Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Neuanfang

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
OC (Own Character) Zac Efron
21.10.2020
13.11.2022
4
3.969
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
21.10.2020 1.365
 
Sie wusste nicht, warum sie es tat, aber es fühlte sich richtig an.
Es war ein schöner sonniger Morgen in Norwegen und Lea konnte es nicht abwarten, das Schiff zu verlassen. Seit fast zwei Wochen war sie nun mit ihrer Familie auf einem Kreuzfahrtschiff und schaute sich die Welt an. Es war der perfekte Abschluss ihrer Schulzeit gewesen. Sie war endlich fertig und zur Belohnung hatten ihre Eltern ihr diesen Urlaub geschenkt. Sie wollte schon immer mal nach Norwegen. Jetzt war sie hier.
Eigentlich war sie kein Frühaufsteher, aber heute morgen hatte sie einfach das Bedürfnis, raus zu gehen. Raus an die frische Luft, wenn alle anderen noch schliefen. Sie hinterließ ihrer Familie eine Nachricht und ging als Erste von Bord.
Sie war direkt beeindruckt von der Stadt namens Bergen. Diese kleine Stadt, die in Mitten von Fjorden lag, eingekesselt von hohen grünen Bergen. Sie hatte kein genaues Ziel. Sie ging einfach der Nase lang und wollte irgendeine Aussichtsplattform finden, auf der sie alles überblicken konnte. Also steuerte sie den nächst besten Weg an und machte sich an den Aufstieg.
30 Minuten später kam sie zur ersten Aussichtsplattform auf der Hälfte des Berges und staunte nicht schlecht. Vor ihr konnte sie auf ihr Schiff gucken, was plötzlich so klein wirkte. Rechts von ihr fiel ein riesiger Wasserfall den Berg hinunter und um sie herum war alles still. Sie hatte das Gefühl, zur Ruhe zu kommen. Durchzuatmen.
Sie merkte nicht, wie sich ein Mann in ihre Nähe stellte und in die selbe Richtung wie Lea starrte.
„Wow“, sagte er. Ohne sich umzudrehen, oder auch über ihre Worte nachzudenken, erwiderte Lea auf deutsch: „Ja, unglaublich“
„Was?“, fragte der Mann auf englisch. Lea hatte keine Lust sich umzudrehen und sich zu unterhalten sie wollte die Natur genießen, aber sie wollte auch nicht unhöflich sein. Auch wenn sie die meisten Menschen nie wieder sehen würde, könnte sie dennoch freundlich sein.
Sie schaltete ihr Gehirn auf englisch und erwiderte: „Ich sagte unglaublich.“
Mit diesen Worten drehte sie sich um und schaute in die schönsten blauen Augen, die sie je gesehen hatte.
Sie realisierte aber auch sofort, zu wem sie gehörten. Zac Efron. Dem Zac Efron. Schauspieler, Sänger und Mädchenschwarm Millionen Mädchen. Sie wollte gerade los kreischen, da besann sie sich eines besseren. Sie war nicht hier um sich wie ein kleines Mädchen zu benehmen. Sie wollte einfach nur den Moment genießen und sie wettete, dass aus diesem Grund auch Zac hier stand.
Sie lächelte ihn an und drehte sich dann wieder um.
„Danke“, erwiderte er. Lea war erstaunt. „Wofür?“
„Ich habe gesehen, dass du realisiert hast, wer ich bin und sagst trotzdem nichts. Ich weiß nur nicht, warum?“, gab er zu.
„Ich glaube, wir sind beide nicht hier, damit wir das typische Star-Fan-Szenario abziehen. Ich bin zumindest nicht dafür so früh aufgestanden.“, lachte sie.
Mit diesen Worten blieben beide stumm neben einander stehen, aber es war keine unangenehme Stille. Beide wusste, dass der jeweils andere einfach gerade den Moment genoss.
„Ich wollte mir Bergen auch mal von ganz oben angucken. Kommst du mit?, fragte Zac zu Lea gewannt.
„Mhm. Klar. Warum nicht?“
„Ich bin übrigens Zac.“, lachte er und streckte ihr seine Hand entgegen.
„Ach was? Das habe ich ja noch gar nicht gewusste.“, neckte sie ihn, „Ich heiße Lea.“
Sie ergriff Zacs Hand und in diesem Moment durchschoss es sie wie ein kalter Blitz.
„Wo kommst du her?“, fragte er und machte sich an den Anstieg.
„Deutschland. Und du? Lass mich raten, Los Angeles?“, beide lachten und gingen gemeinsam den Berg hinauf.
„Nicht das du denkst, ich mache das täglich. Also so mit jemandem reden. Das lässt leider mein Beruf nicht zu.“, sagte Zac auf einmal.
„Das habe ich mir schon gedacht und ehrlich gesagt, wundere ich mich auch ein bisschen darüber, dass du so locker mit mir redest.“
„Ich weiß auch nicht. Ich habe manchmal das Bedürfnis, mich normal zu fühlen.“, erwiderte Zac.
„Das kann ich verstehen. Aber keine Sorge, es interessiert mich ehrlich gesagt nicht, wer du bist.“, sagte Lea.
„Autsch, das tat weh!“, sagte Zac lachend und faste sich theatralisch ans Herz.
So unterhielten sich beide den ganzen Weg nach oben. Lea fühlte sich wohl, obwohl sie eigentlich mit einem komplett Fremden unterwegs war. Sie merkte nur, dass sie sich eindeutig zu kalt angezogen hatte. Der Wind schnitt ihr ins Ohr und so langsam bekam sie davon Ohrenschmerzen.
Das blieb auch Zac nicht verborgen. Ohne einen Ton zu sagen, kramte er eine Mütze aus seinem Rucksack und zog sie Lea über den Kopf. Erschrocken von Zacs‘ plötzlicher Berührung, zuckte sie zusammen, aber seine Mütze fühlte sich gut an und sie merkte im nächsten Moment, wie ihre Ohrenschmerzen zurück gingen.
Am Gipfel angekommen, zogen beide geräuschvoll die Luft ein. Der Ausblick war atemberaubend.
So weit sie gucken konnten, erstreckten sich Berge und Flüsse und im Tal, als auch in den Berghängen, waren kleine Häuser verteilt. „Das war es echt wert.“, sagte Zac und lies den Blick schweifen.
Lea bemerkte, wie Zac alles um sich zu vergessen schien. Er wirkte so friedlich und dieses Gefühl färbte auch auf sie ab. Das hatte sie nach dem monatelangem Abiturlernen gebraucht. Dafür war sie so früh heute morgen aufgestanden.
Sie setzten sich so nah wie möglich an die Klippe und unterhielten sich eine ganze Zeit.
Als der Tag so langsam zum Leben erwachte, fing es an, dass immer mehr Leute auch auf den Gipfel kamen. Lea bemerkte, wie Zac immer kleiner wurde, sich seine Kapuze tief ins Gesicht zog und eine Sonnenbrille aufsetzte. Lea erschien es so, als hätte er Panik.
„Ich glaube, ich sollte mich mal langsam auf den Weg nach unten machen.“, sagte Zac und wurde immer hektischer.
„Wenn du nichts dagegen hast, komme ich mit.“
Sie packten ihre Sachen zusammen und steuerten zügig den Weg nach unten an. Zac wirkte nicht mehr so frei und unbeschwert, wie noch am Anfang.
Als die beiden den Fuß des Berges erreicht hatten, hatte sich Lea innerlich schon vorbereitet, sich zu verabschieden.
„Verdammt“, fluchte Zac leise.
„Was ist los?“, fragte Lea und beide blieben stehen.
„Lach jetzt nicht, okay?“, sagte Zac und wirkte verlegen.
„Versprochen“, sagte Lea und hob zwei Finger in die Luft.
„Ich habe die Angewohnheit, mir aus jeder Stadt irgendetwas Kleines zu kaufen, was mich an die Stadt erinnert. Eigentlich wollte ich das heute morgen machen, aber da hatten noch alle Geschäfte zu und jetzt ist da zu viel los. Egal, dann muss ich eben Darin fragen.“
„Darin?“
„Einer meiner engsten Freunde. Wir kennen uns schon ewig und er ist mit mir hier. Er hatte nur keine Lust auf zu stehen. Deswegen bin ich alleine los.“
„Verstehe. Kannst du hier warten?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte sich Lea um und ging auf das Souvenirgeschäft zu. Als sie 10 Minuten später wieder rauskam, hielt sie eine kleine Schneekugel in der Hand. In der Kugel erkannte man Bergen und darunter war der Name der Stadt eingraviert.
„Wow, die ist echt wunderschön. Danke.“, sagte Zac und schaute Lea direkt in die Augen. „Was bekommst du?“
„Ach quatsch. Das wird mein Portemonnaie auch noch verkraften.“, sagte Lea und zwinkerte.
„Okay, dann behältst du wohl meine Mütze.“
„Deal.“
„Bevor du gehst...“, Zac zögerte. „Wäre es okay, wenn wir Nummern austauschen?“
Lea traute ihre Ohren nicht. Jemand wie Zac, wollte etwas von ihr? Damit meinte sie nicht damit, dass er ein Promi war, sondern, dass er eigentlich zu gut für Lea aussah. Sie konnte es nicht glauben.
Völlig überfordert willigte sie ein und tippte in sein Handy ihre Telefonnummer.
„Bis wann bist du in Bergen?“, fragte Zac, als Lea ihm sein Handy zurück gab.
„Das Schiff legt heute Abend schon wieder ab.“, erwiderte Lea.
„Und wo geht es dann hin?“
„Stavanger“
„Der Ort soll sehr schön sein. Da wollte ich auch schon mal hin. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann wieder.“ Zac grinste und ließ Lea mit diesen Worten stehen.
Lea blieb eine ganze Zeit völlig perplex stehen. Nach einer Weile, drehte sie sich um und ging auf das Schiff zu. Entweder sie träumte noch, oder dieser Vormittag war eine grandiose einmalige Sache gewesen, von der sie ihren Enkelkindern noch erzählen konnte. Als ob er sich je wieder bei Lea melden würde.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast