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Das Praxissemester

GeschichteAllgemein / P12
Bibi Blocksberg Dr. Eichhorn
25.10.2020
28.11.2020
18
20.531
4
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.10.2020 1.080
 
Hallo ihr Lieben,

Ich kann es nicht lassen und habe bereits eine neue Geschichte über die Welt von Bibi und Tina geschrieben. Es ist dieses Mal eine etwas längere Geschichte (18 Kapitel). Ich hoffe ihr habt freue daran. Lasst mir bitte, bitte ein Review da!

Ich habe keine Ahnung, wie so ein Veterinärmedizin Studium abläuft und habe mir da alles einfach so zusammen gebastelt, wie es für meine Geschichte an besten passt, also nehmt es das nicht so genau.

Das Paar Robert und Bibi finde ich sehr faszinierend, denn in den ersten Bibi und Tina Hörspielen und Büchern wird oft angedeutet, dass Bibi in Robert verliebt ist und er scheint sie auch sehr sympatisch zu finden. Nun spinne ich also Mal weiter, was passiert, wenn Bibi kein Kind mehr ist.
Viel Spaß
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"Los schneller Amadeus, dass schaffen wir noch!" feuert Tina ihr Pferd an. "Keine Chance!" ruft Bibi und reitet auch schon durchs Hoftor vom Martinshof. "Gewonnen! Yippie!" ruft sie fröhlich. Dann steigt sie ab und führt Sabrina zur Anbindevorrichtung. "Ach, das hat mir so gefehlt in letzter Zeit." seufzt sie.

Hallo ihr Lieben, da seid ihr ja schon. Genau richtig zum großen Wettreiten der beiden Freundinnen. Das erste seit langem, denn Bibi ist mittlerweile mit ihrem Veterinärmedizin Studium fast fertig, hatte aber wegen der ganzen Prüfungen kaum Zeit um zum Martinshof zu kommen. Jetzt ist der schriftliche Teil abgeschossen und ihr fehlt nur noch das Praxissemester. Ihr Praktikum kann sie zum Glück bei Doktor Robert Eichhorn in Falkenstein machen. Morgen geht es los. Frau Martin war so freundlich, sie das nächste halbe Jahr auf dem Martinshof wohnen zu lassen. Dieses Mal hat sie sogar ein eigenes Zimmer bekommen, da Frau Martin der Meinung ist, dass sie das braucht um sich vernünftig auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Bibi weiß nicht, was sie davon halten soll. Bisher hat sie immer mit Tina das Zimmer geteilt und sich nie davon gestört gefühlt.

Nach Bibis Ankunft heute Nachmittag sind Bibi und Tina gleich im Stall verschwunden, haben ihre Pferde gesattelt und sind vom Hof geritten. Bibi hat richtig gemerkt, wie gut es ihr getan hat, sich endlich Mal wieder die frische Landluft um die Nase wehen zu lassen und mit ihrer Freundin zu quatschen.

Nun, am nächsten Morgen, steht sie jedenfalls vor dem Hoftor und wartet darauf, das Robert sie wie verabredet zum ersten Praktikumstag abholt. Sie ist sehr aufgeregt. Zwar hat sie in der Theorie schon viel gelernt und Robert auch schon öfter mal geholfen, aber jetzt, wo sie mit dem Studium so gut wie fertig ist, ist das doch etwas anderes. Wer weiß, was er von ihr erwartet.

Ah, gerade sehe ich den Jeep des Tierarztes vor dem Martinshof halten. Robert steigt aus und begrüßt Bibi freundlich. Dann greift er hinter sich in seinen Wagen und holt eine Gerbera mit etwas grün drum herum heraus. "Auf deine bestandenen schriftlichen Prüfungen und auf gute Zusammenarbeit!" sagt er lächelnd und überreicht Bibi die Blume. Die junge Hexe senkt verlegen den Kopf und murmelt einen Dank. Damit hat sie nun gar nicht gerechnet. Sie steigen ins Auto und fahren zur Praxis. Dort führt Robert sie durch alle Räume und erklärt ihr das wichtigste. Anschließend müssen sie den lästigen Papierkram machen, der für so ein Praktikum von Nöten ist, bevor die ersten Patienten kommen.

Der erste Praktikumstag vergeht wie im Fluge. Sie haben viele Patienten behandelt, aber zum Glück alles nur leichte Fälle. Nur eine Sache macht Bibi Sorgen: alle Leute sind ihr und ihren Fähigkeiten gegenüber sehr skeptisch. Manchen währe es lieber gewesen, wenn Bibi gar nicht erst in die Nähe ihrer Lieblinge gekommen wäre. Daher hat sie heute ersteinmal Robert mit mit Kleinigkeiten unterstützt. Er hat die Hauptarbeit gehabt. Und trotzdem haben die Leute ihr misstraut. Entsprechend enttäuscht ist sie am Ende des ersten Tages. "Das hat doch gut geklappt heute. Es war ein guter Einstand von dir." sagt Robert zufrieden, während er mit Bibi zusammen den Praxisraum reinigt. "Naja, ich weiß nicht." sagt Bibi traurig. Robert stellt das Desinfektionsspray, das er in der Hand gehalten hat zur Seite und geht auf Bibi zu. "Was ist los?" fragt er sie, nimmt ihr den Besen, mit dem sie gefegt hat, aus der Hand und stellt ihn an die Wand. Bibi lehnt sich an den flachen Schrank vor dem sie gerade steht und seufzt. "Alle scheinen mich als Praktikantin ab zu lehnen. Keiner vertraut mir." sagt sie enttäuscht. In ihren Augen sammeln sich Tränen. Schnell schaut sie zu Boden, damit Robert es nicht bemerkt. Es ist ihr sehr unangenehm, dass sie das ganze so mitnimmt. Sie tut mir richtig leid. Ablehnung ist nie schön und wenn sie von so vielen kommt, dann versaut einem das schon die Freude über das Praktikum. Robert geht noch einen Schritt auf sie zu und bleibt dicht vor ihr stehen. Er legt seine Hände tröstend auf ihre Schultern. "Ich vertraue dir. Und darauf kommt es doch schließlich an. Ich bin der Tierarzt hier und habe gesehen, das du fachlich heute alles richtig gemacht hast. Auch dein Umgang mit den Patienten und deren Besitzern war sehr gut. Du darfst dich nur nicht so von ihnen verunsichern lassen. Hier auf dem Land brauchen die Leute immer besonders viel Zeit um sich an Neues zu gewöhnen. Als mein Vater in den Ruhestand gegangen ist und ich die Praxis übernommen habe, wollte das auch niemand hier so wirklich. Aber mit der Zeit haben sie es akzeptiert und nun kommen sie alle gerne zu mir und Vertrauen meinen Fähigkeiten." sanft greift er nach ihrem Kinn und hebt ihren Kopf, so dass sie ihn ansieht. "Glaube mir es wird besser und du machst das wirklich gut. Es liegt nicht an dir." sagt er. Bibi wirft ihm ein schüchternes Lächeln zu, er streicht einmal kurz über ihre Schulter und dann wenden sich beide wieder ihrer Arbeit zu.

Auch Tina spricht ihr am Abend Mut zu, als sie mit ihr über ihren Tag und ihre Sorgen spricht. "Das wird schon. Gib den Leuten Zeit. Sie kennen dich schließlich noch als kleines freches Mädchen und müssen sich erst daran gewöhnen, dass du erwachsen geworden bist." sagt Tina und legt ihr Freundin aufmunternd die Hand auf den Arm. Vielleicht haben die beiden Recht. Bibi beschließt weiter ihr Bestes zu geben und ab zu warten, ob sich das Verhalten der Falkensteiner ihr gegenüber noch ändert.
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