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Etanas Leben

von DeJojo
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Drama / P12 / Gen
Nala OC (Own Character) Scar Simba Vitani Zira
22.10.2020
27.06.2021
4
4.490
1
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1 Review
Dieses Kapitel
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22.10.2020 1.170
 
Hey. Ich wage mich neben meiner eigentlichen FF zu König der Löwen an eine Nebengeschichte um meinen OC Etana. Ich würde mich sehr über Kritik und Anregungen über dieses Pilotkapitel freuen um zu wissen wie es ankommt.
Viel Spaß beim Lesen!!
LG DeJojo

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Die Sonne schien heiß vom Himmel herab. Mitten in der Savanne des Geweihten Landes lag ein Löwenrudel, welches in der Mittagssonne döste. Abseits befand sich eine unter dem Rudel eine trächtige Löwin, welcher die Hitze besonders zu schaffen machte. Sie hatte sich unter einen vertrockneten Baum gelegt, um wenigstens etwas Schatten zu bekommen. Ruhig lag sie da und ließ ihren Blick gedankenverloren in die Ferne schweifen. Nach kurzer Zeit kam ein kräftiger Löwe auf sie zu, welchen die Löwin im erst nicht bemerkte. "Hallo Zira. Ich wollte nach dir sehen und wollte dich fragen, ob du dich nun schon eine Entscheidung getroffen hast.", sagte er hoffnungsvoll. "Hallo Nanji. Die Entscheidung hab ich schon lange gefällt und das weißt du auch. Ich werde Scar nicht verlassen. Vor allem jetzt nicht, wo wir hier endlich im Geweihten Land sind.", antwortete Zira leicht fauchend und versuchte standhaft zu bleiben.

"Bitte geh einfach wieder bevor Scar dich hier riecht. Ich bin schon froh, dass er wegen dem Jungen keinen Verdacht hat und in dem Glauben lebt, dass es seins ist.", fügte die Löwin forsch hinzu. "Aber Zira. Denkst du, es macht es besser? Was ist, wenn Scar rausbekommt, dass das Junge nicht sein eigenes ist. Ich sage es dir jetzt zum letzten Mal. Stehe endlich zu der Wahrheit und das wir dieses Junge zusammen bekommen und es nicht so ist, wie Scar glaubt.", zischte Nanji wütend und enttäuscht. "Die Wahrheit ist einzig und allein, dass es zwischen uns ein Fehler war. Ich hätte mich nicht auf dich einlassen dürfen, als wir noch im Schattenland lebten. Hätte ich geahnt, dass Scars Plan funktioniert und Mufasa tatsächlich stirbt, dann wäre es nicht so passiert.", fauchte die Löwin vorwurfsvoll. Nanji konnte man nach dieser Antwort, die Wut im Gesicht mehr als deutlich ansehen und er machte wortlos kehrt und verließ die Löwin. Zira musste sich zusammenreißen nicht in Tränen auszubrechen. Niemals hätte sie sich es so belastend vorgestellt. Im Schattenland war alles anders gewesen. Alles war kaum Lebenswert und sie hatte sich damals mit Nanji ein besseres Leben versprochen. Doch schnell hatte sich alles plötzlich verändert und Scar hatte alle überzeugen können, dass nach Mufasas Tod sich alles zum positiven ändert. Sie versuchte mit allen Mitteln daran festzuhalten, dass es mit Scar ein besseres Leben werden würde und bereute es immer mehr, was mit Nanji passiert war. Innerlich wünschte sie sich, alles rückgängig machen zu können, wenn es möglich wäre. Als sie Nanji damals kennenlernte war die Löwin mehr als unglücklich gewesen und wollte mit Nanji durchbrennen um Nuka, Vitani und Kovu ein besseres Leben zu ermöglichen. Dennoch schaffte es Scar immer wieder Zira an sich zu binden und ihr wieder Hoffnung zu geben... Immer wieder dachte sie darüber nach, wie es anders gewesen wäre.

"Mami, wer war das?", riss sie plötzlich eine kleine Löwin aus ihren Gedanken. Sie schaute nun in die großen neugierigen Augen ihrer Tochter Vitani, welche sie neugierig anschaute. Hinter ihr standen ebenfalls gespannt Nuka und Kovu. "Ach Vitani mein Schatz. Das ist nicht so wichtig. Es war nur ein Löwe, denn ich kennengelernt habe, als ich so alt war wie du.", antwortete Zira ruhig und hoffte, dass Vitani nicht weiter nachfragte. Die kleine nickte und schien sich für Zira glücklicherweise nicht weiter dafür zu interessieren. "Wo ist eigentlich dein Bruder Nuka?", erkundigte sich die Löwin bei ihrer Tochter. "Weiß ich nicht. Ich glaube er wollte nachsehen, wo Papa so lange bleibt.", antwortete die kleine kurz und legte sich zu ihrer Mutter.

"Wann dürfen wir eigentlich auch auf dem Königsfelsen leben? Sind die anderen Löwinnen immer noch böse auf uns?" "Uff. Das sind gute Fragen mein Schatz. Ich weiß es leider auch nicht genau, denn Papa hat nichts weiter wirklich gesagt. Anscheinend ist nur eine Frage der Zeit, weißt du. Wahrscheinlich trauern die anderen Löwinnen noch um ihren vorherigen König Onkel Mufasa und wissen noch nicht, dass Papa ein viel besserer König ist.", antwortete Zira unsicher und so ruhig wie möglich ihrer Tochter. "Aber wieso wissen die anderen das noch nicht?", fragte Vitani weiter neugierig. "Das ist eine gute Frage. Manchmal dauert es bis man etwas weiß. Ich glaube, die anderen Löwinnen brauchen einfach noch etwas Zeit.", antwortete Zira weiter und leckte Vitani sanft über ihren Kopf. "Mami weißt du eigentlich schon, wann mein Geschwisterchen kommt?" "Nein. Das ist sehr schwer zu wissen, wann genau. Es kommt darauf an wann es so weit ist und das kann keiner wissen.", erklärte Zira und musste lachen. Vitani war einfach eine sehr aufgeweckte kleine Löwin die oft vieles hinterfragte.

"Sarabi!", rief laut eine Stimme vom Königsfelsen herab. Mit abwertendem Blick machte sich eine Löwin auf den Weg und lief mit dem letzten Rest stolz, welcher ihr geblieben war an den hungrigen Mäulern der Hyänen vorbei. "Was gibt es Scar?", fragte die Löwin unbeirrt den neuen König des Geweihten Landes. "Wann rufst du endlich die Löwinnen zusammen für die Jagd?", fragte Scar herrisch und kalt. "Dann wann wir der Meinung sind, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist.", antwortete sie unbeeindruckt und ließ sich von Scar nicht beeindrucken. "Ach ist das so? Ich und die Hyänen bekommen langsam Hunger. Ihr solltet euch am besten gleich auf den Weg machen und ich bestehe darauf, dass ihr die Löwinnen meines Rudels mitnehmt.", sagte Scar höhnisch und schaute mit forderndem Blick zu Sarabi. "Nein. Die Entscheidung solltet ihr immer noch mir lassen. Mit den Löwinnen brauchen wir nicht auf die Jagd zu gehen. Die verscheuchen jegliche Beute und müssen das Jagen auf jeden Fall noch lernen. Anders werden wir verhungern.", erklärte die Löwin gelassen und ließ sich nicht herausfordern. Scar schaute verächtlich und drehte sich empört um. Auf dem Weg zu Spitze des Königsfelsens murmelte er etwas Unverständliches. Sarabi machte ebenfalls kehrt und trommelte ihre Löwinnen zusammen, während sie die Löwinnen aus Scars Rudel dort ließ, wo sie waren. In ihren Augen waren diese Löwinnen mehr als unbrauchbar zur Jagd und schreckten jedes Beutetier auf, welches sie anvisierten. "Was meinst du wie lange wir das hier aushalten müssen?", fragte Nala ihre Mutter Sarafina bedrückt. "Keine Ahnung. Ich hoffe nur, dass wir bald unser Reich wieder zurück haben. Wir müssen standhaft bleiben und dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Wir müssen auf Sarabi hören. Sie weiß mit Sicherheit was zu tun ist.", antwortete sie ihrer Tochter kühl und leicht verzweifelt. Seit Mufasas Tod hatte sich zu viel zum Negativen verändert. Auch wenn es erst ein paar Tage her ist, konnte das Rudel seinen Verlust noch nicht überwinden und schaute in eine dunkle Zukunft.
 
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