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[Ranma Saotome] Eine etwas andere Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akane Tendo Ranma Saotome Ryouga Hibiki
25.10.2020
07.02.2021
2
7.875
 
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25.10.2020 5.101
 
Das Wort, was auf den Bezirk Nerima nicht gut zutraf und mit dem man es nicht beschreiben könnte, war wohl: Zurechnungsfähigkeit. Es konnte an diesem Ort niemals einen Frieden geben, solange ein bestimmtes Paar von Teenagern über ihr unerwünschtes Engagement stritt. Aber in dieser Geschichte dreht sich alles um eine andere bestimmte Gruppe an Menschen.

Nun war aber dieses Paar völlig einseitig; ganz zu schweige davon, dass einer der Beiden, der in den anderen verliebt war, ein halbverblendeter Idiot war, der glaubte, er könne mit seinem viel geringeren Kampftechnik und Witz jedes Mädchenherz erobern. Interessanterweise war die Frau, hinter der er gerade her war, technisch gesehen aber keine Frau. Ja, derzeit war Ryoga Habiki hinter seiner Geliebten her, die besser bekannt sein könnte, als das Mädchen mit dem geflochtenen, feuerrotem Haar.

„Kannst du dir nicht in deinen Dickschädel setzen, dass ich nicht in dich verliebt bin?“, rief Ranma, als sie von dem verrückten schwarzhaarigen weglief: „Also lass mich einfach in Ruhe!“, verlangte sie kreischend.

„Mädchen mit dem Zopf, ich kann es dir nicht verübeln, dass du Angst vor mir hast, denn immerhin sind Ranma und ich Erzfeinde, aber gegen dich würde ich niemals kämpfen!“, rief Ryoga, denn er lief ihr eifrig hinterher, um sie endlich einfangen zu können.

Langsam wurde es selbst Ranma zu viel, denn sie blieb auf der Stelle stehen, als Ryoga in sie hinein rannte. Bei der Berührung ihres Körpers, durchzuckte es das ganze Leib Ryogas, als er sich panisch einige Schritte von ihr entfernte. Sein Gesicht lief auf der Stelle rötlich an und er fing an, seine Fingerspitzen aneinander zustoßen, als er verlegen auf den Boden starrte.

Ranma wusste, dass es an der Zeit war. Musste sich doch Ranma Saotome all für alle Mal mit diesem Ärgernis auseinandersetzen. Denn es fing wirklich an, weh zutun. Es gab nur ein Problem, dass ihr Vorhaben scheitern lassen würde. Wie sollte sie es anstellen?

Der Teenager, der keine Orientierung besaß, war einfach zu dumm, um auf die Erklärung Ranmas zu hören. Aber da traf es sie! Sie musste ihn nur austricksen, damit er nicht glaubte, dass er bei ihr keine Chance hatte! Ja, es machte vollkommen Sinn!

Gut, dass sie schnell auf den Beinen war. Sonst hätte sie sich noch länger mit diesem Verlierer abgeben müssen, als sie wollte.

Etwas zu ernst, drehte sie sich zu ihm um, um etwas zu sagen, aber da wurde sie schon aufgehalten, als sie von dem wahnsinnigen Ryoga umarmt wurde, als er seine Schüchternheit gerade jetzt in diesem Moment ablegte, um ihr zu zeigen, dass er sie inständig liebte.

„Oh, meine Liebe mit dem Zopf“, sprach er und drückte sie immer enger an sich, um seine Liebe mit ihr zu teilen. Als er plötzlich ihre Brüste an seiner flachen Brust spürte, lief sein Gesicht wie eine Tomate an und ihm schoss Blut aus der Nase. Die ganze Zeit ballte Saotome seine Hände zu Fäusten, holte dann aus und schlug diesem mitten auf dem Kopf, wodurch er sie losließ, denn der Schlag traf ihn jetzt hart!

Es war kein Spaß, sich betatschen zu lassen, selbst, wenn es nur seine Brust war, die ihre Brüste drückten, aber wenn sie es schlussendlich sagte, was sie sagen wollte, wäre sie ihn endlich für immer los! Ranma unterdrückte ihr wachsendes Bedürfnis, Ryoga in die Stratosphäre fliegen zu lassen, ballte erneut die Fäuste und drehte sich schlussendlich von dem Spinner weg.

Mit einem tiefen Atemzug wusste Ranma, dass es an der Zeit war, ihre großartigen weiblichen schauspielerischen Fähigkeiten einzusetzen, um ihren Feind für immer loswerden zu können. ‚Es tut mir leid, Ryoga!‘, dachte sich Ranma, als Ryoga zu Ranma sah.

Auf einmal riss sich Ranma das Shirt vom Leib, wodurch die Runden, weichen Brüste zum Vorschein kamen. Und als Ryoga verwirrt auf diese großen Brüste starrte, griff er sich an die Nase, während sein Kopf rötlich anlief. „Da – das“, stotterte der Schwarzhaarige und auf einen Schlag, schoss ihm das Blut durch die Nase und er flog durch das viele Blut ohnmächtig um.

‚Das verschafft mir jede Menge Zeit, um entkommen zu können!‘, grinste Ranma breit und zog sich wieder das Shirt an, drehte sich um und rannte so schnell sie konnte davon, jedoch fiel es ihr schwer, den armen Ryoga dort einfach liegen zu lassen und als sie zurück blickte, lag er dort nach wie vor bewusstlos herum.

„Es tut mir leid, Ryoga!“, murmelte Ranma und sah nach wie vor zurück, blickte dann wieder nach vorn, nur um sich dabei zu ertappen, wie sie anhielt. Mit schwerem Herzen, drehte sie sich nochmals um, marschierte zurück zu dem am Boden liegenden Ryoga. Als sie bei ihm ankam, packte sie ihn am Arm und warf ihn sich über die Schulter, ging dann los.


Als sie beinahe schon in ihrem Zuhause ankam, fühlte sie, wie Ryogas Hand sich bewegte und nach ihrem Hintern Griff. Sofort stellte sich ihr Zopf auf, als ihr ganzer Körper einen unangenehmen Schauer bekam.

Und mit einem Ruck, warf sie diesem von ihrer Schulter, als sein Körper mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden landete. Schnell entfernte sie sich von dem Körper Ryogas, stellte sich in eine Kampfposition hin; mit erhobenen Händen und dem Blick auf ihn gerichtet. Aber dieser kratzte sich nur am Kopf.

„Steh auf und kämpfe wie ein Mann!“, bellte ihn Ranma beinahe schon an, als Ryoga sich erhob, sich streckte und sich irritiert umher sah, bis seine Augen das Mädchen mit den Zopf erblickten. Ein schiefes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

„Ich kämpfe nicht gegen Frauen – und schon lange nicht gegen dich“, unterschätzte er ihre Kraft, denn Akane war auch sehr stark gewesen, weshalb er unendlich wütend darüber wurde, wieso er gegen Akane kämpfen wollte, aber nicht gegen Ranma! Das musste doch ein schlechter Scherz gewesen sein!

„So ein Stuss! Kämpfe gegen mich!“, befahl sie ihm und als sie es aussprach, kam ihr eine weitere Idee in den Sinn, welche tatsächlich klappen könnte! Zudem war es so simple gewesen, denn dabei könne Ranma nicht verlieren. Nicht mal in Ryogas heimlichsten träumen würde Ranma bei dieser Sache verlieren können. Und dieses Wissen würde Ranma ausnutzen.

„Ich soll also gegen ein Mädchen kämpfen?“, sprach Ryoga viel mehr zu sich, als zu Ranma, denn er dachte darüber nach, ob er es tun sollte. Dies schien ihm nicht fair zu sein, da es sich hierbei um ein Mädchen handeln würde, aber vielleicht könne er ja sanft zu ihr sein und sie spielerisch besiegen, ohne ihr weh zu tun.

„Aber!“, und dies war das wichtigste dabei, „Wenn ich gegen dich gewinnen sollte, dann lässt du mich ein für alle Mal in Ruhe! Sollte ich jedoch verlieren, was ich stark bezweifle, dann werde ich mit dir ausgehen!“, sprach Ranma aus und wusste jetzt schon, dass sie gewinnen würde, denn er war zu schwach gewesen!

Bei diesem Deal blickte Ryoga auf, während sich ein Lächeln auf seinen Lippen bildete. Noch einfacher könne man es ihm doch nicht machen! Nur ein Kampf und schon würde Ranma ihm gehören, aber war es trotzdem fair gewesen? Sei es drum, ein Deal war nun mal ein Deal gewesen und Rotschopf wollte es so!

‚Das wird ein Klacks! Dabei werde ich nicht verlieren!‘, dachten sich die beiden unabhängig voneinander. Und als Ranma wartend dastand, lief Ryoga auf diesen schnell zu, holte mit seiner Faust aus, um sie zu schlagen, aber da sprang Ranma auf dessen Kopf und benutzte diesen als Sprungfeder, und drückte ihn gleichzeitig leicht auf den Boden. Da kippte Ryoga nach vorne und fiel beinahe hin, als er sein Gewicht ausbalancierte, um auf den Beinen bleiben zu können.

‚Dieser Kampfstil‘, schoss es Ryoga in den Sinn.

Als Ranma auf dem Boden landete, drehte sie sich zu Ryoga um, sah ihn dabei an. „Was ist jetzt, Huh?“, wollte sie von ihm wissen, aber Ryoga war zu wütend, um eine sachliche Antwort liefern zu können. Stattdessen knirschte er mit den Zähnen, lief dann nochmals lauthals auf das Mädchen los, um sie abermals mit der Faust erwischen zu können.

Nochmals wiederholte sich das Spiel, denn Ranma sprang nochmals auf dessen Kopf, drückte sich mit den Füßen ab und sprang auf den Boden. Langsam wurde es Ryoga zu dumm, denn er giftete sie an, sie solle endlich kämpfen, aber das Mädchen mit dem Zopf, besaß eine andere Idee. Und zwar, würde sie ihn dieses Mal gänzlich ausschalten, aber dafür müsse sie warten. Sie wartete nicht zu lange, denn dieser lief nochmals auf sie zu, weshalb sie hochsprang.

Da spürte sie, wie er nach ihr Griff, denn er packte den Fuß des Mädchens und schleuderte sie gegen einen Baum. Als Ranma an den Baum abbrallte, verlor sie ihr Bewusstsein, sodass Ryoga hastig atmend zu ihr blickte. „Habe – habe ich gewonnen?“, war er außer Puste gewesen, denn das viele Rennen war anstrengend gewesen. Es zahlte sich dennoch aus.

Mit schweren Schritten, ging er zu dem Mädchen und setzte sich zu dieser, darauf wartend, bis diese erwachen würde. Und schließlich blickte er sie an.

Wie sie so da lag, war sie einfach nur wunderschön gewesen. Ihre sanfte Haut, die weichen Brüste und dieser zierliche Körper, gaben ihm den Rest. Er schluckte schwer. Könne er es wagen, sie zu küssen? Vielleicht nicht jetzt, aber in ihrem bevorstehenden Date? Immerhin war doch dies der Deal gewesen.

Sicherheitshalber, nahm er ihre Hand und fühlte die zarte Haut des Mädchens, wodurch er abermals schüchtern auf den Boden blickte. Nein, er musste es einfach tun, denn wenn sie erwachen würde, würde sein Sieg bestimmt nicht zählen! Also drehte er ihren Arm auf den Rücken, legte sein Knie auf ihren Rücken und nahm noch ihren anderen Arm und hielt sie fest.


„Was soll das, Ryoga? Lass mich auf der Stelle los!“, kreischte das Mädchen mit den feuerrotem Haar. Aber Ryoga dachte nicht daran, sie loszulassen, denn er wollte gewinnen. Und sie wusste zuerst nicht, dass es darum ging, aber als ihr wieder der Deal in den Sinn kam, wollte sie um jeden Preis gewinnen, aber es war zu spät gewesen, denn er gewann bereits den Kampf.

„Sag, dass ich gewonnen habe!“, befahl Ryoga und Ranma sah ein, dass es keinen anderen Ausweg mehr gab. Sie musste diese Niederlage akzeptieren. Egal wie schwer es war, egal wie sehr es sie wurmte, müsse sie dem Schicksal in das Auge blicken und es sagen.

„Du“, Ranmas Wangen erröteten.
„Ja?“, erröteten auch die von Ryoga.

„Du hast gewonnen!“, kreischte Ranma und sofort ließ er sie los, denn er wollte nicht, dass es ihr weh tat. Als Ranma auf die Beine aufsprang, blickte sie zu Ryoga und rieb sich die Handgelenke, denn diese schmerzten ihr ein wenig bei seinem starken Handgriff. Obwohl Ranma es nicht so einfach zu schlucken hatte, das sie gegen Ryoga verlor, würde sie sich damit abfinden.

„Na dann, werden wir beide wohl ausgehen!“, sah Ryoga zu Ranma und blickte dann sofort wieder auf den Boden, als sich seine Wangen abermals röteten. Dies war wohl das erste mal, dass er gegen Ranma gewann und wahrscheinlich auch das einzige Mal!

„Ryoga“, fing das Mädchen mit dem Zopf an, denn sie wollte ihn auf keinen Fall belügen. Aber wie sollte man so etwas sagen? Wie könnte man so etwas sagen? Besaß sie doch ein Geheimnis, das lieber geheim bleiben sollte! Aber es war unfair dem Junge gegenüber! Darum nahm sie all ihren Mut zusammen.

„Wir sehen uns dann in einem Restaurant!“, kam ihr der Bengel zuvor, denn sie war doch zu Feige gewesen, denn sie traute sich nicht, ihm das Herz zu brechen. Und als sie doch noch was sagen wollte, drehte er sich um, erhob winkend seine Hand und marschierte einfach los. Und damit verschwand er.


Vielleicht sah Ranma das positive daran nicht. Eventuell würde es ja nicht so schlimm laufen und Ranma würde alles nur falsch machen, weshalb der Junge wieder Akane lieben würde. So sehr wünschte sich Ranma, dass es sich hierbei um einen Scherz handelte, aber wenn er an Ryoga dachte und wie rot er wurde, kam es ihm rüber wie bitterer Ernst.

Aber vielleicht würde Ranma ja es doch schaffen und, wer weiß, vielleicht würde ja Ryoga es nicht einmal zu dem Restaurant schaffen. Denn als Ryoga ging, lief er in die falsche Richtung, denn zu dem besagten Restaurant, musste man in die andere Richtung laufen!

Trotzdem saß Ranma in dem besagten Restaurant und wartete auf ihr Date, denn dieser müsse vielleicht jeden Moment hier aufkreuzen. Dabei trug sie einen schicken roten Kimono, der eng saß und ab ihrem Oberschenkel, an der Seite, geöffnet war, damit sie sitzen und laufen konnte. Sie seufzte schwer, war sie es doch nicht gewohnt gewesen, auf Ryoga zu warten.

Als es bereits sehr spät war, kreuzte Ryoga doch noch auf. Und als Ranma auf sah, erkannte sie einen Blumenstrauß in seinen Händen, bestehend aus vielen verschiedenen, bunten Blumen. Für ein paar Sekunden dachte Ranma, dass es vielleicht doch schön laufen würde. Und der Gedanke, wie sehr er sich bemühte, verfestigte sich. Im groben und ganzen, konnte Ranma nicht meckern, denn Ryoga war ein schlichter Mensch.

So würde er sie auch behandeln. Ja, er besaß keine Orientierung und manchmal war er mehr als nur seltsam, aber im Gesamtpaket, war er ein liebevoller Mensch gewesen. Und seine Blicke, die stets ihr galten, waren schüchtern und aufrichtig gewesen. Beinahe schon naiv, aber dennoch voller Liebe.

‚Was denkst du dir da, Ranma? Du bist doch nicht etwa in den da verknallt?‘, schüttelte Ranma sich den Kopf, da setzte sich Ryoga und räusperte sich. Als er anfing zu reden, erzählte er darüber, wie er sich verlief und entschuldigte sich dafür, dass sie lange warten musste. Aber Ranma wusste schon, dass er sich verlaufen würde und nahm es dem Bengel nicht böse.

„Es gibt da etwas, dass ich dir sagen muss“, blickte Ryoga zur Seite, denn er schien sehr besorgt darüber zu sein. Als Ranma aufblickte, erkannte sie die Sorge umso deutlicher, denn er schien leicht mit den Gedanken woanders zu sein. Und als der Schwarzhaarige schwieg, wurde es um so geheimnisvoller für Ranma. Was möchte er sagen?

„Huh?“, gab Ranma ein Lebenszeichen, um ihm begreiflich zu machen, dass sie noch zuhörte. Und während der Junge damit kämpfte, die richtigen Worte zu finden und es aussprechen zu können, blieb Ranma gespannt sitzen und betrachtete ihn mit einem verwirrten Blick. Immer mehr machte sie sich darüber Gedanken, was Ryoga ihr wohl nun sagen würde.

„Es gibt da ein Geheimnis über mich, dass ich dir sagen muss“, und Ryogas Kopf lief rötlich an. Aber anstatt es ihr zu sagen, schnappte er sich plötzlich einen Eimer, der mit Wasser gefüllt war. Und wie auf's Stichwort, kippte er sich das Wasser über den Kopf.

„Warte!“, rief das Mädchen dazwischen, aber es war schon zu spät, denn vor ihr saß ein kleines schwarzes Ferkel. Als die Passanten das sahen, drehten sie sich noch stärker zu den beiden um, um es besser im Blick haben zu können. Da schlug sich Ranma mit der Hand gegen die Stirn, aber das Ferkel fing an, von Ryogas Teller zu essen. Und es schlang das Essen hinunter.

„Das Date verläuft nicht so gut, was?“, merkte eine Frau an, die es belustigt mitverfolgte. Aber Ranma gab darauf keine Antwort, denn sie wollte sich nicht provozieren lassen. Stattdessen nahm sie eine Kanne, welche ein Keller auf seinem Tablett stehen hatte. Dann kippte sie den Inhalt über Ryogas Kopf, wodurch er sich wieder zu einem Menschen zurückverwandelte.

Als er wieder ein Mensch war, fielen ihm Stückchen vom Essen von dem Gesicht, das zudem auch noch mit Essen bekleckert war. Und zum Schock der anderen, trug er keine Kleidung mehr an seinem dünnen Leib.

Peinlich berührt, blickte Ranma zur Seite. Als sie nochmals hinschielte, erkannte sie große Narben an seinem Körper. Die Narben waren tief und lang. Da sprang Ranma auf, ging zu ihm und sah sich die Wunden genauer an. Fügte er sie sich selbst zu?

Durch das zu nahe kommen von Ranma, fühlte sich Ryoga in die enge getrieben und er sprang ebenfalls von seinem Stuhl auf, ging ein paar Schritte zurück, so dass der Stuhl nach hinten umkippte. Als Ryoga fragte, was Ranma von ihm wollte, meinte diese nur, dass sein gegenüber stillhalten solle, weil sie was überprüfen müsse. Immer mehr brannte es in Ranma, den Grund für die Narben zu erfahren, aber Ryoga war noch lange nicht soweit, um über seine vielen Narben zu sprechen. Etwas zu wütend, stieß er Ranmas Hand weg, blickte dann voller Zorn zu seinem Date.

„Ryoga“, wollte sich Ranma dafür entschuldigen, aber der Zornige Blick Ryogas, ließ ihn verstummen. Für eine gewisse Weile, blieb es still zwischen den beiden, als Ryoga den Blick senkte, mit der Hoffnung, Ranma würde seinen Ausbruch verzeihen. Jedoch fühlte sich selbst schuldig und würde hoffen, Ryoga würde ihr verzeihen können. „Das hätte ich nicht tun dürfen.“

„Hättest du nicht“, murmelte Ryoga und dann fiel den beiden wieder ein, dass Ryoga keine Kleidung trug. Sie müssten wohl das Restaurant verlassen müssen.


„Es gibt da einen Grund, wieso ich nicht darüber reden möchte“, fing Ryoga damit an, aber Ranma war schon längst mit den Gedanken bei einem anderen Thema gewesen. Und zwar unterhielten sie sich viel über seine Verwandlung zu einem Schweinchen und wie es dazu kam, dass er sich in diesen verwandelte.

„Huh?“, blickte Ranma ihn an und schien in Gedanken versunken zu sein. Worüber wohl Ryoga sprach? „Was genau meinst du?“, hakte dann Ranma nach, denn sie schien nicht zu begreifen, worüber der Bengel sprach.

„Na, über die Sache von vorhin“, sah Ryoga wieder zur Seite, denn er wollte es richtig stellen. Es lag nicht an dem Mädchen namens Ranma, wieso er dieses Thema vermied, sondern die Tatsache, dass es ihm unangenehm war, darüber zu sprechen. Vielleicht würde er sich irgendwann diesem Thema stellen, aber noch nicht heute, denn jetzt konnte er es noch nicht.

„Ach, das meinst du“, und Ranma blickte ihn mit einem verständnisvollen Blick an. „Es ist schon okay, wenn dir das Thema schwer fällt. Du musst es nicht sagen“, winkte sie ab und Ryoga fiel ein Stein vom Herzen.

„Danke“, und Ryogas Kinn erhob sich leicht, als er wieder nach vorne blickte. Als der Sprössling in den Himmel blickte, fiel ihm ein Regentropfen auf die Nase und er schielte zur besagten Stelle. „Es regnet?“, brach er nur noch heraus, ehe er sich in ein Schweinchen verwandelte und sich panisch umher sah. Dieser kleine Tropfen reichte bereits aus, um sich zu verwandeln.

Da packte Ranma das kleine Ferkel, rannte mit ihm in Richtung ihres Hauses. Und als es dann stärker anfing zu regnen, wurde ihre Kleidung durchnässt. Als sie immer mehr ihre Schritte beschleunigte, drückte sie immer näher das Ferkel an ihre Brüste, wodurch das Gesicht des Ferkels rötlich anlief und es lächelte.


Kaum kam sie Zuhause an, schon begrüßte sie Akane mit einem wütenden „Hey! Was hast du mit Pi-Chan getan?“, und schon schlug sie mit der Faust Ranma auf den Kopf, wodurch das Mädchen sich den Kopf rieb.

„Dein Pi-Chan ist in Wahrheit–“, wollte sie alle Karten auf den Tisch legen, aber da nahm Akane ihr das kleine Ferkel weg, sodass Ranma wütend mit den Zähnen knirschte. „Hörst du überhaupt zu, Akane?“ Da bekam Ranma abermals einen Tritt von der Akane in das Gesicht, sodass sich ihr Zopf dabei aufstellte.

Anstatt ihr eine Antwort zu liefern, drehte sich Akane um und marschierte mit Pi-Chan davon. Als sie schon etwas weiter weggegangen war, quiekte das Ferkel laut, sprang von ihren Armen und lief wieder zu Ranma. Irritiert schaute Ranma dem allem nur zu.

Als das kleine Ferkel bei Ranma ankam, kletterte es ihren Arm hoch und schmiegte sich an die Halsgrube des Mädchens. Eigentlich würde Ranma diesen Moment auskosten und ihn Akane in das Gesicht reiben, weil das Ferkel lieber bei ihr bleiben wollte, aber Ranma entschied sich dagegen, drehte sich mit dem kleinen Ryoga um und marschierte davon.

„Warte, Ranma!“, lief ihr Akane hinterher, aber Ranma marschierte auf ihr Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Als sie im Zimmer ankam, sah das kleine Ferkel sie an. Und auf einmal lief Ranma eine Träne über das Gesicht. Konnte sie doch selbst nicht begreifen, wieso sie plötzlich weinen musste, aber sie konnte nicht aufhören, zu weinen. Und egal was Pi-Chan tat, sie würde einfach nicht aufhören riesige Krokodils Tränen zu vergießen. Da kam Pi-Chan eine Idee in den Sinn.

Und zwar sprang es von ihrer Schulter. Und als Ranma sich immer mehr die Tränen vom Gesicht wischte, wodurch nur neue entstanden, nahm sie plötzlich eine Stimme wahr – Ryoga. „Hör auf zu weinen, Dummkopf“, nahm er sie in die Arme und diese schien überrascht zu sein, dass er sie so sanft umarmte.

„Ryoga“, flüsterte das Mädchen, weil ihre Stimme sich so weinerlich anhörte. Und tatsächlich hörte sie auf zu weinen, weil er sie dadurch so sehr verwirrte und irritierte. Fast schon liebevoll, küsste er sie auf die Stirn und sie ließ ihn das alles einfach nur machen.

Und als sie ihn am Kragen packte, nicht wissend, wieso sie das tat, berührte sie mit ihren Lippen seinen Mund. Als sie realisierte, was sie da tat, zog sie erschrocken ihren Kopf zurück und stieß sich dabei an de Tür an.

Und auch Ryoga schien irritiert zu sein, denn er blinzelte ein paar Mal verwirrt, ehe er dann seine Augen schloss, um sie nochmals zu küssen. Als sich ihre Lippen nochmals berührten, fühlte Ranma ein Feuerwerk in ihrem Bauch, denn sie sich nie hätte ausmalen können. Es war ein sanfter Kuss und so unschuldig, aber mit sehr viel Liebe dahinter.

Auf einmal atmete Ranma auf, als sie den Kuss beendeten, nur um sich dann verliebt in die Augen zu schauen. Und dieses mal lag in Ranmas Blick so viel Zuneigung, was sie selbst noch nicht einmal bemerkte.

Sie drückten sich enger zusammen und ihr Herz schlug schneller, als Ryoga zu ihr zwinkerte. Dabei verfärbte sich ihr Kopf rötlich und sie blickte kurz auf seine Brust. Ihre Hände waren auf diese gepresst und es wirkte so, als ob sie ihn wegschieben wollen würde.

Als Ryoga ihren Blick folgte, besaß er wohl so einen ähnlichen Gedanken. „Es – tut mir leid“, sprach er leicht verlegen. Wollte er doch nicht, dass dieser Kuss enden würde. Er wollte ihre Lippen spüren – sie spüren. Er wollte sie ab jetzt für immer bei sich haben.

Ranma schüttelte den Kopf. „Muss es nicht!“, und auch sie wollte so weiter machen. Nochmals näherte sie sich mit dem Kopf seinen Lippen näher, als er dies Begriff und sie nochmals küsste. Aber dieses mal war der Kuss viel intensiver. Und als Ranma ihren Mund öffnete, gleitete er mit der Zunge hinein, um ihr einen Zungenkuss zu geben. Jetzt schlängelten sich Ranmas Arme um Ryogas Hals, denn sie wollte ihn nicht loslassen. Und auch er legte seine Hände auf ihre Hüften, um sie weiterhin bei sich behalten zu können.

Kein einziger Gedanke drängelte sich in Ranmas Kopf, bis auf einer, der lautete: ‚Du bist doch in Wahrheit kein Mädchen!‘, und Ranma ließ von ihm ab, als er anfing, ihren Hals und ihre Brust sanft zu küssen.

Als sie so in Gedanken vertieft war, wie sie es im sagen sollte, griff er unter ihr Shirt und fing an, mit der Zunge ihre Nippel zu umkreisen. Erregt stöhnte sie auf und der Gedanke, den sie besaß, riss in zwei. ‚Das fühlt sich gut an!‘, schoss es in Ranmas Kopf und sie krallte sich mit ihren Fingernägeln an seinen Rücken.

„Ryoga!“, brachte sie hervor, als er in ihre Hose Griff, um sie untenrum zu massieren. Und als seine Hand in ihrer Hose war, machte er sanfte Bewegungen, aber da stieß sie diesen von sich, um nach Luft zu schnappen. Ihre Gedanken lagen bei den Dingen, die Sie tun konnten, also ließ sie sich einfach darauf ein.

„Alles okay?“, sah er sie irritiert an, da schubste sie ihn auf das Bett, denn sie wollte mehr als nur leichte Küsse austauschen. War sie doch auch nur ein Mensch.

„Ja“, gab sie von sich und zog ihm die Hose von Leib, als er sie zu sich zog, um sie nochmals zu küssen. Nun lag sie auf ihm drauf, als sich ihre Geschlechtsteile berührten und sie davon erregter wurde, genau wie er.

Aber trotzdem, ein Gedanke ließ sich nicht vertreiben, nämlich, dass sie kein Mädchen war. Und egal wie sehr sie es wollte, konnte sie es nicht tun, denn diese Tatsache drückte sie immer wieder von Ryoga weg.

Bis sie sich gänzlich aufhörte zu bewegen, denn der Gedanke ließ sie einfach nicht los. Und als er es merkte, wie sie sich von ihm drückte, nahm er ihre Hand und küsste sie auf die Stirn. Denn er wollte sie nicht unnötig drängeln, oder ihr sogar weh tun.

„Es gibt da etwas, das auch ich dir sagen muss“, meinte sie dann, stand auf und rückte ihr Shirt wieder gerade. Ranma kämpfte mit sich selbst, denn sie wusste nicht, wie sie es ihm hätte sagen sollen.

„Du musst nicht“, erinnerte er sich daran zurück, was sie zu ihm sagte. „Weißt du noch? Das selbe gilt auch für dich", meinte er dann und sie musste es einfach sagen, oder viel mehr es ihm begreiflich machen.

Darum nahm sie seine Hand, führte ihn in Richtung des Badezimmers, blieb dort stehen, nur um dann das Wasser im Waschbecken laufen zu lassen. Überrascht sah er ihr dabei zu, denn er wusste nicht, was sie damit erreichen wollte. Unfähig, etwas zu sagen, stand er einfach nur herum, ohne dabei etwas zu sagen.

„Bitte hasse mich nicht dafür, Ryoga“, sprach sie sanft, denn sie schöpfte Wasser in einen Eimer und goss es sich über den Kopf, sodass sie sich wieder zurück in einen Jungen verwandelte. Zum Vorschein kam ein Mann mit schwarzen Haar und einem geflochtenen Zopf. Denn jetzt stand der wahre Ranma vor Ryoga.

Nochmals unfähig, etwas zu denken, stand er nur da, denn er wusste nicht, was er sagen sollte. Alles, was er wusste, ist, dass Ranma vor ihm stand und ihn unschuldig anblickte. Und was er noch wusste, war, dass er Ryogas Erzfeind war, den der Bengel hasste!


„Du!“, giftete ihn Ryoga an, nachdem der Bengel wieder zu sich fand. Unfassbar, aber dieses Mädchen war in Wirklichkeit Ranma! Und dabei liebte er sie so sehr und er küsste sie sogar und beinahe– Nein, er durfte nicht darüber nachdenken, was beinahe geschah. Wieso fügte Ranma ihm so viel Schmerz zu?

Noch blieb Ranma einfach stehen, denn er wollte nichts sagen. Und er konnte nichts sagen. Denn egal, was er sagen würde, es würde nur gegen ihn verwendet werden. Also schwieg der Bengel erstmal.

„Ich habe dieses Mädchen geliebt und in Wahrheit – in Wahrheit bist du – Du bist dieses Mädchen?“, in Ryoga stieg eine unendliche Wut an, die er nicht einmal beschreiben könnte! Und das alles, weil er liebte.

„Ryoga“, brach Ranma leise heraus.

„Nein!“, schrie der Bengel laut, sodass Akane von ihrem Zimmer aus dies hören konnte und aufsprang.

„Du hast mich dazu gebracht, dich zu küssen, dabei bist du – Du bist“, er ließ seine Schultern sacken. Und Tränen fielen von seinen Wangen auf den Boden, hinterließen einen nassen Fleck darauf. „Du hast mit meinen Gefühlen gespielt, Ranma!“, hörte er sich weinerlich an, aber das lag nur daran, weil er immer wieder schluchzte. Und egal was Ranma sagen würde, könnte mit nichts auf der Welt seinen Schmerz lindern.

„Ryoga“, meinte er dann zögerlich. „Verdammt, Ryoga! Ich habe – Ich will – Hör mir bitte zu!“, fiel ihm das schwer, denn er konnte noch nie über seine Gefühle reden. Es fiel ihm verdammt schwer, es ihm zu sagen.

„Nein!“, blieb Ryoga dabei, während Ranma sich rechtfertigen wollte, ihm die Wahrheit sagen wollte.

„Mich hat das alles genau so verwirrt! Eigentlich hasse ich dich, aber heute – heute war es anders“, versuchte er es ihm zu erklären, aber der Junge hörte nicht auf zu weinen. Stattdessen wurde er um so wütender.

„Heute war es anders, huh?“, und damit drehte er sich von Ranma weg. In diesem Moment wurde es Ranma klar, dass er Ryoga verlieren könnte. Und das wollte er nicht. Ganz und gar nicht. Er wollte, dass alles normal werden würde, sie sich wieder lieben könnten.

„Heute – Es war schön mit dir. Und–“, streckte Ranma seine Arme aus, umarmte ihn und drückte ihn gegen sich. Als Ryoga stumm stehen blieb, beugte er sich zu ihm und flüsterte ihm „Ich liebe dich“, in das Ohr.

Durch die gehauchten Wörter, kribbelte es Ryoga am ganzen Körper. Und wie Ranma ihn an der Brust berührte, vergaß er all seinen Ärger und seine Wut. Stattdessen drehte er seinen Kopf zu Ranma und der Junge nutzte seine Chance, um seine Lippen auf Ryogas Lippen zu legen. Als dies geschah, entfachte ein Feuerwerk in Ryogas Körper und er genoss es.

Als sie sich nach Minuten voneinander lösten, blickte er Ranma in die Augen, denn seine Liebe war nicht erloschen. Im Gegenteil, Ryogas Liebe galt immer nur dem Mädchen mit dem Zopf und da Ranma dieses Mädchen war, galt auch ihm seine ganze Liebe.

„Ich – ähm, dich“, stammelte Ryoga und Ranma sah ihn an und sah, wie sich sein Gesicht rötlich verfärbte. „Ich“ er hustete in seine Hand, als Ranma immer noch nicht verstand, was Ryoga nun eigentlich von ihm wollte. War es so schwer für ihn gewesen, es zu sagen?

„Du meinst, dass du mich – liebst?“, sprach Ranma.

Da sah Ryoga auf den Boden, während sein Gesicht sich wie eine Tomate verfärbte und eine daraus entstandene Rauchwolke in den Himmel stieg. Dann nickte Ryoga heftig mit dem Kopf, denn er wollte dies bejahen. Und ein kleines Lächeln bildete sich auf Ranmas Lippen, denn er freute sich sehr darüber.

Ryoga war zwar ein Dummkopf, aber er besaß das Herz am Rechten Fleck. Jetzt erhob Ranma die Hand, legte sie unter Ryogas Kinn und hob sanft seinen Kopf an, drückte ihn dann einen Kuss auf die Lippen.

Als sie ihren Kuss beendeten, verließen die Beiden das Badezimmer. Dann marschierten sie in Richtung Ranmas Zimmer, um ungestört sein zu können. „Wollen wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben?“, fragte Ranma den Bengel und dieser nickte wieder hastig, als sein Kopf sich wieder rötlich färbte.

Ahnte doch keiner der beiden, das sie bald ein Paar werden würden. Aber solange trafen sie sich heimlich, um sich sehen zu können. Manchmal erwischte sie jemand dabei, wie die zwei sich küssten. Aber es war ihnen egal, denn sie wollten es nur für sich behalten, um alleine sein zu können. Niemand musste es wissen.

Aber das hielt nicht lange und so wusste es bald jeder. Das störte aber die beiden nicht, denn sie waren gerne ein Paar. Und so musste die Hochzeit zwischen Akane und Ranma nicht stattfinden. Ranma wollte sowieso nicht Akane heiraten, weil seine Gefühle ihm galten.
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