E L E A N O R - M Y  W O L F

GeschichteRomanze / P12
OC (Own Character) Paul
17.10.2020
27.10.2020
2
3.105
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17.10.2020 1.738
 
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Erzähler:
Verträumt beobachtete Eleanor wie die einzelnen Regentropfen, auf der Autoscheibe, zur Seite flossen. Von ihren Freunden hatte sie sich bereits vernünftig verabschiedet und mit schmerz die letzten Augenblicke in ihrem "alten" Zuhause genossen. Es war nicht so, dass es ein riesiger Verlust für sie war, doch Eleanor ist in Miami groß geworden. Sie war an die Umgebung gewöhnt und viele schöne Erinnerungen hingen an diesem Ort.

Seit knappen 7 Stunden saß die Dreiköpfige Familie nun schon in dem, bereits stickigem, Auto. Eleanors Mutter, Armanda, war sehr gespannt und freute sich auf die noch unbekannte Gegend. Manuelle, Eleanors Vater, war -im Gegenteil- angespannt. Einerseits war es das beste für die Familie, hier her zu ziehen. Andererseits, möchte er nicht das seine Tochter in die ganze Sache weiter mit hinein gezogen wird. Tief in seinem inneren, weiß Manuelle jedoch, dass genau das passieren wird. Spätestens bei dem ersten "Aufeinandertreffen". Er wollte nicht war haben, dass seine kleine Prinzessin wohl auch mal ein solches Leben führen musste. Doch noch gab es Hoffnung für den 37jährigen. Noch hatte sich Eleanor nicht verwandelt.

Das gräuliche Auto, fuhr die `LaPush Road´ entlang und nach und nach, konnte Eleanor sogar ein paar Häuser ausmachen. Vor einem beige gestrichenem Haus, hielten Sie anschließend und stiegen aus. Sie waren nun angekommen. Körperlich.

Skeptisch machte sich das blonde Mädchen auf den Weg zur Haustür, des gewöhnlichen Hauses und guckte sich währenddessen stillschweigend um. Das Haus lag zwar fast an der Hauptstraße, jedoch stand es auch mitten im Wald. Um zur Straße zu gelangen, musste man etwa 3 Meter vom Haus weg gehen und dann nach rechts abbiegen, nur um anschließend noch zirka einen halben Kilometer zu latschen. Super, dachte sich die 14jährige. Das hieß also sie wäre immer auf ihre Eltern angewiesen oder müsse mit dem Rad fahren, um zur Schule zu kommen.

"Ach, Schatz. Das Haus ist echt traumhaft." Fing Armanda an, vom Haus zu schwärmen, als sie mit ihrem Mann und den Koffern auf die Haustür zusteuerten. "Es freut mich, das es dir gefällt." Gab Manuelle im gleichen, verträumten Tonfall zurück. Eleanor verdrehte nur ihre Augen und wartete sehnsüchtig darauf, dass einer ihrer Eltern endlich die Tür aufschlossen, denn der Regen hat immer noch nicht aufgehört und ihr fröstelten schon die Hände, von den aufgeweichten Ärmeln ihres Pullovers.

"Ah, ja. Endlich zuhause. Sieh mal Eleanor, schick hier, nicht?" Wandte sich ihre Mutter an sie, als die drei im Wohnzimmer angekommen waren. Eleanor konnte nur abgehackt nicken. Es war nicht so, dass es ihr hier nicht gefiel, denn das tat es wirklich. Das Problem war, dass sie nicht gut mit Veränderungen umgehen konnte. Sie musste sich erst an das alles hier gewöhnen. Manuelle, der das unwohl sein, seiner Tochter gespürt hat, sah sie mitfühlend an. "Schätzchen, gib dem ganzen hier eine Chance, ja? Ich weiß, für dich ist das hier nicht so leicht, aber versuche es bitte, uns zur Liebe." Sie seufzte ergeben und nickte anschließend wieder. "In Ordnung, willst du dein Zimmer sehen?" Wechselte Amanda das Thema und führte ihre Tochter, mit vor Freude glänzenden Augen, hinauf in ihr neues Reich.

Als die Ausgelehrte Bürokauffrau, der jungen Carter, die Tür öffnete, hielt sie gespannt die Luft an. Amanda hatte noch nie ein sehr starkes Verhältnis zu ihrem einzigen Kind, weshalb sie auch sehr nervös auf ihre Reaktion war. Denn Eleanors Mutter hatte einen...man könnte sagen vielseitigen Geschmack. Da sie Eleanors Zimmer eingerichtet hatte, hatte auch Eleanor ein wenig angst vor dem Endergebnis gehabt.

Das erste was die Blondine machte war den Raum ab zu scannen. Zu ihrer Überraschung sah sie keine Rosa Wände mit Gelben Verzierungen und komischen Elefanten Kuscheltieren. Nein. Zu ihrer Überraschung, gefiel ihr das, was sie sah. Die Wände waren schlicht in weiß gehalten, auf der rechten Seite des Zimmers stand ein großes, schwarz, graues 2er Boxspringbett und daneben ein passender grauer Nachttisch mit Lampe. Ihr gegenüber, waren drei große Fenster, die neben einander eingebaut wurden, angebracht und darunter eine breite, mit Kissen und Decken, bedeckte Fensterbank, ebenfalls in schwarz und grau Tönen. Zur linken Seite, befand sich ein großer Schiebeschrank in grau und daneben ein schwarzer Schminktisch mit einem, mit Fell überzogenem dunkelgrauen Drehstuhl und einem großem Hollywoodspiegel.

Für einen kurzen Moment, blieb ihr der Mund offen stehen. Dann fasste sie sich jedoch wieder schnell und drehte sich zu ihrer Mutter. "Mom, das...ist wunderschön!" Brachte sie hervor und umarmte sie. Amanda bedeutete diese Gestik eine Menge. Es kommt nicht oft vor, dass sie von ihrer Tochter eine ehrliche Umarmung bekommt.  

Nach etwa einer Viertelstunde machte Eleanor sich an ihren Koffern und Umzugskartons zuschaffen und fing an alles ein zu sortieren. Beiläufig wählte sie eine beliebige Playlist aus und wippte mit ihren Füßen etwas zur Melodie mit. Als sie nur noch einen Karton mit der Aufschrift "Memories" vor sich hatte, schaltete sie die Musik aus und öffnete den Karton mithilfe eines Katermessers. Als sie die Papecken zur Seite bog, prangte ein weißer Briefumschlag ihr entgegen und sie atmete tief ein und aus, ehe sie den Karton wieder schloss und in einer unteren Ecke ihres Kleiderschranks verstaute.

Amanda war gerade in der Küche und werkelte an einer der Glühlampen herum, als ihre Tochter die Treppen herunter kam und ihr aus dem Flur "Ich gehe mich etwas umsehen" zurief. Noch ehe sie etwas erwidern konnte, hörte sie schon die Tür zu knallen und seufzte erschöpft aus. Manchmal fragte sie sich, was sie falsch machte. Doch immer wieder kam sie zu dem Endschluss, dass es einfach daran lag, dass Eleanor und sie so unterschiedlich waren. Sie fanden nie ein Thema, was sie beide interessierte und hatten so, dem allgemeinen Gesprächen ausgenommen, nie ein Gesprächsthema. Kopfschüttelnd versuchte Amanda auf ein neues die Glühlampe in den Kronenleuchte rein zuschrauben, doch gab es anschließend auf und schmiss die Anleitung verzweifelt auf die Tischplatte. Sie war noch nie wirklich der Handwerkliche Typ gewesen -und wird es auch nie sein. Also erhob sie sich von dem Stuhl und stöckelte auf ihren schwarzen Stiefeln ins Wohnzimmer, wo sie Manuelle erwartet hatte. Doch zu ihrem verblüffen war er nicht dort. Verwirrt ging sie durch das Wohnzimmer, zum angrenzenden Gäste WC. Doch auch hier war er nicht. "Manuelle? Wo bist du, Schatz?" Rief sie durchs Haus und schloss die Tür wieder hinter sich.  Doch sie bekam keine Antwort, weshalb sie ihr Glück auf der Terrasse versuchte, vergebens. Denn auch dort konnte die 35jährige ihn nicht finden. Genervt suchte sie noch den Rest des Hauses ab und entschloss sich dazu draußen nach ihrem Ehemann zu suchen. Da sie nun etwas gereizt war, blickte sie ihren Mann nur wütend entgegen und nahm den zweiten Mann, vor der Haustür, nicht wahr. "Kannst du mir nicht mal bescheid geben, dass du nicht mehr im Haus bist? Ich such wie eine bescheuerte nach dir, dabei bist du noch nicht mal mehr drinnen gewesen!", meckerte sie schon los und erst als sie den ernsten Ausdruck auf dem Gesicht von Manuelle registriert hatte, schaute sie in die Richtung, des unbekannten.

Nachdem Eleanor aus der Haustür trat, stellte sie überrascht fest, das es nur noch nieselte und steckte sich ihre Kopfhörer in die Ohren, ehe sie sich die Kapuze über den Kopf zog. Orientierungslos fing sie an den weg einzuschlagen, der zur Hauptstraße führte. Sie meinte sich an einen kleinen Kiosk erinnern zu können, der auf dem Weg in das Zentrum, LaPush´s lag. Nach guten 40 Minuten Fußweg, kramte sie ihr Handy aus ihrer Jackentasche und stellte überraschend fest, dass es schon 16 Uhr war. Glücklicherweise konnte sie den kleinen Laden schon von der Ferne ausmachen und beschleunigte ihre Schritte nun etwas. Als sie über die Straße ging, fiel ihr ein Weg auf, der in den Wald führte. Ob das wohl eine Abkürzung zu ihrem Haus war? Denn da sie sich noch nicht hier auskannte, hatte sie beschlossen einfach die Hauptstraße entlang zu laufen. Was sich als sehr anstrengend herausstellte. Im Laden angekommen hörte sie über die Musik hinweg eine kleine Glocke, die ihr eintreten angekündigt hatte. Sie sah sich forschend im kleinen Laden um und beschloss einfach ein bisschen herum zu stöbern, da sie nicht wirklich auf der suche nach einem bestimmten Lebensmittel war. Als sie sich schlussendlich für einen Schokoriegel entschieden hatte, ging sie an die Kasse und bezahlte diesen. Als sie sich gerade wieder umdrehen wollte, um den Laden zu verlassen, viel ihr auf einer Zeitschrift der Lieblingsmusiker ihrer besten Freundin auf. Die Überschrift lautete "Der Skandal geht weiter, Stimmenbänder versehentlich durchtrennt"  
Stirnrunzelnd ging sie auf das Regal zu und besah sich der Zeitschrift. Schnell überflog sie den kleinen Text und musste letztendlich feststellen das es sich gar nicht auf den Musiker bezogen hatte, weshalb sie sich wieder zum Ausgang drehte, jedoch von einem Arm aufgehalten wurde. Verwirrt sah sie dem Kassierer in die Augen und stöpselte ihre Kopfhörer aus den Ohren. "Miss, ich habe sie jetzt schon 2 Mal darauf aufmerksam gemacht, dass wenn sie Interesse an einer Zeitschrift haben, sie auch kaufen müssen. Wir sind hier nicht in einer Bibliothek, wo man sich in Bücher reinlesen kann um zu entscheiden ob man sie mitnehmen will oder nicht!"  

Mit einem missbilligen Blick, entzog sie ihm ihr Arm und ging ein paar Schritte von ihm weg. "Entschuldigen Sie mal bitte?! Ich habe mir lediglich nur die verschiedenen Ausgaben angeschaut, okay? Und ich kann nichts dafür, das Sie anscheinend an einer Seeschwäche leiden und nicht gesehen haben, dass ich Musik höre!" Schnauzte Eleanor ihn an, da er sie ebenfalls missbilligend betrachtete. Empört hob er den Zeigefinger und fing wieder an sie an zupampen. "Das Sie es sich wagen, sich so eine Frechheit zu erlauben!" Wütend sah Eleanor ihm ins Gesicht. "Das ich mir die Frechheit erlaube? Sie sind es doch der mich am Arm gepackt hat und nun mit dem nackten Finger auf mich zeigt, weil ich mir die Zeitschriften angeschaut habe!" Bevor die die Situation noch eskalieren konnte, schreitete eine dritte Person ein.

............
Hey!
Hier bin ich wieder mit einer neuen Paul FF!
Bis jetzt habe ich noch nicht so viel zu dieser Geschichte zu sagen, weshalb ich mich nun auch kurz halten werde. Wie immer bin ich offen für Rückmeldungen allerart und auch für Vorschläge.
Ich hoffe das erste Kapitel ist gut angekommen,
GLG
Angel