The Baddest

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Eskel Geralt von Riva Lambert OC (Own Character) Rittersporn
15.10.2020
27.10.2020
9
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17.10.2020 3.216
 
Vorwort:
Hey alle zusammen,
wollte mal Fragen, wie ihr diese FF bislang so findet. Würde mich über ein Feedback von euch freuen! ^^
MfG  BlackEpona







,, Lambert, warum stehen wir vor einem Bordell? Ich bin das erste Mal in Novigrad und statt mir die Stadt zu zeigen, schleppst Du mich hier her. Du hättest mir sagen können, dass Du eine Hure zum ficken suchst und mich in einer Tarne oder so absetzten können. Da ich auf keinen Fall dort hereingehen werde, kannst Du mir ja Geld geben, damit ich mir ein Buch kaufen kann.'' ,, Warum sollte ich das? Bücher sind nutzlos.'' ,, Bücher sind nicht nutzlos! Ich selbst habe in meiner Welt welche geschrieben und außerdem entspannt lesen mich.'', erklärte ich und versuchte an den Geldbeutel des Hexers zu kommen, doch scheiterte. Schmollend verschränkte ich meine Arme, sah zum Älteren hinauf und bekam wenige Augenblicke später einige Kronen entgegengehalten. ,, Danke und Dir wünsche ich noch viel Spaß. Fang Dir keine Geschlechtskrankheiten ein!'', und damit machte ich mich auf den Weg. Planlos lief ich durch die verschmutzten Straßen, vernahm hier und da Lieder, die von betrunkenen Männer gesungen wurden. Meine Tasche hielt ich vor mir, damit niemand auf die Idee kam, mir heimlich etwas zu klauen. Zudem befand sich das Basiliskenei in ihr und dies brauchte wärme, meine Körperwärme. Lambert hatte vom dem Ei keine Notiz genommen, was ich sehr begrüßte. Er würde es zerstören und dies konnte ich auf keinen Fall zulassen. Sobald das kleine Wesen auf der Welt wäre, müsste ich mir was einfallen lassen. Basilisken gehörten zu den gefährlichsten Monstern und Silberbasilisken erst recht. ,, Keine Sorge, ich werde Dich beschützen, Kleines'', meinte ich zu dem Ei, während ich die Tasche an mich drückte. Mein Blick wanderte von einem Haus zum nächsten, bis ich das Gasthaus Chamäleon erblickte, welches, soweit ich wusste, Zoltan und Rittersporn gehörte. Ohne groß darüber nachzudenken, betrat ich das Gasthaus. Kaum schloss sich die Tür hinter mir, kam der Barde angelaufen. ,, Gegrüßt sei die edle Dame, was kann ich-'' ,, Geh zur Seite Rittersporn. Was sehen meine Augen denn da, das Mädchen aus einer anderen Welt.'' ,, Guten Tag, Zoltan. Wir haben uns seit der Schlacht nicht mehr gesehen, wie es Dir?'' ,, Gut. Was triebt Dich nach Novigrad, Mädchen?'' ,, Ich bin mit Lambert unterwegs.'' ,, Und wo treibt dieser sich rum?'' ,, Nun ja, sagen wir es so, er ist beschäftigt. Ich möchte das nicht weiter erläutern.'', erklärte ich ihnen und wand mich dann dem Poeten zu. ,, Guten Tag Julian, es ist schön Dich kennenzulernen. Geralt hat mir von dir erzählt. Ich heiße Katharina und wie Zoltan es schon erwähnt hat, stamme ich nicht aus dieser Welt.'' ,, Katharina, was für ein bezaubernder Namen, für eine Dame. Möchtest Du was trinken?'' ,, Gerne, Wasser oder Tee.'' ,, Setz Dich, Mädchen.'', sprach der Zwerg, signalisierte mir mit einer Handbewegung, das ich mich setzen sollte. Nachdem ich dies getan hatte, legte ich meine Tasche auf meinen Schoß ab. ,, Hier, Dein Tee.'' ,, Danke Julian.'' ,, Nenne mich bitte Rittersporn.'' ,, Julian ist aber Dein richtiger Name, daher nenne ich Dich auch so. Aber wechseln wie das Thema, wisst Ihr, wo ich ein gutes Buch kaufen kann? Lambert hat mir einige Kronen gegeben.'' ,, Die Straße weiter unten, gibt es einen guten Händler.'', erklärte Rittersporn mir, weshalb ich ihm dankbar zu nickte. Wir unterhielten uns eine Weile, bis das Chamäleon anfing sich zu füllen. Ich entschied das Buch später einzukaufen, als es draußen begann zu regnen. Julian hatte sich auf den Tisch gesetzte und spielte auf seiner Laute. Der Poet sang Balladen und auch einige über Geralt, was mich schmunzeln ließ. Als Julian seine Laute zur Seite legte, klatschte ich und schenkte ihm ein Lächeln. ,, Du kannst wirklich gut singen. Balladen sind zwar nicht so meins, aber jeder hat einen anderen Geschmack.'' ,, Du singst auch?'' ,, Nur noch selten.'' ,, Würde die edle Dame für mich singen?'' ,, Für den ganzen Leuten? Ich weiß nicht.'' ,, Ich bin mir sicher, das Du eine wunderschöne Singstimme besitzt.'' ,, Nagut, aber ich mache das nur für Dich.'', meinte ich zu dem Älteren, erhob mich und stellte mich gerade hin. ,, Ich wusste sofort, als ich Dich das erste Mal sah, dass Du etwas Besonderes bist. Ich konnte es in Deinen Augen sehen. Ich konnte fühlen, wie mein Herz fiel. Fliege wie die Schmetterlinge. Na nan a Navillera. Lass den Wind wehen. Weg fliegen, weit weg, sodass mein Herz Dich erreichen kann. Lass uns von vorne anfangen. Du und ich. Die Liebe, die ich beneide. Bitte lass mich nicht im Stich. Ich werde Dir zeigen, wie ich mich gefühlt habe. Ich kann nicht länger warten. Zurück, wo wir angefangen haben. Lass uns die Dinge bisschen beschleunigen. Ich muss mich nur zusammenreißen, damit ich vorankomme. Blühe, wie die Blumen. Na nan a Navillera. Ich bin immer noch nur ein schüchternes Mädchen. Ich bin auch nervös. Unsere Stimmen, voll von Aufregung. Vom Grunde unserer Herzen. Lass uns von vorne anfangen. Du und ich. Die Liebe, die ich beneide. Bitte lass mich nicht im Stich. Ich werde Dir zeigen, wie ich mich gefühlt habe. Ich werde nicht länger warten. Ich habe auf diesen Moment gewartet. Und ich bin bei Dir, dem Menschen, der immer an meiner Seite war. Ich werde es wahr werden lassen, wie ich es immer tue. Wach auf, na nan a Navillera. Eines Tages, Du und ich. Ich hoffe, dass wir uns zusammen eine Zukunft aufbauen können. Du bist mehr, als ich je brauchen werde. Lass uns von vorne anfangen. Du und ich. Die Liebe, die ich beneide. Bitte lass mich nicht im Stich. Ich werde Dir zeigen, wie ich mich gefühlt habe. Ich werde nicht länger warten.'', sang ich mit meiner schönsten Stimme und spürte wie trocken mein Hals geworden war. Die Menge applaudierte, weshalb ich mich kurz verbeugte, bevor ich nach meinem Tee griff. Diesen trank ich leer und rieb mir kurz den Hals. ,, Katharina, das war großartig!'' ,, Naja, ich habe lange nicht mehr gesungen. Mir tut der Hals weh.'' ,, Was hältst Du davon, jeden Tag eine Vorstellung zu geben?'' ,, Danke für das Angebot Julian, aber ich muss es ablehnen. Ich werde Novigrad bald wieder verlassen, da Lambert und ich weiter reiten werden, zudem bin ich mir sicher, dass er dies nicht gutheißen würde. '', erklärte ich dem Barden und beschloss das Chamäleon zu verlassen. Mein Gefühl sagte mir, dass der Hexer mich bereits suchte und es täuschte mich nie. Während ich zum Ausgang lief, strich ich mir einige Strähnen hinter das Ohr, die mir ins Gesicht gefallen waren. ,, Verzeihung.'', murmelte ich, als ich in jemanden hinein gelaufen war. Dieser jemand stellte sich Sekunden später als Lambert heraus, welcher mich am Handgelenk packte. Sein Griff schmerzte, weshalb ich versuchte mich zu befreien, doch es war zwecklos. Der Hexer schien wütend auf mich zu sein, doch weshalb? So schnell konnte ich nicht reagieren, wurde ich aus dem Gasthaus gezerrt und stand somit im Regen. ,, Lambert, Du tust mir weh!'' ,, Was hast Du Dir dabei gedacht!?'' ,, Mir was dabei gedacht?'' ,, Zu singen!'' ,, Warum bist Du so wütend? Ich habe doch nur gesungen, mehr nicht! Du tust ja gerade so, als hätte ich mich vor der Menge ausgezogen!'', zischte ich den Hexer an, während ich weiterhin versuchte, seinen Griff zu entkommen. Mein Handgelenk schmerzte fürchterlich, als mich der Ältere losließ. ,, Du wirst nicht mehr singen, Kleine.'' ,, Hör endlich auf mich Kleine zu nennen, ich heiße Katharina. Zudem warum sollte ich aufhören zu singen? Was ist schon dabei? Es ist ja nicht so, als würde ich damit Monster damit herbeirufen!'' ,, Eskel hätte Dich mitnehmen sollen. Wie konnte er es mit Dir nur aushalten? Du kannst nichts, außer Dich in Schwierigkeiten zu bringen.'', kaum hatte der Ältere dies ausgesprochen, senkte ich den Kopf. ,, Das stimmt, ich kann nichts und bringe mich nur in Schwierigkeiten. Aber dafür besitze ich Mitgefühl, was Du niemals haben wirst. Hättest Du mich damals nicht gesund gepflegt, wäre ich gestorben, vielleicht wäre dies besser gewesen.'', sprach ich mit fester Stimme und ließ den Braunhaarigen stehen. Mir war bewusst, dass er früher oder später mich aufsuchen würden, weshalb ich mich auf die Suche nach einer Herberge machte.




Es hatte eine Weile gedauert, bis ich ein Zimmer gefunden hatte, welches ich mit den Kronen bezahlt hatte, die eigentlich für ein Buch bestimmt waren. Mit einem Seufzen ließ ich mich auf dem Bett nieder, nachdem ich das Zimmer betreten hatte und fuhr mir durch die Haare. Innerlich wusste ich, das Lambert es nicht so gemeint hatte. Der Hexer hatten Schwierigkeiten Gefühle zu zeigen, daran konnte niemand etwas ändern. Ich verstand nicht, warum der Braunhaarige sich so sehr darüber aufregte, dass ich gesungen hatte. Niemand war dadurch verletzt worden und auch niemand hatte sich Beschwert. ,, Warum immer ich?'', murmelte ich vor mich hin und ließ mich nach hinten fallen. Meine Augen waren geschlossen, während ich den Tag gedanklich nochmals durch ging. Bevor der Ältere ins Bordell gegangen war, war seine Laune noch normal gewesen. Es musste etwas in der Zeit passiert sein, während wir Stunden lang getrennt waren. Doch was genau? Der Hexer regte sich schnell über etwas auf, vor allem, wenn es mit mir zu tun hatte. Am liebsten würde ich mit Eskel darüber reden, denn dieser könnte mir bestimmt weiter helfen. Wo dieser sich zurzeit befand, war mir unbekannt und es würde noch eine lange Zeit so bleiben. Der einzige, der darüber etwas wissen könnte, war niemand anderes als Lambert. Doch der Ältere würde es mir nicht verraten, egal wie sehr ich betteln würde. Da ich von dem ganzen Nachdenken Kopfschmerzen bekam, beschloss ich mich schlafen zu legen. Ich richtete mich auf, zog meine Kleidung aus und holte das Ei aus der Tasche. Ganz vorsichtig legte ich dieses neben mich hin und nahm es in den Arm, nachdem ich mich wieder hingelegt hatte. Wenn ich genau hinhörte, konnte ich den Herzschlag des Silberbasilisken vernehmen. ,, Hoffen wir mal, das Lambert Dich nicht umbringt, sobald Du geschlüpft bist. Gute Nacht, Kleines.''  




 Das erste, was meine Sinne wahrnahmen war, das etwas auf mir lag. Vorsichtig richtete ich mich auf, sodass das Wesen gezwungen war, von mir herunterzugehen. Ein leises Fiepen ertönte, weshalb ich innehielt. Geschockt blickte ich den kleinen Basilisken an, der mit seinen großen Kulleraugen zu mir hinauf blickte. ,, Fuck.'', fluchte ich, als ich die Reste der Schale neben mir entdeckte. Das kleine Wesen musste in der Nacht geschlüpft sein, ohne das ich es mitbekommen hatte. Dabei hatte ich einen sehr leichten Schlaf und bekam mit, wenn etwas sich auf mich bewegte. ,, Na Du, keine Angst. Ich tu Dir nichts, siehst Du.'', meinte ich und fuhr dem Silberbasilisken über den Kopf. Seine Haut fühlte sich weich an, aber ich wusste, das sich dies mit der Zeit sich ändern würde. ,, Wie klein Du doch bist, Du passt ja auf meine Hand. Aber keine Sorge, Du wirst noch groß und stark werden, das verspreche ich Dir. Mhm, bist Du ein Mädchen oder ein Junge? Naja, dann muss ich Dir wohl einen neutralen Namen geben. Ich werde Dich Robin nennen. Na, gefällt Dir der Name?'', stellte ich die Frage und hörte Robin nur fiepen. Ganz vorsichtig setzte ich den Basilisken auf den Boden ab, bevor ich mich erhob und streckte. Einige meine Knochen knacksten, weshalb ich annahm, dass ich in der Nacht unbequem gelegen haben musste. ,, So, wollen wir mal schauen, was Du fressen kannst. Du hast doch bestimmt Hunger.'', sprach ich, bevor ich meine Tasche durchwühlte. Ich hielt inne, als ich Schritte vernahm, die direkt vor meiner Tür stoppten. Sekunden später trat Lambert ein und blieb stehen, als er Robin erblickte. ,, Nicht!'' ,, Geh zur Seite.'' ,, Nein, Du wirst Robin nichts antun. Bitte Lambert, es ist ein Baby.'' ,, Es ist ein Monster, mehr nicht.'', meinte der Hexer, zog sein Silberschwert und holte aus. Ohne darüber nachzudenken, beugte ich mich über den kleinen Silberbasilisken und drückte ihn fest an mich. Ein starker Schmerz durchfuhr mein Körper, zudem spürte ich, wie mein warmes Blut meinen Rücken hinter floss. Robin fiepte, weshalb ich den Basilisken mehrmals über das Köpfchen strich. ,, Alles gut, ich bin da.'', flüsterte ich ruhig und blendete aus, das mein Blut auf den Boden tropfte. Nur am Rande nahm ich wahr, wie sich der Hexer zu mir hinunterbeugte. ,, Lass das Vieh los, die Wunde muss verbunden werden.'' ,, Damit Du Robin töten kannst? Auf keinen Fall!'' ,, Hör auf so stur zu sein. Rück es heraus oder ich werde es mir mit Gewalt holen.'' ,, Nein, das werde ich nicht.'', erklärte ich mit fester Stimme und zischte schmerzvoll auf. Der Ältere ließ etwas auf die blutende Schnittwunde tröpfeln, was ziemlich brannte. Warum er dies tat, wollte ich nicht hinterfragen. Für mich zählte in diesen Moment nur Robin vor dem Braunhaarigen zu beschützen. ,, Jetzt gibt das Monster her, es ist zu gefährlich.'' ,, Auch wenn es gefährlich ist, rücke ich es nicht heraus. Eskel hätte mir erlaubt Robin zu behalten.'', kaum war dies über meine Lippen gekommen, ballte der Ältere seine Hände zu Fäusten. Sekunden später erhob sich Lambert, sah auf mich hinab. ,, Dann behalte doch das Vieh! Hoffentlich bringt es Dich um!'', vernahm ich seine Stimme, die wütend klang. Einen Augenblick später zuckte ich zusammen, als die Tür geräuschvoll zugeschmissen wurde. Perplex starrte ich auf die Eichentür, konnte nicht verstehen, warum der Hexer zu ausgerastet war. Doch dann kam in mir ein Verdacht auf, konnte es sein, das Lambert eifersüchtig auf Eskel war? Über Eskel sprach ich nur gutes, immerhin war er mein bester Freund in dieser Welt. Wir verstanden uns auch ohne Worte und ich vertraute ihm vollkommen. Bei Lambert sah das ganz anders aus. Wir stritten die meiste Zeit nur, da wir andere Ansichten hatten und bei den Anderen beschwerte ich mich nur über ihn. Doch wenn dies wirklich der Grund war, müsste dies heißen, das der Hexer mich mochte. Ich musste mit dem Älteren reden, um Gewissheit zu bekommen. Unter starken Schmerzen richtete ich mich auf, zog mir etwas über und verließ mit Robin danach das gemietete Zimmer. Selbst wenn ich ganz Novigrad durchsuchen müssten, um Lambert zu finden, würde ich es tun. Aber das Glück befand sich auf meiner Seite, denn der Braunhaarige hatte sich nicht weit entfernt. Mit schnellen Schritten lief ich zum Älteren und vergrub meine Finger in seine Rüstung. Das mein Blut weiterhin meinen Rücken hinunterfloss, versuchte ich zu ignorieren. ,, Wage es nicht nochmals abzuhauen, Lambert! Ich stelle Dir jetzt eine einzige Frage und ich will eine Antwort von Dir haben. Bist Du eifersüchtig auf Eskel?'' ,, Warum sollte ich?'' ,, Du bist eifersüchtig, weil ich nur gut über Ihn rede. Natürlich mache ich das, Eskel ist mein bester Freund und über Freunde redet man nicht schlecht. Aber auch wenn Du, das nicht wahrhaben willst, Du hast auch eine gute Seite. Sie ist zwar klein, ist aber vorhanden.'', erklärte ich Lambert, während ich ihm in seine gelben Augen sah. Ich wusste selbst nicht, was mich dazu verleitete, aber ich streckte mich zum Hexer hoch und legte meine Lippen auf seine. Keinen Wimpernschlag später, erwiderte der Braunhaarige den Kuss und zog mich zu sich. Ein Zischen entkam mir, als seine Hand meinen Rücken berührte, weshalb wir uns wieder lösten. Blut klebte an seiner Hand, mein Blut. ,, Du hast die Wunde nicht verbunden?'' ,, Ich musste Dir doch hinterher.'' ,, Dafür hattest Du keine Zeit, aber um Dein Vieh mitzunehmen.'' ,,Robin ist kein Vieh.'', meinte ich und ließ mich von Lambert zurück in die Herberge schleifen. Im Zimmer angekommen, zwang mich der Ältere mich auf einen Hocker zu setzen, was ich nur zögerlich nachkam. ,, Zieh Dich obenrum aus.'' ,, Ganz?'' ,, Nein, gar nicht.'' ,, Spare Dir Deinen Sarkasmus! Nur ich darf das.'', sprach ich, setzte Robin auf meinen Schoß ab und zog mir obenrum komplett aus. Meine Wagen bekamen einen rötlichen Schimmer, obwohl ich mit dem Rücken zum Hexer saß. ,, Wird es eine Narbe geben?'' ,, Woher soll ich das wissen?'' ,, Du wurdest bereits öfters verletzt, nicht so wie ich. Daher nahm ich an, Du weißt sowas.'', versuchte ich ihm zu erklären und erschrak mich im nächsten Moment, als eine kalte Flüssigkeit meinen Rücken hinunterfloss. ,, Du hättest mich vorwarnen können.'' ,, Stell Dich nicht so an und kümmere Dich um Dein Vieh. Es will Aufmerksamkeit.'' ,, Robin ist kein Vieh, wie oft denn noch? Mal was anderes, woran erkenne ich, ob Robin männlich oder weiblich ist?'' ,, An der Farbe, die Weibchen sind dunkler.'' ,, Aww, dann bist Du ja ein Mädchen, Robin! Wenn Du mal größer bist, wirst Du ein wunderschöner Silberbasilisk sein.'', sprach ich, während ich auf den Basilisken sah, der es sich auf meinen Schoß bequem gemacht hat. Ich zuckte kaum merklich zusammen, als Finger begannen über meine Narben zu streichen, die ich vom Gabelschwanz Angriff bekommen hatte. Obwohl die Narben ziemlich verblasst waren, hatte der Hexer sie auf meiner blassen Haut entdecken können. ,, Woher stammen sie?'' ,, Ich war doch mit Eskel auf Gabelschwanz Jagd gewesen, sagen wir es so, es lief nicht alles nach Plan.'', erklärte ich dem Anderen. Dessen Hände fuhren zu meinen Brüsten, weshalb ich mir auf die Unterlippe biss. Zudem bedeckte er meinen Hals mit küssen, was mir eine Gänsehaut bescherte. Seine Lippen wanderten über meine Haut, bis er sich an einer Stelle festsaugte. ,, L-Lambert, nicht.'', stotterte ich, bevor ich mir fester auf die Lippe biss. ,, Deine Brüste sind ziemlich klein.'' ,, Ach halt doch die Klappe. Hast wohl noch nie etwas von klein aber fein gehört.'' ,, Immer noch so vorlaut?'' ,, Bei dir immer.'' ,, Merke ich.'', hauchte mir der Ältere mit tiefer Stimme ins Ohr, bevor er von mir ruckartig abließ. Verwirrt darüber saß ich nur da und ließ mir den Verband anlegen.




 ,, Für das Vieh gebe ich keine Kronen aus.'' ,, Aber Robin hat hunger und Sie braucht Fleisch.'' ,, Ich werde kein Fleisch kaufen.'' ,, Wie Du willst, dann gehe ich zu Julian, vielleicht hat er welches.'', und mit diesem Satz wollte ich loslaufen, würde aber am Handgelenk gepackt. ,, Wer ist Julian?'' ,, Geralt hat doch schon von Ihm erzählt. Ich meine Rittersporn natürlich. Er will zwar so genannt werden, aber ich nenne ihn Julian.'' ,, Weil?'' ,, Weil das sein Name ist und jetzt komm. Das Gasthaus ist nicht weit entfernt. Wir müssten in etwa fünf Minuten dort sein.'', erklärte ich und lief mit Robin im Arm durch die Straßen. Dass dabei alle Blicke auf mir lagen, blendete ich einfach aus. Solang es nur bei den Blicken blieb, war alles in Ordnung.
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