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To the top (of your heart)

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Kozume Kenma Nishinoya Yuu Oikawa Tooru Sawamura Daichi Sugawara Koushi Ushijima Wakatoshi
23.10.2020
24.12.2020
67
150.338
35
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Dieses Kapitel
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24.12.2020 1.460
 
BONUS
„Kazuko, ich habe mich nicht mit dir an einer Uni angemeldet, um dich ständig aus dem Bett zu schmeißen!“, Kenma war unangekündigt durch meine Zimmertür gefallen. Gut, vielleicht war es nicht ganz so unangekündigt – er tat das fast jeden Morgen, denn ich war nach der Schule ziemlich faul geworden. Schob meistens bis spät in die Nacht meine Aufgaben vor mich hin. Aber so war das nunmal, wenn man für seinen Kurs ein ganzes Marketingkonzept erarbeiten sollte. Es ist fertig geworden. Wenn auch um vier Uhr am Morgen.

Ich grinste breit, währen ich meine Decke noch einmal etwas höher zog – es war so kuschelig: „Noch fünf Minuten, dann bin ich fertig, ja?“

Kenma fiel über meine Wäscheberge auf dem Boden und wollte mich am liebsten direkt aus dem Bett treten. Seine braunen Haare, mit den leichten blonden spitzen, hatte er in einen kleinen Zopf zusammen gebunden. Außerdem trug er einen weiten schwarzen Pullover und ich liebte es, wenn er diese knallig roten Converse an seinen Füßen trug. Unter seinen Armen hielt er die Bücher für seine Stunden geklemmt und ich hätte nie gedacht, dass dieser Junge irgendwann mal so einen Stress schieben würde. Aber Kenma war eben gerne pünktlich.

„Warum bist du überhaupt so wach, Applepi? Du hast doch gestern so lange gestreamt…“, nuschelte ich in mein Kissen und hielt meine Augen geschlossen, während Kenma in meinem Schrank rumkramte, um passende Klamotten für meinen verschlafenen Körper zu finden. Dabei war er ziemlich laut, weshalb ich immer wieder vor mich hin murmelte, dass er doch bitte leise sein sollte.

„Klar, aber im Gegensatz zu dir, macht mir das auch nichts aus“, brummte der kleine Kerl zurück und ehe ich mich versah, zog er auch bereits an meiner Decke. Sowas machte mich super wuschig, weshalb ich schnell aufbrausend im Bett saß und aufmaulte.

„Lass‘ das, du weißt, ich hasse das!“, Kenma amte mich nur nach, wie ich mit zerzausten Haaren und mit weiten Augenringe in meinem warm gelegenen Bett hockte. Man, so eine 10 Uhr Vorlesung war echt nichts geiles. Viel zu früh und ging auch viel zu lange, aber nun ja. Ich hatte mich ja hier eingeschrieben, also gab es auch kein zurück mehr.

„Was ist das hier für ein Lärm?“, plötzlich steckte der nächste seine Nase aus der Decke heraus und Kenma schüttelte nur den Kopf, wie er Kuroo neben mir erblickte. Ich grinste bei dem Anblick meines verschlafenen Freundes. Er trug nur seine dunkelrote Boxer und ich konnte mich noch immer nicht an ihm sattsehen. Am liebsten jedoch sah ich ihn neben mir aufwachen. Dann sah er immer am süßesten aus.

„Klar, wo solltest du auch sonst sein“, fauchte Kenma in Kuroos Richtung und schmiss mir dann die Klamotten an den Kopf, „in fünf Minuten bist du fertig oder ich verpetze dich an Herrn Chisaki. Und danach gebe ich dir nochmal fünf Minuten und rufe dann deinen Bruder an.“

Kenma fiel durch die Tür und schmiss sie zurück ins Schloss, während ich kurz in mich hinein lachen musste. So war das jeden Morgen. Und manchmal tat mir der kleine Mann schon ziemlich leid, aber ich genoss einfach den Tag. Mit 20 durfte das doch wohl auch so sein, oder? Ich liebte es einfach, am Abend noch etwas mit Kuroo zu unternehmen – während Kenma sich mit seinem Streaming beschäftigte. Und manchmal nahm ich deshalb auch in Kauf, ein wenig später in die Vorlesung zu trudeln.

Dennoch, ich drückte mich mit einem tiefen Seufzer aus meinem Bett aus und beobachtete Kuroo, wie er sich durch die Haare fuhr. Ich hingegen stülpte die Sachen über, die Kenma mir so unfreundlich ins Gesicht schmissen hatte und machte mich zeitgleich noch frisch. Haare in einen unsauberen Dutt gesteckt und Zähne geputzt, stand ich in der Tür.

„Komm nicht zu spät zu deiner Vorlesung! Wir treffen uns heute Abend, ja?“, grinste ich und stahl mir noch fix einen zarten Kuss von Kuroos Lippen. Er jedoch griff in meinen grauen Pullunder und ließ mich nicht gehen. Er wollte noch einen und noch einen Kuss. Am liebsten wünschte er sich, ich würde wieder ins Bett kommen.

„Ich muss jetzt los, Kenma rupft mich sonst, wie ein Hühnchen“, lachte ich in die gierigen Küsse und Tetsuro ließ schweren Herzens von meinen Lippen ab. Er biss sich noch kurz auf die Unterlippe, bevor er zurück ins Bett kippte. Kuroo war noch eine Stufe fauler als ich und deshalb bewunderte ich es umso mehr, dass er es immer wieder schaffte, dennoch pünktlich zu sein. Er sollte mir seinen Trick verraten.

„Ich bin pünktlich, keine Sorge, Baby“, raunte er mir mit seiner dunklen Morgenstimme entgegen und ich grinste breit, bevor ich ihn mit Einem Zwinkern verließ. Kuroo lebte mehr in meinem Apartment, als bei sich selbst. Das war mittlerweile schon zum Standard geworden. Aber damit konnte ich mehr als nur leben, denn so konnte ich jeden Morgen neben Kuroo aufwachen und infolgedessen auch jeden Abend neben ihm einschlafen. Und mehr, als das.

Kenma seufzte angespannt, wie ich aus meinem Zimmer heraustrat, doch ich grinste es nur weg, während ich nach dem Handgelenk des kleinen Katers griff und ihn hinter mir herschleifte. Unsere Vorlesung war am anderen Ende des Campus und würde beginnen in … drei Minuten. Ich nahm meine Beine in die Hand und so auch er. Kozume war aufgeschlossener geworden. Er nahm es mir nicht mehr allzu übel, wenn ich solche Dinge tat. Vermutlich, weil ich ihn in den letzten beiden Jahren immer dazu missbraucht hatte. Immerhin war er mir in dem letzten Schuljahr und den ersten beiden Semestern an der Uni nie entkommen. Er musste sich daran gewöhnt haben.

„Du bringst mich noch ins Grab“, keuchte er, während die Strähnen seiner braunen Haare im Wind flatterten und ich meinen Dutt während des Sprints auch fast verlor. Ich hatte das Gefühl, Kenma wurde langsam immer unsportlicher, vermutlich weil er mehr zockte, als vorher. Aber er liebte sein Hobby und manchmal, da teilten wir uns das sogar. Und seine Zuschauer liebten mich.

„Das kriegst du mit deinem Energy Drinks ganz gut alleine hin“, er rollte die Augen, ich hingegen konnte nur laut lachen. Noch um drei Kurven, dann hatte Herr Chisaki nichts mehr zu meckern. Kenma verlor noch fast sein Buch und mir fiel vor den Türen des Saals erst auf, wie ich meine auf meinem Schreibtisch vergessen hatte. Typisch ich.

Mit einem lauten Knall fielen wir durch die Türen des Vorlesungssaals und die Blicke aller Studenten lagen auf uns. Und natürlich auch der unseres Lektors: „Schön, dass Sie es auch noch geschafft haben, Sawamura und Kozume.“

Kenma konnte sich nur an die Stirn fassen, während ich meinem Lehrer mein Konzept auf den Schreibtisch legte. So war das immer. Seitdem wir uns vor über einem Jahr hier eingeschrieben hatten, passte Kenma mehr auf mich auf als zuvor und warf nebenbei noch ein Auge auf Kuroo und natürlich auch auf sich selbst. Ohne Kenma konnte ich wohl kaum überleben, aber er tat es auch irgendwie gerne. Zumindest sagte er nichts. Und das war alles, was ich brauchte. Genauso, wie der Fakt, dass meine Eltern ihre Uni Zeit vergötterten. Das tat ich nämlich auch – sowohl mit Kenma, als auch mit Kuroo. Es sei denn …

„Lauscher auf, Damen und Herren. Ab nächste Woche beginnt die Klausurenphase!“
Genau, wenn diese Zeit vor der Tür stand, dann hoffte ich doch viel mehr darauf, mich endlich in die Arbeitswelt zu stürzen. Bevor ich mich noch woanders herunter stürzte.

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NACHWORT:
Hier sind wir nun angelangt. Das ist das Ende. Oder ... ist es das? Zumindest vom ersten Teil. Und genau deshalb ist es auch eingeschenkt an euch, meine Leser! Dieses Bonuskapitel soll euch auf den zweiten Teil vorbereiten! Ich habe mich relativ schnell dazu entschieden, noch einen Teil auf die Beine zu stellen und freue mich darauf, bald damit loszulegen. Zuerst werde ich jedoch einen zweiten Teil der MhA FF nachschieben, also werdet ihr euch etwa einen bis ein einhalb Monate gedulden müssen. Aber ich denke, dass bekommt ihr gut hin!
Ich dank euch, für dieses Abenteuer! Diese FF ist schnell gewachsen und ist definitiv mein Werk mit den meisten Kommentaren! Ihr habt so viele liebe Worte dagelassen, ich bin immer noch ziemlich gerührt! Hoffentlich gefällt euch mein Weihnachtsgeschenk an euch! Wir sehen uns bald wieder! Nun gehe ich jedoch erst einmal in die Winterpause! Bis zum 01.01.2021 wird es hier deshalb erst einmal ruhiger werden. Auch ich brauche mal ein Pläuschen ;) Macht euch das Weihnachten schön, auch mit Corona und dann sehen wir uns bald wieder! Frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr euch! Liebe geht raus! Bis auf bald!
Eure xoxokarmaxoxo

P.s. solltet ihr an den Kulissen hinter meinen Stories interessiert sein und gerne auch mitentscheiden, was als Nächstes kommt, dann schaut gerne auf meinem Profil vorbei und lest euch den unteren Absatz durch!
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