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Serendipity | yoonmin

von go-insane
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Jimin Suga
14.10.2020
17.04.2021
106
100.827
18
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14.10.2020 356
 
Genervt saß ich auf einer Fensterbank und schaute raus. Die Sonne war gerade dabei unterzugehen, aber es war kein schöner Sonnenuntergang. Die Wolken hatten den Himmel bereits den gesamten Tag verdunkelt und keinen einzigen Sonnenstrahl durchgelassen.
Ich beobachtete ein paar Jugendliche, die nahe einer Bank gemeinsam tanzten.
Frustriert lehnte ich meine Stirn an die kalte Scheibe. Allmählich spürte man in Seoul wirklich den Herbst einkehren.

Plötzlich vermisste ich meine Familie und meine Freunde. Ich dachte an Jungkook mit dem ich bis vor wenigen Monaten noch genauso wie die Jugendlichen da unten im Campuspark, in Busan getanzt hatte.
Aber jetzt war ich hier alleine und er immer noch in Busan.
Allmählich fragte ich mich, ob das alles eine richtige Entscheidung war. Alleine nach Seoul ziehen, um die Academy of Dance zu besuchen, war schon lange mein Ziel gewesen, aber irgendwie fühlte sich nichts mehr richtig an.
Ich wollte tanzen. Das war klar. Aber ich war einsam und das war beschissen.

Ein leicht knarrendes Geräusch riss mich aus meinen Gedanken. Meine Augen folgten diesem und sahen in den langen Flur mit den viele Zimmertüren. Ich beobachtete, wie sich eine der Türen öffnete. Meine Tür.

Ein Mädchen trat aus dem Türrahmen heraus, wurde dann jedoch wieder zurück ins Zimmer gezogen und ich vernahm eine Art Schmatzgeräusch.
Genervt rollte ich mit den Augen und sah wieder aus dem Fenster.
Ich hörte, wie sich eine Tür schloss und kurz darauf Schritte an mir vorbeigingen.
Ich wusste, dass es das Mädchen war, aber ich machte mir nicht die Mühe, es anzusehen.
Morgen war es ohnehin wieder ein anderes.

Seufzend sprang ich von der Fensterbank runter und schlenderte an den Türen entlang, bis ich endlich an der ankam, die eben noch geöffnet war. Mich innerlich schon am verfluchen dafür, dass ich keinen Schlüssel mitgenommen hatte, hob ich meine Hand und klopfte schlussendlich gegen die Tür.

Nichts rührte sich.
Erneut klopfte ich gegen das Holz, diesmal lauter.
Als es nach wie vor still war hinter der Tür, setzte ich ein drittes mal an, aber diesmal war es fast schon ein Hämmern. Plötzlich sprang die Tür auf und ein widerwärtiges Grinsen sah mir entgegen.
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