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Aran o Taur-e-Ndaedelos!

von Woelfin17
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Gen
Aragorn Elladan Elrohir Elrond Legolas Thranduil
25.10.2020
29.01.2021
19
76.837
5
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25.10.2020 1.534
 
Kleine Anmerkung bevor es losgeht: Normalerweise habe ich elbisch mit diesen Klammern «» markiert. In dieser Geschichte wird jedoch kaum bis kein Westron (gemeine Sprache in Mittelerde) gesprochen, weshalb ich darauf verzichte beide Sprachen unterschiedlich zu markieren. Kurz gesagt ich benutze nur "". Wenn ich nicht dazu schreibe, dass es in der gemeinen Sprache gesprochen wurde, könnt ihr davon ausgehen, dass es Sindarin oder gar Quenya (Werde ich aber auch hinzu schreiben) war.

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Vier Reiter waren auf dem Weg zum Düsterwald. Einer von ihnen schien ziemlich ungeduldig, während die drei anderen ganz ruhig auf ihren Pferden saßen. "Warum denkt ihr hat er uns nicht geantwortet?", fragte einer der ruhigen Reiter. "Ich weiß es nicht, aber er wird was von mir zu hören bekommen. Immerhin hat er es versprochen.", antwortete der unruhige Reiter mit einer Spur Wut. "Beruhige dich Estel. Er wird einen guten Grund haben. Ich mache mir eher Sorgen um ihn und unseren Boten.", sprach der scheinbar älteste der vier Reiter. "Ist gut Ada. Ich ja auch. Trotzdem bin ich wütend. Er hätte zumindest bescheid geben können, dass er keine Zeit oder so hat.", antwortete Estel und zügelte sein Pferd. "Ist das der Düsterwald?", fragte er, als sie auf einem Hügel ankamen und er einen riesigen Wald vor sich erstrecken sah. "Ja, das ist die Heimat unseres Freundes. Wunderschön, oder?", meinte der letzte der vier Reiter ironisch. Der Wald der sich vor ihnen erstreckte schien dunkel und hatte eine Präsenz, der man nicht zu nahe kommen wollte. "Elrohir.", mahnte Elrond seinen Sohn. "Entschuldigung Vater. Ich frage mich nur immer, wie die Waldelben in so einem Wald leben können und warum sie nicht wegziehen.", entschuldigte sich Elrohir und sah den Wald besorgt an. "Es ist nun mal ihre Heimat... Ich könnte Imladirs auch nicht so einfach aufgeben.", antwortete Elrohirs Bruder Elladan. Sie sahen zu Estel, welcher Fassungslos auf den Wald starrte. "Wie konnte das passieren? War er nicht mal als Grünwald bekannt?", fragte der junge Mensch. "Kankras Brut hat sich dort eingenistet und er ist auch ein beliebter Ort für Orks. Durch die dicht stehenden Bäumen, müssen sie das Tageslicht nicht fürchten.", erklärte der Elbenlord traurig und trieb sein Pferd dann weiter an. "Wir müssen weiter, wenn wir heute nachmittag am Waldrand ankommen wollen. Wenn wir Glück haben, treffen wir früh auf eine Grenzwache oder Patrouille, dann schaffen wir es vielleicht sogar vor Nachteinbruch zum Waldpalast.", fügte er noch hinzu. Seine drei Söhne folgten ihm.
Plötzlich stieß Elrohir aus: "Das kann doch nicht wahr sein!" Estel und Elladan sahen verwundert zu ihm. "Was meinst du?", fragte sein Menschenbruder. "Legolas. Er hat heute Geburtstag."
"Ich habe mich schon gewundert, wann es euch wieder einfällt.", sprach ihr Vater und lachte leicht. "Ist das der Grund, weshalb du heute unbedingt ankommen willst, Vater?", fragte Elladan. Elrond nickte. "Wie alt wird Leggy denn?", fragte Estel sofort. "2777", antwortete sein Ziehvater. Estel nickte leicht und schien zu überlegen. "Dann ist er ja 60 Jahre jünger, als ihr.", sprach er dann und sah seine Brüder an. Diese nickten und grinsten. "Wir sind stolz auf dich klein Estel. Du kannst schon zwei Zahlen voneinander abziehen und brauchst gerade mal fünf Minuten.", neckten sie ihn. Estel wandte sich beleidigt ab. "Ich habe mir nur vorgestellt, wie ihr als Kinder ausgesehen habt. Und zu dritt durch die Gänge rennt.", murrte er. "Jetzt lasst gut sein, Kinder.", unterband Elrond den Streit, bevor seine Zwillinge zu einer Antwort ansetzen konnten.
Sie freuten sich ihren Freund wieder zu treffen. Es war nun zwölf Jahre her, seit sie Legolas gesehen hatten. Estel war nun schon sechzehn.

Am frühen Nachmittag kamen die vier Reiter am Waldrand an und betraten den Wald durch das Waldtor, der zum Elbenweg führte. Sie kamen nicht weit, als sich ein Pfeil vor Estels Pferd in den Boden bohrte. Estels Pferd wieherte und tänzelte, doch blieb sonst ruhig. "Daro (*Halt)!", hallte es von den Bäumen hinunter. Einen Augenblick später waren sie von Waldelben umzingelt, welche ihre Waffen schon gezogen hatten. "Mir ist zwar bewusst, dass ihr sehr vorsichtig sein müsst, doch es ist mir neu, dass ihr Besucher mit erhobenen Waffen begrüßt.", sprach Lord Elrond laut und sah sich nach dem Anführer um. Ein Elb trat vor und gab ein Zeichen, die Waffen zu senken, sie jedoch nicht einzustecken. Die vier Reiter nahmen dies durchaus wahr. "Mein Lord Elrond.", grüßte der Elb mit einer leichten Verbeugung, welcher wohl der Anführer war, "Mein Name ist Bastedir. Wir haben den Befehl jeden festzunehmen, der unser Reich betritt, wenn sie keine Einladung bei sich tragen. Und da ihr so überrascht seid, gehe ich davon aus, dass ihr keine Besitzt." "Vor dir steht Lord Elrond, Herr von Imladris. Gegen ihn und seine Söhne die Waffen zu erheben gleicht einer Kriegserklärung.", wurde Elrohir laut. Bastedir war offensichtlich nicht sehr wohl in seiner Haut, doch er blieb standhaft. "Bitte verzeiht, aber so lauten unsere Befehle. Wir werden natürlich umgehend unserem König berichten. Er wird sich umgehend um eure Angelegenheit kümmern. Jetzt muss ich euch jedoch bitten uns eure Waffen zu geben und ohne Gegenwehr mitzukommen. Ansonsten muss ich Gewalt anwenden und euch fesseln lassen. Dies wäre mir jedoch sehr unangenehm.", sprach er höflich. "Wie...", fing Elladan an, doch der Lord hob eine Hand. "Schon gut. Wir werden euch begleiten und keine Schwierigkeiten bereiten.", sagte er ruhig, aber mit ernstem Blick. "Vielen Dank, Hîr nîn (*Mein Lord).", bedankte sich der Anführer und verneigte sich tief. Wiederwillig gaben Elronds Söhne ihre Waffen ab, als Elrond mit gutem Beispiel voran ging. Dann folgten sie den Elben, mussten jedoch ihre Pferde führen. Zum einem, um zu zeigen, dass sie nicht fliehen würden, zum anderen, da das Gelände nichts für ihre Pferde war. Um gut durch diesen Wald reiten zu können, musste man entweder auf einem Weg reiten oder ein dafür ausgebildetes Pferd haben. Beides war in diesem Fall jedoch nicht vorhanden. Sie gingen über Schleichpfaden. Auf Elronds Nachfrage, wurde erklärt, dass diese zur Zeit sicherer seien, da sich die Spinnen in der Nähe des Elbenwegs angesiedelt hatten und sich nicht so leicht vertrieben ließen.

Es war Nachteinbruch, als sie zum Waldpalast kamen. Sie wurden rein geführt, jedoch sehr diskret, ohne sie als offensichtlich Gefangene zu zeigen. Man hätte auch meinen können, dass die Waldelben, als Leibgarde dienten, was bei einem Lord, der Elrond war,nicht gerade unüblich war. Jedoch bogen sie dann zu den Verliesen ab. Als sie gerade die Treppe herabsteigen wollten, kam Legolas den Gang entlang. Er trug seine Haare offen. Auf dem Kopf ein silbernes Diadem. Außerdem trug er eine grau-silberne Robe. Er war umringt von Elben, die auf ihn einredeten. Viele trugen Pergamente und Briefe, mit denen sie vor seinem Gesicht herumfuchtelten. Er selbst begutachtete gerade ein Brief, sah jedoch auf, als Estel seinen Spitznamen rief. Als Legolas seine Freunde vor sich sah, wie sie von seinen Leuten zu den Verließen geleitet wurden blieb er fassungslos stehen.
Es wurde still. Alle sahen von Estel zu Legolas. "Wie kannst du es wagen, Mensch!", wütete ein Waldelb neben Estel und ergriff ihn. "Daro!", befahl Legolas gebieterisch und ließ den Brief sinken. Er ging schnell auf seine Freunde zu. Die anderen Elben blieben zurück. "Was soll das hier?", fragte Legolas harsch und musterte seine Leute. "Wir griffen Lord Elrond und seine Söhne am Waldrand auf. Auch wenn ich es ungern tat, so lauten doch unsere Befehle, dass wir jeden gefangen nehmen müssen, der diesen Wald betritt.", erklärte Bastedir mit wachsendem Unbehagen. "Ich kenne eure Befehle, doch es ist kein Befehl sie in die Verliese zu sperren. Richtet ihnen Gästezimmer her. Dort können sie sich umziehen, dann führt sie in mein Arbeitszimmer und reicht ihnen Trank und Speis. Ihnen soll es an nichts fehlen. Verstanden?", gab Legolas seine Befehle und wandte sich dann wieder zu den Elben, mit denen er unterwegs war. "Jawohl, Aran nîn (*Mein König).", bestätigte Bastedir. Elrond und seine Söhne sahen sich verwirrt an, wussten sie nicht, was sie von dem, was gerade geschehen war, halten sollte. "Legolas.", rief der Lord ihm hinterher und bevor er weitersprechen konnte, wandte sich Legolas um und sagte: "Es tut mir leid, Hîr nîn, aber ich habe jetzt keine Zeit. Ich komme sobald ich kann zu euch und stehe dann für euch zur Verfügung. Bitte habt noch ein wenig Geduld. Wenn ihr was benötigt, lasst es Bastedir wissen, er wird sich um eure Wünsche kümmern, solange ich noch nicht bei euch sein kann." Legolas verneigte sich und ging dann weiter.



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Das war der Prolog. Besonders hier und bei den ersten Kapiteln würde ich mich über Rückmeldung und Anmerkungen freuen. Damit ich weiß, wie diese Story ankommt. Falls euch beim Lesen die Kreativität packt und euch Ideen zu dieser Geschichte einfallen, schreibt sie gerne in die Kommentare. Vielleicht baue ich sie ja ein.


Atenio!
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