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Die Zeit läuft gegen uns

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Sonja Wirth
30.10.2020
01.11.2020
48
33.261
 
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30.10.2020 712
 
Ein sehr Kühler Wind fegte durch die Luft, jagte Blätter immer wieder hoch in die Luft, nur um diese wenig später auf den Boden zu drücken. Aber nicht nur die Blätter flogen mit dem Wind, etliche Zeitungen, Äste und ein Hut wurden mit gerissen. Doch auch das schien dem Wind nicht zu genügen, immer stärker blies er um die Bäume und Büsche, nicht lange und die ersten Bäume konnten all dem nicht mehr standhalten. Ein Mann mittleren Alters lief schnell durch den kleinen Wald, er schien nach Haus zu wollen. Grade als er kurz vor der kleinen Landstraße war, passierte es. Ein Baum, gab nach und fiel geradewegs auf den Mann zu. Dieser versuchte noch sich zu retten, doch es war zu spät. Er lag unter dem Baum begraben. Immer schwerer fiel im das Atmen, in seinem Kopf rasten die Gedanken, sein Herzschlag wurde immer ruhiger. Mit der letzten im noch bleibenden Kraft, wählte er irgendeine Nummer.,, Was gibt’s?“ stieß ihm eine recht unfreundliche Stimme entgegen. Doch alles was er noch von sich gab war ein,, Hilf mir“ dann fielen seine Augenlider zu und der Herzschlag setzte aus. Die Frau an der Leitung, dachte er würde sich nur einen Spaß erlauben. Mit einem Blick nach draußen, wurde sie dann aber doch unsicher. In Gedanken verloren machte sie sich auf den Weg. Sein GPS hatte er wie immer eingeschaltet. Auf den letzten Metern fing sie an zu rennen. In ihr machte sich auf einmal ein fürchterliches Gefühl breit. In eile rief sie den Notruf, um einen Krankenwagen zur besagter Stelle zu rufen. Jetzt sah sie es, ein umgekippter Baum, darunter ein Mann. Je näher sie dem Unfallort kam, desto schneller schlug ihr Herz. Tränen liefen über ihr Gesicht. Mit aller Kraft zog sie den recht Leblosen Körper unter dem Baum hervor.,, Wach auf“ sie schlug im sachte gegen die Wange.,, Bitte wach auf“ verzweifelt begann sie mit einer Herzrhythmusmassage.,, Du musst aufwachen, hörst du mich?“ Immer mehr Tränen liefen über das Gesicht der Frau. Der Krankenwagen kam, einer der beiden Sanitär zog sie von ihm weg. Der andere beugte sich über den Mann und schaute rüber zu seinem Kollegen. Der Blick sagte alles, der Mann war Tod. Die Frau sank zu Boden, mit einem Mal brach alles in ihr und um sie zusammen. Er war weg, für immer und sie konnte sie nicht mal verabschieden. Der Sanitäter versuchte sie zu beruhigen, doch alles war vergeblich. Sie schlug um sich, sobald er ihr zu Nah kam. Ihr Blick haftet auf ihm, sein Körper wie er Leblos da liegt und nie wieder einen Schritt machen wird. Der sie nie wieder in die Arme nehmen kann, nie wieder wird sie seine Stimme hören, nicht einmal mehr um zu streiten, nie wieder wird er sie anrufen um ihr zu sagen das er eine Leiche gefunden hat. Das schlimmste an allem war jedoch der Punkt, sie hatte nie wieder die Chance ihm zu sagen und zu zeigen, wie sehr sie ihn immer noch liebte. Mit einem Mal fiel ihr das Atem schwer, als ob sie innerlich ersticken würde. Die Sanitäter hoben die Leiche auf eine Trage und wollten schon los fahren. Sie hielt die beiden jedoch auf,, Wohin bringt ihr ihn jetzt?“ Der eine Sanitäter sah sie mitleidig an,, In die Pathologie, machen sie sich keine Vorwürfe. Den hätte niemand mehr retten können“ Damit machten sie die Türen zu und fuhren los. In ihr begann es zu arbeiten, Pathologie. Da musste sie jetzt hin, schließlich war sie mit die einzige Pathologin in Wolfratshausen. Wer wenn nicht sie, sollte dann auch das Recht haben, sich um ihn zu kümmern. Sie lief also so schnell es ging zurück zum Haus, stieg ins Auto und raste förmlich los. Am Krankenhaus angekommen, zog sie sich um und nahm den Leichnam entgegen. Nun lag er tatsächlich hier, vor wenigen Wochen hatte sie noch gesagt, daß sie ihn hier nicht liegen haben wolle. Was nicht einmal gelogen war, doch jetzt war es passiert. Wieder schossen ihr Tränen in die Augen. Ihr recht kalten Hände ruhten auf seinem Gesicht. Seine Augen waren geschlossen, doch trotzdem hoffte sie das er sie gleich einfach ansehen würde. Das seine blauen Augen, ihre trafen und sie ihm all das sagen konnte was sie nicht mehr geschafft hatte.
 
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