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The Snitch of the Apostel

von eragcn
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Der Wallrider Miles Upshur Waylon Park
27.10.2020
19.09.2021
8
22.817
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14.09.2021 3.207
 
Gescheiterte Ehen

Die Blonden Haare waren ganz zerupft, während seine Füße blutige abdrücke im Asphalt hinterließen. Schwer atmend, hatte er sogar vergessen die Tür seines Wagens zu schließen...als er aus dem Auto gehechtet war und beinahe auf eines der Spielzeug Autos ausrutschte.
Seine völlig durchnässten Klamotten klebten unangenehm an seinem juckenden Körper- doch der Moment wie er beinahe mit seinem Ausgehungerten Körper über diesen blöden Lkw seines Sohnes geflogen war-....

Waylon hatte das erstemal in diesen Monaten inne gehalten und mit geröteten, tränenden augen auf den roten Anhänger geblickt.....der mit Matsche gefüllt- und mit steinchen dekoriert war.

Sein dürrer Körper bebte, während er sich drüber hinweg schlich. Voller erschöpfung, voller schmerzen, hielt er sich an der blauen Hauswand fest und hinterließ blutige abdrücke.
Er kämpfte sich den kleinen Kiesweg entlang, bevor er es kaum fassen konnte...als er die Haustür erblickte...von der er all die Monatelang geträumt hatte.
An der Wirklichkeit zweifelnd, ließ er sein verschwitztes Gesicht gegen die Fassade lehnen, während er nur noch schwer die Klingel ausmachen konnte und sie mit der gesamten Handfläche grob betätigte.
Er hörte Dumpfe Geräusche...dabei wurde sein Sichtfeld immer geringer. Eine Unfassbar riesiger Wall der Erschöpfung kam auf ihn zu und er hielt sich gerade so an dem Holz fest-...während die Hand , welche er auf seinen Bauch gedrückt hatte...langsam schwächer wurde und letztendlich losließ.
Waylon hörte, wie die Tür geöffnet wurde. Er rang damit die Augen zu öffnen und Lisa in die Augen zu blicken doch im nächsten Moment holte ihn tiefes schwarz ein.
Er spürte nichteinmal den aufprall- er konnte sich nur grob an ihrer Stimme erinnern...

„Alles in Ordnung, Mr.Park?“

„...ja...alles bestens..“ hauchte Waylon mit belegter Stimme und sah neben sich auf zu Miles welcher genau vor der Stelle stand, wo er mit seinen blutigen Fingern gelangt hatte.
Eine weile betrachtete er den Farbunterschied von den beiden blau Tönen..
Er hatte versucht es mit Restfarbe überzustreichen, da neuere viel zu teuer war, doch er hatte vergessen dass die frischere Farbe natürlich heller als die ältere war...und so kam dieser hässliche Fleck zu stande. Sein Gegenüber hatte seinen Blick bemerkt- sich kurz umgedreht und ebenfalls zum Fleck gesehen..bevor er den Kopf langsam sinken ließ. Und wie als wäre es Schicksal, öffnete sich genau in dem Moment vor ihnen beiden die Tür

Waylon und Miles blickten beide gleichzeitig auf, als eine junge schlanke Dame sich durch die Tür schob und seufzend den Kopf schüttelte. Sie hob die rechte Hand, drückte auf den Knopf des Autoschlüssels und erschrak sich laut-...als sie beinahe planlos gegen Waylon stieß...der aufeinmal wie aus dem nichts vor ihrer Tür stand.
Waylon räusperte sich etwas bevor er eine art freundliches lächeln versuchte aufzusetzen.
„...Hey Lisa, schatz..“ hatte er leise gehaucht, während sie ihn blinzelnd betrachtete. Sie sah unausgeschlafen aus...fertig. Musterte ihn total verwirrt ehe sie die Stirn runzelte. Lisa brauchte ein wenig, ehe sie antwortete
„...Waylon, die Kinder wolltest du doch erst morgen abholen..?“ fragte sie....

dabei zog die Augenbrauen zusammen, ging kaum auf seine freundlichkeit ein und man konnte erkennen wie es dem Blondhaarigen einen leichten Stich versetzte. Waylon wusste nicht ganz was er erwartet hatte-..vielleicht auch eine freundliche begrüßung?

„Mrs Park.“ raunte die dunkle Stimme hinter ihm, unterbrach die merkwürdige erste begegnung nach Tagen und Waylon hatte sogar für einen kurzen Moment vergessen, dass Miles auch hier war.
„...Mein Name ist Miles. Miles Upshur.“

Der Schwarzhaarige lehnte sich leicht neben Waylon vor, hielt seine Hand der jungen Dame hin und diese sah erst zu Waylon..ehe sie weiter zu Miles blickte. Der kleinere hingegen atmete leicht auf....
Es wirkte fast, als hätte Miles ein Gespür dafür unangenehme Situationen zu umspielen.
Miles Kinn war angespannt und er wirkte ernst und merkwürdig gefasster.
Doch Lisa ergriff auch seine Hand nicht. Sah von ihrem Gegenüber wieder zu Waylon und hob fragend die Augenbrauen ehe sie deutlicher , mit fast schon mit drohender Tonlage fragte: „Waylon. Was ist hier los.“

Im Augenwinkel konnte er sehen wie Miles die Hand langsam senkte. Seine Augen waren verengt und auch wenn er ihn noch nicht solange kannte, wusste er...dass Miles anscheinend etwas komisch vorkam.
Waylon räusperte sich, bevor er hinter sie mit den Kopf hinein deutete.
„...wir sollten das wirklich nicht zwischen Tür und Angel besprechen, Lisa-“
„dann hättest du vorher anrufen sollen.“ Antwortete sie recht eindeutig und bewegte sich an beiden Männern einfach vorbei.

Waylons Augen weiteten sich....und er hatte die Stirn gerunzelt während er seine Frau dabei beobachtete...wie sie gen Wagen schritt.
Fassungslos über die plötzlich sehr Kühle Seite von ihr...bemerkte er garnicht, wie Miles ihn ansah. Sein Blick konnte er nicht deuten- er war mit seinen Gefühlen indem Moment überwältigt. Aber er wusste ganz genau...dass er der gleichen Meinung schien. Waylon sollte diesesmal Stur bleiben, denn es war wichtig.
Also hob er den Kopf und Schritt ihr nach, rief nun fester ihren Namen: „Lisa. Wir müssen reden. Jetzt.“ und brachte somit seine Frau zum stoppen. Gerade hatte sie die Wagentür öffnen wollen, hob jedoch wieder den Kopf nach draußen und schüttelte langsam den Kopf.
„...Waylon-...“
„Bitte Lisa.“


Langsam machte er sich von dem Wiesenrand auf die Einfahrt und blickte seine Frau Todernst entgegen.
„....Das ist jetzt wirklich wichtig...“
„Waylon-...bitte...geh einfach.“ flüsterte sie kopfschüttelnd und Waylon hob langsam verwzeifelt die Arme. Er dachte sie wollten gemeinsam an dem problem arbeiten, nicht gegeneinander.

Sie benahm sich gerade so, als wäre das alles seine Schuld!
„...Lisa-...w-was ist denn los mit dir? Sonst reden wir doch auch!“ fragte er nun wirklich anklagend und seine Stimme schien zwischen Fassungslosigkeit und aufschwellender Wut zu pendeln.


...und dort stand sie....presste die Lippen zusammen und der Blondhaarige erkannte...wie ihre Augen immer glasiger wurden...
Waylon schluckte schwer noch immer in fassungsolosigkeit.... und sah anschließend zu Miles welcher in 'ihren' Augen nur dazustehen schien. Sie beide beobachtete...
Ein Schluchzen verließ ihre Lippen und aus den Lidern wandt sich eine Träne.
Sie rollte zart ihre Wange hinab und Waylon hatte das als Zeichen genommen sich ihr zu nähern doch sofort hob sie abwehrend die Arme und Schritt ein Schritt zurück.
„Ich muss-..ich muss...los.“
„Lisa!“
„Waylon- bitte. Geh. JETZT.“
„ich gehe NICHT...ehe wir das besprochen haben!“


Waylon versuchte Standhaft zu bleiben und auch in seinen Augen bildeten sich langsam Tränen..doch wie aus dem Nichts wurde die Situation mit einer leichten erschütterung Unterbrochen. Erneut war die Haustür zugeschlagen worden...und wie immer bebte das halbe Haus.

Der braunäugige hatte sein Kopf in die Richtung bewegt...
Wie oft hatte er seinen Söhnen gesagt...sie sollen die Tür nicht so zuknallen?...Man hört das doch im ganzen Haus...das muss nicht sein.
Wie oft hatten sie ihm versprochen, dass sein zu lassen?

So oft hatte er sich dieses blöde Geräusch vorgestellt...immer und immer wieder in das Gedächtnis gerufen. Damit er es nicht vergaß, während er auf die vielen Bilder starrte und sich durch die vielen Medikamente kaum bewegen kontne..
So sehr vermisste er die Alltäglichen dinge, dass er sich sogar fragte..weshalb er sich damals so aufgeregt hatte...wegen solchen nichtigkeiten, für die er in der Anstalt alles gegeben hätte....

Waylons Augen weiteten sich erneut. Diesmal vor Schock und er sah, wie Miles die Lippen zusammen presste und den Kopf sinken ließ. Die Augen schloss und schwer aus seinen Nasenflügeln ausatmete. ...wie als hätte er das schlimmste erwartet...das nun wohl einzutreffen schien. Niemals hätte der Blondhaarige gedacht, dieses Geräusch durch jemand anderen- als von seinen Kindern zu hören...

„...oh..“

Waylon sah in schwarze Augen welche er nie zuvor gesehen hat. Die des fremdartigen Mannes schienen aufgeweckt..und Gesund. Nur ebenso ein wenig verschlafen. Er stand etwas ratlos...direkt auf der Türschwelle. Suchte mit den Augen auf den Grundstück nach Lisa und fand sie, sowie auch Waylon und Miles.
...unsicher, schritt der ungebetene Besuch langsam auf seinen Gegenüber zu-...

Hingegen Waylon einfach regungslos stehen blieb und langsam begann zu nicken. Resigniert-...wissend.
….Hinnehmend.
„...ah.“

Und sobald der eine sich näherte, wich der andere nachhinten, ehe der Blondschopf regelrecht zusammenzuckte, sobald er was anderes außer seinen aufbrodelnden Hass spüren konnte:.... Miles Hand, wie sie sich perfekt an seine Schulter schmiegte und ihn vorsichtig nachhinten zog.
„...Mr.Park.“ redete er ihm leise zu doch Waylon blieb erst unverändert. Seine Augen fuhren immer wieder mit Ausdrucksloser trauer über seinen buchstäblichen ersatz und Miles Stimme wurde ernster:
„....Waylon.“


Blaue Augen sahen hoch zu Miles und etwas in seinem sonst so professionell-zurückhaltendes Gesicht schien zu zucken. Sogleich Musterte er Lisa welche betroffen den Boden starrte und nichteinmal was gegen ihre Verteidigung hervorbrachte.
….Miles benutzte die Hand auf Waylons Rücken um ihn langsam mit sich zu derigieren. Weg von dem Geschehen...und Waylon ließ es überraschenderweise zu.

Es dauerte zwar unangenehm lange, bis sie jenes Auto an der Straßenseite erreicht hatten doch ehe sie einmal drinne waren, fand der Blondhaarige erneut zu seiner Stimme.
„...fahr los...“

„...und wohin?“ raunte Miles leise fragend. Dabei drehte er den Autoschlüssel herum und betrachtete ihn von der Seite.
„....w-...weg von hier...vorerst.“

„okay.“

Ohne großartig was dazu zu sagen tat er dies was er von ihm verlangte. Das Haus neben ihnen wurde immer kleiner und Miles konzentrierte sich vorerst auf die Fahrbahn vor seinen Augen. Waylon sagte die gesamte Fahrt nichts...es war eine stille Fahrt aber sie war nicht ganz so unangenehm wie die Situation gerade...
Der Schwarzhaarige presste die Lippen zu einem schmalen Strich zusammen und er blies luft aus seinen Nasenflügeln aus. Er wusste nicht was er tun sollte. Waylon seinen Freiraum lassen war wohl das beste.
Aber in ihm herrschte das dumpfe Gefühl, dass er verantwortlich dafür war an so einem Tag Waylon mit der unangenehmen Wahrheit zu konfrontieren...


Miles Eisblauen Augen huschten über den immer langsam vorbehuschenden Asphalt und Waylon neben ihm begann sich zum ersten Mal nach geschlagenen 10 Minuten zu regen.
Jedoch fragte er ihn nicht weshalb sie langsamer wurden. Er ließ es einfach geschehen und erst als das Fahrzeug zum stehen kam....drehte der blondhaarige den Kopf zu Miles.
Dieser setzte die bremse ein-....ehe er bedacht die Luft aus seinen Lungen entweichen ließ und sich dabei gegen den Sitz lehnte.

Sie standen gemeinsam mitten auf einer Straße welche umgeben von Berg und Landschaft war.
Es herrschte schon fast eine idyllische stille...wenn man davon absah was gerade passiert ist, versteht sich.
Vorsichtig ließ er die Finger vom Lenkrad sinken und starrte löcher auf seinem Schoß. Weder er noch Waylon hatten irgendwas gesagt. Jedoch spürte er, wie der Blondhaarige neben ihm sich langsam umgesehen hatte.
...und als es fast schon unerträglich wurde-...öffneten beide gleichzeitig den Mund und unterbrachen die dumpfe Stille auf der Landstraße.
„Mr. Park-“
„warum-“...

und erneut verfielen sie in eine Stille-...wollten den jeweils anderen aussprechen lassen doch die höflichkeit war eh hinfällig, da der andere genau das selbe vorhatte.
„bitte-...“ machte Waylon anschließend leise. „....sag ruhig...was du sagen wolltest, ich meine-“ und da musste er etwas verzweifelt auflachen. Es war traurig.
„...viel schlimmer kann es eh nicht mehr werden...“
„ich urteile nicht darüber, was heute geschehen ist..Mr.Park“ versicherte ihm Miles eindruchsvoll und dabei sah der sprechende auf. Die blauen Augen auf Waylon gerichtet, der wie immer sein Haupt gesenkt hielt. Seine Schultern hingen wie die Ohren eines traurigen Hundes...Waylon sah furchtbar mitgenommen aus. Miles gab den Versuch auf in seine Augen zu schauen und legte seinen Augenmerk wieder auf die Straße.
„....nein...nein, ich wollte etwas ganz anderes Fragen.“
„achja?“ harkte Waylon leise nach. Seine Stimme klang rau...aufgekratzt. Hatte er etwa geweint, als Miles nicht hingesehen hatte...?...nein. Das...

….das hätte er sicher mitbekommen.

„was denn?“ wisperte der Mann neben ihm leise und Miles ließ erneut hörbar Luft aus seiner Nase entweichen ehe er fragte:
„....Die E-mail...“ ….begann er …..und nun spürte er unweigerlich Waylons verwirrten Blicke auf seinem Körper.
„...Die-Email, die...sie mir damals geschickt haben.“
„...ja...?“ hauchte er. „...was ist mit der Email...?“

Miles Kopf zog sich von der Straße und richtete sich wieder auf Waylon der ihm nun ebenfalls in die Augen sah....und Miles betrachtete eingehend die Iren, die leicht gerötet und glasig erschienen aber dennoch eine eindrucksvolle Sicht auf seine Augenfarbe freigaben....

„ich frage mich...“ und da zuckte er kaum merklich mit den breiten Schultern. „...weshalb sie mir diese E-mail geschickt haben.“ und ehe er den Satz beendet hatte, hörte er ein lautes schniefen, bevor Waylon sich aufrechter hinsetzte und die Augenbrauen zusammenzuziehen schien.
„das sagte ich ihnen doch bereits.“ wollte er abwinken da er gerade wirklich keinen kopf für soetwas frei hatte doch Miles beharrte.
„nein, sie sagten mir wie schlimm Mount Massive war.“ antwortete er direkt. „...sie schrieben mir wie viele unter der Geldgier litten, ja.“ führte Miles auf. „...oder sie berichteten mir lediglich daraufhin ihre erfahrungen aber:.....sie sagten mir nie warum SIE es abgesendet haben..“


„spielt das überhaupt noch eine rolle..?“ hauchte Waylon...mit seinen Nerven am limit und eine art lachen, gefolgt von weinen erfüllte die luft um sie beide herum mit ihrer verzweifelten Note bitterkeit. „...es ist egal...alles ist jetzt egal.“

„Mr. Park.“ sprach Miles eindringlich. „....sie haben mir damals diese E-Mail gesendet und sich entschlossen die Konsequenzen auf sich zu nehmen.“

„die konsequenzen....auf mich nehmen?“ wiederholte Waylon dünn, bevor er Miles mit einem Mal aus dunklen Augen ernst betrachtete. „...die konsequenzen auf mich nehmen!?“ wiederholte er es erneut, diesmal....aufgebrachter.
„....Wie sie gerade zwischen Tür und Angel bei meiner Frau mitbekommen haben, habe ich nichtmal irgendwas in meinem leben weswegen ich jetzt Konsequenzen befürchten müsste-“
„Mr.Park.“ wollte Miles ihn unterbrechen um ihn zu besänftigen doch...Waylon ließ sich nicht gerade unterbrechen...

„Nein-...nein NEIN! Ich bin noch nicht fertig.“ zischte er und umschlang seine arme eng um seinen leib während er Miles vor sich ansah..als wäre er schuld.
„...hätten sie mich nicht gedrängt-...!“
„hätte ich sie nicht gedrängt?“

Raunte Miles nun ebenso lauter damit er Waylons Stimme mit einem einigermaßen noch gemäßgten Ton einhalt gebieten konnte.
„...Waylon, ihre Frau hat sie auch ohne mein zutun betrogen.“


„sagen-...sie...sagen sie. Dieses. Wort. Nicht.“ zischte der blondhaarige und schien regelrecht zusammengezuckt nachdem sein Gegenüber es laut ausgesprochen hatte. Dabei schüttelte er heftig mit dem Kopf und begann unweigerlich schnell und viel an Luft ein und auszuatmen.
„...Sie-...Sie hat sich trost bei jemand anderes gesucht-..wer k-könnte es ihr übelnehmen. Hm?! Ich war ja schließlich-...ich war ja-..“
„Mr.Park, sie Hyperventilieren..“ entgegnete jedoch Miles während er den immer schneller sich hebenden und senkenden Brustkasten betrachtete.
„...versuchen sie sich zu beruhigen.“
Sanften druck übte er mit seinen Händen auf seiner Schulter aus und versuchte ihn dazu zu bringen ihm in die Augen zu sehen, doch erfolglos. Waylon war zusehr damit beschäftigt in immer kürzeren abständen aus- und einzuatmen. Sein Körper bebte und über seinen beiden Wangen rollten immer mehr tränen....

„Waylon. Sehen sie mich an.“ wiederholte Miles nun eindringlicher und als er die Hände auf seinen Schultern bewegte um Waylons Aufmerksamkeit zu erlangen- sah dieser fast schon ruckartig in die Augen von Miles. Seine Atmung überschlug sich...und die tränen wurden nicht weniger aber immerhin versuchte er seiner bitte entgegen zu kommen...

„...atmen sie tief ein und aus.“ gab er ihm die anweisung. „..zählen sie von 10 hinunter und konzentrieren sie sich auf mich, in Ordnung, Mr.Park?“

„...ich-...“ kam es stammelnd aus Waylon und wieder stolperte seine Stimme. „ich-..kann nicht.“
„doch. Sie können.“ versicherte ihm Miles und nickte dabei ihm zu. „...Sie können das. Waylon.“


„i-..ich...“

Verunsichert und verweifelt zugleich blickte er überfordert zu Miles auf. Sein Mund stand offen- er wollte anscheinend noch etwas sagen doch tat er bereits schon zu zählen...und nach geschlagenen und langgezogenen Atemzügen seinerseits, beruhigte sich sein Körper auch sichtbar und sein Atem wurde nun immer langsamer..
währendessen begann Miles zu nicken und Waylons Gesicht dabei zu betrachten. Er war innerlich erleichtert, als das bleiche Gesicht seines Gegenübers wieder etwas an Farbe gewann-...
„besser..?“ fragte der Schwarzhaarige und Waylon schluckte schwer-...bevor er den Kopf schüttelte und den Augenkontakt abbrach, als er den Kopf sinken ließ.
„...e-es...es tut mir so leid Miles-..“
„entschuldigen sie sich nicht.“ erwiderte er sofort und ließ allmählich die Hände von seinen Schultern gleiten.

Jedoch erwiderte Waylon leise: „doch.“ bevor er sich die tränen in seinen Augen mit seinen Ärmeln abwischte.
„...sie-...sie haben eigentlich garnichts damit zutun und-..gott....ich habe sie...-“...

„schon gut.“ beharrte Miles kulant. „...wirklich..“
„nein Miles-..ich muss mich entschuldigen..“
„...Sie müssen sich für garnichts rechtfertigen.“ erklärte jener...ehe er sich dabei langsam wieder mit dem Körper zum Lenkrad drehte und die Straße vor sich betrachtete....welche allmählich von der Mittagssonne in Beschlag genommen wurde...
Der laute Motor eines Flugzeuges unterbrach die Naturgeräusche. Doch sie waren eh und jeh alleine hier. Derweil Erkannte er am Horizont weiter hinten eine riesige dicke graue Wolke...die sicher heute Abend hier ihr unwesen treiben wird.

Miles finger fuhren über das Leder des Lenkrades-...Waylon zog währendessen aus dem Handschuhfach ein Taschentuch und schnäuzte sich die nase, ehe er es sich in die Hosentasche steckte und nun wieder dünner ein und ausatmete.
Der Schwarzhaarige hatte den Blonden nicht mehr angesehen seitdem er sich beruhigt hatte. Erst als Waylon wieder die Stimme hob, drehte er seinen Kopf zu eben jenen um. Dieser musste sich vorerst räuspern, ehe er allmählich das Gespräch von vorhin fortsetzte:

„....Die E-mail...“ begann er. Dabei knetete er nervös seine Finger.

„...die E-mail...habe ich unüberlegt gesendet.“ gestand Waylon und nun war er derjenige, der den Blick von Miles nahm und auch auf den Asphalt vor sie beiden blickte.
„...ich habe zwar alles versucht um sie zu verschlüsseln aber letztendlich-...war es...schlicht und ergreifend unüberlegt...“ und während er erzählte, wippte er dabei leicht mit dem Bein.
„...Ich dachte-....ich dachte ich halte das aus, Miles. Wir brauchten das Geld dringend und-...ich war wirklich gut in meinem Beruf..! ...ich plante danach zu kündigen....diesen Höllenort zu verlassen. ...Doch ich war mir sicher, dass ich mit diesem gewissen niemals leben könnte. Und da bekam ich auf die Idee vielleicht Informationen nach außen zu bringen-...um im richtigen Moment verschwinden zu können....“.
„hm.“ kam es von seinem Nebenmann und Miles lehnte sich langsam nachdenklich im Sitz zurück- dabei fuhr er mit der Hand über sein Kinn und er nickte vorerst....- ehe er nachharkte.

„und bereuen sie die entscheidung, Mr. Park..?“

„...was?“ fragte Waylon und wirkte überrascht, während Miles es für ihn wiederholte: „bereuen sie die Entscheidung die sie getroffen haben..? bezüglich der E-Mail?“

„....“

Waylon betrachtete Miles baff-...er war mehr als überrascht so eine Frage gestellt zu bekommen.
Fast schon hätte er gleich geantwortet und sofort Miles auf seinen Dummen Fehler aufmerksam gemacht, auch nur das zu hinterfragen!...doch er war zu baff.
Monatelang stand er unter dem einfluss auf Tabletten. Der Gefahr ausgesetzt sich selbst und seine Familie zu verlieren-...ehe er zum showdown dann letztendlich beinahe sein Leben für diese E-mail lassen musste...und Miles fragte ihn allen ernstes, ob er es bereute?...

„...sie denn nicht?“ fragte er und dieser schien abwechselnd von der Straße in Waylons augen zu blicken, bevor er das Gesicht verzog und Simpel mit dem Kopf schüttelte.

„nein. Ich denke, ich bereue es nicht.“
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