>>Doll by its own thread<<

von Kaiyo
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
All for One Enji Todoroki / Endeavor OC (Own Charakter) Shoto Todoroki Tenko Shimura / Tomura Shigaraki Toshinori Yagi / All Might
17.10.2020
17.10.2020
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17.10.2020 788
 
Oft sitze ich hier mit Stift und Papier. Weiß nicht was ich will. Wie es soll. Ich weiß nicht weiter. Kenn den Weg, Das Ziel nicht.

Worauf wird es hinaus laufen? Wird es ein Ende haben? Wird es eine Lösung geben?

Eine Erlösung?

Heißt es nicht das beste sollte immer vor uns liegen? Nicht hinter uns?

Wo ist es dann! Wo bleibt der Hoffnungsschimmer!

Wann kommt er!?

War er da und ich konnte ihn nicht fassen?
Ist er an mir vorbei gerauscht und ich konnte ihn nicht sehen?

War er da?

Wird er kommen oder wird die Hoffnung sterben? - Ist sie vielleicht schon gegangen? Hat mich im Stich gelassen wie alle anderen?

Ist die Hoffnung noch da!?
Ist die Hoffnung noch das Warten wert!?

Ist die Hoffnung vielleicht nur ein Trugbild?

Eine Fata Morgana.
Ein Hirngespinnst.
Ein Wort zur besänftigung.
Ein Lichtblick im ewigen Nichts.

Was ist die Hoffnung?

Optimismus?
Ein positiver Gedanke im Nirgendwo?

Was ist das? Was ist Hoffnung?

Sagt es mir!



Die verzweifelten Hilferufe meiner Gedanken holte mich aus dem ewigen schwarz der Träume.
Zitternde Finger, rasselnder Atem.

Kühler Wind umfuhr mein erwärmtes Gesicht. Trocknet Die seichten Spuren von Tränen.

Wirre Gedanken.

Alles was mich umgab war die Dunkelheit im Zimmer welches alles zu verschlingen drohte. Sie zog mich in die Tiefen meiner Gedanken. Versetzte mich in die Vergangenheit. In eine Hilflosigkeit. In die Verzweiflung. Der Irrsinn meiner Gedanken. Dieser Gesellschaft.

Ein Strudel aus Gedanken und Farben zog seine Bahnen. Riss mich mit. Zog an mir. Zerrte an meinem Verstand.

Die kleinen Schreckgespennster meiner Träume grinsten mir entgegen und lachten hinterhältig.
Sie ergötzen sich an meinem Leid. Näherten sich weiter und breiteten sich aus.

Mein Atem verschnellerte sich.  
Meine Hände waren schweißnass, mein Kopf explodierte.
Ängstlich zog sich alles in meinem Inneren Zusammen und breitete sich ruckartig wieder aus.
Das Bellen meines Hundes rettete mich vor meinen Gedanken; meiner Panik. Rettete mich und zog mich aus dem Grund der schwarzen zähen Masse.

Erschöpft lehnte ich mich an das Holzgestell meines Bettes und schloss angestrengt die Augen. Die Matratze zog sich nach unten und der Geruch nach Gras drang an meine Nase. Das weiche Fell kitzelte mich im Gesicht, eine feuchte Nase fuhr über meine Wangen.

Ich hob die Hand und legte diese hinter die Ohren des noch jungen Siberian Huskys. Seine blauen Augen strahlten mir entgegen und beruhigen mich. Sie zogen mich in die Realität und ließen mich weiter umblicken.
Mein Vater trat vorsichtig und schlurfenden Schritten in mein Zimmer. Trotz des müden Blickes war er besorgt.

Seid ich wieder da war war er besorgt. Er hatte die Angst ich könnte wieder verschwinden und eventuell nie wieder kommen.

Aus dieser Angst heraus krabbelte ich an das Ende meines Bettes und breitete meine Arme aus.

Vorsichtig hob auch er seine Arme um mich und legte diese um meinen Rücken.

Trotz anfänglich Angst drückte ich mein Gesicht an seine Schulter, hörte seinen Herzschlag welcher erhöht gegen seine Brustkorb schlug als er sollte. Sog seinen fremden und doch vertrauten Geruch ein.

Aus Vergangenen Tagen wusste ich das es schon immer solche Situationen gab in denen ich mich ängstlich an meinen Vater klammerte und nur eines sagte.

"Papa..." Auch an diesem Tag verließen die vier Buchstaben, dieses eine vertraute und doch so fremde Wort, meinen Mund. Es klang rau und war nur sehr leise und dennoch wusste ich das er mich hörte.

Ich spürte wie Tränen auf meine Schulter klopften und wie sich sachte sein Oberkörper bewegte.

Das beklemmende Gefühl in mir, dieser riesige Knoten in mir, explodierte. Meine angestauten Gefühle verließen mich und gaben sich in Form von Tränen und heiterem aufschluchzen zu erkennen.

Immer wieder verließ dieses eine Wort meinen Mund. Unterdrückt im schluchzen und bibbern hörte man es unverständlich.

"Papa"

"Alles gut Felia. Ich pass auf dich auf. Ich lass dich nicht gehen. Nie wieder-" Ein schluchzen nach dem anderen erfüllte den kleinen Raum.

Keine Worte, keine Geschichte, kein Bild, keine Karikatur. Nichts könnte beschreiben was in dieser Situation geschah. Wir ließen uns von unseren Emotionen steuern. Ließen alle Vorhänge fallen.

Das war der Tag an dem ich meinem Vater erzählte was geschah. Wie es geschah.

Er weinte mit mir. Er hielt mich im Arm. Er tröstete mich. Er war mein Held. Mein Vorbild.

Mein Vater.

Er war alles was ich hatte.
Dies ward mir in dieser Situation bewusst.

Ich dachte in all der Dunkelheit. Dem Schmerz. In meinem Leiden Und meiner Angst ich hätte nichts. Ich wäre nichts.

Jetzt weiß ich ich habe ihn.
Meinen Vater. Meinen Helden.

Jetzt weiß ich wer ich bin.
Ich bin Felia. Felia Yagi. Tochter des Nummer 1 Helden All Might. Tochter eines großartigen Vaters. Tochter eines aufopferungsvollen Menschen. Toshinori Yagi.




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Wörter: 787
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