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Soulmates - Weil wahre Liebe ewig währt

von diamond99
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Alexander "Alec" Gideon Lightwood Magnus Bane OC (Own Character)
18.10.2020
04.09.2021
55
94.842
42
Alle Kapitel
433 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
 
18.10.2020 943
 
Hallöchen. :-)
Schön, dass ihr euch zu dieser FF verirrt habt. ^^
Am Anfang eine kleine Anmerkung:
Diese FF beinhaltet vieles aus den Büchern, jedoch habe ich die eine oder andere Sache aus der Serie übernommen, beispielsweise die Einrichtung und "Bevölkerung" des Instituts.
Wundert euch also nicht, wenn gewisse Szenen sich von den Büchern unterscheiden. :-)

Und nun viel Lesevergnügen mit dem ersten Kapitel.
Reviews sind immer gern gesehen. *zwinker*
LG diamond99


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BUCH 1
Sei gegrüßt und lebe wohl – Abschied



***


Albtraum

Blut.
So viel Blut.
Magnus konnte sich nicht erinnern, schon einmal so viel Blut gesehen zu haben.
Und es floss aus einer furchtbaren Stichwunde in Alecs Brust.
Blaue Augen fixierten Magnus´ Blick, der verzweifelt versuchte, die Wunde mit seiner Hand abzudrücken um die Blutung zu stoppen.
Ein aussichtsloses Unterfangen.
Wieder und wieder rief Magnus seine Magie, um die Wunde zu schließen, doch seine Zauberkraft wollte ihn einfach nicht gehorchen, ließ ihn im Stich, gerade jetzt, als er sie am dringendsten brauchte.
„Magnus...“
So leise war Alecs Stimme. So schwach.
„Halte durch, mein Alec“, antwortete Magnus, „Wir bekommen dich schon wieder hin.“
Alec blinzelte träge, ein schmerzliches Lächeln erschien auf seinen Lippen. Langsam, mit sichtbarer Anstrengung hob er seine Hand und legte sie auf Magnus´ , die noch immer gegen die blutende Wunde drückte.
„Bitte... bitte, Magnus, halte mich... mir ist so kalt...“
Tränen traten Magnus in die Augen. Vorsichtig umfasste er Alec an um die Schultern herum und hob ihn sacht an, um ihn anschließend an seine Brust zu drücken.
Alecs Finger strichen sanft über Magnus´ Handrücken.
„Mein Magnus...“, Blut trat aus Alecs Mundwinkel und lief ihm das Kinn hinunter, „...es tut mir so leid...“
„Was? Was tut dir leid?“
Alecs blaue Augen wurden dunkel vor Traurigkeit.
„Dass ich dich jetzt allein lassen muss...“
„Nein!“, rief Magnus, instinktiv drückte er Alec fester an seine Brust, „Du wirst nicht sterben! Wir...“
„Ich liebe dich... Magnus...“
Alecs Augenlider schlossen sich, seine kraftlos gewordene Hand glitt langsam an seinem Körper entlang, bis sie auf dem Boden zu liegen kam. Alec atmete zitternd aus, dann wich jede Spannung aus seinem Körper. Sein Kopf fiel nach hinten.
„ALEC!“, rief Magnus, „Nein, Alexander, nein! Verlass mich nicht!“
Fahrig strich Magnus´ Hand durch Alecs weichen Haarschopf, sein Blick glitt unstet über Alecs blasses Gesicht. Tränen liefen dem Hexenmeister haltlos über die Wangen.
„Nein, mein Alexander! Bitte, nein! Komm zurück! Bitte, bitte, KOMM ZURÜCK!“

Mit einem unterdrücktem, spitzen Aufschrei fuhr Magnus hoch.
Sein Herz schien einen Marathon zu schlagen, keuchend atmete er ein und aus. Etwas Warmes lief an seiner Wange herunter und als Magnus reflexartig danach tastete, fühlte er Feuchtigkeit.
Tränen.
Tränen der Verzweiflung, wie die aus dem Traum, aus dem er gerade aufgeschreckt war...
Langsam beruhigte sich Magnus´ Atmung, wenngleich auch sein Herz noch immer hart gegen seine Rippen hämmerte. Magnus drehte den Kopf zur Seite und blickte auf Alecs friedlich schlafendes Gesicht. Der Shadowhunter lag auf der Seite, ein Arm ruhte angewinkelt auf dem Kissen, die andere war unter der Bettdecke verborgen. Einen Moment lang hatte Magnus den Drang, Alec über die Wange zu streichen, doch er beherrschte sich. Stattdessen schaute er mit weichem Blick auf Alec hinunter, prägte sich die Gesichtszüge seines Shadowhunters ein, als hätte er es noch nie zuvor gesehen.
Fünfundzwanzig Jahre war er nun mit Alec Lightwood verheiratet.
Fünfundzwanzig wundervolle Jahre, die er mit einem ebenso wundervollen Menschen geteilt hatte.
Achtundvierzig Jahre war Alec nun alt und die Zeit war nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Sein ehemals pechschwarzes Haar hatte einige graue Strähnen bekommen und sein Gesicht wies durchaus einige Falten auf, doch für Magnus hatte sich Alec nicht verändert.
Noch immer war er derselbe herzensgute und wunderschöne Mann, in den er sich verliebt hatte.
Er hatte an Selbstbewusstsein gewonnen, er war reifer geworden, aber er war immer noch Alec.
Ein Mann, der bereit war für die, die er liebte, einfach alles zu geben und alles zu tun.
Vorsichtig, um Alec nicht zu wecken, zog Magnus die Decke von sich. Barfuß tappte er ins Badezimmer, schaltete das Licht an und drehte den Wasserhahn auf. Er spritzte sich das eiskalte Wasser ins Gesicht, um so den Albtraum vollends abzuschütteln.
Anschließend richtete Magnus sich auf und warf einen prüfenden Blick in den Spiegel.
Alec hatte sich über die Jahre verändert, er selbst nicht.
Sein Gesicht war noch immer jung und faltenfrei, wenn es auch ohne das obligatorische Make-up etwas befremdlich wirkte, selbst auf ihn. Seine Haare waren noch immer von einem tiefen schwarz. Magnus hatte tatsächlich einmal für einige Zeit ein paar graue Strähnen hinein gezaubert, um Alec wenigstens das Gefühl zu verleihen, dass sie gemeinsam älter wurden, nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Doch Alec hatte Magnus zu verstehen gegeben, dass er Magnus genauso liebte, wie er war. Seine pechschwarzen Haare, seine goldgelben Katzenaugen, sein schiefes Lächeln, kurz, einfach alles an ihm.
Und Magnus hatten die Worte seines Ehemannes mehr als nur gerührt.
So trug er seine Haare wieder rabenschwarz, hin und wieder mal mit einer farbigen Strähne, wie Alec es von ihm kannte.
Mit einem Fingerschnippen richtete der Hexenmeister seine Frisur und zauberte sich das Make-up ins Gesicht. Mit einem weiteren Zauber ließ er seine Klamotten im Badezimmer erscheinen, wollte er doch nicht riskieren, Alec bei seiner Durchsuchung des Kleiderschranks zu wecken. Alec brauchte seinen Schlaf. In letzter Zeit hatte er immer etwas müde gewirkt, was Magnus aber nicht wirklich verwunderte. Der Posten des Konsuls war kein leichter Job.
Nach einem kurzen, prüfenden Blick in den Spiegel verließ Magnus das Bad und schlich sich auf leisen Sohlen aus dem Schlafzimmer, nachdem er sich mit einem liebevollen Blick davon überzeugt hatte, dass Alec immer noch friedlich in Morpheus´ Armen lag.
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