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Die unendlichen Qualen eines schwarzhaarigen Jungen

von Pamiluu
OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Eugeo Kirito Klein/Ryoutarou Tsuboi Leafa
10.10.2020
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„Ich geh in mein Zimmer“, mit diesen Worten verschwand Kirito in dem Raum. Er setzte sich seine VR-Brille auf „Link Start.“ Und so verschwand er auch schon in einer Welt, die weitaus erträglicher für ihn war. Er jointe in seinem Holzhaus, welches ihm sofort ein heimisches Gefühl bereitete und ging hinaus. Er hatte das Glück, dass sich niemand eingeloggt hatte, denn er wollte nur etwas Zeit für sich verbringen. Stumm blickte er auf die Landschaft, ohne es zu merken versank er dabei nach und nach in einem Meer aus Gedanken, was ihn nur so zu verschlingen schien.
Seine Freunde machten sich schon lange Sorgen, denn sie hatten einen ganz anderen Kirito kennengelernt als den, der momentan um sie herum wirrte, denn er ließ sich kaum mehr blicken und wenn doch sprach er kaum noch mit den anderen. Die meiste Zeit war er in Gedanken und hörte seinen Freunden nicht einmal mehr zu. Asuna und Suguha waren die einzigen, die wussten, woran dies lag und wie sehr der Schwarzhaarige um seinen Freund trauerte.
Er schob sich schon immer schnell die Schuld zu, dies könnte aber diesmal zu seinem Verhängnis werden. Sein stärkster Feind war er selbst geworden.
„Eugeo… Ich hätte sterben sollen… Nicht du“, seine Stimme klang weinerlich, „Oder sie hätten ausnahmslos alle meine Erinnerungen an damals löschen sollen.“ Er krallte sich verzweifelt in das hölzerne Geländer, in der Hoffnung es könnte ihm Halt geben, doch dies konnte wohl auch kein Mensch in dieser Situation. Kirito konnte sich selbst nicht mehr vergeben, noch immer plagte ihn seine Vergangenheit, wie seine Gilde wegen ihm sterben musste, wie er bei dem Suizid des letzten Mitglieds zugesehen hatte und besonders quälte er sich mit dem Fakt, dass er Menschen umgebracht hatte. „Bitte vergebt mir…“, schluchzte er in der Hoffnung er könnte es selbst tun. Kraftlos lies er sich auf den Boden fallen. „Oder wäre ich doch nie wieder aufgewacht“, dachte er sich insgeheim, schämte sich, dass er aufgegeben hatte. Er fing an unkontrollierbar zu weinen und zu zittern. „Hör auf“, flehte er unter Flashbacks geplagt. „Ich will das nicht mehr sehen. Ich kann das nicht noch einmal.“ Vor sich sah er Eugeo liegen, blutend und nach Luft ringend. „Nein! Hör auf!“, schrie er und presste seine Hände gegen seinen Kopf. Er musste das Ganze doch schon einmal sehen, als er aufgewacht war. Es fühlte sich an, als würde sein Herz zerspringen. Sein Schmerz wurde immer unerträglicher. „Ich will das nicht sehen!“ Er nahm eine Hand von seinem Kopf und presste sie nun gegen seine Brust. „Es soll aufhören!“ Seine Qualen stiegen schier ins unermessliche und folterten den am Boden zerstörten Jungen.
„Hey Kirito!“, Klein hatte sich unbemerkt eingeloggt und seinen schreienden Freund so vorgefunden. Der Rothaarige kniete sich neben ihn und legte eine Hand auf dessen Rücken. Langsam entspannte sich der Jüngere wieder und war seinem Freund unendlich dankbar, dass er ihn aus solchen Qualen befreit hatte. „Ich… danke dir…“, sprach Kirito als wäre dies ihr letzter Abschied gewesen.
Ohne weitere Worte loggte er sich aus und blieb regungslos liegen. Er hatte nicht mehr die Kraft aufzustehen. Es klopfe an der Tür, doch er antwortete nicht. „Kirito? Kann ich reinkommen?“, fragte seine Schwester, doch er blieb lieber still und zog seine Brille ab. „Ich komme jetzt rein“, kündigte sie sich vorsichtig an und trat ins Zimmer. Kirito schaute sie nur fragend an.
„Na erzähl schon, was ist los?“, kurz überlegte sie, „Ist es wegen Eugeo?“
Kurz sah er sie verletzt an bis er ihren Blickkontakt unterbrach, indem er weg schaute.
„Ach Bruderherz“, verstehend nahm sie den verzweifelten Jungen in den Arm. „Es wird alles wieder gut, ja?“
Kirito schüttelte den Kopf, schon seit langem hatte er aufgehört daran zu glauben. Er lud so viel Schuld auf sich, dass er es nicht mehr allein stemmen konnte.
Suguha seufzte und strich dem Älteren über den Kopf. „Wenn du reden musst, rede, wenn du weinen musst, weine und wenn du schreien musst, schrei. Ich bleibe bei dir und fange dich auf. Genauso wie Asuna und deine Freunde. Du bist damit nicht alleine, versprochen.“
Er konnte es nicht mehr verstecken und verlor bereits die ersten Tränen. Dieses Mal schmerzte es nicht mehr, im Gegenteil, seine Wunden fingen langsam an zu heilen. Kaum hörbar flüsterte er: „Eugeo… Ich denke, ich werde meinen Weg wieder beschreiten.“
„Dann ist gut“, sprach der blonde Junge und lächelte, „Damit kann ich ebenfalls meinen Frieden finden.“
Kirito schaute sofort in die Richtung, aus der die Stimme kam „Eugeo!“ Doch dieser hatte sich nun endgültig zu Ruhe gesetzt.
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Das war mein Oneshot ^^ Ich hoffe er hat euch gefallen und ich bitte inständig um Feedback
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