Echte Schlangen oder doch lieber Löwen?

GeschichteAllgemein / P16
Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Narzissa Malfoy OC (Own Character) Rabastan Lestrange Remus "Moony" Lupin Severus Snape
10.10.2020
26.10.2020
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18.10.2020 1.738
 
So, das nächste Kapitel.
Ich wollte übrigens noch sagen, dass Bellatrix, Rodolphus und Rabastan (die zukünftigen Todesser halt) sich erst mit der Zeit in die dunkle Richtung entwickeln. Momentan sind sie einfach nur Schüler, die ihre Schulzeit genießen. Aber ich habe durchaus vor, Bellatrix so verrückt zu machen wie im Original.
Dann noch ein Problem, das mit aufgefallen ist. Ich bin ja wirklich niemand, der um Reviews bettelt, aber bisher war es doch arg enttäuschend, dass mir kaum einer seine Meinung zu der Geschichte sagt. Ist sie so schlecht? Mache ich irgendetwas falsch? Ich bin durchaus bereit, in paar Dinge zu ändern, wenn euch etwas nicht gefällt, aber ich kann keine Gedanken lesen. Ihr müsst mir das schon sagen.
Naja, viel Spaß erstmal mit dem Kapitel...



Elyna wachte auf, bevor die Sonne ihre Fühler über den Horizont streckte. Nicht dass man das in den Kerkern mitbekommen hätte.
Sie schlüpfte aus dem Bett ihres Bruders, huschte den Flur entlang und schlich in ihren eigenen Schlafsaal, den sie sich mit Narzissa, Lucinda Talkalot, Emma Vanity und einem Mädchen, dessen Namen sie schon wieder vergessen hatte, teilte. Sie schliefen alle noch, weshalb Elyna sich ihre Schulrobe schnappte und im Bad verschwand. Sie zog sich an, putzte sich die Zähne und kämmte ihre Haare. Dann band sie sich ihre Krawatte. Als sie fertig war, wurden die anderen Mädchen gerade wach und so setzte sie sich auf ihr Bett, das sie schnell noch etwas zerwühlt hatte, damit es so aussah, als hätte sie die ganze Nacht darin gelegen. Sie schnappte sich eines ihrer Schulbücher und las darin bis die anderen fertig waren. Dann gingen sie zusammen in den Gemeinschaftsraum, wo die Jungs bereits auf sie warteten. Rabastan lächelte als er sie sah und deutete auf seinen Bruder, der schlecht gelaunt bei den Erstklässlern stand.
"So, da scheinbar alle hier sind, können wir ja los", entschied Rodolphus und führte sie aus dem Gemeinschaftsraum. Es war gut, dass der Viertklässler sie begleitete, Elyna hätte sich heillos verlaufen.
"Warum sieht er so griesgrämig aus?", fragte sie Rabastan.
Er verdreht die Augen und meinte: "Bellatrix hat ihn aufgezogen, weil er heute für uns zuständig ist und ist dann mit Malfoy essen gegangen."
Bei dem Namen zuckte Narzissa zusammen und Elyna sah ihre neue Freundin fragend an. "Mein Verlobter", murmelte sie.
"Du bist doch erst elf, wie kannst du da schon verlobt sein?", fragte Elyna verwundert.
"In Reinblut-Familien wird man meistens sehr früh verlobt", erklärte ihr Rabastan. "Bellatrix und mein Bruder sind sich auch schon seit fast sieben Jahren versprochen. Am Anfang waren sie beide nicht so begeistert, aber sie haben sich damit abgefunden und sich kennen gelernt. Und jetzt..." Rabastan wackelte mit den Augenbrauen. "Lucius Malfoy ist auch schon in der vierten Klasse, bisher haben er und Zissy sich aber noch nicht so wirklich unterhalten", erklärte er weiter. "Aber das kommt schon noch", meinte er dann tröstend zu der Blonden und Elyna war überrascht, diese Seite an dem Lestrange zu sehen. Sie hatte bisher nicht gedacht, dass er so mitfühlend sein konnte.
Plötzlich kam ihr ein seltsamer Gedanke. "Bist du bereits verlobt?", fragte sie also.
Rabastan lächelte sie an und schüttelte den Kopf. "Nein. Rodolphus ist der Erbe, ich habe also ein paar mehr Freiheiten. Solange ich mich gut benehme, kann ich theoretisch heiraten, wen ich will."
Elyna nickte verstehend.
In diesem Moment betraten sie die Große Halle. Rodolphus brachte sie zum Slytherintisch und ging danach zu Bella, die gegenüber von Lucius saß und sich ganz offensichtlich freute, dass ihr Verlobter endlich gekommen war.
"Sie sind so verliebt ineinander", sagten Rabastan und Narzissa gleichzeitig. Die vier Freunde lachten.
Elyna fragte sich, wo Severus abgeblieben war, aber sie hatte zu großen Hunger um sich darüber Sorgen zu machen. Sie frühstückten also in aller Ruhe und besahen sich ihre Stundenpläne, die ihr Hauslehrer Professor Slughorn ihnen ausgeteilt hatte.
"Als erstes zwei Stunden Verwandlung bei Professor McGonagall und nach dem Mittagessen zwei Stunden Geschichte der Zauberei bei Professor Binns", sagte Josec zwischen zwei Bissen.
"Alles mit den Ravenclaws", fügte Rabastan hinzu.
"Hm", machte Elyna. "Wir haben nur Verteidigung gegen die Dunklen Künste und Zaubertränke mit den Gryffindors. Liegt das an dieser Fehde zwischen den beiden Häusern?"
Narzissa nickte. "Bella hat mir davon erzählt. Angeblich verhexen immer mehr der anderen Schüler die Slytherins, weil sie sie nicht leiden können. Nicht nur die Gryffindors, manchmal auch die anderen Häuser."
"Warum tun sie denn so etwas?", fragte Josec verwirrt.
"Weil Slytherin bekannt dafür ist, dunkle Magier hervorzubringen", erklärte plötzlich eine Stimme hinter ihnen. Severus Snape setzte sich zu ihrer kleinen Gruppe und senkte die Stimme. "Der Dunkle Lord war auch in Slytherin."
Narzissa und Rabastan nickten ehrfürchtig, sodass Elyna sich entschied, andere Quellen über dieses Thema zu befragen. Professor McGonagall hatte sie und ihren Bruder zum Tee trinken eingeladen, da würde sich sicher eine Gelegenheit bieten.
Plötzlich kam Rodolphus auf sie zu. "Seit ihr fertig?", fragte er und als sie nickten, bedeutete er ihnen, ihm zu folgen. Sie holten ihre Bücher für Verwandlung und Geschichte und machten sich dann, begleitet von dem Viertklässler, auf den Weg zu ihrer ersten Unterrichtsstunde.
Elyna und Josec saßen nebeneinander an einem Tisch, genauso wie Narzissa und Rabastan. Severus hatte sich einen Platz neben einem der anderen Slytherins gesucht. Die Ravenclaws kamen alle kurz vor Unterrichtsbeginn, aber immerhin noch pünktlich. So wie es aussah, brachten die anderen Häuser ihre Erstklässler nicht zum Unterricht.
Professor McGonagall begann die Stunde, indem sie die Namensliste verlas. Dann zeigte sie ihnen, wie man ein Streichholz in eine Nadel verwandeln konnte. Die Ravenclaws brüsteten sich mit ihrem theoretischen Wissen, aber als es um den Zauber selbst ging, wurden sie alle ganz leise.
Elyna hingegen beobachtete mit zunehmender Begeisterung wie ihr Streichholz immer spitzer und silberner wurde. Am Ende der Stunde hatte sie es tatsächlich vollständig in eine Nadel verwandelt. Professor McGonagall verlieh Slytherin dafür zehn Hauspunkte und dann nochmal zwei, weil Josecs Streichholz einer Nadel noch am ähnlichsten war. Die Zwillinge freuten sich und Rabastan beglückwünschte sie, während Narzissa traurig auf ihr eigenes Streichholz hinabblickte, das nur ein bisschen silbern geworden war.
Rodolphus holte sie vor dem Klassenzimmer ab, gratulierte Elyna und Josec zu ihrem Erfolg - und den zwölf Hauspunkten - und eskortierte sie dann zurück zur Großen Halle, wo es bereits Mittagessen gab. Elyna versuchte, Narzissa etwas aufzumuntern und versprach ihr schließlich, dass sie den Zauber am Abend zusammen üben könnten.
"Kann ich mitmachen?", fragte Rabastan und auch Josec schien von dieser Idee nicht abgeneigt.
Elyna nickte. "Severus, machst du auch mit?", fragte sie den Schwarzhaarigen.
Er schaute sie kurz verwundert an, dann schüttelte er den Kopf. "Hab noch etwas vor", murmelte er leise.
Sie zuckte mit den Schultern und aß weiter.
Als sie fertig waren, kam Rodolphus, der inzwischen sehr genervt aussah, wieder zu ihnen und brachte sie dann zum Klassenraum für Geschichte der Zauberei.
"Versucht, nicht einzuschlafen", flüsterte er ihnen noch zu, bevor er zu seinem eigenen Unterricht ging.
Die Ravenclaws waren den Slytherins einfach gefolgt, weshalb sie diesmal nicht zu spät kamen, aber Rabastan ergatterte den vier Freunden Bänke in der letzten Reihe. Diese standen so eng beisammen, dass sie ohne Probleme miteinander reden konnten.
"Geschichte der Zauberei wird von einem Geist unterrichtet", erklärte er den Zwillingen. "Es soll so unglaublich langweilig sein, dass die meisten Schüler dabei einschlafen." Elyna hob eine Augenbraue und beobachtete den Geist, der gerade zur Tür hineinschwebte, sich vorne ans Pult stellte und die Namensliste herunterratterte.
"Angeblich ist er eines Tages gestorben und hat es nicht einmal mitbekommen. Er ist einfach aus seinem Körper gestiegen und zum Unterricht gegangen, um den nächsten Vortrag über die Koboltaufstände zu halten", flüsterte Rabastan.
Professor Binns fing in diesem Moment an zu reden und Elyna verstand sofort, weshalb so viele in diesem Unterricht einschliefen. Binns hatte eine sterbenslangweilige Stimme.
Nach etwa fünf Minuten befand sich die Hälfte der Klasse im Halbschlaf, ab und an schreckte jemand hoch und notierte eine Zahl. Elyna versuchte krampfhaft, aufmerksam zu bleiben, aber irgendwann drifteten auch ihre Gedanken ab und sie war einfach nur froh, als der Unterricht endlich vorbei war.
"Das war schlimmer als ich befürchtet hatte", gähnte Rabastan und Josec nickte zustimmend. Narzissa sah aus als würde sie immer noch schlafen.
"Hab ich dir doch gesagt", meinte plötzlich Rodolphus und wuschelte seinem Bruder durch die Haare, sodass sie total verstrubbelt aussahen.
"Lass das", murrte Rabastan.
Der Ältere lachte nur und brachte sie wieder nach unten in die Große Halle. Es gab schon Abendessen, aber die vier Freunden konzentrierten sich eher darauf, dass sie ihre Notizen vervollständigten. Zum Glück hatte jeder ein bisschen etwas mitgeschrieben und so hatten sie schließlich am Ende alle wichtigen Fakten zum ersten Riesenkrieg.
"Was haltet ihr davon, wenn wir uns den Unterricht bei Binns aufteilen?", kam Elyna die Idee.
Narzissa sah sie fragend an.
"Zum Beispiel, dass ich die erste halbe Stunde mitschreibe, Josec die nächste halbe Stunde und so weiter, versteht ihr? Dann müssen wir nicht alle durchgehend versuchen, wach zu bleiben und hätten trotzdem alle wichtigen Fakten."
Josec und Narzissa schienen begeistert, aber Rabastan runzelte die Stirn. "Ich glaube nicht, dass ich eine ganze halbe Stunde wach bleiben kann."
"Dann wechseln wir eben alle fünfzehn oder zehn Minuten", schlug ihr Bruder vor. Damit waren schließlich alle einverstanden. Elyna war sich sicher, dass Slytherin dieses Jahr am besten in den Geschichtsprüfungen abschneiden würde, obwohl es bis dahin noch ein weiter Weg war.
Nachdem sie gegessen hatten, machten die vier sich selbstständig auf den Weg in die Kerker und kamen tatsächlich am Slytheringemeinschaftsraum an. Sie brachten schnell ihre Schulsachen weg und setzten sich dann in den Schlafsaal der Jungen, denn der Gemeinschaftsraum war zu voll und zu kalt. Und dann übten sie den Zauber, der ein Streichholz in eine Nadel verwandelte. Nacheinander kamen auch Avery und Mulciber herein, die sich ebenfalls zu ihnen setzten. Die übrigen Mädchen wollten schließlich auch mitmachen und so saßen sie zu neunt in dem kleinen Schlafsaal und übten den Zauber. Nur Severus war nicht dabei.
Elyna sah ihn erst wieder als sie sich abends zum Schlafen erneut in den Jungsschlafsaal schlich.
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