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Zwischen Buchseiten und Lets Plays

von Lady0409
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
OC (Own Character) Paluten
17.10.2020
10.06.2021
32
53.710
8
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
10.06.2021 1.614
 
Vorgeschichte - Kapitel 32:
"Frau Freudner ist tot"


Ängstlich kuschelte sich die weinende und jammernde Selina, die große Angst zu haben schien, immer enger an Sophie und die zweifache Mutter gab dem Kind einen liebevollen Kuss auf die Wange.
„Mein kleiner Schatz, ich bin doch jetzt… Ich bin doch bei Dir. Du brauchst doch jetzt wirklich… Du brauchst doch wirklich gar keine Angst zu haben; ich bin immer für Dich da und kümmere mich um Dich, bis alles wieder in Ordnung ist. … Schau mal, meine Süße. Jetzt wird erst einmal die liebe Anna von dem Onkel Doktor behandelt. Und später besucht sie Dich bestimmt wieder.“

„Aber darf ich… Darf ich bei Dir bleiben? Du bist doch meine Mami. … Bei Dir hab ich gar keine Angst, wenn der Onkel Doktor zu mir kommt.“, weinte die Fünfjährige und schaute Sophie beunruhigt an. „Ich möchte… Ich möchte bei Dir bleiben. … Darf ich Dich als meine Mami haben?“
„Natürlich darfst Du bei mir bleiben. Und ich bin auch gerne… Ich bin auch sehr gerne Deine Mama.“ Beruhigend streichelte Sophie ihrer kleinen Tochter über den Kopf und sah zu Patrick, der dem Kind einen Riegel Kinderschokolade reichte, um sie zu trösten.

„Willst Du… Willst Du denn… wirklich bei mir bleiben? … Ich meine, ich bin doch nicht Deine leibliche… Was ist denn los, mein Schatz? Was hast Du denn jetzt? Geht es Dir nicht gut?“, erkundigte sich Sophie, als sie sah, dass sich das Mädchen plötzlich etwas erschöpft an ihre Brust kuschelte und ihren Daumen in ihren Mund steckte.
„Mama… Mamaaa… Ich will… Ich will bei Dir bleiben.“, wimmerte die Fünfjährige aufgeregt und Sophie schüttelte beruhigend den Kopf, als sie erwiderte: „Du brauchst keine Angst zu haben, meine Süße. Ich bin doch immer in Deiner Nähe. … Geht es denn meinem armen, kleinen Mädchen jetzt plötzlich schlecht?“
Vorsichtig fühlte die zweifache Mutter, die sich große Sorgen um die kleine Patientin zu machen schien, am Kopf des fünfjährigen Mädchens, ob Selina Fieber bekommen hatte. „Du bist ein bisschen… Du bist ein bisschen warm geworden, mein kleiner Schatz. Soll ich Dich jetzt erst einmal ins Bett legen?“
„Ich will nicht… Ich will nicht schlafen, Sophie… MAMAAA! Ich will nicht schlafen! … Du musst bitte… Du musst bitte die Anna… Die Anna wieder gesund machen.“

Sophie allerdings schüttelte den Kopf und erklärte dem wohl etwas fiebernden Mädchen, das sich nicht ganz so wohl zu fühlen schien: „Das kann ich leider nicht, Selina. … Weißt Du, der Bruder… der Bruder von der lieben Anna hat gesagt, dass die liebe Anna ganz schlimm krank ist.“
„Mama… Ist die Anna meine richtige Mama?“, erkundigte sich Selina, doch Sophie konnte schon nicht mehr auf die Frage des Kindes antworten, denn schon betrat der Arzt, der sich nach deren Zusammenbruch um Anna gekümmert und sie in den Behandlungsraum gebracht hatte, das Zimmer.
„Was ist denn mit Anna… mit Frau Freudner? Wie geht es ihr?“, erkundigte sich die zweifache Mutter sofort, doch anhand der Mimik des Arztes erkannte sie schon, dass sie diese Frage nicht hätte stellen sollen.

„Wir haben alles getan, um die Frau zu retten. Aber sie hatte einen Herzstillstand; wir konnten sie leider nicht mehr zurückholen.“, erklärte der Arzt und Sophie nickte kurz. „Ich… Es ist… Es ist wirklich passiert… Ich hab es schon geahnt. … Wie geht es dem Bruder von Frau Freudner?“
„Der junge Mann wollte eigentlich mit dem kleinen Sohn von Frau Freudner nach der Nachricht aus der Klinik verschwinden. Aber ich habe ihn aufhalten können. … Allerdings weiß ich nicht, wie lange ich ihn noch in der Klinik behalten kann. Ich gehe davon aus, dass er bei der ersten Gelegenheit, die sich ihm bietet, sich gleich den kleinen Jungen schnappt und nach Hause fährt. … Er hat auf mich allerdings auch sehr… irgendwie nach der Nachricht sehr komisch gewirkt. Als hätte er noch nicht wirklich verstanden, was passiert ist.“, berichtete der Arzt und schaute die leidende Selina, die immer noch erschöpft an Sophies Brust lag und an ihrem Daumen nuckelte, besorgt an.

„Und da haben Sie den Mann einfach aus den Augen gelassen, damit er verschwinden kann? Sie hätten ihn aufhalten müssen; ich glaube nicht, dass es so eine gute Idee ist, wenn der Mann alleine nach Hause fährt. Besonders, wenn er ein fünfjähriges Kind mit im Auto sitzen hat.“, fuhr die zweifache Mutter den Arzt an, doch der schüttelte sogleich den Kopf und erwiderte: „Ich habe den Jungen erst einmal hier auf der Kinderstation untergebracht; unter dem Vorwand, dass er nicht ganz in Ordnung zu sein scheint. Aber lange kann ich das Kind auch nicht bei uns im Krankenhaus behalten.“
„Das… Ich würde den Kleinen erst einmal bei mir aufnehmen; das ist ja klar. Aber… Aber das muss ich erst einmal mit dem Jugendamt besprechen. Und ich glaube nicht, dass die mir den kleinen Mann wirklich überlassen würden. … Irgendwas habe ich wohl in meinem Leben falsch gemacht.“, meinte Sophie. „Aber jetzt sollten wir erst einmal meine kleine Maus ein bisschen schlafen lassen; die Geschichte um diesen plötzlichen Besuch hat sie sehr erschöpft. Sie fiebert ein wenig…“

„Brauchen Sie für die kleine Maus ein Medikament gegen das Fieber?“, erkundigte sich der Arzt, als er sich die kleine Patientin anschaute und das Mädchen behutsam fragte: „Na… Na, Du kleine Maus. Dir geht es aber anscheinend wirklich nicht gut? … Willst Du jetzt ins Bett gehen?“
„Nein… Ich will… Ich will zu meiner kleinen Schwester.“, winselte die kleine Patientin und zuckte ängstlich zurück, als der Arzt seine Hand auf die Stirn des Mädchens legte und fragte: „Du möchtest zu Deiner kleinen Schwester? Zu der kleinen Alessia? … Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee wäre, wenn wir Dich jetzt auf die Frühchenstation lassen würden. Deine kleine Schwester… die kleine Alessia braucht noch ganz viel Ruhe, damit sie groß und stark wird. Du willst Deine kleine Schwester doch bestimmt nach Hause holen. Stimmts?“
Selina nickte und fiepte noch einmal, als sie an ihren Bauch griff. „Mama… MAMAAA! Das tut wehh… Ich will nach Hause! … Mami, das soll weggehen. Mein Bauch tut soo weh. Ich will bitte bitte wieder nach Hauseee! … KEINE SPRITZEEE! MAMAA! HILFE!“, wimmerte die kleine Patientin und Sophie erschrak über den plötzlichen Schmerzschrei des Mädchens.

„Selina… Selina, was ist denn los? Was ist mit meinem kleinen… Was ist denn mit meinem kleinen Mädchen? Was hast Du denn?“, erkundigte sich die zweifache Mutter bei dem Kind und legte Selina auf das Bett. „Ich möchte… Selina, lass mich doch jetzt bitte einmal Deinen Bauch… Selina, ich möchte nur kurz Deinen Bauch anschauen. Wenn Du Schmerzen hast, dann ist es vielleicht… Dann ist es vielleicht eine Nachwirkung der Operation.“, beruhigte die Dreißigjährige das Mädchen und tastete sanft den Bauch der Fünfjährigen ab.
Die kleine Patientin schüttelte allerdings daraufhin sofort ängstlich den Kopf und wimmerte aufgeregt, dass sie nach Hause wolle. „Mama… Mama, ich will nach Hause! Ich will nicht mehr schlafen… NEIN! MAMAAA! Der Doktor will schlafen legen!“
„Nein, Selina… Selina, ganz ruhig. Ich will mir nur den Bauch anschauen. … Halten Sie das Kind bitte jetzt einmal kurz fest, Frau Lambert? Ich taste selbst noch einmal den Bauch der Kleinen ab.“, bat der Arzt die Dreißigjährige und wandte sich dann noch einmal an das Mädchen, das sich mit Weinen und Schreien gegen die Untersuchung wehrte.
„Du brauchst doch keine Angst mehr zu haben, Selina. Ich bin doch ganz vorsichtig bei so tollen, kleinen Mädchen, wie Dir. Alles wird gut, Selina. … Oh, tut es Dir hier weh?“, erkundigte sich der Arzt bei der Fünfjährigen und Selina nickte ängstlich.

„Musst Du meinen Bauch schneiden, Onkel Doktor?“, fragte die Fünfjährige den Arzt mit einer beunruhigten Stimme. „Ich will nicht… Ich will nicht geschneidet werden… MAMAA! Das tut wehhh!“
Weinend schüttelte Selina den Kopf und drückte selbst ihre Hand auf ihren Bauch. „Auaaa… TUT WEEEH!“
„Das tut nicht mehr weh, mein kleines Mäuschen. Wir kriegen das alles wieder in den Griff. … Du bist sooo ein tolles Mädchen. Ich passe darauf auf, dass es Dir nicht mehr weh tut. … Soo bist Du ein tolles Mädchen. Der Onkel Doktor schaut sich nur Deinen Bauch an. Ob es Deinem Bäuchlein vielleicht immer noch schlecht geht. … Herr Doktor, muss meine Tochter jetzt etwa noch einmal operiert werden?“
„Nein… Jedenfalls im Moment sehe ich noch keinen Anhaltspunkt dafür, dass das Kind operiert werden sollte. Aber wir müssen trotzdem aufpassen, dass die kleine Maus jetzt ein bisschen schläft. Sie ist ziemlich erschöpft… und fiebrig. … Ja, ich weiß, Dir gefällt es gar nicht mehr so sehr, dass ich jetzt Deinen Bauch abtasten muss. Aber wir wollen doch auch nur schauen, ob Dein Bauch schlimm weh tut.“

„Mama…“, weinte die Fünfjährige noch einmal und schaute zu Sophie, die beruhigend über den Kopf der kleinen Maus streichelnd, auf das Mädchen einsprach: „Das tut doch gar nicht weh, Selina. Ich bin bei Dir und passe auf Dich auf. … Papa kommt doch jetzt auch wieder zu Dir. … Schau mal, da ist Dein neuer Papa.“, beruhigte die gelernte Krankenschwester ihre kleine Tochter, als Patrick nach einem kurzen Gang auf den Flur wieder zurück zu der Fünfjährigen kam.
„Ich habe Dir einen Kakao mitgebracht, Sophie. … Selina, mein Schatz? Was ist denn los?“, fragte Patrick sofort die kleine Patientin, doch Selina antwortete schon nicht mehr. Viel zu viel Angst hatte sie vor den weiteren Maßnahmen, die der Arzt nun durchführen wollte.

Schließlich könnte der Arzt jetzt plötzlich mit einem Fieberthermometer oder, was die kleine Patientin noch schlimmer finden würde, mit einem Zäpfchen um die Ecke kommen und das würde Selina nicht mehr verkraften. Hatte die kleine Maus doch erst vor ein paar Augenblicken erfahren, dass ihre leibliche Mutter gestorben war.
Wie sollte es jetzt für die Fünfjährige weiter gehen? Dürfte sie bei Sophie bleiben? Oder würde das Jugendamt sie und ihren Zwillingsbruder Florian in eine andere Familie bringen?
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