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Samt und Sterne

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Albus Dumbledore Bill Weasley Jacobs Schwester / Bruder Merula Snyde Patricia Rakepick Severus Snape
11.10.2020
21.11.2020
8
21.968
2
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.10.2020 1.853
 
Liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, ihr habt trotz der aktuellen Situation ein schönes Wochenende. Ich freue mich sehr, dass ich doch früher mit dem neuen Kapitel fertig bin, als ich dachte. Leider gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Ich fange mal mit der schlechten an. Ich musste das neue Kapitel in zwei Teile aufteilen, da es ansonsten viel zu lang geworden wäre. Relevant für die Geschichte ist eigentlich nur der zweite Teil, aber da mir der erste Teil auch ganz gut gefallen hat und ich nichts kürzen wollte, habe ich mich so entschieden. Schließlich wird das zweite Kapitel insgesamt sehr zentral und wichtig für die Geschichte sein, sodass es nicht schlimm ist, wenn es über zwei Teile geht. Die gute Nachricht ist, dass der zweite Teil schon fertig ist und ich ihn heute Abend noch hochladen werde. Denn was gibt es Besseres als ein neues Kapitel? Genau, zwei;)
Zugegeben bin ich mit dem neuen Kapitel nicht komplett zufrieden, da ich besonders im ersten Teil das Gefühl habe, etwas vom Sternenball als eigentlichem Thema abgeschweift zu sein. Allerdings finde ich gerade die Beschreibung von Rakepicks Gedanken und ihrer Innenwelt sehr interessant und liebe es, darüber zu schreiben. Wie seht ihr das als Leser? Würdet ihr den Fokus mehr auf den Sternenball setzen  oder interessieren euch auch Rakepicks Alltag und ihre Gedankenwelt? Und seid ihr mit der Länge der Kapitel zufrieden? Als jemand, der noch nicht allzu lang als Autorin aktiv ist, bin ich bei so etwas noch unerfahren. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.
Ich würde mich wie immer sehr über Reviews und konstruktive Kritik, insbesondere auch mit Hinblick auf die oben genannten Punkte freuen!
So, nun aber viel Spaß beim Lesen!

Viele Grüße
Potterhead15

Disclaimer: Der Text entspringt mit Ausnahme der Idee des Sternenballs und des Dialoges während des Fluchbrecher-Trainings, die den Machern von Hogwarts Mystery gehören, meiner eigenen Fantasie. Charaktere und Handlungsorte gehören jedoch nicht mir und ich verdiene kein Geld damit.

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Ein Entschluss - Teil 1


Einen Monat später…

Patricia Rakepick saß lässig auf ihrem Pult am Kopf des Klassenzimmers für Verteidigung gegen die dunklen Künste und war in einen dicken Wälzer vertieft, der vor ihr lag. Ihre letzte Unterrichtsstunde an diesem Donnerstag hatte vor einer halben Stunde geendet und der Raum war wie leergefegt; die Schüler hatten sich bereits in ihre Freistunden begeben. Patricia hatte den Sternenball vollständig aus ihrem Gedächtnis verdrängt. Da gab es deutlich wichtigere Dinge, die ihre volle Konzentration und Aufmerksamt benötigten. Sie war nahe daran herauszufinden, wo der Verbleib der magischen Karte und somit eines weiteren Mosaiksteins in Bezug auf die Verwunschene Verlies war. Sie gab es nicht gerne zu, aber es ärgerte sie ungemein, dass sie zudem immer noch nicht in der Lage gewesen war, das Haywood-Mädchen aus ihrem Porträt-Gefängnis im Großen Treppenaufgang zu befreien. Und dann gab es da noch den Unterricht in Verteidigung gegen die dunklen Künste, den sie vorbereiten und halten musste.

Nicht, dass es ihr etwas ausmachen würde. Im Gegenteil. Sie hatte schon immer Ausdauer, Selbstdisziplin sowie den Ehrgeiz besessen, in allem was sie tat perfekt zu sein und mehrere Aufgaben und Projekte gleichzeitig zu erledigen.  Diese Stärken hatten sie schon in ihrer Schulzeit begleitet.  Damals war sie in jedem Fach Klassenbeste gewesen; doch trotz ihrer ausgezeichneten schulischen Leistungen war sie zudem eine der beliebtesten Hexen der ganzen Schule gewesen, da sie auch für die Untaten und Streiche bekannt war, die sie anrichten konnte. Schnell hatte sie sich als die Unruhestifterin von Hogwarts einen Namen gemacht und stellte sowohl die Autorität der Lehrer in Frage, als auch die ihrer Mitschüler, die  wagten, sich ihr entgegenzustellen.  Das hatte ihr sicher nicht nur Freunde eingebracht, doch die meisten bewunderten die rothaarige Gryffindor, die vor keinem Abenteuer, und war es noch so gefährlich, zurückschreckte. Nach ihrem Abschluss in Hogwarts war sie dann in die Dienste der Zaubererbank Gringotts getreten und Jahre voller Abenteuer, gefährlicher Missionen und Flüche folgten. Aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeiten und der ihr eigenen Selbstsicherheit war sie innerhalb kürzester Zeit zur leitenden Fluchbrecherin befördert worden und war wegen ihrer Erfahrung und ihres Könnens bald auf der ganzen Welt gefragt, gefürchtet und berühmt. Und nun war sie wieder in Hogwarts gelandet. Hätte man ihr vor einigen Jahren gesagt, dass sie einmal Professorin werden würde, hätte sie sicher trocken gelacht und die Augen verdreht. Sie mochte eine Expertin auf ihrem Gebiet sein und sich hervorragend mit Flüchen und deren Gegenflüchen sowie mit schwarzer Magie auskennen, allerdings bereitete ihr die pädagogische Komponente ihrer neuen Tätigkeit Schwierigkeit. Zwar hatte sie auch als oberste Fluchbrecherin bei Gringotts die Aufsicht über die anderen Fluchbrecher und war für deren Training und Schulung zuständig; die Arbeit mit Erwachsenen war jedoch eine ganz andere Angelegenheit als eine Klasse voller minderjähriger Schüler, die sich jederzeit gegenseitig in Brand stecken oder verfluchen konnten. Von dem schwachsinnigen Lehrplan, den sie allerdings nach ihren Vorstellungen abgeändert und deutlich praktischer gestaltet hatte, einmal abgesehen.

Nein, Patricia Rakepick fühlte sich am wohlsten in ihrer eigenen Gesellschaft. Lediglich bei den Treffen mit Anna Simon, Bill Weasley und Merula Snyde, ihren Fluchbrecher-Assistenten, hatte sie eine Ausnahme gemacht. Im letzten Schuljahr hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, Miss Simon und Mr. Weasley  in Einzelstunden zu unterrichten und so ihre besonderen Talente zu fördern und vor allem das Mädchen in die Suche nach den Verliesen mit einzubeziehen. Der junge Weasley war ein Naturtalent und sehr geschickt; sie war davon überzeugt, dass er einmal ein ausgezeichneter Fluchbrecher werden würde, so wie es sein Wunsch war. Sie hatte ihm angeboten, ihm bei seinen UTZ behilflich zu sein und eine Referenz in ihrem Namen nach Gringotts zu schicken, um ihm nach seinem Schulabschluss eine Stelle bei der Zaubererbank zu sichern, was er dankend angenommen hatte. Und Miss Simon war ein Fall für sich. Sie erinnerte Patricia in so Vielem an sie selbst, doch war Anna deutlich weiter, als sie selbst es in dem Alter gewesen war.  Das Mädchen hatte eine enorme Willenskraft, war intelligent, furchtlos und eine talentierte Duellantin. Darin stand sie ihrem Bruder in nichts nach. Jacob Simon… Schnell verdrängte Patricia den Gedanken und schlug das Buch zu, in dem sie gerade recherchiert hatte, aber wieder einmal in Gedanken versunken war. Das geschah in letzter Zeit etwas zu häufig für ihren Geschmack. Sie seufzte.
Als ihr Blick auf die Taschenuhr fiel, die auf ihrem Lehrerpult lag, fluchte sie laut. Beinahe hätte sie vergessen, dass sie für heute Nachmittag ihre Fluchbrecher-Assistenten und Jae Kim für eine weitere Lektion einbestellt hatte, um sie für einen Besuch in der Nokturngasse zu wappnen. Hastig griff sie nach ihrem Zauberstab und steckte ihn in das Holster an ihrem Gürtel, bevor sie mit wehendem Umhang nach draußen eilte und auf das Trainingsgelände auf den Ländereien von Hogwarts zusteuerte.

Dort angekommen stellte sie ungeduldig fest, dass alle außer Anna Simon bereits eingetroffen waren. Scheinbar schien das Mädchen ihr selbst auch was ihre Unpünktlichkeit betraf zu gleichen. Bill Weasley, Merula Snyde und Jae Kim standen dicht beieinander und unterhielten sich. Zügig ging sie auf die kleine Gruppe zu und grüßte: „Guten Nachmittag! Wie ich sehe, sind wenigstens Sie drei  pünktlich erschienen. Ich fürchte, dass wir aber auf Miss Simon warten müssen.“ Glücklicherweise gesellte sich keine 5 Minuten später auch Anna Simon zu der Gruppe, sodass Patricia beginnen konnte. „ Miss Simon hier möchte zur Nokturngasse reisen, einem der gefährlichsten Orte in der Zaubererwelt. Als meine ausgewählten Lehrlinge werden sie alle zu gefährlichen Orten reisen, um die Verwunschenen Verliese zu finden. Es liegt in meiner Verantwortung, Ihnen nicht nur Selbstverteidigung beizubringen, sondern auch die Vernichtung Ihrer Gegner zu lehren.“ Dabei blickte sie düster in die Runde. Jae Kim hob zögernd die Hand: „Darf ich eine Frage stellen?“ Rakepick rollte mit den Augen und wandte sich mit einem „Das nehme ich an.“ an den schwarzhaarigen Gryffindor. „Warum bin ich hier?“  „Weil ich es in meiner Rolle als Ihre Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht zulassen kann, dass sie sterben. Sie treiben sich öfter in der Nokturngasse  herum als jeder andere Schüler.“ antwortete sie bestimmt. Jae erbleichte. „W-W-Woher wissen sie das?“ stotterte er. Doch sie überging seine Zwischenfrage einfach und fuhr fort: „Und den Großteil Ihrer Zeit verbringen Sie zitternd in den dunklen Ecken des Tropfenden Kessels.“ Es amüsierte sie, wie der Junge erschrak. Dachte er wirklich, seine Aktivitäten wären unerkannt von ihr geblieben? Schließlich war sie viel häufiger in der Nokturngasse unterwegs als er. „Woher wissen Sie das?“ fragte Mr. Kim erneut. „Und das machen Sie, weil Sie nicht genügend Fähigkeiten haben, um einen Angriff der vielen Schurken in der Gasse abzuwehren.“ schlussfolgerte sie. Jae Kim schien erleichtert. „Okay, aber das weiß wirklich jeder.“ Sie ignorierte ihn und widmete sich wieder den wichtigeren Dingen als diesem sinnlosen Geschwafel. „Ich werde Ihnen beibringen, wie man sich verteidigt. Jedem von Ihnen.“ sagte sie und schaute jedem ihrer Assistenten in die Augen. „Ich habe Ihnen bereits gezeigt, wie man die Zauberabwehr anwendet, und nun machen wir uns daran, Ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. Zu diesem Zweck teilen Sie sich in Paare auf und wechseln sich dabei ab, Flüche auszusprechen und diese dann entsprechend abzuwehren. Ich werde das Ganze natürlich genau beobachten und jedwede Fehler korrigieren.“ fügte sie mit einem süffisanten Lächeln hinzu. „Gut, sehen wir mal, was Sie  über Zauberabwehr gelernt haben.  Fangen Sie an!“ befahl sie.
Gut eine Stunde lang beaufsichtige Patricia die vier Duellanten. Diese Aufgabe bereitete ihr fast schon Vergnügen. Alle vier stellten sich ausgezeichnet an, lediglich Jae Kim schien sein volles Potenzial aus Faulheit nicht auszuschöpfen, daher rief sie ihm zu: „Wenn Sie nicht alles geben, Mr. Kim, dann erweisen Sie Ihrem Gegner einen Bärendienst!“  Merula Snyde und Anna Simon lieferten sich ein erbittertes Duell ohne Gnade, was ihr ausgesprochen gefiel. Etwas Hass konnte nie schaden und brachte Anna zu Höchstleistungen. Erneut musste Sie das Talent der jungen Gryffindor bewundern. Als sie sich neben Bill Weasley stellte, bemerkte sie, wie sich der Junge etwas verkrampfte und sich noch mehr konzentrierte.  Sie lächelte und nahm seinen Arm, mit der er seinen Zauberstab hielt und führte sie sanft in der Bewegung. „Versuchen Sie es einmal so, Mr. Weasley. Mit etwas mehr Gefühl und Leichtigkeit.“ raunte sie ihm zu, woraufhin er furchtbar rot wurde und es vermied, sie anzusehen. Mit hochgezogener Augenbraue schlenderte sie  zwischen den Schülern her. Sie runzelte die Stirn. Scheinbar hatte sich neben der Bewunderung des jungen Mannes noch eine kleine Schwärmerei  ihr gegenüber entwickelt.  Nun, er war relativ gut aussehend und dabei, ein hervorragender Fluchbrecher zu werden. Aber er war schließlich nur halb so alt wie sie selbst und ihr Schüler, daher beschloss sie, professionell zu bleiben und so zu tun, als würde sie es nicht merken. Nach kurzer Zeit klatschte sie in die Hände und rief mit lauter Stimme: „Gut gemacht, meine Lieben. Besonders Miss Simon. Sie haben bewiesen, dass Sie Gefahren abwenden können. Ich schlage vor, dass wir Ihre Improvisationskünste demnächst auf die Probe stellen werden. In Ordnung, das ist genug für heute.“ Mit diesen Worten machte sie auf dem Absatz kehrt und ließ die kleine Gruppe hinter sich zurück.
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