicht ganz so einfach war.
Sie hatte, seitdem sie sich am Set getroffen hatten, noch nichts Produktives getan, außer auf dem Stuhl zu liegen, die Klappe zu halten und darauf zu achten, dass sie nicht einschlief. Auf den Ohren hatte sie ein Hörbuch, das erschien ihr sinnvoller, als sich von den im Trailer befindlichen Personen vollsülzen zu lassen, denen sie nicht mal antworten konnte.
„CC, wir sind gleich soweit, dann kannst du dich auf eine Gesichtsreinigung und Massage freuen, ehe wir dich schminken.“ Rodney, der Chef Stylist, drückte Cecilie Schulter. Ob er grinste oder eine Grimasse schnitt, sie wusste es nicht und deshalb war es egal. Ceci brummte nur um zu Signalisieren das sie verstanden hatte und hörte dann weiter der beruhigenden Stimme zu, die ihr Bram Stokers Dracula ‚vorspielte‘, beziehungsweise eine der Rollen sprach, die dort mitspielten und ihr sehr vertraut war.
Vor den beiden Trailern, die Dave gemietet hatte, standen er und zwei Kameramänner, mit denen er noch einmal durchging, wie die Reihenfolge sein würde. Für diesen Tag stand der Mord auf dem Plan.
Eine wirklich kurze Szene, die aber viel Vorbereitung brauchte. Der Drehort lag außerhalb Londons. Dave hatte eine Stelle suchen lassen, die Ruhig war, Wasser und Grün bot und sie die Takes wiederholen konnten, ohne Hintergrund Geräusche, Paparazzi oder Fans. Noch wusste ja niemand, dass es solche Szenen geben würde und schon gar nicht, wer Mrs. Maddows spielte.
Dave hatte die Stelle am Wasser gewählt. Er wollte das im Hintergrund etwas passiert, das die Augen der Zuschauer forderte und sie ablenkte.
Es war ein ähnlicher Ort wie bei einer Bekannten Pressekonferenz von Prinz Charles und Lady Di.
„Fehlt nur der Schottenrock und der Beige Rock!“, lachte Dave und deutete an, wo Ceci stehen würde und von wo Sebastian kommen würde, um sie zu bedrohen und letztlich zu erschießen.
Die Stuntfrau, die den Sturz übernehmen würde, schaute sich die Stelle genau an, präparierte alles so, wie sie es brauchte und probte grob die Fallrichtung.
Der Killer betrat unterdessen auch das Set und ließ sich noch einmal genaue Anweisungen geben.
„Cecilie wird hier am Ufer stehen und auf das Wasser hinaussehen. Du versteckst dich hinter den Bäumen hier an der Seite. Wenn sie sich dann zum Wasser beugt, das siehst du bei Katarina!“, zeigte er zur Stuntfrau. „schleichst du dich in ihre Richtung. Doch noch bevor du abdrücken kannst, dreht sie sich um und sieht dich erschrocken an. Du versuchst nicht dich zu erklären, endschuldigst dich und erschießt sie.“
„Geht klar! Hat sie Erfahrung damit? Ich kenne sie nämlich überhaupt nicht.“
„Sie hat Theater gespielt. Sagen wir so, sie hat Talent sich in eine Rolle zu begeben, aber das Gewisse etwas fehlt.“
„Und warum drehst du dann mit ihr? Du bist doch nicht so für Anfänger!“, grinste Sebastian, dem das Ganze wiederum überhaupt nichts ausmachte. „Ich kann dir Aufnahmen zeigen aus Boston. Chris und sie gemeinsam, das ist grandios!“
Mit einem schiefen Lächeln im Gesicht nickte Sebastian. „Verstehe!“
Dave drückte ihn zur Seite, um ihm am Laptop Ausschnitte zu zeigen. Doch Sebastian kam nur wenige Schritte, dann ging vor ihm eine Trailer Tür auf und eine unbekannte Brünette stolperte heraus. „Oh man, diese Stufe bringt mich noch um!“, meckerte sie los und merkte erst beim Aufsehen, das Dave und Sebastian vor ihr standen. „Sorry, so stellt man sich eigentlich nicht vor! Ich bin Cecilie!“, reckte sie Seb ihre Hand entgegen. „Freut mich, ich bin Sebastian.“
„Ich weiß! Ich habe Captain America gesuchtet und Avengers und... ach lassen wir das! Ich bin quasi fertig und werde mir jetzt die Tipps von Katarina holen. Bis gleich!“, lief sie an den beiden Männern vorbei in Richtung Wasser. Für ihre Rolle trug sie eine klassische Jeans, Boots und einen Wollpullover. Die Haare hatten sie noch etwas mehr gewellt, aber offengelassen. So hatten sie eine bessere Möglichkeit Katarina einzubauen. Durch die langen Haare würde man das Gesicht nicht mehr sehen, wenn sie im Wasser lag.
Während Katarina ihr erklärte, wie sie sich drehen und stellen sollte, klebte man ihr einen Farbbeutel unter den Pullover.
In der Zwischenzeit schaute sich Seb die Aufnahmen der „Hochzeit“ an, von denen er nur verpixelte Fotos kannte.
Er konnte Dave nur zustimmen, die beiden harmonisierten super zusammen. Ein dreckiges Grinsen konnte er sich allerdings nicht verkneifen, als er den Moment zu sehen bekam, in dem Chris das „Cut“, überhört hatte.

Der Wind peitschte hart um Cecilies Kopf. Das Wasser war eisig und ihre Hände rot vor Kälte. Ihr Blick war verträumt als sie mit der Hand durch da Wasser glitt. Hinter ihr ertönte ein Knacksen. Sie herumfuhr mit dem Gedanken an ein Tier. Doch statt einem Wildtier, stand dort der Partner ihre Mannes.
„Wes? Aber... Was machst du hier?“ Der steinerne Blick ihres Gegenübers schien durch sie durchzusehen, sie kaum wahrzunehmen. Seine Hand, die in einem schwarzen Lederhandschuh steckte, rutschte zum Rücken und zog die Waffe heraus. Sein Blick fixierte sie weiterhin, ohne ein Wort zu sagen.
„Wes, bitte, was soll das?“, versuchte sie sich aufzustellen, wurde aber von ihm gestoppt. „Bleib wo du bist!“, raunte er sie mit einem tiefen knurren an. Der Lauf saß an ihrer Stirn. „Warum tust du das? Was habe ich dir denn getan?“
„Du bist mir im Weg Lauren!“ Seine Hand suchte sich einen Weg über ihren Körper, suchte ein Ziel. Mit dem Daumen entriegelte er die Waffe und ehe sie noch etwas sagen konnte, schoss er ihr in die Brust.
Cecilie drehte sich so, wie es ihr Katarina gezeigt hatte, und hielt sich mit der Hand an dem großen Stein fest, der hinter ihr lag. „Cut!“, brüllte Dave. Diesmal hatten sie es.
„Endlich ist es richtig! Katarina, du bist dran.“
Cecilie hockte mit einer Backe auf dem Stein und schmunzelte. Endlich hatte sie es überzeugend genug gespielt. „Komm ich helfe dir!“, reichte ihr Seb die Hand. Dankend griff sie danach und ließ sich hochziehen.
„Danke!“, lächelte sie ihn an und wischte sich erneut die Haare aus dem Gesicht. „Ich danke dir! Ohne dich gäbe es den extra Drehtag nicht!“, zwinkerte er scherzend. „Gute Arbeit übrigens!“, klopfte er ihr anerkennend auf die Schulter und drehte sich dann Katarina gegenüber. Stolz auf ihre Leistung verschwand sie in den Trailer, um die nun Blutroten Klamotten auszuziehen, reichte aber vorher Katarina den Pullover.

In ihre eigenen Klamotten und eine dicke Jacke gesteckt, hockte sie sich Augenblicke später vor den Wohnwagen auf eine kleine Mauer und beobachtete das Treiben um sie herum. Sie war immer noch ein wenig geknickt, dass Chris keine Drehzeit in Europa hatte, sondern zurück in South Carolina war und weiterdrehte.
„Kaffee?“ Eine bunte Tasse tauchte vor ihren Augen auf.
Das lachende Gesicht dahinter gehörte Sebastian.
„Oh ja, danke! Schon fertig?“ „Ja, das ist eine kurze Sache, wenn die Stunts abgefilmt werden!“, nickte er und richtete seinen Finger auf den Platz neben sie. „Darf ich?“
„Klar!“, antwortete Ceci und nahm einen großen Schluck von dem heißen Gebräu.
„Ich habe ja noch nicht viel von deiner Arbeit gesehen“, begann Sebastian und schaute ebenfalls vor sich zum Team, die alles abbauten. „aber ich finde du hast deinen Job gut gemacht! Hast du noch viele Szenen?“
Die braunen längen rutschten nach vorn, als Ceci sich leicht beugte und ihm den Kopf zudrehte.
„Nein. Ich werde nachher geschminkt und darf mich für ein paar Einstellungen auf die Pritsche legen. Die Szene mit dem Kühlschrank und die Identifikation von Chris, finden mit der Puppe in America statt. Ich habe dann nichts mehr damit zu tun.“
„Na wenn das keine wichtige Rolle ist, weiß ich auch nicht!“, grunzte Sebastian in den Kaffee. Cecilie lachte ebenfalls laut auf.
„Ja natürlich, was glaubst du denn? Und ich darf sogar einen sexy Hautfarbenen Bikini dafür tragen! Top Model Alert!“ Ihre Blicke trafen sich und das Prusten ließ die anderen um sie herum die Blicke von ihrer Arbeit nehmen und die beiden unsicher anstarren.
„Wie lange bist du hier?“, fragte Cecilie und hüpfte von der Mauer. „Bis morgen Abend. Ich darf jetzt noch die Flucht drehen und durch die Wiesen und Wälder rennen. Morgen Mittag drehen wir auf einem Hof hier in der Nähe, auf dem ich mich verstecke.“
„Wo haben sie dich untergebracht?“
„Mitten in London. Total praktisch, wenn man dann eine halbe Stunde fahren muss bis zu Drehort!“, grinste er und leerte seine Tasse. „Weiß Tom das du hier bist? Ich meine, dich bis nach Schottland rennen sehen, hat man nicht alle Tage!“, kicherte sie und stellte ihren Kaffee auf der Mauer ab, um die Hände in die Ärmel zu ziehen.
„Tom?“ Sebastian wusste das Kollege Hiddleston in London lebte, aber warum fragte Cecilie das?
„Du kennst wirklich überhaupt nichts von mir, oder?“, presste Ceci ihre Lippen aufeinander.
„Nope! Ich weiß nur das du mit Evans befreundet bist, aus UK kommst und eigentlich Theater gespielt hast und nun mit Chris vor der Kamera stehst. Ich habe viele Dreharbeiten hinter mich gebracht und halte mich selten auf Social Media auf. Mit meinen Kollegen oder zumindest ein paar von ihnen, habe ich lange nicht mehr gesprochen.“
„Okay, dann klär ich dich mal auf. Kennst du Mrs. Hiddleston?“ Sebastian verzog das Gesicht.
„Nur aus den Medien, warum?“ „Das ist meine beste Freundin! Ich bin irgendwie mit Schuld an dieser Ehe!“ Mit einem breiten Zahnpasta Lächeln schaute sie Stan an und wippte mit den Augenbrauen.
„Das erklärt einiges!“
„Ja, das ist der Grund, warum ich Chris kenne. Und ein paar andere.“
„Diese Wissenslücke wäre somit geschlossen! Willkommen im Clan würde ich sagen!“
„Wenn du magst, kann ich bei den beiden anrufen und fragen, ob sie Lust haben Essen zu gehen.“
„Haben die nicht Nachwuchs? Da ist das mit der Spontanität nicht mehr so angesagt, habe ich gehört!“, zwinkerte er Cecilie zu. „Ja oder nein? Ich mache den Rest.“
Die Brünette hüpfte vor ihm herum, versuchte sich aufzuwärmen und wartet geduldig auf seine Antwort. „Wenn sie es einrichten können, gerne!“ „Super, dann gehe ich schnell Ju anrufen, mein Smartphone liegt im Trailer…glaub ich…“ Suchend klopfte sie ihre Taschen ab. „Alles klar, ich warte hier.“
Sebastian schaute ihr belustigt nach. „Evans, Evans, wenn du dir die nicht klar machst, bist du eindeutig bescheuert!“, murmelte er und hüpfte von den Ziegeln.

Es dauerte einen Moment, bis Ceci aus dem Trailer kam. Ihr Blick wirkte nachdenklich und genervt.
„Alles in Ordnung?“, hinterfragte Seb und ging auf sie zu. „Ich weiß nicht wo mein Smartphone ist. Ich habe damit aber in der Maske ein Hörbuch gehört, deshalb weiß ich, dass ich es mithabe.“
„Das ist wirklich merkwürdig! Hast du es vielleicht mit ans Set genommen?“
„Nicht das ich wüsste. Bewusst sicherlich nicht.“ Cecilie suchte den Weg, ab den sie zum Wasser gelaufen war. Sebastian half ihr. „Sucht ihr was?“, trafen sie auf Dave, der sie fragend ansah. „Mein Smartphone ist weg und wir haben uns gefragt, ob ich es unbewusst mit ans Set genommen und auf dem Weg verloren habe“, erklärte Ceci.
„Dave! Ich habe etwas gefunden!“, brüllte ein Crew Mitglied. Er stand am Wasser, zwischen all den Steinen und wollte eigentlich die Hilfsmittel für den kleinen Stunt aufräumen. In seiner Hand, ein Telefon. Ceci fokussierte den Gegenstand.
„Ist das eine Blau Marmorierte Hülle?“, rief sie dem Burschen zu. Dieser nickte und Cecilie brüllte ein lautes: „Neiiiiin!“
„Gefunden!“, merkte Sebastian an und holte das Smartphone, welches mindestens eine Dreiviertelstunde im Wasser geplanscht hatte.
„Leg es zum Trocknen, schalte es aber nicht ein! Morgen Abend würde ich es frühestens versuchen!“, riet Stan und reichte es Cecilie. „Das darf doch nicht wahr sein. Was mache ich denn jetzt? Da stehen alle wichtigen Nummern drin!
Ich notiere doch nichts mehr manuell!“
„Warte erst mal ab und wenn es nicht mehr funktioniert, besorgst du dir ein neues. Es gibt doch sicherlich Geschäfte, wo du hingehen kannst. Die gucken sich das an. Und die SIM-Karte kannst du neu beantragen. Solange werden die wichtigen Herrschaften ja warten können!“
„Meinst du jemand bestimmten?“, grinste Cecilie kurz und steckte das Telefon in ihre Jackentasche.
„Ich sage nichts ohne meinen Anwalt!“
Beide lächelten sich an. Sie wusste wen er meinte und nun wusste sie auch, warum Chris ihn so mochte.
„Da das nun geklärte wäre, macht euch fertig! Wir zwei fahren zum nächsten Drehort und Sebastian, du bleibst mit Gina und einem kleinen Team hier. Ihr dreht die Flucht wie besprochen. Wir sehen uns dann morgen hier wieder!“ Seb nickte und drückte Cecilie seine Karte in die Hand. „Hier, sag mir Bescheid, wenn du mit Tom und seiner Frau gesprochen hast.“
Cecilie schaute nur kurz auf das schwarz silberne Papier in ihrer Hand. „Danke! Ich melde mich, sobald ich zuhause bin!“


„Ju, weißt du wo Morgan ihre zweite Socke gelassen hat?“ Misstrauisch blickte er seine brabbelnde Tochter an. „Keine Ahnung wie du das immer machst! Kannst du Dinge verschwinden lassen? Hast du Kräfte, von denen ich nichts weiß?“ Morgan sabberte ihre Faust voll, die sie fast komplett in ihrem Mund hatte verschwinden lassen und strampelte wild gegen Toms Bauch.
„Deine Tochter ist eine kleine Hexe!“, rief Ju aus dem Schlafzimmer. „Also ganz die Mama was?“, kitzelte er Mos Bauch und grinste breit.
„Das habe ich gehört!“, tauchte Ju in der Tür zum Kinderzimmer auf. „Ich weiß!“, schmunzelte Tom und blickte kurz über seine Schulter.
„Dein Daddy ist der böse Loki mein Schatz, hör also nicht auf ihn hier, denn er weiß nicht was er redet!“
„Loki also, gut zu wissen!“, schnalzte Tom mit der Zunge. Ju grinste breit und hielt ihm den verlorenen Strumpf ihrer Tochter unter die Nase. „Bitte schön, den habt ihr gerade im Bett verloren!“
Das Klingeln des Telefons, beendete die Spielerei der beiden.
„Du Morgan, ich Telefon!“, verschwand Ju wieder im Schlafzimmer. Tom schob den Strumpf über den süßesten Fuß der Welt und hörte, wie seine Frau Cecilies Namen nannte. „Die Tante schon wieder. Lass uns mal hören, was sie will!“
„Ja Tom ist auch hier. Die beiden sind zu neugierig, um lange weg zu bleiben. Was gibt es denn?“, kicherte Ju in den Hörer.
„Sebastian Stan ist in der Stadt. Wir haben heute gedreht und ich dachte mir es wäre schön, wenn Tom und er sich mal wiedersehen. Und du kannst ihn ja dann auch Mal kennenlernen, was sagst du zu einem Essen?“
„Ceci, du weißt doch das wir...“ „Stopp!“, unterbracht Cecilie.
„ich weiß was du sagen willst, aber ihr habt zwei Möglichkeiten!“ „Und die wären?“, fragte Ju skeptisch.
„Ganz einfach! Entweder Diana passt auf, wenn Toms Schwestern nicht da sind, oder wir kommen zu euch und Morgan schläft ganz normal in ihrem Bettchen und den Ohren ihrer Eltern ab Babyphone weiter!“
Ju blickte zu Tom, der kein Ahnung hatte worüber die Frauen sprachen.
„Warte kurz!“, legte sich Ju aufs Bett und sprach Tom an. „Sebastian Stan ist in London. Die beiden wollen mit uns Essen gehen oder zu uns kommen, wenn Diana nicht aufpassen kann“, gab sie eine kurz Version des Gespräches ab. Tom lächelte.
„Die beiden sollen gegen acht hier sein und das Essen mitbringen!“ „Super, dann sehen wir uns später! Wenn ihr einen Wunsch habt, schreibt Seb, mein Smartphone ist... ehm... Defekt.“
Ju konnte nicht mal antworten, da hörte sie nur ein Bye und die leere in der Leitung.
„Na Bravo!“ Morgan quietschte laut auf und Tom tanzte mit ihr freudig durchs Zimmer.

Nach ihrem Gespräch mit Ju, hatte Ceci direkt bei Sebastian angerufen und das Ergebnis verkündet. Sie verabredeten sich für sieben an seinem Hotel, um gemeinsam etwas zu Essen zu besorgen. Ceci bestellte vorsorglich bei Alan in ihrem Stammrestaurant. Nur Alan wusste was alle aßen und wie man Neulinge ebenfalls überzeugen konnte.
Pünktlich traf Ceci mit einem Taxi vor dem Hotel ein. Sie trug eines ihrer Lieblings Kleider, auch wenn es recht frisch war.
Ihr Mantel schützte die nackten Beine und Arme. Lange musste sie auch nicht warten, bis der Winter Soldier Darsteller durch die Glastür schritt. „Ich hoffe du musstest nicht lange warten!“, sah er Ceci erstaunt an.
Er war es gewohnt auf die Frauen zu warten, mit denen er sich traf.
„Nein ich bin gerade aus dem Taxi gestiegen.“ Cecis Augen leuchteten ein wenig. Ihr ging es das erste Mal seit langem wieder richtig gut. Er war zwar nicht Chris, aber er war ein netter und sympathischer Mann, der ihren Humor teilte.
„Ich habe vorbestellt. Wir haben seit Jahren ein Lieblingsrestaurant und die Küche ist wirklich zu empfehlen! Wir können laufen, es ist nur zwei Blocks entfernt.“
„Na du bist lustig!“, griente er Ceci an. „Kleine Blocks! Außerdem bist du doch Fit.“
Cecilie deutete ihm den Weg und steckte ihre Hände in die Manteltaschen. Sie liefen die Straße hinunter, wischen den Menschen aus, die, ohne zu schauen fast in sie hineinrannten und sagten nichts. Es war kein unangenehmes Schweigen, eher ein Schweigen, das sich Fremde Menschen immer wieder miteinander teilten.
„Okay, ich rede einfach zu gern, um jetzt so lange den Mund zu halten. Hast du noch einen anderen Dreh, wenn du nicht für die Serie mit Chris, vor Daves Kamera stehst?“, platzte sie hervor. Sebastian schmunzelte.
„Jein. Ich habe zu Beginn des Drehs für die Serie einen Film beendet und ich werde demnächst nach Australien fliegen und dort einen beginnen. Aber du weißt, ich darf nichts darüber sagen!“ „Ich würde nie fragen, ehrlich!“, kreuzte sie vor seinem Gesicht die Finger. Lachend blieben sie an der Ampel stehen. Sebastian Griff nach den verräterischen Fingern.
„Mal schauen was ich dann antworten werde. Wenn ich neue Märchen in der Zeitung lese, weiß ich wo es herkommt!“
„Boah hast du warme Hände, wie machst du das?“ Cecilie umfasste seine Hand mit der zweiten.
„Ich habe immer warme Hände. So kalt ist es doch auch nicht!“, lachte er und rubbelte Cecis Eis Hände warm.
„Ich habe immer kalte Hände, ich gebe es zu. Keine Ahnung warum, aber weder Tom noch Chris haben so warme Hände.
Du kochst doch innerlich, oder?“
„Nein, so schlimm ist es nicht. Meine Jackentaschen halten warm!“ Ceci seufzte auf und zog dann ihre Hände zurück.
„Lass uns gehen, ehe es wieder rot wird.“
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