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Zweite Chance- Fanfiktion zu BBC Sherlock

von LP3107
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12
Molly Hooper Sherlock Holmes
11.10.2020
21.11.2020
36
52.272
2
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
21.11.2020 1.719
 
So, das ist es. Das letzte Kapitel meiner Story. Ich finde es wahnsinn, dass es dann doch soviele Kapitel geworden sind. So war das am Anfang gar nicht geplant :D Aber wie sagt man so schön? Pläne sind dafür da, um über den Haufen geworfen zu werden. xD
Ich hätte auch niemals so weit kommen können, wenn ich nicht vorher so tolle Ideen von euch bekommen hätte. Sie war ja mal als eine Mitmachfanfic gedacht...
Jedenfalls vielen Dank noch einmal an Alle, die mich hierbei mit euren Ideen und Vorschlägen unterstützt haben.
Und jetzt wünsche ich viel Spaß mit dem neuen und letzten Kapitel ;)

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Molly erwachte am nächsten Morgen mit einem breiten Lächeln über dem Gesicht. Sie konnte noch immer nicht fassen, was letzte Nacht passiert war. Sie glaubte, sie würde sich in einem Traum befinden, doch hatte sie Angst, wenn sie sich jetzt zwicken würde, aufzuwachen.
Sie öffnete ihre Augen und da war er.
Sherlock lag, mit dem Rücken zu ihr gewandt, neben ihr. Vorsichtig streckte sie eine Hand aus und strich ihm sanft über den Nacken und seinen nackten Rücken. Noch immer lächelte sie. Kein Traum.

„Hmm?“ grummelte es leicht.

Sherlock drehte sich langsam zu ihr um und lächelte ebenfalls.

„Ich kann... ich kann nicht fassen, dass du das getan hast“ lächelte sie und spürte leicht die Röte wegen ihres Stammelns in sich aufsteigen.

„Ich auch nicht“ sagte er leise, lächelte ebenfalls und strich ihr dann sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann neigte er seinen Kopf leicht nach vorn, um ihr einen kurzen aber sanften Kuss zu geben.
Er entfernte sich nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht, strich leicht mit seinem Daumen über ihr Kinn und lächelte. Dann zog er sie an sich, ihren Kopf auf seiner Brust und strich ihr sanft über die Haare.

„Molly?“ fragte er vorsichtig.
„Als ich darum gebeten hatte, dass du bleiben sollst, da meinte ich nicht nur für diese Nacht. Ich meinte für immer.“

In diesem Augenblick richtete sich Molly überrascht auf.
„Sherl---“

„Nein, bitte lass mich aussprechen“ unterbrach er sie.
„Molly, ich möchte dich bei mir haben. Als ich dich verlassen habe, da habe ich auch ein Stück von mir dort gelassen. Ich habe gemerkt, dass ich nicht Derselbe bin ohne dich an meiner Seite zu haben. Ich bin nicht mehr ich selbst, wenn du nicht bei mir bist. Ich liebe dich und ich möchte, dass du ein Teil meines Lebens bist“

Jetzt richtete sich Molly auf. Mit Tränen in den Augen blickte sie den Mann, den sie liebte an. Sanft strich sie ihm mit der Hand über seine Wange.

„Sherlock, ich liebe dich auch aber du weißt, ich habe einen Job in Irland und ich muss zurück.“
Langsam lief eine Träne an ihrer Wange herunter.
Sherlock strich ihr diese behutsam mit seinem Daumen weg und verweilte dann kurz auf ihren Lippen.

„Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass du hier bleiben kannst?“ fragte er dann hoffnungsvoll.

„Nun, die einzige Möglichkeit wäre, wenn sie jemanden finden würden, der meine Arbeit weiterführen könnte. Aber so schnell wird sich kein Ersatz finden können und außerdem weiß ich nicht, ob ich meinen alten Job wiederbekommen könnte. Und dann wäre noch das mit der Wohnung. Sicherlich ist meine alte Wohnung bereits wieder vermietet“ erklärte sie dann.

Sherlock hörte ihr die ganze Zeit aufmerksam zu, bis ihm etwas in den Sinn kam.

„Nun, ich glaube ich hätte da schon eine Idee“ grinste Sherlock jetzt, küsste sie und stand dann aus dem Bett auf. Während Sherlock seine Sachen zusammensuchte, beobachtete Molly ihn nur mit einem Runzeln auf der Stirn.

„Fühl dich einfach wie zu Hause. Ich kümmere mich darum!“ entgegnete er ihr und verschwand dann im Badezimmer.

„Ooookay“ war das Einzige, was Molly sagen konnte. Aber Sherlock war bereits verschwunden.

* * *

Es war jetzt knapp zwei Monate her, nachdem sie mit Sherlock diese unglaubliche Nacht verbracht hatte und er ihr sie darum gebeten hatte, bei ihm zu bleiben. Sie war unfassbar gerührt von seiner Bitte und auch, dass er wegen ihr, seine emotionale Grenze überschritt. Er hatte ihr, unter Tränen in den Augen gestanden, dass er sie liebte und dass sie ein Teil seines Lebens sein sollte. Umso trauriger wurde sie, als sie seine Bitte ablehnen musste. Sherlock meinte daraufhin, dass er eine Idee habe und sich darum kümmern wollte.

Und so kam es, dass Molly jetzt gerade in der Küche der Baker Street stand und das Abendessen zubereitete. Sherlock war im Wohnzimmer und beschäftigte sich mit der kleinen Rosie. Immer wieder warf er ihr ein Lächeln zu und Mollys Herz erwärmte sich, als sie dieses Bild von ihm, mit der kleinen Rosie auf dem Arm, sah.

Seit ungefähr einem Monat war sie nun mehr fester Bestandteil der sogenannten „Baker Street Boys“- wie Mary sie immer so schön nannte.
Sherlock hatte damals tatsächlich sein Wort gehalten.

Nach ihrer gemeinsamen Nacht verbrachten Molly und Sherlock die meiste Zeit gemeinsam. Molly fragte nicht noch einmal nach seinem Plan. Sie wollte einfach die Zeit mit ihm genießen. Und außerdem würde sie dadurch weniger einer Enttäuschung entgehen, sollte es nicht funktionieren. Doch nach nur knapp einer Woche später erhielt sie einen Anruf. Molly befand sich gerade in der Wohnung mit Sherlock und Rosie, als ihr alter Chef, Mr. Johnson anrief. Er entschuldigte sich für die Störung in ihrem Urlaub. Dann erklärte er ihr, dass Waterford sich bei ihm gemeldet habe und anscheinend ein neuer Pathologe gefunden wurde, der ihre Arbeit fortsetzen könnte. Mollys Atem stockte und sie hatte Angst, dass dieser Anruf jetzt keine guten Nachrichten beinhalten und sie nunmehr arbeitslos sein würde. Dann erklärte er ihr weiter, dass ihr neuer Vorgesetzter zuerst mit ihm telefonierte, weil er darum bat, Molly wieder im Bart's aufzunehmen. Mr. Johnson wirkte sichtlich überrascht, meinte jedoch, dass wenn Molly noch wollte, sie ihre alte Stelle wiederbekommen könnte. Sofort bejahte sie es, bedankte sich und legte anschließend auf.
Langsam ging sie zurück zu ihrer Patentochter und dem Mann, den sie liebte.

„Wie zur ---“ begann sie aber Sherlock unterbrach sie.

„Shh Molly, wir haben hier ein kleines Kind. Nicht fluchen“ sagte er, deutete dabei auf Rosie und grinste.

Dann richtete er sich auf und ging langsam auf Molly zu.
Leise flüsterte sie: „Wie um alles in der Welt hast du das gemacht?“

„Was?“ Sherlock schien leicht verwirrt. Aber irgendwie ahnte er, dass es mit diesem Anruf von geradeeben zusammenhängen musste.

„Mr. Johnson rief gerade an. Er meinte, dass sie mich in Waterford nicht mehr brauchen würden und er hat mir zugleich meine alte Stelle angeboten“ lächelte sie jetzt.

Auch Sherlock lächelte und winkte mit einer einfachen Handbewegung ab.
„Sagen wir, Mycroft war mir noch etwas schuldig. Heißt dass jetzt, du bleibst?“


Molly musste daraufhin nur noch einmal zurück nach Irland reisen. Noch einmal packte sie ihre Sachen zusammen, verabschiedete sich von ihren neu gewonnenen Freunden und Kollegen und kehrte Irland mit sowohl einem lachenden als auch weinenden Auge den Rücken. Ihren Kater Toby musste sie schweren Herzens zurücklassen. Sherlock hatte ihr angeboten oder eher mehr darum gebeten, bei ihm einzuziehen. Jedenfalls bis sie eine neue Wohnung gefunden hatte. Molly wollte Toby von ihren Nachbarn abholen, als sie bemerkte wie wohl er sich fühlte und wie anhänglich er gegenüber Mr. O'Reilly geworden war. Gegenüber Molly war er nie so gewesen, dachte sie sich. Und auch der ältere Herr war traurig und wollte ihn am liebsten nicht gehen lassen. Irgendwann entschied sich Molly dann dafür, ihn bei Ihnen zu lassen. Sie versprach aber ihn zu besuchen, wenn sie mal wieder hier sein würde. Mr. O'Reilly war so erfreut und fiel ihr regelrecht um den Hals. Ja er war ein Katzennarr durch und durch.

Vor genau drei Wochen hatte Sherlock sie dann darum gebeten, komplett bei ihr einzuziehen. Und auch John war über diesen Vorschlag begeistert. Schließlich hatte Rosie seine Patin dann ganz nah bei sich und Sherlock wäre glücklich. John war sowieso ziemlich glücklich über die Nachricht gewesen, als er von dem Zusammenleben seines besten Freundes und seiner Freundin hörte. Und auch Mrs. Hudson, Mollys Freundin Meena und Greg waren erfreut, wobei letzterer eine klitzekleine Spur von Eifersucht zeigte.

„Ich dachte immer, du hättest andere Neigungen, Sherlock“ hatte er gemeint, als er Sherlock mit Molly einmal bei einem Kuss unterbrach.
Sherlock strafte ihn daraufhin mit einem bösen Blick, wobei Greg schnell zu lachen anfing und ihm so signalisierte, dass es sich um einen Scherz handelte.

Seitdem verläuft alles friedlich. Molly ist jetzt endgültig in der Baker Street eingezogen, hat ihren alten Job wieder und ist glücklich. Sherlock verbringt die meiste Zeit gemeinsam mit Molly, löst weiterhin erfolgreich Fälle und stellt so die Tätigkeit von Scotland Yard mal wieder in den Schatten. Mycroft ist nach wie vor, so wie er ist. Jedoch akzeptiert er die Bindung zwischen den Beiden. Auch Eurus bekommt hin und wieder Besuche von ihrem Bruder und auch Molly und ist nun ein fester Teil in Sherlocks Leben.

...„Wir hätten Freunde sein können“...

Mollys Blick fiel weiter auf das Schauspiel vor sich. Sherlock, der mit Rosie spielte und lachte. Er hatte sichtlich Freude daran und auch Molly war glücklich, dies mit anzusehen. Irgendwann stand er dann auf, bewegte sich langsam auf sie zu, stellte sich nun hinter sie und legte sanft seine Arme um sie.

„Ich liebe dich, Molly Hooper“ flüsterte er leise in ihr Ohr.

Molly grinste darüber während sie das Gemüse schnitt. Dann drehte sie sich langsum zu ihm um.

„Ich liebe dich auch“ sagte sie und schaute ihm tief in die Augen.

Sherlock zog sie daraufhin in einen tiefen und leidenschaftlichen Kuss.
„Und dich, werde ich genauso lieben“ sagte er dann, senkte seinen Blick und streichelte sanft mit seinen Händen über ihren Bauch.


ENDE <3


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So, das war sie also. Meine erste Sherolly Fanfiction. Wie hat sie euch gefallen?

Ich muss schon sagen, dass ich schon ein wenig traurig darüber bin, dass sie jetzt beendet ist. Immerhin habe ich bemerkt, dass das Schreiben mir so viel Spaß gemacht hat und mir hin und wieder auch durch eine schwere Zeit geholfen hat.

Naja, wie dem auch sei. Ich danke allen, die meine Story mit Spaß und Neugier verfolgt haben, für alle eure Kommentare und Gedanken hierzu. Ich hoffe, dass sie euch genauso viel Freude bereitet hat zu lesen, wie mir, sie zu schreiben ;)

Fühlt euch alle herzlich gedrückt und kommt weiterhin gut durch diese Zeit :)
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