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Samt und Sterne

GeschichteAllgemein / P12
Albus Dumbledore Bill Weasley Jacobs Schwester / Bruder Merula Snyde Patricia Rakepick Severus Snape
11.10.2020
21.11.2020
8
21.973
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11.10.2020 2.701
 
Liebe Leser und Leserinnen!

So, es ist endlich soweit! Nach zwei sehr anstrengenden Wochen habe ich endlich das erste Kapitel meiner mehrteiligen Geschichte fertiggestellt, die ich schon sehr lange geplant habe und die mir besonders am Herzen liegt. Im Mittelpunkt steht selbstverständlich Patricia Rakepick, von der ich ein großer Fan bin. Bei mir kam die Quest zum Hogwarts-Sternenball erst im fünften Schuljahr des Spiels und als ich bei der Ballszene gesehen habe, dass sich unter den tanzenden Schülern auch Sickleworth, Rakepicks Niffler, befand, habe ich mich gefragt, warum SIE eigentlich nicht da ist. So kam mir die Idee für diese Geschichte und ich habe sie quasi „eingeladen“.

Vorweg sei zu erwähnen, dass ich die zeitliche Reihenfolge im Spiel nicht ganz einhalten und teilweise Dinge hinzudichten werde, die das Spiel anders oder gar nicht beschreibt. Der Sternenball wird um Einiges festlicher und gleicht in seiner Aufmachung eher dem Weihnachtsball aus Harry Potter. Ich betrachte es mal als künstlerische Freiheit. Der fiktive Name meines Charakters lautet Anna Simon und sie ist eine Gryffindor, ansonsten bleiben aber alle Figuren gleich. Außerdem enthält diese Geschichte SPOILER sowohl für die gesamte Quest als auch für das fünfte Schuljahr.

Da es meine allererste richtige Geschichte ist und ich noch nicht sehr lange schreibe, wäre ich für Kommentare, Reviews und konstruktive Kritik sehr dankbar, da ich natürlich das Beste aus dieser Geschichte machen möchte. Bei Vorschlägen oder Wünschen zu Dingen, die in den folgenden Kapiteln vorkommen sollen, könnt ihr euch gerne bei mir melden.  Ich würde mich freuen und werde es, wenn es passt, gerne in die Geschichte mit aufnehmen.

Ich versuche regelmäßig ein neues Kapitel hochzuladen, möchte mich da aber zeitlich nicht festlegen, um Stress zu vermeiden, denn der ist meiner Meinung nach ein großes Hindernis für Kreativität. Ich kann aber versprechen, die Geschichte auf jeden Fall zu Ende zu schreiben.

Nun also viel Spaß beim Lesen…
Potterhead15

Disclaimer: Der Text entspringt mit Ausnahme der Idee des Sternenballs und der Eröffnungsrede von Dumbledore, die den Machern von Hogwarts Mystery gehören, meiner eigenen Fantasie. Charaktere und Handlungsorte gehören jedoch nicht mir und ich verdiene kein Geld damit.

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Eine Ankündigung

Gelangweilt trommelte Patricia Rakepick mit ihren Fingern, die wie immer in weißen  Lederhandschuhen steckten, auf den Tisch. Doch lediglich diese kleine Geste verriet ihre Befindlichkeit; sie saß aufrecht und trug das ihr eigene süffisante Lächeln zur Schau, ihre Miene unergründlich. Die Große Halle füllte sich allmählich. Die meisten der Lehrer waren bereits zum Abendessen erschienen und hatten sich wie sie am Lehrertisch an der Kopfseite der Halle niedergelassen, selbst Professor Binns war anwesend, obwohl Essen für ihn als Geist natürlich nicht in Frage kam. Die Decke der Großen Halle wurde von tausenden schwebenden Kerzen beleuchtet, doch darüber lag ein trüber grauer Novemberhimmel. In dem großen Kamin an der Seite prasselte ein Feuer, ebenso  waren die Fackeln an den Wänden entzündet und spendeten sowohl Licht als auch Wärme. Als Schülerin hatte die Große Halle bei  Patricia immer etwas Beruhigendes und Wohliges ausgelöst und sie hatte die Zusammenkünfte aller Schüler zu besonderen Anlässen insgeheim immer genossen. Es war so anders als zuhause gewesen.  Doch nun war sie eher genervt von dem ganzen Trubel, der jedes Mal herrschte, wenn sich ganz Hogwarts zu den Mahlzeiten versammelte. Insbesondere das Abendessen fiel besonders üppig aus, das war schon damals so. Sie war nie jemand gewesen, der besonders viel Wert auf Essen gelegt hatte. Es war rein zweckmäßig und diente dem Erhalt der eigenen Leistungsfähigkeit. Zudem verabscheute sie jegliche Art von Süßigkeit. Als Fluchbrecher durfte man was Nahrung anging nicht wählerisch sein; es gab durchaus Situationen, in denen man tagelang auf sich allein gestellt war und mit wenig auskommen musste. Würde es nach ihr gehen, so würde sie die Mahlzeiten am liebsten allein in ihrem Büro zu sich nehmen, um nebenbei noch arbeiten zu können. Von der deutlich ruhigeren Geräuschkulisse ganz zu schweigen.  Doch  das war nur eine der Unannehmlichkeiten ihrer neuen Position als Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste, dass man erwartete, dass sie ihren Platz am Lehrertisch einnahm, sei es zu den Mahlzeiten oder bei besonderen Anlässen. Wie sie es hasste, die Schüler in der Mittagspause in der Halle zu beaufsichtigen. Reine Zeitverschwendung! Glücklicherweise fanden ihre Unterrichtsstunden größtenteils am Nachmittag statt, sodass sie bis weit in den Mittag hinein schlafen konnte, nachdem sie oft bis früh morgens gearbeitet hatte oder unterwegs war. So konnte sie wenigstens das Frühstück ausfallen lassen.

Sie wurde durch Professor Flitwick, der sich soeben auf dem Stuhl neben ihr niedergelassen hatte (wobei er aufgrund seiner Größe gewisse Schwierigkeiten hatte), aus ihren Gedanken gerissen. „Guten Abend, Patricia! Ich dachte schon, ich sei etwas zu spät! Ich musste noch einen Abstecher zum Ravenclaw-Gemeinschaftsraum machen, weil es dort ein kleines Problem mit einem Schüler gab.“ plauderte er drauflos. Patricia nickte zum Gruß kurz mit dem Kopf, hörte ihm dann aber nur mit halbem Ohr zu und kommentierte gelegentlich mit einem „Mmh“. Zugegeben war Flitwick der einzige der Professoren mit Ausnahme von Dumbledore und Kesselbrand, der sie nicht nur aus Anstand, sondern aus Freundlichkeit heraus grüßte und stets versuchte, sie in ein fachliches Gespräch zu verwickeln, was sie durchaus nett fand. Die anderen Lehrer ignorierten sie entweder oder warfen ihr böse Blicke zu. Nur Snape machte hin und wieder bissige Bemerkungen. Ach, der gute Severus. Seit ihrer Schulzeit hatte er sich nicht wirklich verändert und ihre Beziehung war geprägt von Misstrauen und verbalen Auseinandersetzungen. Aber ehrlich gesagt war es ihr egal. Sie war schon immer eine Einzelgängerin gewesen und scherte sich nicht darum, was die anderen von ihr dachten. In den meisten Fällen waren sie sowieso nur eifersüchtig. Für Patricia gab es viel wichtigere Dinge.

Nach und nach trafen auch die letzten Schüler ein und setzten sich. In der Großen Halle herrschte rege Aufregung, als Professor  Dumbledore hinter sein Rednerpult trat, um scheinbar vor dem Essen eine Ankündigung zu machen. Die Schüler begannen wild zu tuscheln. Rakepick beobachtete, wie Anna Simon und Bill Weasley, zwei ihrer Fluchbrecher- Assistenten, am Gryffindor-Tisch die Köpfe zusammensteckten und hörte Rowan Khanna vor Aufregung rufen: „Ein Studienprojekt vielleicht?“, was in Gelächter unterging. Vom Slytherin-Tisch aus starrten sie die veilchenfarbenen Augen von Merula Snyde immer wieder an. Sie hatte schon seit längerer Zeit bemerkt, wie das Mädchen sie anhimmelte und beobachtete. Ganz anders als Bill Weasley, der seine offenkundige Bewunderung zumindest besser im Griff halten konnte. Fast schon wurde ihr Merulas Hingabe lästig, doch sie hatte beschlossen, das Mädchen vorerst nicht zurechtzuweisen, denn durch ihr unerschütterliches Vertrauen war sie auch eine leichte Marionette, was ihr durchaus noch nützlich sein konnte.
Ein hohes Klirren ertönte, als Professor McGonagall zwei Stühle weiter mit ihrem Löffel an ihr Weinglas klopfte, um die Aufmerksamkeit der Schüler zu wecken. Da dies allerdings nicht funktionierte, sondern schlichtweg im allgemeinen Stimmengemurmel unterging,  erhob plötzlich Professor Dumbledore seine Stimme, die mächtig durch die Halle tönte: „ Ich bitte um RUHE!“.Schlagartig verstummten alle Schüler und richteten ihre Blicke erwartungsvoll auf den Schulleiter.
„Ich freue mich sehr, euch ankündigen zu können, dass der Hogwarts-Sternenball für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 vor der Tür steht. Dieses festliche Ereignis wird am letzten Samstag im November zum ersten Mal in der Geschichte von Hogwarts stattfinden. Beim Ball erwarten euch Musik, Tanz, schöne Dekorationen und Erfrischungen. Ein Schüler wird zum Leiter des Dekorationskomitees gewählt, dessen Aufgabe es sein wird, für die Gestaltung und das Schmücken der großen Halle zu sorgen. Professor Flitwick hat freundlicherweise seine Unterstützung für diese Aufgabe zugesagt, ebenso wird er sich um die Musik an diesem Abend kümmern. Alle Schüler dürfen einen Klassenkameraden als Gast zum Ball mitbringen. Und ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Kleiderordnung formell und festlich ist. Dem Leiter des Komitees gebührt die Ehre zusammen mit seiner Begleitung den Eröffnungswalzer zu tanzen. Auch die Musik an diesem Abend wird festlich und klassisch sein; zumindestens im ersten Teil des Balls. Zur späteren Stunde wird es dann noch eine musikalische Überraschung geben, die wohl eher den Geschmack der meisten Schüler treffen wird. Ich freue mich sehr, diese besondere Festlichkeit  mit allen Schülern und Lehrern zu begehen. Weitere Details zum Sternenball werden beizeiten bekanntgegeben. Und nun, lasst das Abendessen beginnen!“

Als Professor Dumbledore seine Rede beendet hatte, brachen die Schüler in Jubel  aus. In der Zwischenzeit war auch auf magische Art und Weise das Essen auf den Tischen erschienen, was die Schüler jedoch nicht davon abhielt, weiter ausgiebig zu tuscheln. Patricias Laune hatte sich während der Rede Dumbledores jedoch drastisch  verschlechtert. Sie schien die einzige Person in der großen Halle zu sein, die die Ankündigung des Sternenballs nicht in Begeisterung versetzt hatte,  von den Schülern der Jahrgänge 1 bis 4, die noch nicht teilnehmen durften, einmal abgesehen.  Sie konnte nicht wirklich nachvollziehen, wer auf diese schwachsinnige Idee mit dem Sternenball gekommen war, vermutete aber, dass es Dumbledore selbst gewesen sein musste.  Dieser Hang zu Festlichkeit und Kitsch war definitv eine seiner Schwächen. Und der Zeitpunkt mitten im Schuljahr hätte ungünstiger nicht sein können.  Anstatt sich auf ihre magische Ausbildung zu konzentrieren, würden die Schüler über einen Monat durch den bevorstehenden Ball abgelenkt sein. Mit Verdruss stellte Rakepick fest, dass auch ihre Fluchbrecher-Assistenten sicher andere Dinge im Kopf haben würden, als sich um ihr Training und die Verwunschenen Verliese zu kümmern.  Auch wenn Miss Simon sie mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Wissbegier diesbezüglich sehr beeindruckte, so würde sie sicher nicht darauf verzichten, eine solche Festlichkeit gemeinsam mit ihren Freunden und der Schule zu feiern, anstatt weiter nach ihrem Bruder zu suchen. Das bedeutete also mehr Arbeit und Nerven für sie selbst, denn den Unterricht mit einer Horde pubertierender Schüler, die sich Gedanken über ihre Ballgarderobe und ihre potenziellen Dates machten, anstatt über Verteidigung gegen die dunklen Künste nachzudenken, zu halten, würde sicherlich kein Vergnügen werden. Zugegeben hatte sie sich schon sehr mit ihrer neuen Rolle als Professorin arrangiert, es gefiel ihr sogar sehr, dem Nachwuchs der Zaubererwelt eine Grundlage an Verteidigungsfertigkeiten beizubringen und von ihren Abenteuern zu berichten. Bei allem, was jedoch über den Unterricht hinausging, betrat sie fremdes Land. Sie hoffte inständig, dass die Schüler nicht auf die Idee kommen würden, sie nach Ratschlägen bezüglich des Balls zu fragen.

Neben ihr räusperte  sich Professor Flitwick und versuchte auf umständliche Art und Weise eine Soßenterrine an sie weiterzuleiten. „Sie werden doch auch am Sternenball teilnehmen, Patricia? Schließlich ist es der erste Sternenball, den Hogwarts je gesehen hat. Und da Sie  ja nun Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste sind, wäre es sicher auch von den Schülern gern gesehen, wenn Sie anwesend wären. Derartige Festlichkeiten der ganzen Schule sind immer etwas Besonderes und werden traditionell  von Schülern und Lehrern gemeinsam begangen! Ach, was rede ich denn, Sie waren ja selbst Schülerin hier.“ Rakepick nahm ihm die Terrine ab, reichte sie jedoch sofort an ihre andere Sitznachbarin, Professor Trelawney weiter, wobei sie sich trotz der Hitze des Gefäßes besonders viel Zeit ließ, um der Konversation mit Flitwick zu entgehen. Da Trelawney jedoch verträumt in einen Winkel der Halle starrte und gar nicht reagierte, wie Patricia aus dem Augenwinkel wahrnahm, stellte sie die Terrine einfach auf den Tisch, bevor sie sich Flitwick zuwandte. Innerlich verdrehte sie schon die Augen. Von Festlichkeiten hielt sie recht wenig, insbesondere von Bällen und derartigen Kitsch. Das hatte sie schon während ihrer Schulzeit gehasst. Damals, in ihrem 7. Jahr in Hogwarts wurde das Trimagische Turnier ausgetragen und sie hatte sich nichts sehnlicher gewünscht, als Champion von Hogwarts Ruhm und Ehre zu erhalten und ein großes Abenteuer zu erleben. Doch leider wurde sie nicht vom Feuerkelch ernannt, was sie sehr geärgert hatte. Daher war sie ziemlich mies gelaunt gewesen. Als dann auch noch der Weihnachtsball kurz bevorstand, hatte sie endgültig die Nase voll gehabt. Für so etwas war sie einfach nicht der Typ. Und wieso sollte sie den Champions zujubeln und ausgelassen mit den anderen feiern, wenn ihr gar nicht der Sinn danach stand? Noch dazu dieser Quatsch, dass man mit einem Partner zum Ball ging… Da aber alle anderen Schüler scheinbar eine ganz andere Meinung zu dem Thema  gehabt zu haben schienen (mit Ausnahme von Severus Snape vielleicht) und natürlich von einer der beliebtesten Schülerinnen in ganz Hogwarts erwartetet wurde, dass diese ebenfalls erschien, hatte sie sich schließlich dazu durchgerungen, in Erwägung zu ziehen, doch hinzugehen.  Auf  Kleidung hatte sie noch nie viel Wert gelegt, daher hatte sie ein altes tiefrotes Samtkleid ihrer verstorbenen Mutter mit ein paar Schwenkern ihres Zauberstabs abgeändert. Rot war immer schon ihre Lieblingsfarbe gewesen und Dinge, die ihrer Mutter gehört hatten, waren einige der wenigen Dinge, für die sie eine gewisse Zuneigung empfand.  Die Partnerwahl hatte sich als relativ einfach herausgestellt.  Sie wurde von einigen Mutigen gefragt, doch die erachtete sie nicht als würdig genug, zumal einige jünger als sie selbst waren. Der Rest traute sich erst gar nicht, die talentierte angehende Fluchbrecherin auf ein Date zu bitten. Severus Snape schien einmal kurz davor gewesen zu sein, sie zu fragen und sie hatte sich schon eine besonders gemeine Abfuhr für ihn ausgemalt, doch es war nie dazu gekommen. Natürlich hatte sie gewusst, dass er auf sie stand. So wie vermutlich der Großteil der männlichen Schüler. Als dann während einer Runde Butterbier mit den Rumtreibern, für die sie eine Art Mentorin für Streiche und Unfug geworden war,  Sirius Black mehr im Scherz gefragt hatte, ob sie beide nicht einfach zum Ball gehen sollten, hatte sie schließlich eingewilligt, womit Sirius offenbar überhaupt nicht gerechnet hatte . Immerhin hatte man mit den vier unruhestiftenden Viertklässlern wenigstens noch Spaß haben können und ein richtiges Date war es auch nicht wirklich gewesen, da Sirius Patricia eher als Kumpel und Mentorin betrachtet und lieber mit seinen Freunden jedem anderen Mädchen auf dem Ball hinterher geschaut hatte, als auf die Idee zu kommen, mit ihr tanzen zu wollen.  Somit hatte sich Patricia nur etwa eine Stunde auf dem Ball blicken lassen müssen, bevor sie sich davon geschlichen hatte, um in der Verbotenen Abteilung weiter über die Verwunschenen Verliese zu recherchieren.

Patricia Rakepick spürte den erwartungsvollen Blick von Professor Flitwick auf sich ruhen, der sie erneut aus ihren Gedanken riss. Scheinbar erwartete er eine Antwort auf seine Frage. „ Ja, ja, solche Feste sind mir natürlich noch aus der Schulzeit bekannt.“ erwiderte sie knapp. „ Da ich jedoch noch weitere Aufgaben neben meiner Professur wahrzunehmen habe, wie Sie sicher wissen, Filius, denke ich nicht, dass ich an dem Ball teilnehmen werde. Hogwarts wurde mit dem Porträt-Fluch belastet und ich betrachte es als meine Pflicht als Fluchbrecherin und Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste meine volle Konzentration auf die Angelegenheit der Verwunschenen Verliese zu verwenden.“ „Das ist natürlich sehr nobel von Ihnen. Schade. Aber überlegen Sie es sich noch einmal. Solch eine Festlichkeit bekommen wir selbst in Hogwarts nicht so schnell wieder“ sagte Flitwick und seine Augen leuchteten. Patricia konnte sich zu einem halbherzigen Lächeln durchringen und griff nach der Weinflasche, um ihren Kelch zu füllen. Die Unterhaltung mit dem Professor für Zauberkunst begann sie allmählich zu nerven. Lustlos begann sie, ein Stück Braten zu essen. Der Appetit war ihr gänzlich vergangen. Doch da begann Flitwick erneut, sie von der Seite anzusprechen. „Übrigens, Sie wollten mich doch noch über diesen ganz speziellen Zauber aufklären, wie war doch gleich der Name?“ fragte er ehrlich begeistert. Doch die Rothaarige winkte ab, griff nach ihrem Weinkelch und leerte ihn in einem Zug. „Ich fürchte, wir müssen diese Unterhaltung verschieben, Filius. Ich muss noch ein paar Dinge für den morgigen Unterricht vorbereiten und nach meinem Niffler sehen. Wenn Sie mich also entschuldigen.“ sagte sie mit einem gespielt bedauerten Gesichtsausdruck, stand auf und verließ die Große Halle durch die Hintertür, wobei sie einen verdutzten Flitwick zurückließ, der nur mit dem Kopf schüttelte, sich aber schnell wieder seinem Abendessen zuwandte.

Auf dem Weg in ihr Büro kreisten Patricias Gedanken bereits wieder um die Verwunschenen Verliese und darum, wie sie an die Karte des Rumtreibers gelangen und einen Weg in das nächste Verlies finden konnte. Die Recherchen würden sie wohl die ganze Nacht beschäftigen. Dem Sternenball maß sie keine weitere Bedeutung zu. Sie würde sowieso nicht hingehen und hatte mehr als genug Gründe dafür; außerdem würde es sich niemand trauen, ihre Motive zu hinterfragen.
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