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To the top (of your heart)

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Kozume Kenma Nishinoya Yuu Oikawa Tooru Sawamura Daichi Sugawara Koushi Ushijima Wakatoshi
23.10.2020
24.12.2020
67
150.338
42
Alle Kapitel
155 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
19.12.2020 3.641
 
TRIGGER WARNING: Slightly sexual content, use of alcohol

Ich hatte mir sehr gewünscht, dass alles was sich nach den Sake Shots ereignet hatte, einfach vergessen würde. Und die halbe Nacht war definitiv schwammig, doch ich bat Wakatoshi mir alles im kleinsten Detail zu erzählen. Nicht, dass am Ende des Tages noch irgendwelche peinlichen Videos von mir im Internet auftauchen würden und ich es so herausfinden musste. Tja, und wie ich so nach allen Details fragte, bekam ich auch genau das – die meist ausgeschmückteste Ausführung.

RÜCKBLENDE

„Aye, das schmeckt ja echt gut! Brennt’n biss’n im Abgang, aber schon geil so“, lachte ich mit roten Wangen, jedoch nicht, weil mir etwas unangenehm war. Nein, nachdem ich eines der Tabletts zur Hälfte alleine geleert hatte, konnte ich fast alle Hüllen fallen lassen. Ich war froh, es nicht ganz so ernst genommen zu haben mit dem fallenlassen der Hüllen, doch Semi, Kenjirō und ich feuerten uns gegenseitig immer weiter an und pushten uns nahe an unser Limit. Tendō und Ushijima schienen das alles besser wegzustecken als wir. Ich jedoch war bereits zu einem unglaublich hoffnungslosen Fall mutiert.

Die Musik dröhnte laut im Hintergrund und ich lachte mit den beiden Jungs an meiner Seite, während Ushijima und Tendō die Couch hüteten. Es fiel mir immer wieder mal schwer, mich auf den Beinen zu halten und vermutlich wäre ich auch bald zur Seite gekippt, wäre nicht das beste Lied zum Partymachen angegangen, was ich mir hätte vorstellen können. Sexy bitch von David Guetta.

PLAYING: Sexy Bitch by David Guetta

Der Bass versetzte die Umgebung um uns herum in spürbare Wallungen und bestimmt mussten wir uns schon anschreien um uns gegenseitig zu verstehen. Aber das interessierte mich wenig. Stattdessen torkelte ich auf den kleinen Tisch zu, schmiss ausversehen noch eines der Tabletts herunter und stieg folgend auf die tiefhängende Tischplatte. Man konnte von Glück sprechen, dass ich nicht eingebrochen war. Ushijimas Blick weitete sich, während ich meine Hüfte von links nach rechts schwang und tief in die Hocke ging, um meinen Po zur Geltung zu bringen. Ich konnte nur froh sein, keinen Rock zu tragen, der viel freigegeben hätte, denn ich konnte mich wirklich schlecht in Zaum halten.

„Oh wow“, flüsterte Tendō der Musik entgegen und biss sich im Rausch auf die Unterlippe. Ich konnte ihm nur zuzwinkern, was Ushijima infolgedessen mit einem Zähneknirschen erwiderte. Ich konnte nicht genau nachvollziehen, wie viel er getrunken hatte. Ich jedoch war bei weitem über mein Ziel hinausgeschossen und würde morgen den größten Kater der Welt austragen müssen. In diesem Moment war mir das jedoch noch nicht so bewusst gewesen. Leider.

„Halt die Backen und Stifte sie nicht noch zu mehr an“, grummelte Ushijima aus. In dem Zittern seiner Stimme konnte ich genau bemerken, dass auch Wakatoshi ein paar hinter hatte, jedoch nicht annähern so viel, wie der Rest. Ich fühlte mich, wie in einem Coming – of – Age – Teenie – Drama – Hollywoodstreifen. Erneutes Klischee, aber ein Klischee wäre nicht das, was es war, wenn es nicht in regelmäßigen Abständen immer wieder passierte.

„Warum denn so angespannt? Ich sagte dir doch, du sonst locker werden~“, hauchte ich Ushijima entgegen, bevor ich von dem kleinen Tisch hinab stieg, im Versuch nicht zu fallen. Die Musik trieb mich nah an den riesigen Kerl heran und ich erklomm zielsicher seinen Schoß. Wenn ich mich daran erinnerte oder es zumindest versuchte, wurde mir ganz unwohl, doch in der Situation wollte ich nichts anderes.

Mein Oberkörper lehnte sich mehr gegen seinen und ich drückte mich mehr und mehr dagegen. Bald war ich mir sicher, er wurde meine Brüste deutlicher spüren und mit einem fiesen Grinsen im Gesicht flüsterte ich die Lyrics des Lied tief in sein Ohr: „She’s nothing like the girl you’ve ever seen before. Nothing you can compare to your neighborhood whore. I’m trying to find the words to describe this girl without being disrespectful.“

Mein Blick war von Lust verhangen und ich biss mir auf die Unterlippe, bevor ich die warme Spitze meiner Nase über Ushijimas Hals gleiten ließ. Er erzitterte unter jedem Millimeter, den ich tat und auch, wie ich meine Hüfte mehr gegen sein Becken presste. Unkontrolliert griff er mir in die Taille, doch wohl eher, um seinem innerlichen Druck einen Ausgleich zu verschaffen.

„The way that booty movin, I can’t take no more. Have to stop what I’m doin‘ so I can pull up close. I’m trying to find the words to describe this girl without being disrespectful“, hauchte ich sachte in Wakatoshis andere Ohrmuschel und der Griff mit seiner Pranke wurde deutlich fester. Ich lächelte breit. Mein Körper rief nach mehr, jedoch nur weil mein Adrenalin pumpte. Weil ich nicht genug kriegen konnte von diesem Rausch, der mich einholte, wie nichts anderes zuvor.

Ich konnte es nicht leugnen, da zu sitzen, auf Wakatoshis Schoß – seine Hände die nach mir griffen, es gefiel mir. In diesem Moment wollte ich mehr als nur das. Er sollte mich küssen – immer und immer wieder. Ich wollte wissen, wie er schmeckte, wie sich seine großen Hände um meinen Körper Schlangen, um mehr zu wollen, als bloß eine Umarmung. Ich wollte das und ich wollte auch, dass Wakatoshi es wollte.

„Du musst nach Hause. Es ist bereits 1 Uhr. Ich fahr‘ mit dir im Taxi mit“, brachte Ushijima mir leicht entgegen, doch ich zog schnell meine Augenbrauen zusammen. Nein, ich wollte nicht gehen. Die Party hatte doch gerade erst angefangen, wie konnte Wakatoshi davon reden, jetzt schon wieder einen Abflug zu machen? Ich war für Spaß gekommen und davon brauchte ich eine Menge!

„Ich willl aber noch nicht!“, grummelte ich zurück und drückte mich von Wakatoshi auf, „dafür bin ich nicht hergekommen!“

Ich torkelte von Ushiwaka weg, direkt auf Kenjirō und Semi zu, die sich selbst gemeinsam etwas mehr Vergnügung gönnten. Sie hielten noch ihre letzten beiden Shot Gläser in der Hand, wie ich auf die beiden Jungs zugewatschelt kam. Beide grinsten mich schelmisch an, ihre Augen glitzerten weniger – der Alkohol hatte deutlich überhand genommen.

PLAYING: Low by Flo Rida featuring T-Pain

Mit einem Biss auf die Unterlippe tanzte ich zwischen die beiden und bewegte meine Hüften mit ihnen zu Low. Der Bass bestimmte den Beat unserer Herzen und ließ unsere Körper auf Hochtouren laufen. Mir wurde heiß, wenn der Fall nicht schon längst früher eingetreten war. Semi langte nach einem meiner Handgelenke und zog mich näher an sich heran, wie der Refrain einsetzte. Ich tanzte ihn an, mein Po gegen sein Becken gedrückt, während Kenjirō mich vorne näher holte. Der Junge mit den hellbraunen Haaren legte meinen zweiten Arm um seinen Nacken und die beiden rahmten mich beinahe perfekt ein. Sie waren nicht das, was Ushijima war, aber gerade jetzt waren sie deutlich mehr Spaß. Deshalb versuchte ich sie auszureizen mit Reizen, die nur eine Frau zu bieten hatte. Denn es machte mir Spaß in ihre roten Gesichter zu sehen, die nach mehr als nur das hier verlangten. Und ich wusste, dass sie es mir im Gegensatz zu Ushijima geben würden.

Als mich plötzlich jedoch ein starker Griff um den Unterarm aus dem beiden Jungs herauszog, schaute ich erschrocken auf – Wakatoshi. Schnell zog er mich nach an sich heran und ich konnte nur rummotzen: „Ich will tanzen, lass‘ mich!“

Aber aus diesen starken Fingern war sich nicht mal eben befreit: „Vergiss es, wie gehen jetzt.“
Ab dann ging es schneller, als ich überhaupt mitbekam. Wenn ich überhaupt noch viel mitbekam, denn zwischendrin kam immer wieder der Drang über mich, einfach ununterbrochen alle Innereien aus mir herauszukotzen. Das wäre auf dem Weg von der Bar bis in das Taxi sicherlich auch fast passiert. Doch ich riss mich zusammen, wie Wakatoshi mich auf den Rücksitz setzte und mich festschnallte. Er jedoch stieg vorne ein und beredete etwas mit dem Fahrer. Meine Person konnte jedoch nur aus dem Fenster schauen und atmen. Alles um mich herum klang so dumpf. Die Musik hatte mir bestimmt für die nächsten Stunden das Trommelfell zerfetzt.

Irgendwann setzte sich der Wagen auch in Bewegung, aber ich blendete alles aus. Nichts mehr bekam ich mit, sondern döste bereits vor mich hin. Die Luft in dem Auto war nicht mehr so stickig, sondern sehr frisch und vor allem kühl. Ich fuhr herunter, atmete leichter und das einzige, was ich noch schaffte, war meine Kotze in mir zu behalten. Wenn ich dem Taxisfahrer ins Auto reiern würde, dann Käme eine dicke Rechnung in den Briefkasten geflattert. Deshalb blieb ich ruhig und legte meine weitere Existenz für diesen Abend liebend gerne in Wakatoshis angetrunkene Hände.

Irgendwann, es hatte sich angefühlt, als hätte ich Jahre einen Dornröschenschlaf gehalten, wurde mein Arm um eine starke Schulter gelegt und gerade, als ich meine wackeligen Puddingbeine aus dem Auto schwingen wollte, fassten die starken Arme schon durch meine Kniekehlen hindurch und hoben mich komplett vom Erdboden. Mein Kopf war Brei, ich schaffte es nicht, mich dagegen zu wehren. Ich ließ es geschehen, konnte eine Tür aufgehen hören, dann gingen wir einige Treppen und folglich wurde noch eine leichtere Tür aufgetan und wieder geschlossen. Mir war unterschwellig direkt bewusst, ich war nicht zuhause, wo ich eigentlich sein sollte und hingehörte.

Ushijima setzte mich ab, lehnte mich jedoch an eine glatte Wand. Diese war auch so kühl und um uns herum war es dunkel. Sachte wurde mir die Jacke von den Schultern gezogen und meine Boots hielten sich ebenso nicht mehr lange an meinen Füßen. Ich schluckte tief. Mir war so heiss – ich wollte alles von mir schmeißen. Sofort und auf der Stelle. Es fühlte sich an, als würde ich sie ein Schneemann im Sommer dahinschmelzen.

Stattdessen, wurde mir erneut unter die Arme gegriffen und Ushijima half mir in einen noch etwas kälteren Raum. Hier war das Fenster auf, konnte das sein? Angespannt lehnte er mich an eine, wie ich es deuten konnte, Küchenzeile. Erst, als er die Dunstabzugshaube aufzog und leichtes Licht einschaltete, erblickte ich schwammig die offene Küche, in der wir uns befanden. Nein, das hier war nicht mein Haus – ich wünschte es wäre es. Es schaute nobel aus.

„Wo sind wir? Ich muss nach Hause gehen“, seufzte ich aus und griff mehr in die hervorstehende Arbeitsplatte der Küche. Sie schien aus einem festeren Material, als aus gepresstem Holz zu sein - sie war auch deutlich stabiler als das. Schön fasste sie sich auf jeden Fall an. Und teuer. Doch ich wollte mich am liebsten abdrücken, um die Flucht in mein eigenes Haus anzutreten.

„Du bist bei mir. Ich habe deine Tasche in der Bar vergessen, aber Semi bringt sie morgen mit, wenn wir zum Vorentscheid fahren“, murmelte Ushiwaka und kramte in allen Schränken umher. Irgendwann griff er auch in den Kühlschrank hinein und warf eine Menge verschiedene Dinge in den Mixer. Was konnte ich jedoch kaum ausmachen, denn ich konnte fast gar nicht ins Licht schauen.

„Ich kann nicht hier bleiben, echt nicht – mein Bruder dreht am Rad, wenn er nicht weiß, wo ich bin“, in mir entwickelte sich eine gewisse Panik, die den Würgereiz wieder mit sich brachte. Ich konnte ihm nicht Bescheid sagen, da mein Telefon in besagter vergessener Tasche lag. Wenn ich bis morgen früh nicht zurück war, rief mein Bruder bei der örtlichen Polizei an. Und das war ein Aufstand, der nicht zu gebrauchen war.

„Du wolltest tanzen und nicht nach Hause, also bleibt dir jetzt ein Mal im Leben keine Wahl“, Ushijima schien angefressen zu sein. Er drückte die Taste des Mixers kurz, was mir den Kopf noch mehr auseinander riss. Es dauerte jedoch nicht lange und das Hexenwerk, welches Wakatoshi da produzierte, landete in einem großen Glas. Er schob es mir zu und ich griff danach – direkt dran riechend und sofort bereute ich es.

„Mindestens halb austrinken oder morgen wird der schlimmste Tag deines Lebens“, murmelte er vor sich hin, stützte sich mir gegenüber an der Küche ab und musterte mich. Erst jetzt bemerkte ich, wie ich an der Kochinsel stand. So groß war die Köche also – ich war neidisch. Aber nicht sonderlich darauf aus, dieses Maß hier trinken zu müssen.

„Warum bist du so sauer?“, meine Neugier wieder. Sie funktionierte auch im angetrunkenen Zustand ziemlich gut, wie ich feststellen durfte. Ich entschuldigte mich auch nicht dafür, denn letzten Endes waren nicht mehr genug Gehirnzellen am Werk, um mich von Dummheiten und Überlegungen abzuhalten. Alles würde geschehen, ohne auch nur ein ordentliches Mal darüber nachgedacht zu haben.

Ushijima blieb einige Zeit still. Vielleicht hoffte er ja darauf, dass ich selbst darauf kommen würde. Aber ehrlich gesagt war mir das zu anstrengend. Ich wollte einfache Antworten, auf die ich noch einfacherer Fragen stellen konnte.

„Du kannst froh sein, dass du nicht im Club unterwegs warst. Die Jungs hätten dich verschlungen“, ich konnte mich kaum daran erinnern, ob ich mich daneben benommen hatte. Wie Ushiwaka das aber so ansprach, war da sicherlich mehr dran. Ich lief etwas rot an, doch vor allem, weil mir unglaublich heiß war. Ich seufzte aus, griff nach dem Saum meines Oberteil und fächerte mir damit groß und breit frische Luft entgegen. Eine Erleichterung traf mich, Wakatoshi jedoch nicht.

„Genau davon rede ich. Wir sind beide angetrunken – der eine mehr als der andere – und trotzdem forderte du unsere Lust heraus“, Ushijima beobachtete mich dabei, schaute mir immer wieder auf meinen Bauch und Oberkörper, also schien auch er sich nicht mehr genug Mühe geben zu können, um wegzuschauen, „hör‘ auf damit.“

Angespannt zog ich eine meiner Augenbrauen hoch und hütete mich davor, einfach zu stoppen. Ich wollte meine Klamotten im hohen Bogen von mir werfen und mich am liebsten in den Schnee legen – sicherlich hörte ich nicht einfach so damit auf: „Was bist du für ein Kerl, Wakatoshi? Der sanfte Riese? Der nette Junge von nebenan oder kommst du direkt aus der Hölle? Manchmal scheinst du zu schön um wahr zu sein. Nicht einmal jetzt nimmst du dir das, was du willst, weil du den größten Anstand besitzt.“

Eine knisternde Stimmung baute sich zwischen uns beiden auf, als würden wir uns mit unseren Blicken herausfordern. Vielleicht taten wir das auch, denn irgendwann kam Ushijima in einem großen Schritt auf mich zu, griff nach meinen Oberschenkeln und hob mich mit einem leichten Ruck auf die Kücheninsel hinauf. Mich verließ ein tiefes Seufzen und ich stützte mich sofort hinterrücks auf der eiskalten Platte ab.

„Ja, ich besitze den Anstand – dass ich mir nicht nehme, was ich will hat damit jedoch wenig zu tun“, unsere Augen trafen sich und mein Körper formte noch immer diesen Druck, „ich habe keine Lust das zu wiederholen, was Tōru Oikawa bereits getan hat.“

Mir entglitt etwas die Mine aus dem Gesicht, doch je mehr ich versuchte über diesen Satz nachzudenken, desto höher kam ich Wakatoshi. Mein Atem musste bestimmt nach Sake duften und dennoch hauchte ich ihm an die Lippen: „Dann mach‘ es besser.“

Unsere Blicke trafen sich, hielten noch einige Sekunden den Kontakt aufrecht, aber Ushijima nahm es an. Auch er wollte sich nicht mehr zurückhalten. Deshalb umgriff er mit seinem ganzen linken Arm auch direkt meine Taille und zog mich näher zu sich heran. Ich verankerte meine Finger direkt in seinem dunklen Shirt und schwang meine Beine um sein definiertes Becken. Es dauerte nicht lange, da kamen sich auch unsere Gesichter unweigerlich näher und unsere Lippen ließen sich nicht zwei mal bitten. Wie Magneten zogen sie sich an, verlangten gierig nacheinander und wollten damit nicht aufhören – nicht für eine einzige Sekunde. Egal, wie oft ich in die Küsse keuchen musste und egal, wie oft Wakatoshi nach Zungenküssen verlangte. Mein Herz raste, weil mein Körper mehr wollte.

Ushijima drückte mich fest an seinen Oberkörper. Er fühlte sich etwas härter an, als Kuroo. Doch mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit konnte ich das nicht ganz sagen. Das sollte mich aber nicht interessieren. Alles, was mich belangte, war der Saum von Wakatoshis Oberteil, nach dem ich verlangte, um das Feld darunter zu ertasten.

„So ein gieriges Mädchen – keine Geduld“, raunte er mir tief in die Ohrmuschel und es stellten sich mir die Haare auf dem Körper auf. Diese Stimme war so rauchig, sie raubte mir jeglichen Verstand. Wie sollte ich das nur aushalten, ohne zu explodieren? Ich ließ meinen Kopf kurz in meinen Nacken sinken, hielt aber an der Naht des Shirts von Ushijima fest.

„Wenn ich so lange warte, bin ich so alt, wie du“, meine Frechheit wurde mit einem tiefen Biss in den Hals bestraft. Ich konnte nicht anders, als ein lautes Keuchen aus mir zu drücken und direkt erschlafft zusammenzuzucken. Dieser Kerl hatte so viele verschiedene Seiten, die ich am liebsten alle kennen wollte. Jede von ihnen war interessant und es wert, einen tiefen Blick zu riskieren.

„Da ist die Kratzbürste ja wieder, die ich so leiden kann“, er küsste über den Bissstelle hinweg, raunte mir immer wieder in den Nacken, während seine großen Pranken meine Oberschenkel hinauf tasteten. Direkt über meine Hüfte hinweg, griff er auch mir in das Shirt. Bevor er jedoch zur Tat schreiten konnte, wollte ich mein Geschenk zuerst auspacken – ich hatte schon viel zu lange gewartet. Es eröffnete sich mir ein unglaublich definierter Körper. Seine Bauchmuskeln schienen akkurat ein Sixpack zu bilden und seine kräftigen Schultern ließen mich in die Unterlippe beißen.

„Gleiches Recht für alle oder willst du nicht?“, grinste ich infolgedessen und lehnte mich zurück. Ich glaubte fest, dass Ushijima nicht mit dieser Ehrlichkeit und Offenheit gerechnet hatte. Die hätte ich bei weitem auch nicht an den Tag gelegt, wenn ich nicht so unglaublich schlimm angetrunken gewesen wäre. Und vielleicht war er auch etwas angepisst – Gut angepisst – weil ich ihn so vorführte und ab und an die Führung selbst in die Hand nahm. Niemand wollte die dominantere Seite abgeben. Und Ushijima schien das als Herausforderung anzusehen, die ich ihm liebend gerne gab.

Wakatoshi umgriff den Saum meines Shirts fester und befreite mich endlich von diesem Stück Stoff. Die frische Brise wehte mir direkt um meine entblößte Haut und ich konnte aufatmen. Mir war noch immer unglaublich heiß, aber ich wagte zu bezweifeln, dass ich mich abkühlen würde. Das Kleidungsstück landete in der nächsten Ecke, bevor die großen warmen Hände sich um meine Teile legten. Es ließ mich pulsieren, wie ich an meinem Körper hinunter blickte und Ushijima lange Finger um mich gewickelt sah. Beinahe schien sich das alles in diesem Zustand viel intensiver anzufühlen.

Doch das sollte nicht alles sein. Das gleiche Recht hatte noch nicht gegriffen, denn nun musste noch der letzte Stoff weg, der meinen Torso bedeckte. Ushiwakas Hände fuhren mit den Fingern voran über meine Rippen und erschlichen sich dem Weg in meinen Sport BH, welchen er mir folgend über den Kopf und somit vom Oberkörper schob. Mit einem Keuchen lehnte ich mich zurück, gab mich dem jungen Mann Preis und hoffte auf eine freudige Reaktion auf das, was er sah.

„Dein kleiner Körper passt perfekt in meine großen Hände“, Ushijima biss sich genüsslich auf seine Unterlippe und zwinkerte mir schelmisch zu, bevor er mich zurück zu sich holte, sich etwas nach vorne beugte und erneut unter meinen Po griff, um mich von der Kücheninsel zu sammeln. Ich drückte mich mit meinen Beinen fest an ihn, die Haut unserer Oberkörper aneinander gedrückt. Er war wärmer, als ich, aber das war mir egal. Seine weiche Haut beinahe überall an mir zu spüren, ließ mich beinahe irre werden – das letzte bisschen an Verstand, was ich noch aufzuweisen hatte, war davor zu brechen.

Wakatoshi trug mich zur Couch und legte mich zwischen die weichen Kissen. Meine Finger ertasteten den Stoff genau, er war rau, aber auf der bloßen Haut prickelnd zu spüren. Ich biss mir auf die Zunge, wie Ushijima den Knopf meiner Skinny Jeans aufdrückte und nicht zögerte, mir alles in einem Rutsch vom Körper zu ziehen. Die Hitze, die der Alkohol mir in Angesicht trieb wurde von der Wärme der Lust und Leidenschaft abgelöst.

Ushijimas Hände umgriffen meine Oberschenkel, fuhren sie ab. Er setzte Küsse auf sie, trieb mir dabei das Seufzen zwischen den Lippen heraus. Ich wusste kaum zu reagieren, denn der Druck in mir schien mich zu zerreißen. Das hier war so anders. Vielleicht lag es am Alkohol oder an Wakatoshi selbst. Aber eine Sache vergaß ich auch zwischen den ganzen Drogen dennoch nicht – Kuroo.

„Starke und doch so zierliche Beine – als wärst du ein Ass“, das Grinsen, was mich von unten erreichte, erwiderte ich. Sein Vergleich war lustig und doch für Wakatoshi selbst wohl unglaublich romantisch. Ich war mir sicher, dass Ushiwaka ein hoffnungsloser Romantiker war – tief im inneren. Im Bett jedoch schien er genau zu wissen, was er wollte. Dies eröffnete sich mir mit jeder Sekunde mehr und mehr.

„Schon der zweite, der mich für ein Ass hält. Ich sollte überlegen mein Feld der Expertise zu verändern“, schmunzelte ich mit schön leidenden Blick hinab und mein Körper wusste nicht zu reagieren, wie Ushijima seine Finger mich erkunden ließ. Es blieb nicht bei einem, über zwei ging jedoch auch er nicht hinaus. Vermutlich war ich zu eng dafür, doch Ushiwakas Finger waren auch nicht mit anderen zu vergleichen gewesen.

Ich keuchte immer wieder auf, wie Wakatoshi es genieß mich zu ärgern, während er sich aufbäumte und sich über mich hinweg an der Lehne der Couch abstützte. Seine Augen ließen mich nicht entkommen, schauten in mein von Leidenschaft getriebenes Gesicht und nahmen daraus die Kraft nicht aufzuhören. Ich konnte jedoch nicht genau erklären, wieso es bei Wakatoshi plötzlich Klick im Kopf machte. Vielleicht weil er eine Stelle in mir traf, die mich lauter aufstöhnen ließ, als zuvor. Denn er nahm es als Aufforderung meine Hüfte zu umgreifen und mich auf alle viere zu drehen, bevor er sich mit seinem ganzen Körper über mich beugte.

Seine Hose nur noch auf der unteren Hüfte hängend, spürte ich sein Glied sachte zwischen meinen Pobacken reiben und mein Herz setzte immer wieder für einige Schläge aus. Das letzte woran ich mich erinnerte, waren die zärtlichen aber dennoch verlangenden Küsse über meinen Rücken und den Nacken bis zum Ohr hin, wo er rau hinein flüsterte: „Du bist mein.“
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