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"On Your Knees!"

von AnnaLu
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 Slash
Böse Königin / Regina Mills Emma Swan Jäger / Graham Humbert Jiminy Cricket / Archibald "Archie" Hopper Maleficent
23.10.2020
27.11.2020
11
14.579
7
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Dieses Kapitel
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23.10.2020 1.235
 
Kapitel 1 - Prolog

Sie rannte abgehetzt durch die Straßen Bostons, um den Kerl zu erwischen, den sie schon seit Monaten suchten und jagte. Die ehemalige Polizistin hatte sich ein eigenes Standbein als Kautionscop aufgebaut. Sie rannte dem Kerl also durch Downtown Crossing hinterher und verlor ihn in einer der vielen Seitenstraßen, die zu den unzähligen versteckten Restaurants führten. Frustriert stapfte die Blondine wieder zu ihrem Käfer und fuhr zurück ins Financial District, um in ihrer Agentur den Bericht zu tippen. Als sie gerade in die nächste Straße abbiegen wollte, rannte ihr der Kerl doch tatsächlich direkt vors Auto. Wie vom Blitz getroffen blieb der junge Mann stehen und rührte sich nicht vom Fleck. Der Schreck stand ihm ins Gesicht geschrieben und Emma hatte dann doch noch leichtes Spiel ihn festzunehmen. Sie legte ihm Handschellen an und kettete ihn so um eine Laterne, damit er ihr nicht wieder nach monatelanger Arbeit entwischen konnte. Sie rief die Polizei an und übergab den Kleinkriminellen ihren ehemaligen Kollegen. Ihr Vater hatte Dienst und begrüßte stolz seine Tochter. David Nolan hatte damals zusammen mit seiner Tochter den Streifenwagen geführt, als sie in eine Falle gelockt und überfallen worden waren. David war glimpflich mit ein paar Prellungen aus der Sache rausgekommen, aber Emma hatten die Bastarde misshandelt und missbraucht. Zum Glück kamen die Kollegen rechtzeitig, sodass noch Schlimmeres verhindert werden konnte. Seither arbeitete Emma als Kautionscop, konnte sie doch nicht so ganz von ihrem Traumberuf loslassen.

Nachdem sie den Kleinkriminellen, Neal Cassidy, witzigerweise ihr erster Freund als sie noch Teenager waren, übergeben hatte, machte sie sich zufrieden auf den Weg zur Agentur und tippte ihren Bericht. Es war eine absolute Genugtuung für die junge Frau, den Kerl endlich hinter Gittern zu wissen. Nachdem sie sich getrennte hatten, hatte er sie bestohlen, seitdem jagte sie ihm eigentlich schon hinterher und nun, nun ging es ihr gut. Zur Feier des Tages machte sie sich auf den Weg ins Granny’s Diner. Sie freute sich, auf das Essen und auf ihre beste Freundin, Ruby. Die Beiden waren schon zusammen zur Schule gegangen und Emma hatte in dem Diner ihre Ferien verbracht und hatte gekellnert. Sie bestellte das Übliche, wie immer, schon seit ihrer Kindheit: Cheeseburger mit Pommes und Kakao. Im Sommer dann ein Schokoladenmilchshake.



„Miss Mills? Ein Anruf für sie, auf Leitung drei.“ Genervt stöhnte die schöne Brünette und nahm den Anruf entgegen. Ein unwichtiger Anruf, immer wieder nickte sie desinteressiert, oder stimmte murmelnd zu. Endlich! Feierabend. Die letzten Wochen sind der reinste Terror gewesen, ständig irgendwelche aufgeregten Bürger, die sich über unnötige Sachen aufregten. Eine Fehlschaltung ihrer eigentlich geschützten Leitung. Anstatt erst bei ihrer Sekretärin zu landen, gingen die Anrufe direkt zu ihr durch. Erst an diesem Freitag, hatte die IT-Firma das Problem lösen können. Seit einem Jahr war sie nun schon Bürgermeisterin von Storybrooke, einem kleinen Stadtteil von Boston. Sie war somit in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten, die diesen Posten sonst über Jahrzehnte als Tandem innehatten. So war es schon als kleines Mädchen ihr Ziel gewesen, entweder Anwältin oder Politikerin zu werden. Anwältin war sie dann geworden, hatte in Harvard unter den Top Five ihres Jahrgangs abgeschlossen. Von Anfang an, hatte sie in Storybrooke gearbeitet, unter Anleitung ihrer Mutter, Cora Mills. Die erfolgsorientierte Frau war selbst Anwältin, nun aber im Ruhestand. Es hatte sie und ihren Mann, Henry Mills, unglaublich stolz gemacht, dass ihre einzige Tochter ihren Vorbildern gefolgt war. Sie waren eine innige Familie, auch wenn Cora durchaus stur war und häufig gereizt wirkte. Regina hatten den gleichen Charakterzug. Aber alles in allem, waren Cora und Henry immer gütige Bürgermeister gewesen, Mayors of Hearts. Regina dagegen hatte dagegen eher einen verteufelten Ruf, Evil Queen wurde sie genannt. Aber nur von ihren Geschäftspartnern. Die Bürger liebten ihre brünette Bürgermeisterin. Sie setzte sich nach allem was möglich war, immer für sie ein.

Es fehlte der Anwältin und Bürgermeisterin also an nichts, sie lebte in der Mansion, die ihre Eltern ihr vererbt hatten, fuhr ihren geliebten Mercedes Oldtimer und ritt das schönste Pferd, ihren Roccinante. Er war schon alt, aber immer noch stark, sodass sie hin und wieder auf ihm ausreiten konnte. Aber eines fehlte ihr dennoch, Liebe. Nachdem ihre erste große Liebe, Daniel, nach einem dramatischen Reitunfall gestorben war, hatte sie sich nie wieder auf die Liebe einlassen können, lediglich die Liebe ihrer Eltern half ihr. Jedoch hatte sie ein gut behütetes Geheimnis.



Völlig erledigt kam Emma spät abends in ihrem kleinen Apartment in Storybrooke an. Dieser kleine Stadtteil, dessen richtiger, amtlicher Name keiner benutzte, hatte ihr die nötige Ruhe gegeben, nachdem sie damals diese Vorfälle überlebt hatte. Hier hatte sie sich zurückziehen können. Hier konnte sie ihre Wunden lecken, allein sein. Mittlerweile arbeitete sie zwar wieder und war oft bei ihren Eltern, oder bei Ruby, aber ihren kleinen liebgewonnen Stadtteil wollte sie dann nicht mehr verlassen. Also lebte sie hier allein, zum Glück war das Granny’s Diner nur knapp fünfzehn Gehminuten entfernt im direkt angrenzenden Stadtteil.

Erschöpft ließ sich die Kautionsagentin auf ihre Couch fallen, verweilte einen Moment und schlurfte dann in ihr kleines Badzimmer. Einzig die Badewanne war groß, fast schon zu groß, aber sie bot ihr den gerade benötigten Wellness. Ihre Vormieter hatten eine Whirlpool Funktion eingebaut, die sie nun nicht mehr missen möchte. Sie ließ Wasser in die Wanne einlaufen, fügte ein angenehm nach Weihnachten duftendes Schaumbad hinzu und ging wieder in die Küche, um sich den für solche Anlässe gelagerten Wein zu holen. Kaum war die Badewanne voll, zog sie sich aus, schlüpfte aus ihrer unattraktiven Wäsche raus und in die Wanne rein. Wird Zeit, dass sie mal wieder shoppen ging. Nope. Sie hatte eh keinen, der sie in sexy Wäsche sehen würde. Die Whirlpool-Badewanne musste reichen, um Verehrer zu überzeugen.

Entspannung pur, sie liebte diese Abende, die sie sich viel zu selten gönnte. Das angenehme Blubbern ließ die Blondine komplett entspannen. Müde schlurfte sie nach ihrem kleinen Wellness Abend ins Bett und schlief sofort ein.



Regina war froh, dass sie noch etwas von der Lasagne übrig hatte die sie am Vortag für sich und ihre beste Freundin Kathrin gemacht hatte. Ausgelaugt und mit verspannten Kopfschmerzen lümmelte sich die Anwältin in ihr Wohnzimmer, schaltete Musik ein und nahm sich ihr Buch. Einfach nur entspannen. Ein guter Rotwein dabei und ihr Abend wurde doch noch gut. Sie konnte selten abschalten, immer schwirrten ihr ihre Pflichten als Bürgermeisterin durch den Kopf, wurde sie von ihrer Assistentin oder Sekretärin kontaktiert, oder die Bürger hielten sie auf, wenn sie einkaufen ging, im Restaurant essen wollte oder sie beim Sport trafen. An diesem Abend konnte sie sich erfolgreich in ihrem Haus verkriechen und ungestört vom Wohnzimmer in ihr kleines Paradies von Badezimmer huschen. Eine Wasserfalldusche, eine freistehende Badewanne und eine Zwei-Personen Sauna. Sie hatte nichts an ihrem Elternhaus verändert, außer das Badezimmer. Sie hatte sich somit einen Traum erfüllt und hatte quasi ihr eigenes kleines Spa. Die Dusche war einer ihrer Lieblingsorte, wo sie ihre Gedanken vollkommen abschalten konnte, wo sie sich vollständig entspannen konnte. Das Prickeln des Wassers auf ihrer Haut, das Geräusch des Wassers, der Duft nach Apfel, ihrer Pflegeprodukte, benebelten ihre Sinne und anschließend fühlte sich die junge Frau wieder erholt, erfrischt. Schnell zog sie ihre Lieblingswäsche aus seidigem Satin an und schlüpfte in ein champagnerfarbenes Negligé. Ihr altes Kinderzimmer, hatte sie in ein edles Schlafzimmer verwandelt, mit einem majestätisch großen Boxspringbett. Sie kuschelte sich ein und schlief sofort erschöpft aber erholt ein.
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