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Campus King | Niall Horan FF

von p-sabrina
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Niall Horan OC (Own Character)
01.11.2020
07.05.2021
17
35.330
 
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
01.11.2020 864
 
Dies ist ein Bonuskapitel von CAMPUS QUEEN: Der Prolog aus Blakes Sicht.
Campus King startet am 22.1.21.
Der erste Teil ist als überarbeitetes Buch bei Amazon erschienen.


Jordans Suche nach Abenteuer trieb sie wieder hinaus in die Kälte. Ihr Dickkopf machte es mir unmöglich sie aufzuhalten. Das Ganze war in einem kleinen Streit ausgeartet. Ich wollte, dass wir hier blieben. Sie wollte auf diese lahme Party, auf der sich ehemalige Mitschüler von uns herum trieben.

Die Tür fiel krachend ins Schloss, als Jordan mein Elternhaus verließ. Mum sah mich daraufhin fragend an. Ich zuckte bloß mit den Schultern, nahm mit eine Tüte Chips und ging wieder hoch in mein altes Zimmer. Alles sah hier noch so aus, wie an dem Tag, als ich die Kleinstadt hinter mir ließ und mit Jordan nach Washington aufbrach.

Es fiel mir nicht einfach meine Mum zurückzulassen. Vor allem weil ich mir Sorgen um sie machte. Sie ganz alleine in diesem riesigen Haus schien mir nicht richtig zu sein. Denn solange ich denken konnte gab es immer nur uns beide, bis Jordan in mein Leben trat.

Dass sie und Mum sich so gut verstanden war das Beste, was mir passieren konnte. Lediglich von ihren Eltern hätte ich mir mehr erwartet. Alles hätte so schön sein können, wenn sie nicht so gegen mich wären. Allem voran ihr Vater. Er hasste mich und das konnte ich von seinem Gesicht ablesen. Ihre Mutter war nicht besser. Zu Beginn fragte ich noch warum und wie ich es besser machen konnte. Wie brachte man die Eltern der Freundin dazu einen zu mögen? Ich probierte es mit kleinen Gastgeschenken, mit einem Essen bei mir zu Hause, wo beide auch meine Mum kennenlernten. Ich versuchte immer für Jordan  und ihre kleine Schwester Harper da zu sein. Doch auch so konnte ich es ihnen nicht recht machen.

Als Jordan und Harper mal wieder tagelang alleine zu Hause waren, rissen bei mir alle Stricke. Jordan hatte ich davon nie erzählt, aber ich war an die Uni gefahren und war ohne Termin in das Büro von Jensen Young gestürmt. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber es würde ein wenig laut zwischen uns.

Nach dieser Nacht und Nebel Aktion sprachen Jensen und ich kein Wort mehr miteinander. Eines nahm ich mir hier zum Ziel: so ein Vater würde ich nie werden.

Anstatt den Deadpool-Films, denn ich nur wegen Jordan gekauft hatte, anzuschauen, warf ich die Playstation an und spielte eine Runde Call of Duty. Es war das perfekte Spiel um meinen Frust rauszulassen. Ab und an stopfte ich mir eine Hand voll Chips in den Mund, schimpfte vor mich hin und warf verstohlene Blicke auf mein Smartphone.

Jordan war jemand, der sich alles zu Herzen nahm, weswegen ich wusste, dass sie sich melden würde. Wie immer. Ich musste ihr nur etwas Zeit geben. Davon konnte sie so viel haben wie sie wollte, schließlich liebte ich sie.

Die Zeit verging, in der meine Mutter zweimal neugierig in mein Zimmer spähte und versuchte Informationen aus mir heraus zu kitzeln. Es ließ sie nicht locker, warum Jordan aus dem Haus gestürmt war.

Wenige Augenblicke später kam der erlösende Anruf. Schniefen und unter Tränen rief sie an und bat mich sie abzuholen. Es tat ihr leid.

Ich verschwendete keine weitere Minute mit dem Spiel. Sprang auf und wischte mir die Krümel von der Kleidung. In aller Eile zog ich mir meine Winterjacke über während ich zum Wagen ging. Die Scheibe war zugefroren, weswegen ich zwei Minuten zum Eiskratzen brauchte, bis ich endlich die Einfahrt verlassen konnte. Leise Musik drang aus der Anlage. Die Scheiben liefen durch die Luft der Lüftung an. Mit einem Tuch versuchte ich die Frontscheibe davon abzuhalten. Immer und immer wieder wischte ich darüber, um etwas sehen zu können.

Die Fahrt verlief ruhig. Einmal sah ich ein anderes Auto und auch die Scheibe hatten aufgehört anzulaufen. Nun konnte ich mich endlich wieder auf die Straße konzentrieren.

Unbekümmert sang ich leise zu einem Post Malone Song mit - das tat ich nur, wenn ich alleine war. Jordan machte sich nämlich immer über meine Gesangskünste lustig, obwohl sie nicht besser war, als ich.

Gerade kam der Refrain, weswegen ich etwas lauter drehte. Kleine Schneeflocken konnte ich im Licht meiner Scheinwerfer sehen.

Jordan flippte wohl gerade aus vor Freude. Wenn es etwas gab, dass sie mehr liebte als ihre Schwester und mich, dann war es Schnee. Es war also kein Wunder, dass Winter ihre Lieblingsjahreszeit ist und ihre Lieblings Feiertag Weihnachten.

Bei den Gedanken an Weihnachten verzogen sich meine Lippen zu einem großen Lächeln. Für dieses Jahr plante ich etwas ganz Großes. Joel, mein bester Freund, und ich waren erst vor wenigen Tagen in Stadt gewesen, um beim Juwelier den perfekten Ring zu finden.

Für mich gab es niemand anderen, mit dem ich bis an mein Lebensende zusammen sein wollte. Und meine Liebe zu ihr, wollte ich mit dem Ring für jeden sichtbar machen.

Meine Mum hatte fürchterlich geheult, als ich ihr davon erzählte und ich gleich mit. Ja, ich - ein Mann - weinte mit seiner Mutter, weil ich meine emotionale Seite nicht versteckte. Gefühle sind nichts, dass-

Der Wagen entglitt mir.

Das Licht entglitt mir.

Alles war schwarz.
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