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~A Light In The Dark~

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character)
20.10.2020
21.03.2021
63
85.264
6
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.10.2020 1.429
 
Hi :)  Ich wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte und hoffe, dass sie euch gefallen wird. Die Geschichte ist unter demselben Titel auch noch einmal auf Wattpad hochgeladen. Ich würde mich sehr über Reviews und eure Meinung freuen und hoffe, dass ich die Kapitel so schnell wie möglich schreiben und hochladen kann.

LG Fairytale22
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Ich weiß, dass es eine schlechte Idee ist, als Ally und ich auf dem hell erleuchteten Parkplatz vor dem Propheten anhalten. Um die Uhrzeit haben sich schon viele Personen vor den Türen des bekanntesten Clubs von Angeles in knappen Kleidungsstücken versammelt und warten auf den Einlass.

“Das ist der Hammer”, Ally seufzt und streicht sich ihren schwarzen Rock glatt, welcher so gut zu ihren hochgesteckten dunklen Haaren passt. Ihr herzförmiges Gesicht ist von der Kälte leicht gerötet, denn natürlich hat sie darauf bestanden, dass beide Fenster auf der Fahrt offen sind. Es sind ihre kleinen Gewohnheiten, welche sie so liebenswürdig machen.

“Ich kann nicht glauben, dass wir es tatsächlich geschafft haben.” Sie seufzt begeistert und kaum habe ich das dunkle Auto in eine der Parkbuchten manövriert, reißt sie auch schon ihre Tür auf und springt ins Freie.

“Ich auch nicht”, flüstere ich und schüttele meinen Kopf. Ich habe keine Ahnung wieso ich mir das antue, aber Ally war es so wichtig.

“Sie haben im ganzen Gebäude keine Kameras”, flüstert sie mir zu , während wir auf die Schlange vor dem Club zugehen. Natürlich nicht. Denn eine Kamera würde ausreichen, damit Ally die nächsten Wochen die Titelseiten aller Zeitungen füllen würde. Die Prinzessin treibt sich nachts in verruchten Clubs herum. Ein gefundenes Fressen für alle Journalisten.

Soweit ich es erkennen kann , sind die meisten Besucher des Clubs bereits angetrunken, als wir an der Schlange vorbeigehen. Vielleicht wirft uns deswegen keiner einen zweiten Blick zu. Der Türsteher scheint Ally jedenfalls zu erkennen, seine Augen weiten sich kaum merklich, als er seinen Blick über uns gleiten lässt. Aber er nickt nur und lässt uns eintreten. Und dann sind wir drinnen.

Laute Musik schlägt mir entgegen, während wir uns den Weg zwischen tanzenden Menschen bahnen, immer begleitet von einem dumpfen Bass. Ally scheint hellauf begeistert zu sein, denn sie hüpft beinahe auf die ausladende Bar zu.  Der Barkeeper schiebt ihr ohne Kommentar einen roten Becher zu. So scheint es hier zu laufen, denn auch andere bekommen Becher zugeschoben.

“Nimmst du auch einen ?” Gelangweilt sieht mich der Mann an. Ich schüttelte kaum merklich meinen Kopf.

“Es ist viel besser als ich es mir vorgestellt habe”,Ally nimmt noch einen Schluck und verzieht das Gesicht, als sie zu viel von dem Alkohol trinkt.

“Hey, das könnte unser letzter freier Abend sein. Sobald die Selection angefangen hat, werde ich nur noch unter Aufsicht stehen.”

“Ja die Begründung hast du in den letzten Tagen oft gebracht”, erwidere ich und sie lacht.

“Aber es hat doch funktioniert ”

Während sie mich mit auf die Tanzfläche zieht, wird mir wieder einmal mehr klar, wie unterschiedlich Ally und ich sind. Sie ist waghalsig, mutig, hat keine Angst Regeln zu brechen. Ich hingegen wäre nie freiwillig abends in einen Club gegangen ohne, dass Ally mich quasi dazu gedrängt hätte. Das ist  nicht meine Welt. Einmal davon abgesehen, dass sie sich schon zum dritten Mal diese Woche aus dem Palast geschlichen hat. Aber da die Selection ihres Bruders ansteht, liegt die Aufmerksamkeit zum Glück nicht nur auf ihr.

Unfreiwillig steige ich zu ihr auf die Tanzfläche. Sie scheint es kaum zu bemerken, dazu ist sie viel zu begeistert. Ich hingegen sehe mich lieber um, beobachte die Menschen , die wie wild zu den Bässen tanzen, begleitet von den sich bewegenden Neonlichtern. Es dauert keine Minute, schon werde ich angerempelt und gegen einen anderen Körper geworfen. Ich zucke zusammen, murmle eine Entschuldigung und wende mich wieder Ally zu, als sich die Person umdreht.

Ich ziehe scharf die Luft ein, als mein Blick die Person trifft. Ich kenne die dunklen Haare, welche sich an den Enden leicht wellen, die stechenden blauen Augen, welche mich ungläubig anstarren. Gideon Schreave sieht gut aus, zumindest ist das die Ansicht die jeder in Illéa zu teilen scheint. Nicht, dass ich mir darüber Gedanken gemacht hätte, schließlich kenne ich ihn genauso wie Ally schon mein Leben lang. Meine Mutter hatte sich damals in der Selection mit ihrer Mutter angefreundet. Bis zum Unfall waren sie unzertrennlich gewesen. So wie Ally und ich heute. Der Unfall, ich schüttele meinen Kopf, um die grausamen Bilder wieder aus meinem Kopf zu verscheuchen.

“Emma ?”, ungläubig sieht er mich an. “Was zur Hölle machst du hier ?” Bei jeder anderen Person wäre ich ausgewichen, hätte versucht mein Gegenüber zu beruhigen. Aus irgendeinem Grund gelingt mir das bei Gideon nicht.

“Ally und ich...” Ich muss den Satz gar nicht erst beenden, schon geht er an die Decke.

“Allison ist hier ?”,er verzieht sein Gesicht. “Wo ist sie ?”

“Sie war gerade noch hier “ Ich drehe mich  um, in der Erwartung Allys dunklen Haarschopf zu sehen, aber sie ist nicht da. An der Stelle wo sie vor wenigen Minuten noch gestanden hatte, tanzt jetzt ein anderes Mädchen.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, greift Gideon nach meinem Arm und zieht mich von der Tanzfläche herunter. In den hohen Schuhen, in die Ally mich gedrängt hat, komme ich kaum hinterher. Aber mit Gideon unterwegs zu sein hat auch seine Vorteile. Während Ally und ich weitgehend ignoriert wurden, zieht er viel  Aufmerksamkeit auf sich. Die Menschen weichen aus, sodass sich eine Schneise bildet. Durch diese zieht er mich jetzt.

Es dauert nicht lange bis wir sie finden. Sie sitzt lachend an der Bar und unterhält sich mit dem Barkeeper. Dieser reicht ihr einen weiteren roten Becher, welchen sie sofort greift.

“Hör zu Gideon”, ich versuche ihn davon abzuhalten, voreilig zu handeln, aber er schiebt mich einfach zur Seite. Ich kenne ihn. In diesem Zustand wäre er bereit den gesamten Club auseinanderzunehmen.

“Allison, wir gehen” er greift sie am Arm und zieht sie unsanft auf die Beine. Kaum lässt er sie los, beginnt sie zu schwanken, sodass er erneut nach ihr greifen muss. Sie scheint das lustig zu finden, denn sie kichert, während sie versucht ein paar Schritte zu machen. Sie ist definitiv betrunken.

“Aber es ist doch so schön hier” Ally macht eine ausladende Handbewegung, welche sie beinahe auf den Boden gebracht hätte, hätte ich nicht ihre andere Seite ergriffen.

“Ja, aber wir sollten gehen”, ich versuche es mit einem ruhigeren Ton, während ich versuche sie in Richtung des Ausgangs zu manövrieren.

“Nein. Du wolltest doch gar nicht hier sein. Dabei ist es so lustig”, sie kichert wieder. Dieses Mal scheint bei Gideon die Geduld gerissen zu sein, denn schließlich greift er nach ihr, wirft sie sich über die Schulter und stiefelt in Richtung Ausgang. Mir bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen.

Auf dem Parkplatz ist es so kalt, dass ich bedauere mit keine Jacke mitgenommen zu haben. Aber Ally war der Meinung, dass es nicht zum Outfit gepasst hätte. Ich blicke auf das kurze hellblaue Kleid herunter, welches sie mir geliehen hat. Es ist eigentlich sehr hübsch, nur passt es nicht wirklich zu mir.

“Hast du etwas getrunken?”, fährt Gideon mich schließlich an, als er Ally auf die Rücksitzbank seines dunklen Autos verfrachtet hat. Es ist einer der Palastwagen. Genau wie der, mit dem wir gekommen sind.

“Nein”, erwidere ich und schüttele meinen Kopf.

“Gut. Wenigstens hat eine von euch etwas Verstand. Steig ein. Ich fahre dich nach Hause.”

“Ich kann selber fahren”, entgegne ich und verschränke meine Arme vor meine Brust. Keine Ahnung woran es liegt, aber ich habe wirklich keine Lust mich von ihm fahren zu lassen. Nicht nach seinem Aufstand im Club.

“Das diskutiere ich nicht. Jetzt steig ein.”

“Nein”, entschlossen halte ich dagegen. Gideons Augen ziehen sich wütend zusammen, aber ich bleibe hart. Er muss mir keinen Gefallen tun. Ich bin durchaus in der Lage auf mich selber aufzupassen.

“Vielleicht hättest du etwas mehr Energie darauf verschwenden sollen, Allison davon abzuhalten in diesen Club zu fahren und nicht dich mit mir zu streiten.”

“Wenn du dich nicht wie ein Arsch aufführen würdest, müsste ich mich nicht mit dir streiten” Ich kann es wirklich nicht leiden, wenn er versucht alles und jeden zu kontrollieren. Diese Angewohnheit hatte er schon immer.

“In Ordnung”, er seufzt. “Ich habe mich wie ein Arsch aufgeführt. Zufrieden? Steigst du jetzt ein ? Und glaube ja nicht ,dass ich dich hier auf dem Parkplatz alleine lasse.” Ich überlege, ob ich mir die Mühe machen soll zu widersprechen. Schließlich seufze ich nur und steige in das Auto. So hatte ich mir den Abend nicht vorgestellt.
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