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Einfluss der Vergangenheit

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Familie / P12 / Het
Franz Hubert Martin Riedl Rebecca Jungblut Reimund Girwidz Sabine Kaiser
23.10.2020
05.11.2020
11
9.915
1
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23.10.2020 716
 
HUBSI
Gelangweilt lief Hubert über den Parkplatz. Es war ein Tag wie jeder andere, und er hatte nicht sonderlich viel Lust auf einen Tag, der wie immer war. Hätte er gewusst was ihn erwartete hätte er das vielleicht nicht gesagt. Er lief ins Revier, und in sein Büro. Sein Partner war noch nicht da. Manchmal fragte Hubert sich, wie er es eigentlich geschafft hatte Polizeirat zu werden. Er war nie pünktlich, und benahm sich auf Streife oftmals so, dass Hubsi nur den Kopf schütteln konnte. Seine Gedanken wurden von seiner Chefin unterbrochen. „Guten Morgen, Herr Hubert. Ist ihr Kollege immer noch nicht da?“ Hubsi sah ihrem Blick an, dass sie das noch etwas mehr störte als ihn selbst. „Sieht so aus, i hob ihn no ned gseng.“ Hubsi sah sie an. „Sie san aba vamutlich ned kema um des festzustäin.“ Die Aussage war mehr als Frage gemeint. „Nein, bin ich nicht, ich brauche sie alle in meinem Büro.“, sie betonte das „alle“ besonders, und innerlich hasste Hubsi  seinen Kollegen dafür dass er wieder zu spät kam. Als Hubsi nichts antwortete fuhr Sabine fort: „Also, wenn der Herr Girwidz nicht da ist, dann schnappen sie sich den Riedl, und die Rebecca, und kommen sie mit denen in mein Büro.“ Hubsi nickte nur, und lief dann aus dem Büro, um den Riedl zu suchen. Sabine blickte ihm verwundert nach. Normalerweise setzte er sich auf seinen Stuhl, und schrie in atemberaubender Lautstärke nach seinem Kollegen. Heute tat er das nicht. Das hatte einen ganz banalen Grund: Ihm war langweilig. Er wusste nicht, was er tun sollte, da die Wolfratshauser Bürger zur Zeit sehr friedlich waren. Niemand brachte irgendwen um. Hubsi wusste dass das vermutlich ziemlich pietätlos klang, aber Morde waren etwas kniffliges, und Hubsi hatte es schon als Kind geliebt solche Rätsel zu lösen. Auf der anderen Seite war er froh, dass er nicht so viel zu tun hatte. So hatte er wenigstens etwas Zeit, um die Akten die sich auf seinem Schreibtisch stapelten abzuarbeiten. Er wusste dass er sie sowieso nicht abarbeiten würde, aber er redete sich ein, dass er es nur aufschob. Schließlich hatte er den Riedl gefunden. „Riedl!“, rief er laut. Dieser drehte sich um: „Ja, Hubsi?“ „Du soist ins Büro vo da Frau Kaisa kema.“ Riedl nickte eifrig, und lief zu ihrem Büro. Auf dem Weg zum Büro, holte Hubsi Rebecca noch von der Zentrale. „Also, der Herr Girwidz hat mir eine Krankschreibung gemailt. Das heißt einer von euch muss mit Hubsi fahren.“ Sabine blickte zwischen Riedl und Rebecca hin und her. „Moment moi. Wohin fahrn?“, unterbrach Hubsi. „Verkehrskontrolle.“, antwortete sie. „Riedl, Sie fahren mit.“, entschied die Chefin kurzerhand. „Aba i woite de Akdn obarbadn de auf meim Schreibdisch liagn.“ Hubsi hasste Verkehrskontrollen. Er würde alles tun um sich zu drücken. „Herr Hubert. Wir wissen beide, dass sie das sowieso nicht machen. Außerdem haben sie nachher immer noch Zeit. Jetzt gehen sie.“ Widerwillig stand Hubsi auf, und der Riedl folgte ihm begeistert.

SABINE
Rebecca sah ihre Chefin fragend an: „Soll ich was bestimmtes machen?“ Sabine dachte einen Moment nach, bevor sie antwortete. „Sie könnten mir die Akten von Herrn Huberts Schreibtisch bringen, bitte!“ Rebecca schaute sie kurz verwundert an, und lief dann zum Büro von Hubsi, und brachte ihrer Chefin die Akten. „Dankeschön.“ Sabine nahm sie Ihr ab, setzte sich an ihren Schreibtisch, und begann sie abzuarbeiten. Rebecca lief wieder zur Zentrale, und setzte sich dort wieder hin. Sie telefonierte ein bisschen herum, aber im wesentlichen erzählte sie nur verschiedenen Leuten, dass die Polizei nicht kam um Katzen von Bäumen zu holen oder Ähnliches. Nachdem einige Stunden vergangen waren, kam sie in das Büro ihrer Chefin, diese arbeitete immer noch and Huberts Akten. „Wir haben einen Fahrraddiebstahl. Soll ich Hubsi und Riedl mal hinschicken?“ Sabine sah auf. „Ja, tun sie das.“ Also lief Rebecca zurück zur Zentrale funkte Hubsi an, und gab ihm die Adresse. Hubsi und Riedl waren über die Ablenkung froh, und machten sich auf den Weg. Mittlerweile war es schon Mittag geworden. Rebecca kam in Sabines Büro. „Ich bestelle mir was zum essen, soll ich Ihnen was mitbestellen?“ Sabine schüttelte den Kopf. „Nein danke, Rebecca. Ich brauche jetzt nichts.“ Rebecca sah, dass sie mit den Akten schon fast fertig war. „Okay.“ Dann verließ sie das Zimmer, und bestellte sich etwas.
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