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Blicke nicht zurück!

von Moony 24
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Remus "Moony" Lupin Ronald "Ron" Weasley
21.10.2020
29.11.2020
17
27.638
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21.11.2020 1.511
 
>>Also heute kommt dieser Severus Snape? << fragte Remus nach und biss in sein Marmeladenbrötchen. Drei Tage waren seit unserer Gefangenschaft vergangen und ich hatte in dieser Zeit, einen völlig veränderten Remus kennen gelernt.  

**Flashback (Mo 23.08.1999/9:00 Uhr)**
Ich war gerade auf dem Weg in die Küche, um Krummbein und Fawkes zu füttern, als ich die angelehnte Tür zu Remus Zimmer bemerkte. Neugierig warf ich einen Blick durch den Türspalt. Remus saß in der Fensterbank, ein Bein angewinkelt, dass andere baumelte hinunter. Ein Buch lag aufgeschlagen in seinem Schoß, doch er beachtete es gar nicht. Stattdessen war sein  Blick aus dem Fenster gerichtet. Die Sonne schien auf sein Gesicht, wodurch seine Augen zu leuchten begannen. Wie flüssiges Gold, schoss es mir durch den Kopf. Ich hatte ihn noch sie so sorglos dasitzen sehen. Meist zierten tiefe Sorgenfalten sein Gesicht. Doch jetzt war seine Haut glatt und entspannt, was ihn um Jahre jünger machte. Schwerfällig löste ich den Blick von ihm und setzte meinen Weg zur Küche fort.

**Flashback (Mo 23.08.1999/12:00Uhr)**
>>Hermine, dass Essen ist wie immer köstlich. Wenn du willst, kann ich dir auch mal was Feines kochen, um mich zu revanchieren<<, lächelte Remus und biss genüsslich in sein Steak.
>>Du kannst kochen? << fragte ich überrascht nach.
>>Ja, ich denke schon. Ich kann mich zwar nicht erinnern, aber ich hab das so im Gefühl<< grinste er mich an, während ich ein Schluck aus meinem Weinglas nahm. Als ich das Glas wieder auf dem Tisch absetzte, fing Remus plötzlich an zu lachen.
>>Was ist? << wollte ich verwundert wissen.
>>Ach nichts…aber mir gefällt dein neues Makeup<< grinste er.
>>Was meinst du? Welches Makeup? << verwirrt fuhr ich mir mit der Hand durchs Gesicht und bekam erst jetzt mit, dass ich einen Wein Bart über der Oberlippe hatte. Nun musste ich auch lachen.
>>Das ist überhaupt nicht witzig<<, meinte ich mit einem Augenzwinkern, was ihn noch mehr amüsierte.

**Flashback (Di 24.08.1999/ 10:00 Uhr)**
>>Hermine, du solltest deinen Kater wirklich besser erziehen! <<, hörte ich Remus Stimme aus dem Wohnzimmer. Verwundert steckte ich den Kopf aus der Küche und blickte zu ihm rüber.
Er saß in einem Sessel und  hielt ein komisches graues Etwas in die Höhe.
>>Wieso? Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit ihm. Was hast du da? <<,  fragte ich verwirrt und beobachtete wie er das graue Dingsda, angeekelt aus dem offenen Fenster warf. Gleich darauf hörte man die Schreie mehrerer Menschen, die untern auf der Straße vorbeiliefen.  Ich musste mir ein Grinsen verkneifen.
>>Ach ja? Dann scheint er mich wohl nicht sonderlich zu mögen. Er hat mir nämlich gerade eine tote Ratte auf die Schulter gelegt. << Auch ich verzog darauf angeekelt das Gesicht.
>>Böser Krummbein! <<, schimpfte ich meinen Kater an.
Doch er beachtete mich gar nicht, sondern sprang ebenfalls aus dem Fenster.
>>Ich werde mal unter die Dusche gehen. Nicht das ich noch Flöhe bekomme<<, scherzte Remus und verschwand im Bad. Wenige Minuten später hörte ich das Wasser rauschen. Doch da war noch ein anderes Geräusch. Hört sich nach einem Lied an. Ja ganz eindeutig. Überrascht blickte ich die verschlossene Badezimmertür an. Remus pfiff ein fröhliches Lied unter der Dusche, kaum zu glauben.

**Flashback (Di 24.08.1999/ 22:00 Uhr)**
Ich wollte gerade in mein Schlafzimmer gehen und hatte einen Stapel Bücher im Arm, als ich über Krummbein stolperte. Krachend landeten die Bücher und ich auf dem Boden.
>>Verdammt, Krummbein! Pass doch auf! <<, fluchte ich und rieb mir die schmerzhaften Ellbogen. Remus wurde nun ebenfalls aufmerksam und steckte neugierig seinen Kopf durch die offene Badezimmertür.
>> Hermine, was machst du denn da auf dem Fußboden? Soll ich dir ein Bett vorbeibringen? Oder ein Zelt? Eine Decke? Luftmatratze? Kopfkissen? <<, fragte er gleich darauf lachend. Kopfschüttelnd sah ich zu ihm auf.
Ich mochte den fröhlichen Remus sehr, doch im Moment wäre es mir lieber, er würde mir helfen.
>>Danke nein. Es ist sehr bequem hier unten. Solltest du auch mal ausprobieren<<, meinte ich sarkastisch. Plötzlich wurde Remus ernst. Das Lachen war verschwunden und er kam, nur in T-Shirt und Shorts auf mich zu.
>>Du hast recht…ich werde meinen nächsten Wellnessurlaub hier verbringen <<, nickte er zustimmend.  Nun war es an mir zu lachen und Remus stimmte sofort mir ein. Dann reichte er mir die Hand  und zog mich schwungvoll hoch.
**Flashback ende**

Doch ich wusste, diese Momente waren nicht von Dauer. Bis jetzt hatte ich ihm noch nicht gebeichtete, dass er an einer unheilbaren Krankheit litt und ihn die Gesellschaft dafür verachtete. Es stimmte mich traurige, dass diese warmen, glücklichen Augen wahrscheinlich bald wieder von Sorge und Traurigkeit gezeichnet sein würden.
>>Ja, um 10 Uhr wollte er hier sein<<, antworte ich und setzte ein gekünsteltes Lächeln auf.
Ich freute mich nicht, auf den Besuch von Severus Snape. Insgeheim hoffte ich, dass Remus seine Erinnerung nicht wieder bekam. Ich mochte sein neues Ich und wollte es nicht gleich wieder verlieren. Es war egoistisch von mir so zu denken. Das wusste ich. Spätestens beim nächsten Vollmond, würde der glückliche Remus sowieso wieder verschwinden.
>>Und, wie ist er so? <<, wollte er wissen und riss mich aus meinen traurigen Gedanken.
>>Wer? << Verwirrt blickte ich ihn an.
>>Na, dieser Snape <<, meinte Remus. Ich trank einen Schluck von meinem Kaffee, um meine Antwort hinaus zu zögern.
Sollte ich ihm die Wahrheit sagen? Besser ist es wohl.
>>Um ehrlich zu sein, ist er ein ziemlich schwieriger Zeitgenosse. Du und deine Freunde haben ihm früher immer Streiche gespielt. Er ist sehr nachtragend, musst du wissen<<, erklärte ich ihm und bestrich mein Brötchen ebenfalls mit Marmelade.
>>Oh…, ist es dann klug, wenn gerade er versucht, meine Amnesie zu heilen? << Skeptisch schaute er mich an.
>>Er ist nun mal der beste in Legilimentik. Einen besseren finden wir leider nicht<<, sagte ich bedauernd.

Als wir unser Frühstück beendet hatten, machten wir es uns im Wohnzimmer gemütlich. Punkt 10 Uhr stand Severus Snape vor unserer Haustür. Freundlich begrüßte ich ihn, doch er ignorierte mich einfach und marschierte schnurstracks ins Wohnzimmer. Remus war anstandshalber aufgestanden.
>>Lupin! <<, knurrte Snape zur Begrüßung.
>>Ähm…Hallo, Sie müssen Severus Snape sein, richtig? <<, fragte mein Mitbewohner verunsichert.
>>Wer soll ich denn sonst sein? Oder erwarten Sie noch anderen Besuch? Nun setzten Sie sich endlich, damit wir anfangen können! <<, sagte der Professor fordernd und wir nahmen auf dem Sofa Platz, während Snape es sich in einem Sessel gemütlich machte.
>>Nun Lupin, werden ich versuchen den Zugriff auf Ihr Erinnerung zu erlangen. Ihr Verstand hat offensichtlich  eine Art Blockade erlitten, um ihr Gedächtnis zu schützen. Dieses existiert wahrscheinlich immer noch, ist aber versteckt. Durch die Verwendung von Legilimentik, kann ich Sie dabei unterstützen, diese Blockade wieder aufzuheben, um  ihre Erinnerungen wieder zu finden und womöglich gänzlich wiederherzustellen. Davon mal abgesehen, dass es kein großer Verlust für die Zauberwelt wäre, sollten Sie ihr Gedächtnis, nicht wiedererlangen <<, erklärte mein alter Zaubertranklehrer unfreundlich wie eh und je.
>>Okay, und was ist Legilimentik? <<, wollte Remus wissen. Genervt verdrehte Snape darauf die Augen.
>>Das ist die Fähigkeit, Gefühle und Erinnerungen aus einem anderen Geist zu extrahieren<<, sagte er ungeduldig.
Ich spürte Wut in mir aufsteigen, doch ich schluckte sie hinunter. Warum musste er auch immer so unhöflich sein?
>>Also, fangen wir an! Sie entspannen sich und ich versuche in Ihren Geist einzudringen. Verstanden? << Remus nickte zustimmend, doch ich sah die Nervosität in seinem Gesicht. Eine halbe Stunde lang, versuchte der Professor in den Kopf meines Mitbewohners einzudringen, doch ohne Erfolg. Remus schien unbewusst Okklumentik anzuwenden. Zumindest war das Snapes Erklärung für dieses Dilemma.
>>Nun, da wir mit Legilimentik  keine Fortschritte erzielen, müssen wir wohl nach Alternativen suchen<<, sagte er gereizt und sprang von seinem Sessel auf.
>>Ich finde alleine raus<<, meinte er und ging Richtung Flur.
>>Was, Sie gehen schon? <<, rief ich ihm verwundert hinterher. Er konnte doch jetzt nicht einfach abhauen.
>> Wenn Sie Augen im Kopf haben Miss Granger, dann sehen Sie, dass ich im Begriff bin, genau dies zu tun<<, erklang Snapes gehässige Stimme aus dem Flur.
>>Und was ist mit Remus´ Amnesie? <<, fragte ich schnell.
>>Wie gesagt, ich suche nach Alternativen. << Und damit viel die Tür ins Schloss.
Verwirrt blickte ich meinem ehemaligen Zaubertranklehrer hinterher.
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