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Besser, ihr rennt!

GeschichteThriller, Horror / P16 / MaleSlash
03.11.2020
17.04.2021
25
53.198
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21.12.2020 2.658
 
Das Knarren der Treppenstufen wirkte noch bedrohlicher als am gestrigen Abend, als Robin sie gegen Mittag hinaufstieg, in den Händen eine Plastikschale, deren locker aufliegender Deckel bei jedem Schritt klapperte.
Irgendwann würde mit Sicherheit eine der Stufen durchbrechen, wenn nicht gleich die ganze Treppe in sich zusammenstürzen würde, und Robin konnte nur hoffen, dass dieser Tag nicht heute war.
Heute begegnete ihm niemand auf seinem Weg nach oben, das ganze Haus wirkte still, nicht einmal Kinderlärm war zu hören. Dabei war es eigentlich zu spät, als dass alle noch schlafen würden.
Als Robin den zweiten Stock erreicht hatte und vor der Tür zu der Wohnung, die nun vorübergehend seinem neuen Bekannten gehörte, stehenblieb, stellte er die große Schale neben sich ab und klopfte.
Er hätte auch klingeln können, doch er war sich recht sicher, sich zu erinnern, dass diese Klingel schon seit einer Ewigkeit nicht mehr funktionierte, daher versuchte er es gar nicht erst. Die Wohnung war ohnehin nicht groß genug, als dass man sein Klopfen hätte überhören können.
Dennoch kam keine Reaktion.
Ungefähr eine Minute lang stand Robin da, bevor er noch einmal klopfte, erneut ohne Erfolg.
Vielleicht war es albern, dennoch merkte er, wie sich ein ungutes Gefühl in ihm ausbreitete.
Er verspürte das Bedürfnis, einfach die Tür zu öffnen und in die Wohnung zu schauen, einfach bloß, um zu sehen, ob alles in Ordnung war, auch, wenn er nicht wirklich wusste, was denn sein sollte. Wahrscheinlich schlief Jonny einfach bloß, und einfach so ins Zimmer zu platzen wäre - freundlich ausgedrückt - reichlich unhöflich. Falls die Tür nicht ohnehin abgeschlossen worden war, was bei Jonnys misstrauischer Art naheliegend war.
Es gab keinen Grund, sich Sorgen zu machen, weder auf einer logischen noch auf einer emotionalen Ebene. Wieso musste Robin sich eigentlich dauernd daran erinnern, dass er Jonny kaum kannte, und sich daher auch nicht so viele Gedanken um ihn machen sollte?
Er klopfte noch einmal, dieses Mal jedoch nur halbherzig.
Aus der Wohnung erhielt er noch immer keine Antwort, dort blieb es vollkommen still, dafür aber ertönte plötzlich eine Stimme neben Robin, die ihn erschrocken zusammenzucken ließ: „Sie brauchen nicht zu klopfen. Es ist keiner da.“
Bemüht, sich den Schrecken, den ihm der plötzliche Klang der Stimme eingejagt hatte, nicht anmerken zu lassen, wandte Robin sich um und erblickte ein kleines Mädchen, das ihn von hinter der halb geöffneten Tür der Nachbarwohnung anblickte.
Er kannte sie vom Sehen, so wie eigentlich alle Bewohner des Gebäudes, konnte sich aber nicht an ihren Namen erinnern.
„Ach, wirklich?“, hakte er nach.. „Woher weißt du das denn?“
„Hab gesehen, wie der Mann, mit dem Sie gestern hergekommen sind, weggegangen ist. Und bisher ist er nicht wiedergekommen.“
Robin merkte, wie die Nervosität in ihm stärker wurde.
„Bist du dir da sicher?", fragte er, worauf das Mädchen nickte.
„Ja. Ich bekomm alles mit! Mein Zimmer ist direkt hier vorne, und ich höre immer wenn hier jemand lang geht! Mamá sagt, das liegt daran, dass die Wände so dünn sind! Manchmal nervt das, aber eigentlich find ich das gut. Vor allem, wenn ich höre, wie Leute miteinander sprechen! Manchmal erzählen die wirklich lustige Sachen, oder spannende, oder sie benutzen Schimpfwörter! Mamá will immer, dass ich mir die Ohren zuhalte, wenn im Fernsehen geflucht wird, damit ich mir die Wörter nicht merke, aber die auf dem Flur höre ich! Das erzähle ich ihr aber nicht, sonst..."
„Okay, okay." Abwehrend ob Robin die Hände, betrachtete das Mädchen ein wenig überfordert. Kinder irritierten ihn jedes Mal, besonders, wenn sie so mitteilungsbedürftig waren wie dieses.
„Aber du bist dir auch sicher, dass es wirklich der Mann aus dieser Wohnung war, der weggegangen ist?"
„Ja."
„Und... warum bist du das?"
„Ich hab's gesehen!" Das Mädchen bedachte Robin mit einem Blick, als ob sie nicht ganz fassen konnte, wie schwer von Begriff er war. „Ich hab laute Geräusche gehört, und hab dann durch das Guckloch nach draußen geguckt." Sie deutete auf den Türspion, der so weit oben in der Wohnungstür angebracht war, dass Robin sich fragte, wie sie dort herangekommen war, aber er entschied sich, nicht weiter nachzufragen.
„Die Geräusche haben komisch geklungen, und ich hab gedacht, dass da jemand versuchen würde eine Tür aufzubrechen. Also hab ich nachgeguckt, aber da war nur der Mann, den ich gestern mit Ihnen zusammen gesehen hab. Er hat versucht, die Tür abzuschließen, glaub ich, aber er hat sich dabei irgendwie doof angestellt. Hat den Schlüssel fallengelassen, und ihn ein paar Mal in die falsche Richtung gedreht, glaub ich. Darum hat sich das bestimmt auch so komisch angehört."
Sie legte den Kopf schief, sah Robin an. „Was wollen Sie denn von ihm?"
Im ersten Moment hatte Robin das Bedürfnis, mit einem schnippischen „Was geht dich das an?" zu kontern, doch diese Erwiderung verkniff er sich. Bloß, weil Kinder ihn mit ihrer direkten Art irritierten, ja, geradezu verunsicherten war das kein Grund, ihnen gegenüber unhöflich zu werden, zumal dieses hier ja auch die Fragen, die er gestellt hatte, beantwortet hatte. Daher entschied er sich für eine andere Erwiderung: "Ich wollte ihm was zu essen vorbeibringen." Und dann, nach einer kurzen Pause, in der weder das Kind noch er etwas sagten: „Hatte der Mann... viele Sachen dabei? Taschen oder so?"
Er hoffte, dass das Mädchen diese Frage verneinen würde, ihm mitteilte, dass Jonny einfach so ausgesehen hatte, als würde er einen Spaziergang machen und nicht etwa planen, schnell wieder endgültig von hier zu verschwinden.
Ihre Antwort war diesbezüglich jedoch wenig beruhigend.
„Er hatte einen Rucksack dabei. Sonst hab ich nichts gesehen, aber gestern Abend hatte er ja auch nicht mehr dabei, glaube ich.“
Kurz dachte Robin daran, dass das Mädchen wirklich verdammt viel Zeit damit zu verbringen schien, ihre Nachbarn zu beobachten; hätte Jonny das gewusst wäre er vermutlich noch paranoider geworden. Doch dieser Gedanke war im Augenblick nebensächlich.
Würde Jonny seinen Rucksack mitnehmen, wenn er einfach nur spazieren gehen wollte? Nun, warum nicht, da sprach schließlich nichts gegen, auch wenn es umständlich erschien, wenn er nicht gerade einkaufen gehen wollte. Aber vielleicht hatte er das ja vor. Oder vielmehr, sich anderweitig irgendwie Essen zu besorgen, wo er doch laut eigener Aussage kein Geld hatte. Er konnte ja schließlich nicht wissen, dass Sapphire Robin losgeschickt hatte, um ihm etwas von dem gestern übriggebliebenen Essen aus der Bar vorbeizubringen.
Nun drückte Robin doch die Klinke herab, versuchte, die Tür zu öffnen, aber ohne Erfolg. Sie war abgeschlossen.
Er erlaubte sich, das als gutes Zeichen anzusehen - wieso hätte Jonny abschließen sollen, wenn er nicht vorhatte, zurückzukommen? Sinnvoller wäre es doch gewesen, den Schlüssel auf dem Tisch oder sonst wo in der Wohnung zu platzieren und die Tür unverschlossen zu lassen.
„Warum gucken Sie so komisch?“
Die Anwesenheit des Mädchens hatte Robin beinahe vergessen, weshalb er bei dem Klang ihrer Stimme wieder fast zusammenzuckte, wie er es auch beim ersten Mal getan hatte, als sie ihn angesprochen hatte.
Um einen neutralen Gesichtsausdruck bemüht entgegnete er: „Ich gucke nicht komisch. Ich hab nur nachgedacht, sonst nichts.“
Das war schließlich nicht gelogen. Kurz spielte er mit dem Gedanken, dem Mädchen die Schale mit dem Essen mit der Anweisung zu übergeben, sie an Jonny weiterzureichen, falls dieser zurückkommen würde. Wenn das passieren würde, was Robin hoffte, dass würde die Kleine das mit Sicherheit mitbekommen.
Allerdings war er sich nicht ganz sicher, ob Jonny etwas essen würde, was ihm eine vollkommen fremde Person überreichte, selbst, wenn es sich bei dieser Person um ein Kind handelte. So wie Robin ihn bisher kennengelernt hatte, hielt er es nicht für unwahrscheinlich, dass Jonnys Misstrauen zu groß sein würde, um das Essen anzurühren.
Ein wenig frustriert hob er die Schale wieder vom Boden ab, wandte sich um, warf noch einen Blick auf das Mädchen, das noch immer mit unbeeindruckter Mine neben ihm stand und ihn beobachtete.
„Soll ich was ausrichten?“, fragte sie, blickte dann auf die Schale und fügte hinzu: „Oder ihm das da geben?“
Einen Moment lang war Robin versucht, doch Ja zu sagen, dann schüttelte er den Kopf. “Nicht nötig, danke. Ich komm einfach später noch mal wieder.“
„Okay.“ Die Kleine zuckte mit den Schultern, drehte sich um und lief zurück zu ihrer Wohnung. Über die Schulter hinweg rief sie noch: „Er hat ausgesehen als hätte er Angst! Als ob er vor jemandem weglaufen würde! Vielleicht kommt er gar nicht zurück, weil er Angst vor irgendwas hat!“
Dann verschwand sie in der Wohnung und schloss die Tür hinter sich.
Einen Moment lang verharrte Robin unschlüssig, blickte dem Mädchen nach. Das Gefühl von Nervosität, das er bereits seit seinem ersten Klopfen an Jonnys Tür verspürt hatte, war noch stärker geworden, so sehr er auch versuchte, es zu ignorieren.
Dass Jonny ängstlich ausgesehen hatte war bestimmt kein Grund zur Sorge, versuchte er sich einzureden. Jonny hatte auch gestern unruhig gewirkt, ein wenig schreckhaft, selbst dann noch als er zugestimmt hatte, zu bleiben. Anscheinend war das nicht ungewöhnlich für ihn, und überraschend war das wohl auch nicht wirklich, wenn man bedachte, in was für einer Situation er sich befand.
Trotzdem klang das, was das Mädchen gesagt hatte, beunruhigend.
Als ob er vor jemandem weggelaufen wäre.
Dass da jemand war, vor dem Jonny weglief, sich versteckte, daran zweifelte Robin keineswegs. Anders war seine Paranoia wohl kaum zu erklären, und auch die paar Äußerungen, zu denen Jonny sich am gestrigen Abend hatte hinreißen lassen, hatten etwas derartiges angedeutet.
Aber dieser Jemand, wer immer er auch sein mochte, war mit Sicherheit nicht hier. Abgesehen davon, dass nicht einfach jeder in dieses Gebäude hineinkam, wofür von Sapphire bezahlte ‘Sicherheitsleute’ sorgten, waren kaum zwölf Stunden vergangen, seit er Jonny hier hergebracht hatte. Wenn, vor wem auch immer er sich versteckte, ihn bisher nicht gefunden hatte, dann wohl kaum jetzt auf einmal innerhalb dieser kurzen Zeit.
All diese Gedanken gingen Robin durch den Kopf, während er die zwei Treppen zurück nach unten ging, diesmal das Knarren gar nicht richtig wahrnehmend, und gerade war er im Erdgeschoss angekommen, als er das Geräusch der sich öffnenden Eingangstür registrierte.
Er erblickte Jonny, bevor der ihn sah.
Mit gesenktem Kopf, die Kapuze seines Mantels tief ins Gesicht gezogen, mit einer Hand den Träger seines Rucksacks umklammernd, betrat er das Gebäude, bemerkte Robin zunächst nicht, obwohl der bloß wenige Meter von ihm entfernt am Fuß der Treppe verharrt hatte, schien vollkommen in Gedanken versunken zu sein.
Robin spürte, wie Erleichterung ihn überkam, und obwohl er fürchtete, dass er Jonny, der nichts von seiner Umgebung mitzubekommen schien, erschrecken würde, rief er dennoch: „Da bist du ja! Ich wollte gerade zu dir!“
Zu seiner Überraschung wirkte Jonny nicht, als habe der unerwartete Klang von Robins Stimme ihn erschreckt. Genauer gesagt reagierte er im ersten Moment überhaupt nicht, verharrte bloß in seiner Bewegung und hob dann den Blick, betrachtete Robin mit einem Ausdruck in den Augen, der irgendwo zwischen Verwirrung und Orientierungslosigkeit lag. Als wüsste er weder so recht, wo er war, noch, wer die Person war, die da vor ihm stand und ihn angesprochen hatte.
Dann jedoch schien ihm bewusster zu werden, was um ihn herum passierte, und er schaffte es sogar, ein leichtes Lächeln aufzusetzen.
„Oh, Hey. Ich war ein bisschen spazieren... wolltest du was Bestimmtes von mir?“
Die Art, wie er die Worte aussprach, erschien Robin seltsam, sie klangen irgendwie träge, beinahe schläfrig, und es lag etwas darin, das sich wie ein Dialekt aus einem der Südstaaten anhörte.
Am auffälligsten jedoch war der monotone Klang, den das Gesagte hatte. Vollkommen unpassend zu der nervösen Art, die Jonny bisher an den Tag gelegt hatte.
So verwirrend Robin das auch fand, er bemühte sich, ich diese Irritation nicht anmerken zu lassen. Erwiderte stattdessen auf die gestellte Frage: „Ich wollte dir was zu Essen vorbeibringen. In der Küche in der Bar bleibt eigentlich immer was übrig, und die Mitarbeiter dürfen sich dann immer was mitnehmen. Und ich dachte mir, du hast ja bestimmt nichts zu essen da...“
„Oh, danke. Das ist nett.“
Jonny klang nicht misstrauisch, allerdings war da auch sonst nichts an seinem Tonfall, was Rückschlüsse auf sein aktuelles Empfinden zuließ, abgesehen davon vielleicht, dass er nicht ängstlich wirkte. Was Robin, vor allem nach dem, was ihm das Mädchen erzählt hatte, erwartet hatte.
Kurz fragte er sich, ob Jonny vielleicht getrunken hatte, oder etwas anderes zu sich genommen, was seine Nervosität unterdrückte, das hätte wohl auch die seltsam benommene Art erklärt, mit der er redete. Zwar wirkte er nicht betrunken, aber doch irgendwie so, als wäre er nicht ganz im Hier und Jetzt.
Auch der Blick, mit dem Jonny Robin musterte, während er auf ihn zuging und ihm die Schale abnahm, wirkte abwesend. Als sehe er seinen Gegenüber nicht an, sondern viel mehr durch ihn hindurch.
„Danke“, sagte er dabei noch einmal, als habe er vergessen, dass er sich bereits bedankt hatte, und dieses Mal war Robin sich relativ sicher, dass der Dialekt in seiner Stimme wie der eines ehemaligen Bekannten klang, der ursprünglich aus Arkansas stammte. Er beschloss, dieses Detail abzuspeichern, wofür auch immer.
„Kein Problem. Wie gesagt, es bleibt eigentlich eh immer was übrig“, gab er zurück, und fügte dann hinzu, weil es sich gerade anbot und es ihn ohnehin interessierte: „Du kannst dir dann abends gerne immer was mitnehmen. Es bleibt doch dabei, dass du erst mal in der Bar arbeiten willst...?“
Jonny antwortete nicht gleich, was womöglich damit zusammenhing, dass er momentan allgemein abwesend wirkte und einen Moment zu brauchen schien, um zu verarbeiten, was Robin meinte. Dann jedoch nickte er.
„Ja. Ich komm dann rüber. Siebzehn Uhr war das, oder?“ Das Wort Uhr klang bei ihm dabei mehr wie Uh-wa.
Robin nickte, und wahrscheinlich war ihm seine Erleichterung darüber, dass Jonny die Frage nicht verneint hatte, deutlich anzusehen. Das kümmerte ihn in diesem Moment allerdings herzlich wenig, er freute sich eben immer noch darüber, dass Jonny das Angebot angenommen hatte, da war ja wohl nichts verkehrt dran, oder?
„Ja, genau. Die Bar wird noch abgeschlossen sein, eigentlich öffnet die erst um sechs. Entweder zu klingelst, oder du gehst hinten Rum durch den Hintereingang für Angestellte.“
„Okay. Gut.“
Ein paar Sekunden lang stand Jonny noch da, als müsse er überlegen, ob er noch etwas sagen oder einfach nach oben gehen wollte. Am Ende entschied er sich für Letzteres.
Nachdem er an Robin vorbei und die ersten Treppenstufen hinaufgegangen war, und Robin seinerseits angefangen hatte, sich in Richtung Tür zu bewegen, drehte Jonny sich jedoch noch einmal um.
Seine Stimme klang nun ein wenig wacher, wobei der Akzent, der wirklich ziemlich an den von Robins Bekannten erinnerte, wieder ein wenig in den Hintergrund gerückt war, jedoch noch immer deutlich wahrnehmbar war.
„Dann bis nachher. ...Du bist doch dann auch da, oder?“
„Ja, sicher.“
Tatsächlich hatte Robin noch nicht darüber nachgedacht, ob er sich heute Abend wieder in die Bar setzen oder seine Zeit lieber anderweitig verbringen sollte, entweder mit etwas Entspannendem oder geschäftlichen Dingen. Aber wo Jonny ihn nun so direkt fragte wäre es ihm falsch vorgekommen, zu sagen, dass er womöglich in seiner Wohnung bleiben und nicht in der Bar auftauchen würde. Möglicherweise schrieb er sich selbst da zu viel Bedeutung zu, doch er hielt es nicht für unwahrscheinlich, dass seine Anwesenheit, beziehungsweise die einer zumindest Ansatzweise bekannten Person, dafür sorgen konnte, dass Jonny nicht ganz so nervös sein würde.
Also warum nicht? Er musste sich ja nicht unbedingt wieder betrinken.
„Gut. Dann bis nachher“, sagte Jonny noch einmal, und vielleicht bildete Robin es sich ein, doch er glaubte, gesehen zu haben, wie Jonny erfreut gelächelt hatte, bevor der sich wieder umgedreht und seinen Weg die knarrende Treppe hinauf fortgesetzt hatte fortgesetzt hatte.
„Bis nachher.“
Obwohl Jonny ihn nicht mehr ansah hob Robin dennoch die Hand, bevor er weiter zur Eingangstür und nach draußen ging, dabei zufrieden feststellend, dass seine Nervosität, die sich in den letzten knapp zehn Minuten in ihm eingenistet hatte, beinahe vollständig verschwunden war.
Dafür, dass er zunächst befürchtet hatte, Jonny wäre ohne ein Wort zu sagen einfach wieder verschwunden, was das Ganze wirklich gut gelaufen.
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