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Ich halte dich fest

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Reimund Girwidz Sonja Wirth
30.10.2020
20.11.2020
22
15.134
 
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02.11.2020 618
 
Sie lag immer noch da, seid Wochen hatte sie sich keinen Zentimeter mehr bewegt. Geschweige denn Anstalten gemacht raus zu gehen. Wütend war sie wütend und verletzt. Nach 2 Jahren Beziehung, musste sie Max in einer Disco erwischen, eng umschlungen mit einer anderen Frau. Er hatte sie gar nicht bemerkt so vertieft war er in diesen Kuss. Ihr schossen die Tränen hoch und sie rannte, sehr weit weg. Nicht nur in eine andere Straße sondern in eine andere Stadt. Es war ihr geglückt dort ein kleines Haus zu Mieten. Dort bekam sie auch keiner mehr raus. Sie reagierte auf gar nichts mehr, sie wollte einfach nur noch alleine sein und niemanden mehr sehen oder hören. Wütend schlug sie grade einen Bilderrahmen auf den Boden, Schnitt sich an den Scherben, das warme Blut lief über ihre rauen Hände. Es war irgendwie angenehm, die Wunde brennte angenehm, sie schloss genießerisch die Augen. Wieder kamen die Bilder von Max und der Frau, die verfolgten sie einfach überall hin. Vorsichtig erhob sie sich. Im Flur blieb sie am Spiegel hängen, lange blonde Haare, rote verweinte Augen, blasses Gesicht, aufgeplatzte Lippen und eingefallene Knochen. Kaputt war sie, Seelisch und Körperlich. Nie hätte sie gedacht das ein Mann sie jemals so verletzen kann wie Max. Schnell wandte sie sich ab, doch wieder überkam sie die Wut. Keine Sekunde später knallte ihre Faust gegen den Spiegel, wieder lief das Blut über ihre Hand. Es befriedigte sie irgendwie, es war als ob sie noch nicht ganz Tod sei. Langsam lief sie ins Badezimmer und zog sich aus. Ihr Körper war überseht mit Wunden, Blauen Flecken und Narben. Nein das hatte sie sich nicht selber zugefügt, das stammt von ihrem jetzigen Ex Freund Max. Er war sehr Eifersüchtig und ließ diese Wut immer an ihr aus, sie ließ es mit sich machen. Sie liebte ihn schließlich. Aber das er ihr Fremdgegangen war, das konnte sie einfach nicht verzeihen. Das saß zu tief, jeder Schlag, jeder Tritt auch jede Vergewaltigung war in Ordnung gewesen, aber das traf sie. Sie schnappte nach Luft, irgendwie war ihr nicht mehr gut. Schnell duschte sie sich und zog sich an. Vorsichtig säuberte sie die Wunden, als Pathologin wusste sie schließlich was zu tun war. Das Desinfektionsmittel brannte, sie verzog mehrmals das Gesicht. Müde und kaputt legte sie sich aufs Sofa, Tränen Bahnen sich ihren Weg. Am liebsten würde sie einfach sterben. Wozu noch leben? Ihr Job war weg, ihr Ex Betrug sie und sie hatte ihren Sinn verloren… Mal wieder holte sie eine der vielen Weinflasche raus. Füllte eins der herumstehenden Gläser und trank den Inhalt schnell weg. Der Wein brannte in ihrem Hals, ich wurde leicht schlecht. Doch sie kippte noch mehr nach. Grade als sie ihre Gedanken ein wenig gesammelt hatte, fiel ihr Blick auf weitere Bilder, so schnell war wahrscheinlich noch nie eine Weinflasche gegen die Wand geflogen. Sie stand auf riss alles von den Wänden und sank verzweifelt zusammen. Sie war einfach schwach, jeder Atemzug tat weh und strengte sie an. Diese Anfälle machten sie noch mehr kaputt. Sie schloss ihre Müden Augenlider. Doch Max fand auch dieses Mal wieder seinen Weg in ihre Träume, wild schlug sie um sich und rief um Hilfe. Doch niemand konnte sie hören, wie auch? Sie schrie mittlerweile und krallte sich fest. Sie hörte auf einmal wilde Stimmen um sich, doch ehe sie ihre Augen aufschlagen konnte, bekam sie schon eine Spritze. Nach und nach, verschwand ihr komplettes Bewusstsein, aber auch der Traum mit Max. Es fühlte sich so leer in ihr an und doch so gefüllt. Zwei Männer hoben sie auf eine Liege und nahmen sie mit. Davon bekam Anja jedoch nichts mehr mit, man kann schon sagen zum Glück.
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