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Nicht gesucht und doch gefunden – Wenn aus Abneigung Liebe entsteht

von BAB
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
19.10.2020
23.02.2021
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23.02.2021 2.639
 
Am nächsten Morgen suchte Desirée Beatrice auf, um ihren Frust loszuwerden und sich Ideen bei ihr zu holen. Es stand fest, kurz vor Claras und Adrians Hochzeit musste noch ein Denkzettel für die Beiden her und sie sollte nicht schon wieder leer ausgehen.
Desirée klopfte an Beatrices Hotelzimmertür an. Da ihre Mutter nicht öffnete, versuchte sie es ein zweites Mal. Erst beim dritten Versuch stand Beatrice mit leicht zerzausten Haaren und in einem Bademantel vor ihr. Noch etwas verschlafen wirkte Beatrice auf Desirée, doch was sie gleich erfahren würde, ließ ihre Mutter garantiert ganz schnell wach werden. „Was willst du?“, sagte Beatrice schroff und zog ihren Bademantel enger um ihren Körper. „Darf ich vorher vielleicht reinkommen?“, sagte Desirée ungeduldig.
„Wenn es unbedingt sein muss so früh am Morgen…“
Es war noch nicht einmal Vormittag, doch Desirée nahm dieses Mal keine Rücksicht. Zum einen nahm ihre Mutter das auch nie, zum anderen hatte sie Sorge, dass sie wieder kalte Füße bekam. Sie war der festen Überzeugung, wenn sie endlich wieder zufrieden leben wollte, mussten Adrian und Clara einen Denkzettel verpasst bekommen. Also trat Desirée entschlossen in das Hotelzimmer, lief vor Nervosität auf und ab im Zimmer.
„Du hast doch Kontakt zu Jutta, deiner ehemaligen Knastkameradin?“
„Was interessiert dich das so plötzlich?“, sagte Beatrice und lief in das angrenzende Badezimmer, um ihr Haar herzurichten.
„Dieses  Geturtel ist ja nicht zum Aushalten!“
Zufrieden und mit einem Lächeln auf den Lippen trat Beatrice zurück in das Zimmer. Das war auch Desirée nicht entgangen und sie wusste, warum sie nicht zu David gegangen war. Ihren Bruder sollte sie demnächst meiden wie der Teufel das Weihwasser.
„Welches Geturtel?“, fragte Beatrice betont ahnungslos.
„Na von der zukünftigen Familie Lechner!“ Wieder vernahm Desirée eine zufriedene Mutter.
„Sehr schön, du scheinst endlich zu begreifen. Was schwebt dir vor?“
„Keine Ahnung! Du bist doch die Expertin mit den Kontakten. Am liebsten wäre mir…“, Desirée überlegte. Den Tod sollte keiner von Beiden ereilen, aber ein Denkzettel, der es in sich hatte. „Weißt du ich brauche Geld.“
„Die kleine Morgenstern ist sicher einiges wert“, wiederholte Beatrice ihren Vorschlag von vor Wochen und setzte sich dabei mit einem Glas Wasser in einen Sessel. Desirée lief immer noch vor ihr hin und her.
„An Clara habe ich auch schon gedacht.“
„Woran genau?“
„Na… du weißt schon“, Desirée atmete schwerfällig aus, bevor sie weitersprach. „Sie zu entführen.“
Ein Lächeln umspielte wieder Beatrices Lippen. Das war genau das, was ihre Mutter hören wollte, das wusste Desirée. Wenn sie überhaupt nichts wusste und wie ihre Mutter tickte, das gefiel Beatrice immer, denn da sprang Geld bei heraus.
„Was ist jetzt? Hilfst du mir?“, Desirée hielt inne und musterte Beatrice, die ihre Beine übereinandergeschlagen hatte und das Wasser im Wasserglas tänzeln ließ.
„Dazu müsste ich erst mal wissen, was du genau brauchst.“
„Was man eben so braucht, etwas um sie zu betäuben, einen abgelegenen Ort. Tu doch nicht so scheinheilig!“
„Mäßige deinen Ton, du erwartest doch Hilfe von mir. Vielleicht habe ich schon etwas für dich. Komm Morgen um dieselbe Zeit zu mir.“
So schnell ging das? Stirnrunzelnd musterte Desirée Beatrice, verließ jedoch ohne ein weiteres Wort zu sagen das Zimmer. Etwas besser fühlte sich Desirée nun. Endlich passierte etwas, sie konnte etwas tun und sah nicht mehr tatenlos zu, wie es ihr immer schlechter ging und Clara und Adrian die Zeit ihres Lebens hatten. Auch wenn sie jetzt wieder arbeiten musste, hatte sie endlich verstanden, dass die Arbeit ihr nicht weiterhelfen würde, egal wie viel sie sich davon aufhalste. Ob der neue Weg der richtige war und ihr wirklich weiterhalf, darüber machte sich Desirée gerade keine Gedanken mehr.
Ihre Gedanken versuchte sie nun wieder auf die Arbeit zu lenken. Gleich stand ein Meeting mit Stahl, Saalfeld und kurzzeitig auch William an. Es musste koordiniert werden, wann die Fitness- und Wellnessabteilung für Gäste geschlossen wurde. Ebenso stand noch im Raum, ob nur teilweise abgesperrt wurde, damit ein anderer Bereich noch zu erreichen war, oder alles komplett gesperrt werden musste. Im Grunde wurde Desirée das alles immer gleichgültiger. Mit einem schönen Batzen Geld würde sie sich bald absetzten und ein neues Leben beginnen. Was aus William und seiner Beförderung oder den neuen Plänen für die Abteilungen wurde, war ihr am gleichgültigsten. Ob sich bald ein neuer Geschäftsführer durch Akten kämpfte oder was generell aus dem Fürstenhof wurde, interessierte Desirée nur noch am Rande. Jetzt galt, das Beste für sich selbst herauszuschlagen und nicht mehr an andere zu denken.
In der Lobby entdeckte Desirée wie Adrian und Alfons sich angeregt unterhielten. Beide hatten sie noch nicht entdeckt. Schon besser gelaunt als noch vor wenigen Minuten trat Desirée näher. Als Adrian Desirée erblickte, erkannte sie, dass er die Flucht ergreifen würde. „Bis heute Abend, Alfons“, sagte Adrian gut gelaunt und lächelnd, warf Desirée jedoch einen skeptischen Blick zu und verschwand zur Drehtür hinaus. Wer zuletzt lachte, lachte am besten, dachte sich Desirée. Ihm würde das Lachen noch schnell genug vergehen.
Sie trat an den Tresen. „Sind Herr Stahl und Saalfeld schon da?“
„Nein, aber Herr Newcombe.“
„Danke, ich verzichte.“
„Herr Stahl und Saalfeld müssten jeden Moment eintreffen.“
„Oh bestimmt tun sie das, ich warte in der Zeit lieber hier.“
Desirée nahm an dem Tisch neben der Rezeption Platz. So hatte sie ihren Blick genau auf die Rezeptionstür gerichtet und würde die Anteilseigner nicht verpassen. Noch dazu konnte sie ihre Nerven schonen. Woher sollte sie wissen, wie William drauf war? Doch wenn sie genauer überlegte, passte es ihr ganz gut, wenn William sogar schlechte Laune hatte. Ein bisschen Sticheln vor dem ganz großen Coup tat ihr sicher gut. „Ich glaube, ich habe es mir anders überlegt.“
„Wie Sie meinen.“

Meetings. Nicht gerade das, was William schätzte, denn es erinnerte ihn immer an stickige und viel zu heiße Büroräume und dort hatte er beruflich nie landen wollen. In Bichlheim sollten es heute 30 Grad werden, zum Glück bemerkte er jetzt noch nicht viel davon, denn am Mittag hatte er eine Jogginggruppe zu betreuen, da half es nicht, wenn er jetzt schon fix und fertig war. Stahl und Saalfeld ließen sich Zeit. Cool war das nicht, im Gegensatz zu denen hatte er bald wieder Gäste zu betreuen und die waren bekanntlich die Könige. Als sich die Tür öffnete, hatte er schon Hoffnung, dass das endlich seine Vorgesetzten waren. Natürlich nicht! Seine reizende Ex-Schwägerin betrat den Raum, ohne Anzuklopfen, ohne eine Tageszeit zu wünschen und zu allem Überfluss, schien sie gute Laune zu haben.
„Pünktlichkeit ist eine Tugend. Hätte ich dir gar nicht zugetraut.“ Mit diesen Worten schloss Desirée die Tür und wählte ihren Platz aus indem sie sich an die Fensterbank lehnte. Sie hatte ihre Schultern gestrafft und lächelte erwartungsvoll.
Ihre Worte hatten etwas zu überschwänglich anerkennend geklungen. Entweder sie führte etwas im Schilde oder sie versuchte ihn mal wieder mit Kleinigkeiten zu provozieren. Natürlich war es abwegig, dass er pünktlich sein konnte. Wie kam sie auf so einen Quark? Eine andere Frage beschäftigte William mehr. Warum hatte sie so plötzlich gute Laune? Hatte sie im Lotto gewonnen oder einen neuen Freund? Okay, er gab zu, letzteres nahm er nicht wirklich an und war sehr unwahrscheinlich. Wer würde sich eine so anstrengende Frau schon freiwillig antun ohne selbst dem Wahnsinn zu verfallen? Gestern hatte sie schlechte Laune, hatte sogar ihren Bruder versetzt und jetzt schien sie wie auf Droge und badete in guter Laune. Pünktlichkeit hätte sie ihm also nicht zugetraut. Deshalb hatte sie ganz bestimmt keine gute Laune, weil sie erfreut war ihn schon anzutreffen, sogar noch vor Werner und Friedrich.
„Und du? Warum bist du schon hier? Normalerweise erträgst du meine Anwesenheit doch nicht.“ Sie hätte auf dem Absatz kehrt machen müssen oder, wenn sie tatsächlich davon ausgegangen war alleine zu sein, hätte sie überraschter aussehen müssen. William lächelte genauso aufgesetzt, wie ihm Desirées Lächeln vorgekommen war. Er versuchte Desirée so zu provozieren. Immer schön mitspielen! Er nahm ihr die gute Laune, mit der sie gerade auf Tour war, einfach nicht ab. Wäre ja nicht das erste Mal, dass sie anderen versuchte einen schlechten Tag zu bescheren um sich dann daran laben zu können.
„Du nimmst dich ganz schön wichtig. Warum sollte ich diesen Raum nicht betreten, nur weil du hier bist?“
„Du wusstest also, dass ich schon hier bin.“ Zufrieden lächelte William. Das erklärte, warum sie einfach den Raum betreten und nicht gegrüßt hatte. Durch Alfons Sonnbichler hatte sie garantiert die Information bekommen, wer schon alles anwesend war. Sie wusste genauso gut wie er, dass es Zeiten gab, in denen innerhalb von Sekunden ein Raum in Flammen stand, weil sie sich beide nicht ausstehen konnten. Jetzt legte sie es drauf an mit ihm in einem Raum zu sein. Warum? Manchmal war sie einfach zu berechenbar.
„Und selbst wenn es so wäre, was hätte ich denn davon?“
William kam nicht mehr dazu die Frage zu beantworten, denn die Anteilseigner in Form von Werner Saalfeld und Friedrich Stahl betraten endlich das Büro und es konnte losgehen. Für ihn begann nun der trockenste und langweiligste Teil. Er war ein Macher, niemand der stundenlang redete. Noch einen letzten herausfordernden Blick warf er Desirée zu. Später würde er ihr erklären, was sie davon hatte, vor Werner und Friedrich auf ihn getroffen zu sein und das alleine und mit voller Absicht.

Ganze zwei Stunden hockten Desirée, William sowie Werner und Friedrich in dem kleinen Büro. Adrian hatten sie von vornherein außen vorgelassen, da er in wenigen Tagen den Posten als Geschäftsführer niederlegte für einen noch unbekannten Nachfolger. Es hatte keinen Sinn, ihn jetzt noch in größere und kleinere Angelegenheiten mit einzubeziehen. Die Stunden waren  auch ohne Adrian erfolgreich gewesen. Bis ins kleinste Detail konnte alles geklärt werden. Desirée qualmte der Kopf. Mitten im Gespräch waren die Herren auf die Idee gekommen, dass sie doch spontan Protokoll führen solle, damit entweder Werner oder Friedrich, das alles würde später ausformulieren können. Na klar! Wem diese Aufgabe zustand, wusste sie sofort. Aber das alles hatte ja bald ein Ende, dann konnten die Herrschaften zusehen, wie sie alleine klar kamen. Mister Cool saß lässig in seinem Sessel, Werner und Friedrich fast genauso entspannt vor ihrem Kaffee und plauderten als gäbe es kein Morgen mehr. Sie stand mit Block und Stift angelehnt an der Fensterbank und versuchte die Informationen zu Papier zu bringen und das waren nicht wenige. Wie sie vier DINA4-Seiten hatte füllen können, erstaunte sie am Ende des Meetings selbst. Doch ihr Verdienst daran war nicht unerheblich, nur weil sie Vorarbeit geleistet und Herr Homann geschickt ausgefragt hatte, stand der Plan nun.
Das Nachgeplänkel, das nur noch am Rande um die Arbeit ging, nahm Desirée gar nicht mehr richtig wahr. Viel zu sehr war sie damit beschäftigt, sich wieder runter zu kühlen, denn inzwischen hatte sich der Büroraum aufgeheizt. Block und Stift legte sie auf dem Schreibtisch ab und griff nach ihrem noch unberührten Wasserglas. Das gekühlte Wasser war warm geworden und rann ihre trockene Kehle hinab. Das tat gut! Klar Denken war von Minute zu Minute immer schwerer geworden.
„Ich würde sagen, wir beenden das Meeting hier“, schlug Werner vor und tupfte sich mit einem Taschentuch die Schweißperlen von der Stirn.
„Dann gehen Sie doch schon mal vor. In ihrem Alter, Herr Saalfeld…“ Etwas Bedauern hatte Friedrich in seine Stimme gelegt. Desirée wusste, dass das eine kleine Stichelei sein sollte. Generell wunderte sie sich, wie oft er und Werner einer Meinung waren und warum sie sich nicht wie sonst die Köpfe einschlugen. Hatten sie begriffen, dass miteinander arbeiten effektiver war als gegeneinander? Unwahrscheinlich, aber Wunder gab es immer wieder.
„Ich würde dann jetzt auch ganz gerne gehen. Eine Sauna ist gegen dieses Büro die Antarktis. Das hier“, Desirée hielt den Schreibblock hoch „nehme ich mit und mache ein richtiges Protokoll daraus für die vergesslichen Herren.“
Offiziell begaben sich alle wieder an ihre Arbeit und gingen getrennte Wege. Werner und Friedrich hatten als erstes das Büro verlassen, William und Desirée waren gefolgt.
In der Lobby hörte Desirée jemanden hinter sich herrufen. Mit einem einfachen „Desirée!“ brachte William sie zum Stehen.
Was wollte der Fitnessheini denn jetzt noch von ihr? „Was willst du? Im Gegensatz zu dir muss ich arbeiten.“
„Ich bin dir noch eine Antwort schuldig.“

Desirée legte ihre Stirn in Falten. Sie schien nicht ganz aufnahmefähig zu sein, das verrieten William ihre glühenden Wangen. Es war wirklich sehr warm im Büro gewesen.
„Was für eine Antwort?“, sagte sie verwirrt.
Sie hatte es also tatsächlich schon wieder vergessen. Hatte sie nicht von ihm wissen wollen, was sie davon hatte, alleine die Zeit mit William im Büro zu verbringen? Schien nicht so wichtig gewesen zu sein. Andere runterzuziehen und sich damit selbst bessere Laune zu bescheren veränderte den eigenen Gemütszustand eben immer nur für ganz kurze Zeit. Deshalb musste man das immer wieder tun anstand diese Energie in sinnvollere Dinge zu stecken. Er wusste schon, warum er von solchen Menschentypen vor allem eins hielt – Abstand. Er würde ihr die Antwort nicht geben. Auch das würde verschwendete Energie sein, denn sie verstand es einfach nicht.
„Hallo? Kommt da noch was oder hat dein Hirn wieder Stromausfall?“, sagte Desirée und gestikulierte wild vor ihm herum.
„Alles okay.“
„Das bezweifel ich ganz stark, dass bei dir alles okay ist!“, fluchte sie, drehte sich um und rauschte davon.
William lachte zufrieden. Hatte sie etwa doch nicht so gut Laune oder warum war die Stimmung wieder so schnell gekippt? Was war er froh, nicht mehr mit ihr verwandt zu sein. Wenn er ausblendete, was sie alles auf dem Kerbholz hatte, machten ihm diese Auseinandersetzungen zwar manchmal sogar Spaß, aber auf Dauer würde er diese Frau nicht ertragen können.

„Was für ein Vollidiot!“ Noch immer auf dem Weg zur Pianobar fluchte Desirée. William hielt sich ganz eindeutig für super schlau. Da solle noch einmal jemand sagen, Frauen sprächen in Rätseln.
Bis zur Pianobar kam sie nicht, auf halber Strecke kam ihr Beatrice entgegen und so  wie die aussah, hatte sie gute Neuigkeiten. Die konnte Desirée gerade gut gebrauchen, sie musste im wahrsten Sinne des Wortes wieder runter kühlen und gute Neuigkeiten würden ihr Gemüt wieder beruhigen.
„Gibt’s was Neues?“, sagte Desirée hoffnungsvoll.
„Nicht hier, komm in mein Hotelzimmer“, sagte Beatrice deutlich leiser und nahm Kurs auf die Treppe. Desirée sah sich einmal um, konnte aber niemanden erkennen, den dieses Gespann interessieren könnte. Stumm folgte sie ihrer Mutter in das Hotelzimmer. Dort angekommen sprudelte es aus ihr heraus. „Und? Was ist jetzt?!“, Desirée schmiss Block und Stift auf den kleinen Tisch. Der Stift flog direkt auf den Boden. Sie interessierte gerade nichts anderes mehr als ihre Mutter und die wagte es hoffentlich nicht in Rätseln zu sprechen.
„Es kann morgen schon losgehen“, sagte Beatrice ruhig und gelassen.
„Wie hast du das so schnell hinbekommen?“
„Mit guten Kontakten ist eben vieles möglich. Solltest du auch mal drüber nachdenken.“ Noch immer ruhig und gelassen nahm Beatrice in einem Sessel Platz. Die Ruhe ihrer Mutter übertrug sich so langsam auch auf Desirée, denn sie nahm im anderen Sessel Platz und atmete einmal durch. Anschließend schüttete sie sich etwas Wasser aus der Kanne, die so verführerisch vor ihr stand, in ein Glas und kühlte sich erneut von innen.
„Was meinst du damit, es kann morgen schon losgehen?“
„Ich werde morgen zwei interessante Päckchen in den Händen halten, dort wird alles drin sein, was du brauchst.“
„Sehr schön“, sagte Desirée und lehnte sich etwas entspannter in ihrem Sessel zurück. Adrian würde sie bald nicht mehr ignorieren können wie sonst, sondern ihr endlich zuhören, was er in ihrer Erinnerung nicht oft getan hatte. Es fügte sich alles so langsam. In ihrer Vorstellung hielt sie endlich die Fäden in den Händen und alle würden tun, was sie sagte. Jetzt musste sie sich nur noch um zwei Probleme kümmern. Problem Nummer 1 würde ein leichtes sein, sie musste Clara vom Fürstenhof weggelockt bekommen und um Problem Nummer 2 würde sie sich noch heute bei Einbruch der Dunkelheit kümmern.
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