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The Baddest

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18
Eskel Geralt von Riva Lambert OC (Own Character) Rittersporn
15.10.2020
15.12.2020
11
25.742
 
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,, Du musst nicht jedes Monster, das uns über den Weg läuft, den Kopf abschlagen!'', meinte ich zu Lambert, als dieser einem Werwolf den Kopf abschnitt, um diesen dem Dorfältesten zu präsentieren. Ich fand dies mehr als nur widerwärtig, was ich auch offen zugab. Der Hexer und ich waren seit Tagen unterwegs, aber mich für fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Jede freie Minute stritten wir uns, weil ich andere Ansichten hatte. Während er alles, was nur ein Geräusch von sich gab, niedermetzeln wollte, freunde ich mich mit jeden Wesen an. ,, Deine naive Art nervt.'' ,, Ich bin nicht naiv, Lambert! Ich will halt gleich nicht alles umbringen, nicht wie Du. Du als Hexer kannst das nicht verstehen!'' ,, Wie hält es Eskel nur mit Dir aus?'' ,, Diese Frage müsste ich ihn bei Dir ebenfalls stellen!'', zischte ich und gab im nächsten Moment ein Würgegeräusch von mir. Der Braunhaarige hielt den Kopf des Werwolfes hoch, aus welchen Blut tropfte. Das war zu viel für mich und keinen Augenblick später übergab ich mich im nächsten Gebüsch. Perplex sah ich den Hexer an, als dieser mir einen Beutel mit Wasser hinhielt. ,, Spül den Mund aus, danach reiten wir weiter.'' ,, Danke und wenn es mein Magen es zulässt.'', murmelte ich, nahm etwas Wasser in den Mund und spuckte dieses wieder aus. Danach erhob ich mich, atmete einmal tief ein und aus, bevor ich zu Star lief. Diese fraß mit aller Seelenruhe Gras und hob den Kopf, als sie meine Anwesenheit spürte. ,, Na meine Schönheit, schmeckt es?'' ,, Das Vieh kann nicht sprechen.'' ,, Verdammt nochmal, Lambert! Das weiß ich auch selbst, aber wenn ich mit meinem Pferd rede, ist das meine Sache. Geralt macht das bei Plötze auch. Zudem ist Star kein Vieh, sie ist das einzige, was mich noch an Vesemir erinnert.'', erklärte ich dem Älteren, stieg auf mein Pferd und ritt zurück zum Trampelpfad. Hinter mir konnte ich den Braunhaarigen murmeln hören, leider verstand ich nicht was.





Summend rührte ich das Essen um, welches ich zubereitete und war froh meine Ruhe für die nächste Zeit zu haben. Lambert war zu einer jungen Frau gegangen, nachdem diese ihm schöne Augen gemacht hatte. Mir war bewusst, was die Beiden im Moment trieben und mir war es gleichgültig. Wir waren kein Paar und er durfte tun und lassen, was er wollte. Dies galt genauso für mich, aber ich las lieber ein Buch, als mich auf einen Mann einzulassen. Ein Miauen ertönte, weshalb ich in meine Bewegung innehielt und mich in der Hütte umsah. Diese hatten wir bis zum nächsten Tag zur Verfügung gestellt bekommen, da die Dorfbewohner uns nicht richtig vergüten konnten. Abermals ertönte das Miauen, sodass ich den Kochlöffel zur Seite legte und die Hütte absuchte. Als das Miauen zum dritten Mal ertönte, sah ich aus dem Fenster und entdeckte ein schwarzes Kätzchen. Sie wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Geruch des Fisches angelockt, den ich angebraten hatte. ,, Na Du, hast Du hunger?'', stellte ich Ihr die Frage, bekam als Antwort nur ein Miauen. Flink nahm ich ein wenig Fisch, begab mich nach draußen und gab das Stück der Katze. Diese verschlang es zügig, bevor sie sich an mich schmuste. ,, Du bist so cute! Und wie weich Dein Fell ist. Gehörst wohl jemanden, nicht wahr? Dann ab nach Dir nach Hause, es sieht nämlich nach regen aus.'' ,, Jetzt redest Du bereits mit Katzen.'', ertönte die Stimme von Lambert hinter mir, weshalb die Samtpfote die Flucht ergriff. Kopfschüttelnd erhob ich mich und klopfte mir den nicht vorhandenen Staub von der Kleidung. ,, Du hättest ruhig länger bei Ihr bleiben können, von mir aus auch die ganze Nacht.'' ,, Wäre ich, wenn ich nicht aufpassen müsste, dass Du nicht unser Proviant an Tiere verfütterst!'' ,, Wow, hast Du eine miese Laune. Keinen hochbekommen oder was?'', stellte ich die Fragen und kehrte in die Hütte zurück. Dort angekommen stellte ich das Essen zurück auf den Herd und rührte weiter um. Zwar bemerkte ich wie der Andere eintrat, ignorierte ihn aber vollkommen. ,, Sag mal spinnst Du!?'', schrie ich Lambert an, als dieser mich packte. ,, Ich bin nicht Eskel, wenn Du das vergessen hast, Kleine. Er lässt Dir alles durchgehen, ich nicht.'', sprach der Hexer, drehte mich zu sich um und legte seine Lippen auf meine. Wie versteinert stand ich da, konnte und wollte nicht glauben, dass der Ältere mich küsste. Sein Körper war meinen so nah, dass ich jede Unebenheit seiner Rüstung durch meine Kleidung spüren konnte. Panik stieg in mir auf, als seine Hände begannen meinen Körper zu erkunden. Ich fing an zu kichern, nachdem eine seiner Hände sich unter mein Oberteil geschoben und über meinen Bauch gestrichen hatte. Der Hexer nutzte das Kichern aus, um mit seiner Zunge in meinen Mundraum einzudringen. Dass ich damit total überfordert war, schien ihn nicht zu stören. Er stupste mit seiner Zunge meine an, wollte damit erreichen, dass ich den Kuss erwiderte. Doch diesen Gefallen machte ich ihm nicht, stattdessen biss ich ihm auf die Zunge, sodass er den Kuss löste musste. ,, Eindeutig noch Jungfrau.'', kaum hatte er dies ausgesprochen, holte ich aus. Nur dank seiner Hexerreflexe, fing er meine Faust ab, die ihn sonst ins Gesicht getroffen hätte. ,, Du Bastard! Das war mein erste Kuss gewesen!'' ,, Habe ich bemerkt, so schlecht hat mich noch keine geküsst.'' ,, Das werde ich Eskel erzählen und dann kannst Du was erleben!'' ,, Versuchst Du gerade mir zu drohen?'' ,, Nein, das ist Versprechen und eins solltest Du wissen, ich halte meine Versprechen immer!'', erklärte ich meinem Gegenüber, bevor ich diesen dem Rücken zudrehte. Wirklich wahrhaben wollte ich das nicht, dass ich ausgerechnet mit Lambert meinen ersten Kuss gehabt hatte. Ändern konnte ich daran leider nichts mehr, weshalb ich beschloss den Kuss so schnell wie möglich zu vergessen. Einfach würde dies nicht werden, da wir gemeinsam unterwegs waren. ,, Suche Dir eine Hure und lass mich in Frieden.'', sprach ich zum Hexer, welcher sich in der Hütte umsah. Es verwunderte mich, das Lambert auf diesen Satz nichts erwiderte, sondern still blieb. Verwundert blickte ich zu dem Braunhaarigen und hoffte allerdings, das er bald verschwinden würde.





Als die Nacht anbrach, würde mir bewusst, das es ein Problem gab. Es gab nur ein Bett. Mir war bewusst, das Lambert dieses für sich beanspruchen würde, sodass mir keine Wahl blieb, als auf dem harten Boden zu schlafen. Das Glück stand auf meiner Seite, denn noch einer kurzen Suche fand ich einige Fälle, die ausbreiten konnte. ,, Was hast Du vor?'' ,, Nach was sieht es wohl aus? Ich werde auf dem Boden schlafen. Auf keinen Fall werde ich mit Dir das Bett teilen.'', klärte ich Lambert auf, der auf der Bettkante saß und zu mir spähte. ,, Mit Eskel konntest Du es.'' ,, Genau, Du sagst es. Bei Eskel! Du bist nicht er, also teile ich mir auch kein Bett mit Dir. Gute Nacht!''




Murrend kuschelte ich mich an meine Wärmequelle, als ich den Gesang der Vögel vernahm und spürte wie eine Hand aus meinen Haaren verschwand. Verschlafen richtete ich mich auf, rieb mir die Augen und sah mich verwundert um. Hände legten sich auf meine Hüfte und sorgten dafür, dass ich das Gleichgewicht behielt. Es dauerte einen Moment, bis mir bewusst wurde, das ich auf dem Hexer saß. ,, Lass mich los, Lambert!'' ,, Gerade eben hat es Dir noch gefallen, Kleines.'' ,, Du Perversling!'', zischte ich, bevor ich flink das Bett verließ. Auch ohne in einen Spiegel zu schauen, war mir bewusst, dass meine Wangen einen rötlichen Schimmer bekommen hatten. Deshalb beschloss ich die Flucht anzutreten und verließ die Hütte. Kühler Wind schlug mir entgegen, nachdem ich einen Schritt nach draußen getan hatte. Obwohl es früh am Morgen war, war das Dorf sehr belebt, was mich wiederum wunderte. Um dem Grund dafür herauszufinden, beschloss ich den Dorfältesten aufzusuchen. Als ich vor dessen Hütte stand, klopfte ich gegen die Holztür und ging danach einen Schritt zurück. Sekunden später wurde die Tür von einem jungen Mann geöffnet, der mich verwundert anstarrte. ,, Verzeiht, ich suche den Dorfältesten.'' ,, Mein Vater ist auf dem Marktplatz. Wer bist Du und was willst Du vom ihm?'' ,, Ich bin die Begleitung vom Hexer und wollte nur fragen, ob ein Fest ansteht.'' ,, Du bist die Hure des Hexers?'' ,, Hure des Hexers?'' ,, Du bist mit dem Hexer unterwegs, daher-'' ,, Daher was? Dürfen etwa Männer und Frauen nicht mir gemeinsam unterwegs sein, ohne miteinander zu schlafen!'', stellte ich aufgebracht die Frage, bevor ich ein wenig zu laufen, um mich abzureagieren. Während ich durch das Dorf lief, überlegte ich, wie ich den unschönen Beinamen Hure des Hexers loswerden könnte. Ein Seufzen verließ meine Lippen. Der Tag fing schon schlecht an und mein Gefühl sagte mir, dass er in einer Katastrophe enden würde. Um mich abzulenken, suchte ich die Pferde auf, die in einer abgelegenen Scheune untergebracht worden waren. ,, Na Ihr zwei, schmeckt das Heu Euch?'', fragte ich, strich dabei Star über die Mähne, sodass die Stute Ihren Kopf hob. Danach wand ich mich Lamberts Pferd zu, welchen keinen Namen trug. Der Hexer hatte es nicht als nötig befunden, der Falbestute einen Namen zugeben. Ich dagegen nannte sie inoffiziell Isa, wenn der Ältere sich nicht in der Nähe befand. Lambert würde sich darüber nur lustig machen und darauf konnte ich getrotzt verzichten. ,, Lass mich mal Deine Hufen sehen, Isa.'', sprach ich zu der Stute, damit sie sich nicht erschrak, wenn ich sie am Bein berührte. Nachdem ich mich versichert hatte, das alles in Ordnung war, tat ich das Gleiche bei Star. Diese kannte dies schon, daher ließ sie mich lassen und fraß ruhig weiter. ,, Wusste ich es doch, dass ich Dich hier finden würde.'' ,, Erschreck mich doch nicht so, Lambert.'' ,, Warum unterhältst Du Dich mit Tieren? Sie können Dir nicht antworten.'' ,, Es beruhigt mich einfach, zudem mochte ich Tiere schon immer mehr als Menschen. Aber ein anderes Thema warum lag ich bei Dir im Bett? Ich weiß ganz genau, dass ich auf dem Boden eingeschlafen war.'' ,, Du kamst in der Nacht zu mir.'' ,, Niemals, aber auch niemals würde ich zu Dir freiwillig ins Bett steigen, davor lasse ich mich lieber köpfen! Können wir weiter reiten?'' ,, Wir bleiben, bis das Fest beendet ist.'' ,, Damit Du Dir die nächste Frau zum ficken suchen kannst? Auf keinen Fall, ich will hier so schnell wie möglich weg!'' ,, Aus welchen Grund?'' ,, Willst Du mir gerade weiß machen, Du hast es noch nicht mitbekommen, das ich die Hure des Hexers genannte werde?'' ,, Es ist nur ein Name.'' ,, In meiner Welt ist Hure ein schlimmes Schimpfwort, Lambert! Ich habe keine Lust, das Leute denken, dass ich mich von Dir ficken lasse und Dich deshalb begleite! Weißt Du was? Ich habe kein Bock mehr, daher reite ich jetzt weiter!'', meinte ich und fing an Star zu satteln, würde aber dabei vom Älteren aufgehalten. ,, Ich habe Eskel mein Wort gegeben, dass Du bei mir bleibst, also wirst Du es auch.'' ,, Mir egal und jetzt lass mich gefälligst los!'' ,, Du bleibst hier, bis das Fest beendet ist.'' ,, Dann musst Du mich wohl dazu zwingen!''



Mit verschränkten Armen saß ich auf einen Stuhl und ließ Blumen mir von zwei Frauen Blumen ins Haar flechten. Mein Blick wanderte zu meinem linken Handgelenk, welches leicht geschwollen war. Lamberts Griff war zu fest gewesen und das ich ein dünnes Handgelenk besaß, machte es nicht besser. Der Hexer hatte mich zurück zur Hütte geschleift, obwohl ich mich mit aller Kraft dagegen gewehrt hatte. Zu meinem Nachteil waren Hexer ziemlich stark. Das mussten sie auch sein, da sie sonst keine Chance gegen Monster hätten. Genervt vom allem, erhob ich mich aus dem Stuhl, nachdem meine Haare fertig gestylt waren und sag zum Älteren. Der Braunhaarige musterte mich, bevor er sich von der Wand abstieß und auf mich zukam. ,, Wehe Du sagst ein Wort! Deinetwegen muss ich jetzt ein Kleid tragen, ein Kleid! Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, wie schlimm das für mich ist? Und dann haben sie mir auch noch Blumen ins Haar geflochten und mich geschminkt. Ich muss schrecklich aussehen!'' ,, Du siehst aus, wie eine Frau.'' ,, Auch wenn Du es nicht glauben kannst, ich bin eine junge Frau, Lambert!'' ,, Hätte mich nicht überrascht, wenn Du einen Schwanz hättest.'' ,, Fick Dich! Ein Wort noch und ich stecke Dich in ein Kleid!'' ,, Das will ich sehen.'' ,, Punkt für Dich. Also, wie machen wir es jetzt? Du betrinkst Dich, suchst danach jemand zum ficken, während ich versuche nicht aufzufallen? Ich finde, das klingt nach einem guten Plan.'' ,, Du bleibst in meiner Nähe und wirst nicht abhauen.'' ,, Das werden wir noch sehen. Ich kann nämlich auf betrunkene Dorfbewohner, die mich als Hure ansehen, verzichten. Wollen wir wetten, dass sie versuchen werden, mir unter das Kleid zu fassen.'' ,, Deshalb bleibst Du in meiner Nähe.'' ,, Das werden wir noch sehen.'', gab ich von mir, während ich die Hütte verließ. ,, Ich hasse Kleider. Wie können andere Frauen sowas lieben? Es ist so unpraktisch und ich fühle mich so nackt an den Beinen.'', murmelte ich vor mich hin und erkannte im Augenwinkel, wie Lambert neben mich trat. Ich verstand nicht, warum der Hexer so sehr darauf bestand, das wir beim Fest teilnahmen. Meines Wissens gab dort nichts besonders, es wurde nur getrunken und getanzt. Mein Gefühl sagte mir, das etwas hier nicht stimmte.
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