~*~ I‘ll be good ~*~

von Finola
GeschichteDrama, Romanze / P18
12.10.2020
25.10.2020
4
12.050
3
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Dieses Kapitel
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17.10.2020 2.984
 
Hallo zusammen, da bin ich wieder.
Ich freue mich über eure Rückmeldungen. Auch über die Favoriteneinträge ^^
Vorne Weg möchte ich kurz erklären, warum ich eine Titeländerung vorgenommen hatte. Ich bin selten zufrieden mit meinen Titeln. Was das angeht tue ich mich recht schwer und habe ewig gebraucht überhaupt etwas zufinden. Aber vor ein paar Tagen las ich wo ´I´ll be good´ und da wusste ich, dass ist der NAme und habe dadurch eine Änderung vorgenommen.  Ich werde auch den alten Titel beim nächsten Kapitel upload komplett entfernen.

Nun zu diesem Kapitel. Ich muss ehrlich sein. Die ersten dreit Kapitel waren schwer zu schreiben und bis heute bin ich noch nicht ganz zufrieden. Ich denke, das ich sicherlich irgendwann eine Überarbeitung machen werde, aber jetzt sind sie für mich so gut. Ab dem 4ten Kapitel geht es dann richtig los und die "Einführung" ist vorbei, die für mich immer am schwierigsten ist.
Ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Ich bin immer offen für Kritik, den nur damit kann man etwas ändern. Natürlich ist auch Lob gern gesehen.
Und auch ein Betaleser ist noch immer gerne gesehen.

So jetzt viel Spaß beim lesen.

~*~*~

C A P . T W O . C H A N G E

Malik hatte sich auf eine Bank gesetzt und starrte auf den Zaun, an dem sich einige Beißer sammelten. Die Nacht war bereits eingebrochen und der Himmel war Sternenklar. Irgendwo hörte er eine Eule, zwischen den leisen stöhnen der Toten.
Müde rieb er sich über seinen Nacken und schloss kurz seine Augen. Der Tag war anstrengend und lang gewesen. Vor wenigen Stunden wollte er noch mit Raquel und Finley verschwinden. Dann war da plötzlich dieser Rick Grimes, der allen offenbarte das der Governor ein Psychopath war und seine eigenen Leute getötet hatte. Rick lud alle Bewohner von Woodbury dazu ein, zu ihnen in ihr Gefängnis zu kommen. Nach langen Diskussionen, stand er tatsächlich mit gepackten Taschen auf der Straße, um sich den Fremden anzuschließen, was ihn Bauchschmerzen bereitete. Dann stand da plötzlich sein bester Freund Daryl und das lebend, was in dieser Zeit sehr selten war. Nach einer herzlichen Begrüßung, saß er schon im Bus, auf den Weg ins Gefängnis. Dort angekommen, bekamen sie ihre Plätze zu geteilt, was zu essen und dann gingen schon fast alle schlafen, da die Nacht eingebrochen war. Nun saß er hier müde, aber doch ziemlich aufgewühlt über all das geschehene.
„Anstrengender Tag?“
Malik öffnete seine Augen und blickte zur Seite, wo Daryl stand. In seiner Hand hielt er zwei Dosen. Malik musste kurz auflachen.
„Kann man so sagen.“ Bestätigte er und rückte etwas zur Seite und Daryl setzte sich zugleich neben ihm und reichte ihm eine Dose. Verwundert nahm er diese entgegen und drehte sie so, dass er das Etikett lesen konnte. Im gleichen Moment legte sich ein breites Grinsen auf seine Lippen.
„Bier! Jetzt fehlt nur noch ein schäbiger, nach Gras riechender, Schuppen, schlechte Musik und ein ranzige Couch und es ist als wären wir in Jacks altem Laden.“
Mit einem lauten Zischen öffnete er die Dose und hielt sie ein Stück zu Daryl.
„Der Laden hier ist so groß, da finden wir bestimmt irgendwo was das ähnlich ist.“ Auch Daryl grinste und öffnete seine Dose und stieß mit Malik an.
Sie setzten die Dose an und nahmen einen großen Schluck und als sie, sie wieder sinken ließen, konnte man Zufriedenheit in ihren Gesichtern sehen.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir wirklich nochmal Bier zusammen trinken würden.“ Gab Malik zu.
„Kann ich nur zurückgeben.“
Erneut nahmen sie einen Schluck, bevor Malik seine Dose neben sich stellte.
„Mit Merle, dass tu mir Leid.“ Sprach er dann. Er hob seine Hand und klopfte ihm kurz auf die Schulter. Er war nicht gut darin, Beileid auszusprechen, aber er kannte auch Daryl. Für ihn war das mehr als genug. Daryl selber hörte auf, die Wachtürme zu fixieren und sah auf seine Dose. Er begann sie hin und her zudrehen, bevor er sprach.
„Er hat einmal in seinem Leben die richtige Entscheidung getroffen und starb dafür. Das nennt man wohl Ironie.“
Er musste auflachen, aber es war ein bedrückendes Lachen, bevor er zu Malik sah.
„Er hat es nicht mal zustande gebracht, mir zu erzählen, dass ihr auch in Woobury seid.“
Malik zuckte mit seinen Schultern und nahm erneut die Dose. Sie hatten nie eine freundschaftliche Beziehung. Merle hatte ihn immer als ein Problem angesehen. Er hatte ihn als Konkurrenz angesehen. Dachte das er und Daryl eine größere Verbindung hatten, als sein Bruder und er. An sich war es auch die Wahrheit. Merle hatte ihn meist nur für seine Drecksarbeit gebraucht und ihn ausgenutzt. Davon war Malik weit entfernt. Dies sprach er natürlich nicht aus. Manche Dinge sollten unausgesprochen bleiben, vor allem in solchen Momenten.
„Was ist aus dem Sunnyboy geworden?“ wurde Malik plötzlich aus seinen Gedanken gerissen.
„Matthew war sein Name! Wir waren gemeinsam vor einem dreiviertel Jahr in Woodbury gelandet. Er ging vor fünf Monaten auf eine Versorgungstour und kam nicht wieder. Die Anderen, die mit ihm draußen waren, hatten gesagt sie wurden von einer Herde überrannt. Matt wurde von ihnen umzingelt, genauso wie zwei weitere Männer. Er kam nicht mehr lebend raus.“
Malik mochte Matthew. Er hatte Raquel, sowie auch Finley ein neues Leben ermöglicht. Er hat sich immer gut um seine Schwester gekümmert und liebte sie von Herzen. Dasselbe galt auch für Raquel. Es ist für ihn schwer seiner Schwester nicht helfen zu können, die es bis heute nicht wahrhaben wollte.
„Mmh… auch scheiße. Ich mochte ihn nicht, aber mir tut es für Raquel leid. Vor allem da sie schwanger ist.“
Malik wusste, dass dies sowas wie ein Beileid auf Daryl seine Art war und nickte nur. Er nahm einen Schluck von seinem Bier und leerte es.
„Raquel glaubt es aber nicht. Sie denkt, dass er noch lebt. Also gehe ich regelmäßig daraus und suche ihn.“ Erzählte Malik weiter und spürte sofort Daryl sein verdutztes Gesicht.
„Warum machst du das, wenn er doch tot ist? Du riskierst dein Leben für einen Toten!“
Verständnislos schüttelte er seinen Kopf und trank nur auch sein Bier leer und stellte die leere Dose auf eine Tonne, die neben der Bank stand.
„Was soll ich machen? Wenn ich nicht gehe, geht sie und ihr Zustand ist ihr das relativ egal. Bei dieser Sache ist sie völlig irrational und überempfindlich.“ Klärte er Daryl auf und hob sich dann von der Bank.
Stöhnend streckte er sich und drehte sich wieder zu dem anderen Mann.
„Du weißt selber wie es ist, wenn man Geschwister hat. Man würde alles für sie tun.“
Ein trauriges Lächeln legte sich auf seine Lippen. Daryl nickte. Ja, er wusste es. Er hatte auch völlig irrsinnige Dinge für Merle getan. Jeder andere hatte ihn zum Idioten abgestempelt und trotzdem tat er es.
Auch Daryl erhob sich und steckte seine Hände in die Hosentasche.
„Du solltest schlafen gehen. Rick hat morgen einiges zu sagen und noch vor. Ich denke wir können alle Schlaf gebrauchen.“ Riet Daryl dem Braunhaarigen und sah zum Zellentrakt, in dem die MacKenzies untergebracht waren. Malik nickte zustimmend und ging dann Richtung Zellenblock, aber drehte sich noch einmal um.
„Es tut gut, einen Freund von früher wieder da zu haben.“
Daryl huschte ein Lächeln über die Lippen.
„Kann ich nur zurückgeben. Bis morgen!“
Damit verschwand der Armbrustschütze und ließ Malik zurück.

Nächster Tag

Neugierig blickte Finley aus der Tür und sah auf den Hof des Gefängnisses. Die Sonne ging gerade auf und die ersten Farben waren in dem nächtlichem grau zu erkennen. Das restliche Gefängnis war noch ruhig. Alle schliefen. Finley war aber schon seit einiger Zeit munter. Er brannte darauf das Gefängnis zu erkunden, was sich seit gestern sein Zuhause nannte. Der blonde Junge huschte aus dem Gefängnisblock raus und schloss leise die Tür. Finley schaute nach links und rechts. Nirgendwo konnte er etwas oder Jemanden erkennen. Schnell ging er die Treppe runter und lief zum hinteren Teil des Hofes. Überall waren Türen und Tore, aber sie waren alle fest verschlossen. Frustried blickte sich Finley weiter um. Er hatte gehofft etwas Spannendes zusehen. Er ging zurück zum Haupthof und blieb am Tor stehen, der zum Freigelände führte. Am äußeren Zaun konnte er einige Beißer erkennen, die riechen konnten, dass sich im Inneren Lebendfutter befand.
Nachdenklich sah er zu ihnen und ging den Zaun entlang, bis er zu dem Tor kam, der zu dem Zwischenweg führte, der sich zwischen Hauptzaun und Freigelände befand. Noch einmal blickte er suchend um, um sich sicher zu sein das ihn keiner sah. Dann zog er das Tor auf und ging den Weg entlang. Er brauchte nur wenige Schritte und da sah er die ersten Beißer, die ihn auch sofort bemerkten. Fauchend und stöhnend wankten sie am Zaun entlang. Ihre toten Augen waren auf dem Jungen gerichtet. Als sie auf einer Höhe waren blieb er stehen und blickte die Untoten an. Diese drückten sich sofort an den Zaun und griffen mit ihren Armen durch die Maschen und versuchten an Finley zu gelangen. Dieser hielt genügend Abstand und betrachtete sie genau. Sie hatten alle unterschiedliche Verwesungsgrade. Bei einigen Hangen Hautfetzen im Gesicht runter. Andere sahen gar nicht so schlimm aus. Sie hatten einzelne Bissstellen und mehr nicht. Verwesungsgeruch lag in der Luft. Finley rümpfte die Nase. Die Vorstellung, dass diese stinkenden und faulen Haufen mal Menschen waren, konnte er sich nicht mehr vorstellen.
„Hey, was machst du hier?“
Erschrocken fuhr Finley rum und ging automatisch einen Schritt nach hinten. Er erblickte einen Jungen, vielleicht ein wenig jünger als er selber, mit einen Sheriffhut auf dem Kopf: Sein Blick war nicht freundlich, eher abweisend und kalt, aber bevor Finley ihm etwas sagen konnte, spürte er plötzlich einen Griff um seinen Arm. Panisch drehte er sich um. Ein Untoter hatte sein Arm zufassen bekommen, nachdem eher zu nah an den Zaun gekommen war. Sofort wollte er sich los reisen, aber der Griff des Untoten was fest und die Hand rutschte kein Stück. Auch die Anderen Beißer hatten die Gelegenheit erkannt und Griff nun alle gierig nach ihm. Finley zog und zerrte an seinem Arm, aber es passierte nichts. Sein Blick glitt wieder zu dem anderen Jungen, der plötzlich ein entsetztes Gesicht machte.
„Hilf mir!“ flehte Finley und versuchte sich panisch weiter zu befreien.
Der Junge machte keine Handbewegung und der Blonde war bereits davon überzeugt, dass er ihn sterben lassen würde. Gerade wollte anfangen um Hilfe zu schreien, als der Fremde neben ihm Stand und nun auch versuchte den Griff von ihm zu lösen. Nach wenigen Augenblicken, merkte Finley wie sich der Arm langsam löste und er plötzlich nach hinten umkippte und sofort auf die andere Seite des Zaunes robbte. Schwer atmend und mit weit aufgerissenen Augen blickte er zu den Beißern. Diese griffen immer noch gierig durch den Zaun, um einen der Beiden zu erwischen, aber sie kamen nicht ran. Finley sein Blick wandte sich zu dem Fremden, der auch noch immer auf die Untoten starrte.
„Danke!“ sprach Finley leise und die braunen Augen des Jungen legten sich auf ihn.
„Ich hatte dich gefragt, was du hier machst?“
Seine erneute Frage ließ Finley überrascht blicken. Langsam rappelte er sich auf, klopfte sich über die Hose und sah wieder zu den Beißern.
„Ich wollte sie aus der Nähe sehen. Ohne das man Angst haben muss, dass sie einen annagen.“ Erklärte er.
„Sie sind in der letzten Zeit so unwirklich geworden. Die ersten Wochen hatten wir viel mit ihnen Kontakt und dann kamen wir nach Woodbury. Man hat mich aus der Welt, außerhalb der Mauern ausgeschlossen. Ich bin zur Schule gegangen und nachmittags habe ich Fußball mit den anderen Kindern gespielt oder Hausaufgaben gemacht. Abends gab es ein gemeinsames Abendbrot und dann bin ich in mein Bett in meinem eigenen Zimmer. Es war so als wäre das alles ein Alptraum gewesen.“
Finley seine Stimme war leise und nachdenklich. Sein Blick war zwar immer noch zu den Beißern gerichtet, aber er schien durch hindurch zu schauen.
„Jetzt ist es aber alles wieder real. Sie stehen da und versuchen an uns ran zukommen und wenn sie es schaffen würden, könnte ich mir nicht mal selber helfen, da man es mir nie gezeigt hat. Hast du ja gerade selber gesehen.“
Der Blonde sah wieder zu dem fremden Jungen, der ihn die ganze Zeit musterte und ihm zuhörte. Finley lachte auf und zuckte mit den Schultern.
„Vor einem Jahr, hab ich solche Jungs Weicheier genannt und jetzt bin ich selber eins.“
Endlich bewegte sich der Andere und hielt ihm seine Hand hin.
„Ich bin Carl!“
Überrascht blickte Finley erst zu auf seine Hand und dann Carl an. Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
„Finley oder einfach nur Fin.“ Stellte auch er sich vor und ergriff seine Hand.

Es war Abend geworden und langsam kehrte Ruhe im Gefängnis ein. Den ganzen Tag hatten sie damit verbracht Pläne zumachen. Sie bildeten Teams. Jeder hatte andere Aufgaben bekommen und jeder versuchte seinen Teil beizutragen. Rick war besonders an den verschiedenen Fähigkeiten der Menschen interessiert. Nun war der grobe Teil geregelt und die Leute begannen den Abend ausklingeln zu lassen. Überall saßen kleine Gruppen beisammen und unterhielten sich. Eine der Gruppen bestanden aus Daryl, Glenn, Maggie und Malik, die Suppenschüsseln vor sich stehen hatten. „Wisst ihr eigentlich wie unglaublich das ist, Jemanden von früher wiederzufinden und das auch noch lebend?“
Grinsend saß Glenn neben Malik. Er freute sich für das Glück der Beiden, aber es machte ihn auch traurig, da er wusste, dass seine Chancen gering waren, dass ihm das auch passieren würde.
„Er wäre jetzt nicht meine erste Wahl gewesen, aber ich Stimme dir zu Glenn.“ Lachte Malik und kassierte dafür von Daryl einen Mittelfinger, während er seine Suppe aß. Wobei essen eine Beleidung war. Daryl war nicht wirklich dafür bekannt ordentlich essen zu können.
„Und woher kennt ihr euch? Wart ihr Nachbarn? Arbeitskollegen oder was Anderes?“ fragte Maggie neugierig und schaute dabei vor allem Malik an, da sie wusste das Daryl nicht viel erzählen würde. Das hat er in dem letzten Jahr nicht gemacht und würde jetzt sicherlich nicht damit anfangen.
„Sie hatten eindeutig eine Beziehung, soviel Zeit wie sie miteinander verbracht haben!“ antwortete eine andere Stimme, anstelle von Malik. Verwundert blickte Maggie zur Seite, auch Glenn sah verwundert auf. Daryl selber war weiter mit seiner Suppe beschäftig, während Malik diesmal seinen Mittelfinger hochhielt. Raquel hatte sich zu der Gruppe hinzu gesellt, in einer Hand eine Suppenschüssel und in der anderen einen Löffel und ein breites Grinsen im Gesicht.
Maggie, die neben Daryl saß, rückte ein Stück zu diesem und sah die Schwangere lächelnd an.
„Magst du dich setzte?“
„Gerne, danke.“
Damit ließ sie sich auf die Bank nieder und stellte ihre Schüssel ab.
„Wie weit bist du?“ fragte die Farmerstochter und sah auf Raquel ihren Bauch.
„28 Woche.“ Antwortete sie und begann ihre Suppe zu essen.
„Hast du Angst, in dieser Zeit ein Kind zu bekommen?“ mischte sich nun Glenn ein.
Raquel blickte auf und man sah wie sie überlegte was sie sagen sollte. Auch Malik hat seiner Schwester seinen Blick zugewandt.
„Wenn ich nein sagen würde wäre es eine Lüge. Jeder der bei vollem Verstand ist, hat Angst davor. Ich hab aber das blonde Mädchen mit dem Baby gesehen. Also ist es zu schaffen. Sie zeigt es ja.“ Erklärte sie und ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen, was aber verschwand als sie sah wie sich Maggie und Glenn abwechseln ansahen. Auch Daryl hatte aufgesehen.
„Was ist los?“
Malik ahnte das etwas nicht stimmte.
„Meine Schwester, das junge Mädchen, ist nicht die Mutter. Die Mutter starb bei der Geburt und Beth kümmert sich nun viel um die kleine Judith.“
Maggie ihre Stimme war belegt. Man merkte das es ihr schwer viel darüber zu reden. Glenn griff über den Tisch und drückte beruhigend ihre Hand. Ein liebesvolles Lächeln lag auf seinen Lippen, welches Maggie erwiderte. Raquel hatte ihren Blick des weilen abgewandt und auf ihren Bauch gerichtet, auf dem sich ihre Hand gelegt hatte.
„Hat sie noch einen Vater?“ fragte sie ohne von ihrem Bauch zusehen.
„Rick.“ Sprach Daryl nun das erste Wort, dessen Aufmerksamkeit inzwischen wieder der Suppe galt.
„Judith hat Glück. Es gibt inzwischen so viele Kinder ohne Eltern. Man kann froh sein wenn es noch einen Teil gibt. Das Kinder noch beides haben, kommt sicherlich gar nicht mehr vor.“
Maggie ihre Worte ließen Raquel wieder auf blicken und sie spürte den Blick ihres Bruders auf sich. Kurz trafen sich ihre Blicke, aber schnell sah sie wieder weg.
„Mein Kind hat Beides!“
Wieder sah sie zu Malik, der leicht nickte. Maggie und Glenn sah sie überrascht an, während man von Daryl ein „Pff!“ vernahm.
„Darüber wollt ich auch noch mit dir reden. Ich hab mit Rick gesprochen und ihn unsere Situation erklärt. Ich bekomme eine Waffe und auch Vorräte. Ich werde morgen in den Norden von Woodbury rausgehen. In dem Gebiet war ich noch nicht. Ich denke ich werde ein paar Tage unterwegs sein.“ Diese Information ließ Raquel leicht aufatmen und ein Lächeln huschte über ihre Lippen.
Sie wusste was ihr Bruder dafür sie tat und wie gefährlich es war, aber sie wusste auch das nur er ihn finden würde. Er kam von Anfang an da draußen gut zurecht. Immer wieder hat Raquel Angst dass auch Malik etwas passieren könne, aber dann überkam sie wieder diese Panik, die sie so oft hatte, seit dem Matthew weg war. Also ließ sie es zu, das Malik immer wieder daraus ging.
Daryl warf sein Löffel in die Schüssel und stand auf und wollte in Richtung Zellenblocke gehen.
„Wo willst du hin?“ fragend blickte Glenn ihm hinter her.
„Bin müde!“ war nur sein grummeln zu hören und verschwand.
Maggie und Glenn schien dies nicht weiter zu wundern. Die MacKenzie Geschwister aber schon. Er war schon immer schweigsam und eigenbrötlerisch, aber inzwischen war er noch mehr in sich gekehrter, aber anderseits brauchte man sich nicht wundern. Jeder hat sich verändert. Die ganze Welt hat sich verändert.
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