Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Amnesie

von Moony 24
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Het
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Remus "Moony" Lupin Ronald "Ron" Weasley
21.10.2020
11.04.2021
32
53.620
14
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
07.04.2021 1.655
 
Als ich die Augen öffnete war es um mich herum stockfinster.
Mein erster Gedanke war, dass ich mir den Tod anders vorgestellt hatte. Doch langsam lichtete sich die Dunkelheit vor meinen Augen und ein Zimmer wurde deutlich. Es war ein Krankenzimmer, dass erkannte ich sofort. Mühsam versuchte ich mich aufzurichten, ließ es aber sofort bleiben, da ein stechender Schmerz durch meinen Kopf raste. Stöhnend schloss ich die Augen, doch keinen Wimpernschlag später öffnete ich sie wieder, als ich ein Geräusch neben mir vernahm.
>>Hermine, du bist wach! << Und schon schob sich ein roter Haarschopf in mein Blickfeld und umarmte mich von der Seite.
Ich wollte den Mund öffnen, um etwas zu sagen, aber meine Kehle war wie ausgetrocknet.
Also schloss ich ihn wieder und nickte nur zur Bestätigung.
>>Merlin sei Dank! <<, meinte Ginny und ließ von mir ab.
Ich überlegte unterdessen krampfhaft, was eigentlich genau passiert war.
Allerdings machte sich ein Schmerz hinter meiner Stirn breit, der nicht grade angenehm war, also ließ ich es sein.
>>Ein Glas Wasser? <<, fragte ich mühsam und jedes Wort brannte in der Kehle.
>>Oh natürlich, du hast sicher Durst…Hier bitte sehr! <<
Damit reichte mir meine beste Freundin ein Glas, randvoll mit kühlem Wasser.
Gierig, mich fast verschluckend,  trank ich es aus und reichte es ihr dann erschöpft zurück.
>>Bin ich im St.-Mungo? <<, fragte ich und drehte leicht meinen Kopf in ihre Richtung, damit ich sie besser anschauen konnte.
>>Ja, du warst ein paar Stunden ohne Bewusstsein, aber keine Sorge, dir geht es bald wieder besser! <<, antwortet Ginny und lächelte zuversichtlich.
>>Was ist mit Remus? <<, keuchte ich erschrocken auf, als mir plötzlich wieder bewusst wurde, was passierte war.
>>Er liegt nur zwei Zimmer weiter den Flur runter. Und wenn du wieder auf den Beinen bist kannst du zu ihm<<, sagte meine Freundin immer noch lächelnd.
>>Wie geht es ihm? << Angespannt rutschte ich in meinem Bett hin und her.
Am liebsten wäre ich sofort aufgesprungen, um nach ihm zu sehen.
>>Ganz gut. Er ist hart im Nehmen und hat schon nach dir gefragt. Harry ist gerade bei ihm. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen. Er wird wieder ganz gesund. Genau wie du auch. Und nun schlaf. Die Heiler sagten, dass du viel Ruhe brauchst. <<
Einigermaßen beruhigt nickte ich nur und schloss wieder die Augen. Ich brauchte nicht lange um ins Land der Träume zu gelangen.

Als ich die Augen wieder aufschlug, war es helllichter Tag.
Eine mir unbekannte junge Frau stand an meinem Bett und schien gerade meinen Kopf zu untersuchen.
>>Guten Morgen, Miss Granger. Wie fühlen wir uns heute? <<, fragte sie sanfte.
>>Müde<<, antwortete ich nach kurzer Überlegung und musste mir ein Gähnen unterdrücken.
>>Das sind die Nachwirkungen des Schlaftranks. Das geht schnell vorbei. Sie haben eine mittelschwere Gehirnerschütterung, hatten eine Menge Schnittwunden, einige Blutergüsse und eine Verletzung an der Wirbelsäule, die aber schon gut verheilt war, als sie hier eingeliefert wurden<<, erklärte sie mir freundlich. Stumm nickte ich.
>>In ein bis zwei Tagen dürfen sie wieder nach Hause. << Damit wandte sie sich von mir ab und ging in Richtung Tür.
>>Kann ich zu Mr. Lupin? <<, fragte ich eilig.  Lächelnd drehte sie sich wieder zu mir um.
>>Sie sollten lieber noch liegen bleiben. Morgen vielleicht. << Enttäuscht seufzte ich.
>>Können Sie mir dann wenigstens sagen, wie es ihm geht? << Hoffnungsvoll blickte ich zu der Heilerin auf.
>>Miss Granger, Sie wissen sicher, dass ich solche Informationen nicht einfach preisgeben darf. Außer Sie sind verwandt oder verheiratet <<, erklärte sie mir.
>>Aber… wir sind verlobt, zählt dass nicht auch? <<, log ich schnell und hoffte, auf diesem Wege an Informationen zu kommen. Skeptisch blickte sie mich daraufhin an.
>>Na gut…ausnahmsweise. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er hat mehrere Rippenbrüche, eine davon hat die Lunge verletzt, und eine schwere Fluch Wunde. Es wird noch etwas dauern, aber er wird wieder vollkommen genesen. Ruhe ist für ihn im Moment das wichtigste. Ebenso wie für sie. << Dankbar sah ich zu ihr auf und lächelte.
>>Vielen Dank<<, sagte ich und die Heilerin wandte sich wieder der Tür zu.
>>Schon gut<<, meinte die Frau noch und verschwand dann.
Besorgt ließ ich mich in meine Kissen sinken und glitt schnell wieder in einen traumlosen Schlaf.

Als ich nach einer Weile die Augen wieder aufschlug, saß Molly Weasley an meinem Bett und strickte.
>>Hermine, bin ich froh, dass du wach bist. Wir haben uns solche Sorgen gemacht. <<
Überglücklich fiel sie mir gleich um den Hals.
Etwas überfordert erwiderte ich die Umarmung, doch plötzlich machte sich meine Blase bemerkbar.
>>Toll<<, beschwerte ich mich leise und schlug die Bettdecke zurück, als sich Mrs. Weasley wieder auf dem Stuhl neben dem Bett fallen ließ.  
>>Was hast du vor? <<,  fragte sie entsetzt.
>>Ich muss mal dringend auf die Toilette<<,  antwortete ich und ließ mich langsam vom Bett rutschen.
>>Warte. Soll ich lieber einen Heilen holen? Du darfst eigentlich noch nicht aufstehen.<<
Doch ich schüttelte nur den Kopf, was ihm Endeffekt keine gute Idee war, denn dieser fing sofort wieder an zu schmerzen und zu pochen. Kurzeitig drehte sich alles. Tapfer schluckte ich die aufkommende Übelkeit hinunter und schritt langsam zur Tür.  
Auf dem Flur kam mir ein Heiler mit einem Nachttopf entgegen und beäugte mich kritisch.
Ich ignorierte ihn und sah mich kurz um. Ich wusste nicht genau wo auf dieser Etage die Toiletten waren.
>>Komm, ich begleite dich<<, meinte Mrs Weasley, die plötzlich an meiner Seite auftauchte.
Sie führte mich behutsam den Flur hinunter, zu der entsprechenden Tür.
Als sie dann aber noch mit in die Toilette wollte, lehnte ich dankbar ab.
>>Das schaffe ich schon allein<<, sagte ich und schloss die Tür direkt vor ihrer Nase ab, bevor sie etwas erwidern konnte.

Nachdem ich mich erleichtert hatte,  wusch ich mir die Hände und sah in den Spiegel. Eine Augenweide war ich nicht gerade.
Schnell wandte ich mich ab und ging wieder auf den Flur hinaus. Mrs Weasley hatte tatsächlich vor der Tür gewartet.
Wir waren fast wieder an meinem Zimmer angekommen, als ein Heiler aus einem Krankenzimmer kam und ich einen kurzen Blick hinein erhaschen konnte. Es war das indem Remus lag. Ich hatte ihn sofort erkannt, auch wenn sein Gesicht mit einigen Blutergüssen verziert war. Offensichtlich schlief er.
>>Können wir kurz zu Remus schauen? << fragte ich Mrs Weasley, als die Zimmertür wieder ins Schloss fiel.
>>Die Heiler sagten, er bräuchte zurzeit viel Ruhe. Morgen darf er wieder Besuch empfangen. So lange musst dich wohl noch gedulden. << Meinte sie lächelnd und zog mich weiter zu meinen Zimmer.
>>Kann ich vielleicht einen Schmerztrank bekommen? Meine Kopfschmerzen bringen mich noch um den Verstand. <<  
Erschöpft ließ ich mich wieder in mein Bett sinken.
>>Sicher, ich werde mal einen Heiler suchen gehen. << Damit verschwand Mrs Weasley aus meinem Blickfeld.

Einige Minuten später kam sie mit einem voll beladenen Tablett zurück. Hungrig aß ich mein Abendessen auf.
Anschließend trank ich noch das Fläschchen mit dem ekelhaft schmeckenden Schmerztrank zur Gänze leer.
Müde und satt kuschelte ich mich wieder in mein Kissen.
>>Geht es dir jetzt besser? <<, wollte Mrs Weasley lächelnd von mir wissen und nahm mir das nun leer gegessene Tablett ab.
>>Ja, viel besser. Was ist eigentlich mit den Todesser, haben wir alle gefasst? <<
Diese Frage beschäftigte mich schon den ganzen Tag.
>>Sind alle hinter Schloss und Riegel und warten auf ihre Gerichtsverhandlung. Es war zum Ende hin noch ein ganz schöner Tumult gewesen. Durch die Explosion in der Eingangshalle, ist das ganze Gebäude langsam in sich zusammen gefallen. Zum Glück waren die meisten Todesser schon außer Gefecht gesetzt. Die Restlichen mussten wir dann aus dem Trümmerhaufen bergen. Ron und Neville, die im oberen Stockwerk waren, konnten gerade noch auf ihrem Besen entkommen. Dädalus Diggel und Elphias Doge hatten nicht so viel Glück. Sie wurde von einen herabfallenden Deckenbalken erwischt. Sie liegen schwer verletzt im Erdgeschoss, in der Abteilung für Utensilien-Unglücke. Wir wissen noch nicht, ob sie durch kommen werden. Ansonsten sind noch Angelina und Sturgis hier. Sie liegen wie du und Remus im vierten Stockwerk, in der Abteilung für Fluch Schäden und Zauberunfälle. Allen anderen geht es so weit gut. Morgen sollen die Gerichtsverhandlungen beginnen<<, berichtete mir Mrs Wealsey mit ernster Miene.
>>Ich kann mich nur noch an die Explosion erinnern und dass der Boden unter meinen Füßen plötzlich nachgegeben hatte…dann an nichts mehr<<, sagte ich nachdenklich.
Wie bin aus dem Haus rausgekommen? Oder mussten sie mich auch aus den Trümmern bergen?
>>Ja, du bist ins Kellergeschoss gestürzt und hast dir dabei den Kopf angestoßen. Remus ist dir hinterher gesprungen und hat dich durch das Kellerfenster in Sicherheit gebracht. Doch durch seine Verletzungen hat er es selbst nicht mehr rechtzeitig ins Freie geschafft und wurde von der herabfallenden Decke erwischt. << Schockiert blickte ich Mrs Wealsey an.
Remus hatte sein Leben für mich riskiert…schon wieder. Ein warmes Gefühl machte sich in meiner Brust breit.
>>Er hat mich gerettet! <<, sagte ich mehr zu mir selbst als zu Mrs Weasley.
>>Ja das hat er<<, meinte sie und lächelte mich warm an.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast