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Last day

GeschichteAllgemein / P12
Liang Qi Samon Gokuu Tanabata Seitaro Upa
19.10.2020
19.10.2020
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Als Samon in die Zelle kam war offensichtlich, dass etwas anders war. Er wirkte betrübt. Während er sie zum Frühstück brachte ließ er sich zu Qi zurück fallen. ,,Heute ist dein letzter Tag." Alle blieben gleichzeitig stehen und sahen Samon an. Er lächelte, doch er würde Qi vermissen. Das konnte er nicht verstecken.
Den ganzen Tag über war Samon komisch. Er lächelte, wenn er merkte, dass Qi ihn ansah, doch Qi war ein Teil seiner Familie geworden, der jetzt gehen würde um von vorne an zu fangen.
Beim Abendessen bat Qi Samon sich zu Inori setzen zu dürfen. Als dieser ihn sah grinste er. ,,Na, willst du dich verabschieden?" Qi setze sich neben den Wärter. ,,Kannst du mir mal verraten, wer jetzt auf meine Hefte aufpasst?" ,,Danke. Ich werde dich auch vermissen." Das Wildschwein drückte Qi grinsend an sich. ,,Du verstehst mich." Nach dem Abendessen erklärte er sich bereit Qi zum Schiff zu bringen. Als er die Zelle auf schloss boxte Upa Qi in den Bauch. ,,Wehe du kommst wieder her, Abschaum.", brummte er. ,,,Ich werde mir mühe geben.", versprach Qi und ging mit Inori. Als Inori ihn am Hafen zum Abschied umarmte glaubte Qi seine Rippen brechen zu hören. ,,Jetzt bist du offiziell kein Insasse mehr." Er nahm ihn die Plakette mit der Nummer ab.
Als Qi sich an die Reling des Schiffes stellte drehte ihm sich der Magen um. Er war sich nicht sicher, ob es an den Bewegungen der Schiffes oder an der Aufregung lag. Er blieb eine Weile an der Reling stehen, ließ sich vom Wind die Haare aus dem Gesicht wehen und hoffte, dass die  Übelkeit verschwinden würde. Als die Sonne unter ging fühlten seine Glieder sich steif an von der Kälte und er ging unter Deck. Er hatte eine kleine Kajüte bekommen, in deren Bett er sich legte.

Es fühlte sich an, als hätte er China nie verlassen und doch als wäre er das erste mal da. Alles wirkte vertraut, aber gleichzeitig so fremd. Er fühlte sich wie ein Tourist, während er durch die alten Straßen ging. Plötzlich befand er sich vor der Tür. Er war so oft hindurch gegangen, dass es sich falsch anfühlte davor stehen zu bleiben. Er streckte die Hand nach der Klinke aus, als er dahinter Stimmen hörte. Sein Herz blieb stehen. Sie war verkauft worden. Natürlich. Sie war schon lange nicht mehr seine Apotheke. Er strich fast schon liebevoll über das alte Holz, bevor er sich umdrehte. Vielleicht konnte er vorerst einen Job finden um genug Geld für den Neuanfang zu bekommen.
Sie nahmen seine Bewerbungen skeptisch entgegen, doch endlich fand er eine Apotheke, die ihm einen kleinen Job gab. Er gab sich große Mühe um das Vertrauen seiner Mitarbeiter zu gewinnen, während er das meiste Geld sparte um seinen Traum doch noch zu erfüllen. Es wurde immer mehr.

Plötzlich hörte er Feuermelder. Es wurde immer lauter. Er wachte in seiner Kajüte auf dem Schiff auf. Er lief raus. Qual kroch schwerfällig an der Decke entlang. Qi lief zu den Treppen, doch sie brannten. Er sah sich nach anderen Ausgängen um, als er jemanden weinen hörte. Er folgte dem Geräusch in eine Kajüte. Ein blauhaariger Wärter saß auf dem Bett und drückte ein Kissen an sich. Als Qi näher kam hörte er die tränenerstickte Stimme. ,,Ich werde sterben... Ich werde sterben..." Qi legt seine Hand auf die Schulter des Wärters. Dieser hob den Kopf. Qi entdeckte ein Namensschild an der Uniform. Tanabata. Er setzte sich stumm zu ihm und nahm den Weinenden in den Arm. ,,Was machst du auf dem Schiff?" ,,Ich wollte meine Familie besuchen.", schluchzte Tanabata. Um ihn abzulenken erzählt Qi von der Apotheke, die er sich vorstellte. Irgendwann fing auch der Wärter an zu erzählen, bis das Feuer ihre Lungen mit Qualm füllte. Qi spürte, wie der Wärter an seiner Brust zitterte und wie deine Kleidung von warmen Tränen nass wurde. Er tastete nach der Plakette, die nun nicht mehr da war. Er dachte an Inori und die Daisens. Er dachte an Liang und Upa.
Zuletzt dachte er an Samons Lächeln.
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