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Felix und Jakob- Wer sucht, der findet

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
31.10.2020
29.04.2021
15
45.865
10
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15.04.2021 3.083
 


Kapitel 13

-Felix-



Der Mörder kam mit dem Messer auf mich zu und rief: „Tja, Felix. Dabei wird selbst Jakob dir nicht mehr helfen können.“

Er lachte dreckig. So ein Blödmann.

Ich wachte auf. Solche Träume waren doch komplett bescheuert. Sie wühlten mich so sehr auf, dass ich nicht mehr schlafen wollte und auch nicht mehr konnte. Sie sensibilisierten mich auch stark.

Warum träumte ich überhaupt so einen Mist?!

Jakob war doch… Hier…?! Ich sah zur Seite. Jakob war weg.

Was?

Nein, das durfte doch nicht wahr sein!

Ich blinzelte mehrfach, obwohl ich wusste, dass es sinnlos war, weil ich wach war. Trotzdem hoffte ich, dass Jakob nicht weg war. Er konnte nicht weg sein!

Ich stand nackt, wie ich war, auf. Mir egal, es schien ja schließlich nur ich hier zu sein.

Der Gedanke beunruhigte mich.

„Jakob?!“

Langsam wurde ich panisch und auch verzweifelt. Ich suchte hektisch vor Panik atmend jeden Raum ab, aber fand Jakob in keinem dieser. Nein.

Oh nein.

Das durfte… Nein, das konnte nicht wahr sein!

„Jakob.“ flüsterte ich leise in meine Wohnung.

„… wo bist du nur?“

Kurz darauf fing ich an zu weinen. Mein Traum hatte mich aufgewühlt, dann hatte ich Jakob nicht gefunden. Es war erschütternd. Das alles war zu viel.

Ich war nach dem Sex und manchmal auch dem Schlafen danach so sensibel und wenn Jakob nun auch noch abgehauen war… Ich wurde dann eine richtige Memme.

Musste ich ja sowieso sein, wenn Jakob gegangen war. Er musste sich auch gedacht haben, dass ich nur zum Ficken gut war. Wie eine Puppe, die man benutzte und wegschmiss, wenn man sie nicht mehr brauchte.

Mir kroch ein lautes Schluchzen aus meinem Inneren. Meine Tränen konnte ich auch nicht mehr halten, sodass ich kraftlos und nackt in meiner Wohnung saß. Ich war an meiner Badezimmerwohnung geblieben und hatte mich da hinplumpsen lassen. So verzweifelt musste man erstmal sein!

Ich war so ein dummer Idiot! Wie konnte ich auch immer auf die falschen Typen reinfallen?!

Das mit Erik hatte ja auch nur gehalten, weil ich einfach nur noch zum Bemitleiden war.

Mir wurde klar, dass ich meine Gefühle erneut an jemanden verschwendet hatte, der es nicht wert gewesen war. Nie mehr wert sein würde. Das dachte ich. Wenn ich weiter so ein naiver Dummkopf blieb, würde ich alleine sterben.

Man, ich war doch erst 21!

„Verdammte Scheisse!“ brüllte ich und schmiss die Porzellanvase von meiner Mutter aus meinem Flur um.

„Verräterin! Du warst auch nie für mich da!“ Ich schrie auf vor Schmerz.

Es blieb letztendlich nicht dabei, dass ich nur ein Teil kaputt machte. Voller Wut ging ich in meine Küche, riss die Schranktüren in dieser auf und schmiss alles auf den Boden, was ich fand und was kaputt gehen konnte. In diesem Moment hätte ich morden können und ich hätte es nicht bereut.

„So ein Scheißkerl! Wieder der falsche! Wie lange willst du diese Scheisse noch mitmachen?!“ schrie ich mich wieder selbst an.

„Niemand, aber auch niemand ist zuverlässig! Alles Vollidioten!“ schimpfte ich weiter vor mich hin. Ich war so wütend!

„Das stimmt.“

Ich wirbelte herum und ließ erstmal bei dem Anblick der Person, die mir mehr als nur zugestimmt hatte, diesmal unbeabsichtigt eine Schüssel fallen.

„Du hast Recht, Felix. Wir sind alle Schuld. Ich hätte dich niemals einfach verlassen dürfen. Es tut mir leid.“

Erik?!

Mir flogen fast die Augen aus dem Kopf.

„Nein.“ brachte ich nur leise hervor. Zur Untermalung schüttelte ich noch ungläubig darüber, den Kopf.

„Was Nein, Felix. Nein, dass ich meine Freundin für dich verlassen habe oder dass du nicht merkst, dass ich dich immer noch liebe?“

Ich war mehr als nur sprachlos. Ich war ohne Worte. Absolut sprachlos.

„D-das… Das kann… Das kann nicht sein.“ Ich glaubte es einfach nicht.

„Oh, doch. Glaube es ruhig. Warum sollte ich schließlich sonst hier sein? Hat mein Vater etwa nicht gereicht, um dir ein Signal zu senden? Komm schon, Felix. Ich will dich nicht mehr belügen. Ich will ein ruhiges Leben mit dir führen, wie vor zweieinhalb Jahren.“

Sag mal, ähm… Spinnte der Typ? Wollte der mir mein Leben kaputt machen?!

Meine Wut kam wieder mehr als deutlich hoch und ich hatte nicht vor, diese vor meinem Ex-Freund, für den ich auch keine Gefühle mehr hatte, zu verstecken.

„Bist du eigentlich total bescheuert?! Hast du ein völliges Rad ab?! Du spinnst doch! Wer will denn mittlerweile freiwillig Zeit mit dir verbringen?! Tina hat das bestimmt auch nicht mehr ausgehalten, dein ständiges Lügen und Verarschen. Deswegen hat sie dich bestimmt verlassen und nicht andersrum! Wem willst du hier was vom Pferd erzählen, mein Freund?! Wie bist du hier überhaupt reingekommen?!“

Meine letzte Frage war kaum mehr als fiepsen. Meine Stimme schien ein deutliches Limit erreicht zu haben, was gerade aber mehr als strapaziert worden war.

„Schreie mich nicht an, Felix…“ Ich unterbrach meinen Ex-Freund einfach. Das wurde mir hier echt zu dumm, wie ein Kind behandelt zu werden!

„Sprich meinen Namen noch einmal mit so eine Verachtung oder überhaupt aus und es knallt! Ich habe die Schnauze voll von dir, hau endlich ab! Und melde deine scheiss Adresse endlich um, ich habe keinen Bock mehr, jeden Monat eines deiner Wichspakete zu bekommen!“

Ich bekam keine Antwort mehr, aber dafür einen fetten Schlag ins Gesicht. Und noch einen von der anderen Seite.

Nein, ich würde jetzt nicht zu Boden gehen, obwohl mir gerade danach war.  Der Schlag hatte aber mehr als stark gesessen.

Den Triumph würde ich Erik aber trotzdem nicht gönnen! Niemals!

„Erik.“ knurrte auf einmal jemand aus Richtung des Angesprochenen. Es war ein beinahe animalisches Knurren. Wie von einer Löwenmutter, die ihr Kind beschützen wollte.

Allerdings kam das nicht von einem Tier, sondern von Sarah, dessen Blick in diesem Moment jeden hätte töten können, außer Erik. Den würde nie jemand unterschätzen.

„Was willst du Sarah? Wieder einen auf dicke Hose machen?“ Erik lachte auf. Arschloch. Allerdings setzte er dann noch einen obendrauf.

„Hast du es nun endgültig geschafft, den lieben Steffen mit deiner Fremdgeherei komplett von dir zu stoßen? Von wem bist du denn diesmal schwanger? Von Maik oder von Patrick?“

„Das reicht jetzt. Raus hier! Verpiss dich!“ Sarah wurde rot im Gesicht, wie selten. Unterdrückte Wut. analysierte ich vor mich hin, um mich irgendwie abzulenken, denn ich war auf das Schlimmste gefasst.

„Pff… Ist klar. So einfach mache ich mir das nicht. Dir ist auch klar, dass das hier immer noch meine Wohnung ist?“ Er grinste.

So. ein. Arschloch in Person. Psychopath. Der hatte wirklich ernsthaft Freude daran, andere zu verletzen, oder?

So hatte ich ihn nie erlebt. Und wenn, dann hatte ich da so naiv wie möglich drüber hinweggesehen. War er aber wirklich so ein mieser und geisteskranker Arsch gewesen?

Während Sarah so weiter vor sich hin rot wurde und Erik sie immer weiter provozierte, hockte ich mittlerweile auf dem Boden in meiner Küche und bekam es schweinemäßig mit der Angst zu tun. Nach kurzer Zeit war auch Sarahs Wut nicht mehr bei ihr geblieben und die beiden waren sich nur noch an den Kopf schmeißen von Dingen aus der Vergangenheit, von denen ich gar nicht wusste, dass sie so gewesen waren. Ich wollte es allerdings nicht hören und hielt mir wie ein kleines Kind die Ohren zu. Änderte an meiner Angst gar nichts. Ich wusste, dass ich wegen dieser Angst hier nicht wegkommen würde. Sie hielt mich gefangen.  

Wieder so hilflos und verzweifelt, wie ich heute war, fing ich erneut das Weinen an. Wer würde mich retten? Würde das überhaupt jemand tun? Die beiden merkten gar nicht, wie sehr sie mich hiermit verängstigten und wie sie mir schadeten. Ich sah auf.

Da stand doch wieder jemand? Noch jemand Neues! Durch meine mittlerweile tränenüberfluteten Augen erkannte ich nicht, wer das war. Jedenfalls noch einer mehr, der mich nackt sehen konnte.

Das war mir aber alles so egal, ich wollte hier weg!

Stumm sah ich die Person weiter an und betete sie innerlich an, mich hiervor zu retten und vor weiterem zu schützen. Ich bemerkte nebenbei, dass diese Person braune Haare hatte.

Kurz nachdem ich wieder etwas klarer sehen konnte, versuchte ich die Person erneut ausfindig zu machen. Es war doch nicht… Jakob?!

Okay, das war zu viel für meinen Kopf. Ich sah, wie Jakob Erik und Sarah auseinander schob, bevor sie sich vermutlich noch an die Kehle gingen. Er sagte auch irgendetwas, ich konnte nur nicht verstehen, was genau es war.

Komischerweise verließen die beiden, ohne mich noch einmal eines Blickes zu würdigen mit gesenktem Kopf den Raum und somit auch meine Wohnung. Jakob blickte den beiden finster nach.

Dann wand er sich und seinen Blick zu mir um, sah mich an. Der Anblick von Jakobs Blick auf meinem Körper, ließ mich zusammenkauern. Ich rollte mich in der Ecke meiner Küche zusammen, damit ich Schutz hatte. Einige Sekunden später kam Jakob auf mich zu und setzte sich zu mir auf den Fußboden.

Er strich über meine angewinkelten Beine. Bei dieser Berührung zuckte ich zusammen. Jakobs Finger fühlten sich warm an, weil ich so eiskalt war.

Es war mir wahrlich unangenehm. Ich hatte Angst und mir war kalt. So kalt wie ich innerlich war musste ich sicher auch schon nach außen wirken. Jakob schüttelte den Kopf, während er seine Hände wieder wegzog. Er sah wütend in die Leere, wo vorher Erik und Sarah gestanden hatten.

„Solche Schweine.“

Was?

Ich traute mich nicht, genauer nachzuhaken, was genau er meinte. Ich hatte auch Angst, meinen nächsten Satz auszusprechen, dennoch tat ich es, weil ich nicht erfrieren wollte.

„Jakob? M-mir i-is-ist k-k-kalt.“ Mein Körper untermalte das mit einem lauten Zähneklappern und kurzzeitigen Zitterns am ganzen Körper.

„Scheisse, stimmt!“ war die Antwort von Jakob nur darauf. Blitzschnell hob er mich auf seine Arme und trug mich eng umschlungen in mein Schlafzimmer.

„Niemand sollte diesen Körper je nackt sehen dürfen…“ murmelte Jakob, nachdem er mich mit geröteten Wangen in mein Bett gelegt und mich zugedeckt hatte und während er nun damit beschäftigt war, sich zu meinem Kleiderschrank zu drehen und diesen zunächst zu öffnen.

Bitte was? Meinte er mit seiner Aussage, dass er mich attraktiv fand?! Das hatte ich lange nicht mehr so spontan gehört. Ich war gerührt.

Da mir nun etwas wärmer unter meiner Bettdecke war, konnte ich mich von dem Problem der Kälte erstmal befreien und mich mehr auf Jakob konzentrieren. Dieser sah gerade mehr als angestrengt aus, während er seit gefühlten Minuten meinen Kleiderschrank durchsuchte.

Ich fände das normalerweise ziemlich unhöflich, aber darum durfte ich mir nicht zu starke Gedanken machen, sonst explodierte mein Kopf gleich.

„Verdammt nochmal, hier blickt doch kein Mensch durch!“ Jakob fing nach und nach richtig an zu fluchen. Das nervte mich ehrlich so sehr, dass ich ihm jetzt die Meinung sagen musste, weiter schweigen konnte ich dann doch nicht, ich hatte einfach keinen Bock mehr.

„… und das bei so wenigen Sachen…“ murmelte Jakob wieder vor sich hin.

Man, ich knallte dem gleich paar, das konnte doch nicht wahr sein! Ich musste jetzt dringend ausrasten, sonst bekäme ich es hier wieder ernsthaft mit der Angst zu tun und die hatte ich heute schon genug im Nacken gehabt.

„Junge, wenn du da nicht durchblickst, dann ist das verdammte Scheisse nicht mein Problem! Ich komme mit meiner Ordnung super zurecht. Wenn du es nicht tust, dann geh einfach. Das ist weniger gespielt als deine Fürsorge hier!“

Oh man, da hatte ich aber ganz schön was gesagt…Mist.

Jetzt hatte ich sicherlich Jakobs Gefühle verletzt. Das wollte ich gar nicht! Ich wollte ja auch gar nicht, dass er ging! Ich wollte ihn eigentlich bei mir haben, ohne ihn könnte ich nicht mehr! Ich liebte Jakob. Er wäre ein richtiger Arsch, wenn er das nicht begriff.

Ob er selbst so fühlte, war die andere Sache.

Ich konnte nicht verhindern, dass ich es mir wünschte. Ich wollte diesen Mann. Als Partner.

Könnte ich aber akzeptieren, welchen Beruf er ausübte und die dazugehörigen Meinungen und Fragen von außenstehenden verstehen und aushalten?

Die Antwort lautete Ja.

Meine Liebe war schon viel zu stark, um das nicht zu können oder darüberzustehen.

Mir war die Meinung anderer diesbezüglich egal. Ich liebte Jakob. Fertig.

Ich wollte mir das jetzt nicht mehr kaputt machen lassen. Ich war zwar erst 21, aber ich hatte Anspruch auf ein erfülltes Leben. Egal in welcher Hinsicht.

Ich sah erwartungsvoll zu Jakob. Er sah mich ebenso erwartungsvoll zurück an, wie ich ihn. Wir verharrten wie in einer Art Starre mit unseren Blicken zueinander.

Jakob schien sich mal wieder als erstes so weit gefasst zu haben, dass er zumindest körperlich wieder so da war, dass er sich in Bewegung setzen konnte. Sein Blick blieb dem meinen standhaft. Wir sagten beide nichts zueinander.

Als Jakob vor meinem Bett zu stehen kam, erkannte ich in seinem Blick das Feuer aufflackern. Es schien zum Leben erwacht. Ich setzte mich auf. Jakob kam mir und meinem Gesicht immer näher. Ich streckte meine Hände nach seinem Gesicht aus und umklammerte es mit beiden Händen. Synchron schlossen wir unsere Augen.

So langsam wie sich Jakobs Lippen auf meine legten, genoss ich diese Geste in derselben Geschwindigkeit.

Er löste sich im nächsten Moment wieder, sah mich an. Er machte keine Anstalten, seine Gefühle zu verstecken. Diesmal nicht.

Ich sah etwas in seinen Augen, was ich auch spüren konnte.

Das Bedürfnis nach Liebe.

„Felix, hat dir eigentlich mal jemand gesagt, wie schön du bist?“

Seine Stimme klang so rau und tief wie bei unserem ersten Aufeinandertreffen. Ich war so überfordert von dieser Aussage und gleichzeitig von dieser Erinnerung, dass ich schon wieder nichts sagen wollte und auch nicht konnte. Das brauchte ich auch nicht, denn Jakob sprach schon seine nächste Frage aus.

„Weißt du noch, vor einer Woche, bevor ich dich das erste Mal gevögelt habe, was ich dir da gesagt habe?“

Ich schüttelte energisch den Kopf. Ich wusste nämlich nichts mehr. Von meiner Wut spürte ich seit Minuten ebenfalls nichts mehr. Ich hätte sowieso nichts Wirkliches mehr zusammengekriegt. Mein Kopf war wie leergefegt.

„Du bist so scharf, Felix. Es hat kaum einer vor dir geschafft, mich so zu strapazieren, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe.“

Bei diesem Satz kamen meine Empfindungen wieder. Das hatte Jakob zu mir gesagt. Genau so. Warum hatte ich daran nicht mehr gedacht?

„Ich habe das zu diesem Zeitpunkt ernst gemeint, Felix. Mir war aber nicht bewusst, in welchem Ausmaß ich das noch fühlen würde…“

Okay?!

Ich runzelte die Stirn.

Was wollte er mir jetzt sagen?

Dass er dich liebt, du Vollidiot. Was denn sonst?!

Schnauze! Ich will mir das anhören!

Das tat ich dann auch völlig aufmerksam und gespannt auf und zu der Betonung seiner Worte.

„…Ich hatte einen Plan entwickelt, mit dessen Hilfe ich dich vergessen wollte, weil du mir zu viel bedeutet hast und immer noch tust. Ich habe anfangs mit so vielen Typen geschlafen, um Geld und Normalität wiederzubekommen, aber ich habe dich einfach nicht aus dem Kopf bekommen. Dich und dein wunderschönes Stöhnen. Deine Lippen…“

Er machte eine kurze Pause und schüttelte kurz den Kopf.

„Ich weiß nicht, was das ist, was mich so an dir fasziniert. Du bist so… wie Gold. Ich glaube, dass ich süchtig nach dir bin, weil ich dich mag. Mehr als ich sollte. Ich glaube sogar, dass ich dich lieben kann, wenn du mir die Chance lässt. Ich bin nicht einfach und meine Vergangenheit ist ziemlich düster. Ich habe aber, als ich verstand, was ich für dich fühlte, begriffen, dass ich weiter machen muss. Bitte sag´ dazu was, Felix. Irgendwas.“

Was? Ok. Ruhig atmen, Felix. Denk nicht daran, jetzt zu hyperventilieren. Alles gut. versuchte ich mich sinnlos zu beruhigen.

Was sollte ich Jakob als erstes sagen? Dass ich ihn schon liebte oder dass wir es dann versuchen sollten?

Nach Sekunden fiel mir erst das Passende ein.

„Jakob, ich liebe dich. Ohne dich ist es leer in meinem Bett gewesen heute. Ich vermisse dich irgendwie, wenn du länger als zwei Minuten weg bist, wenn ich nicht weiß, was du tust und wo du bist. Bitte versprich´ mir, dass du das auch nicht mehr einfach machst. Lass es uns bitte versuchen.“

Ich wusste gar nicht, wie flüssig und ausgewählt ich sowas sagen konnte, ohne zu stottern oder den Faden zu verlieren. Das schien allerdings Jakobs Stichwort zu sein.

„Das wollte ich hören.“

Kurz darauf legte sich Jakob auf mich, drehte uns mit einem festen Griff um mich so herum, dass ich nun auf ihm lag. Ich musste lachen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass du so ein romantischer Arsch sein kannst.“

„Romantischer Arsch? Ich zeige dir gleich, was ein romantischer Arsch ist.“

„Das will ich sehen.“

Und Fühlen. fügte ich in Gedanken hinzu.

Ich vergaß alle Sorgen um mich herum und war für diesen Moment einfach nur glücklich. Wir fielen wie zwei Krokodile übereinander her, den ganzen Abend und die ganze Nacht.  Es war so kitschig, was wir uns erzählten, wie wir uns verhielten.

Ja, ich gebe zu, unsere Geschichte ist kitschig. Zu kitschig für viele Geschmäcker. Ich möchte sie aber erzählen, weil sie prägend für unser Leben war und ist. Dieser Abend war der Tag, wo wir zusammenkamen. Verrückt. Das war aber erst der Anfang unserer Geschichte. Hier hatte es gerade erst begonnen und wollte seinen Lauf nehmen. Das hier ist die Geschichte, die erzählt werden will. Felix und Jakob- Wer sucht, der findet.





Hi meine lieben Leser!

Das hier ist mein allererstes Nachwort. Ich möchte das wieder einmal zum Danke sagen nutzen. Für die wieder genialen Aufrufe, Favoriteneinträge, die Empfehlung und das neue Review! Ich danke euch!

Zum anderen habt ihr vielleicht gemerkt, dass dieses Kapitel sehr klischeebelastet und absolut kitschig ( besonders am Ende) ist. Ich erzähle euch an diesem Punkt einfach mal, dass das leider auf dem Mist meines Sinns für Romantik und meinem Augenmerk auf Zwischenmenschlichkeit gewachsen ist. Ich liebe den Sinn dahinter und es fasziniert mich, wie es zu solchen Handlungen kommt. Das musste so kommen und so geschrieben werden… Seht das als Happy- End für dieses Kapitel.

Allerdings noch lange nicht für die Geschichte. Ich hatte schon früh, nachdem das Kapitel geschrieben war die Idee, einen zweiten Teil hiernach anzufangen. Allerdings bin ich zu dem Entschluss gekommen, das zu lassen und hier raus ein für mich persönlich, längeres Buch zu machen. So hat das vom Plot her auch Sinn gemacht, also kommt hier natürlich nächste Woche das nächste Kapitel. Ich freue mich auf eure Reaktionen!

Außerdem wünsche ich euch einen tollen Tag und bleibt gesund!

Eure Sunnyleschi

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