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2020 10 10: Rache? [by Eiche]

OneshotAllgemein / P18 / Gen
10.10.2020
10.10.2020
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10.10.2020 2.706
 
Tag der Veröffentlichung: 10.10.2020
Zitat: Tu es! Tu es! (Starsky & Huch)
Titel der Geschichte: Rache?
Autor: Eiche
Kommentar des Autors: Viel Spaß beim Lesen!

Rache?





„Bereust du es jetzt, sie getötet zu haben, du hinterhältige Schlange?“
„Warum sollte ich?“
Ihre Stimme ist fest, ich kann keine Spur der Angst darin erkennen, dabei wäre das in ihrer Lage angemessen.
„Weil du nun einen umso schmerzvolleren Tod sterben musst.“
„Kann ich mit leben.“
„Eher sterben, oder?“
Er lacht auf.
„Aber habe ich dir nicht einen Gefallen getan? Sie musste früher oder später sowieso sterben. Und ich hab für dich die schmutzige Arbeit übernommen.“
„Stimmt, aber sie hätte ruhig noch etwas länger leben können, sie war eine nette Gesellschaft. Und was ist es für ein Sieger, der seine Verbündeten am Ende nicht mal selbst umbringen kann?“
„Mal sehen, ob du Sieger wirst. Es gibt andere, denen ich die Daumen drücke, jetzt, da ich es scheinbar nicht mehr werden kann.“

Sie meint mich, ich weiß es ganz genau. An wen sollte sie sonst denken. Aber glaubt sie daran? Glaubt sie wirklich, ich könnte es ohne sie schaffen? Ich brauche sie doch.
Ich wünschte, ich könnte ihr irgendwie helfen, aber ich bin machtlos, kann nichts tun. Nie und nimmer käme ich unbemerkt vom Baum hinunter. Und sie kann sich nicht wehren, auch wenn ein Messer direkt neben ihrem Kopf liegt. Der Junge aus Zwei hat sie in einem Netz gefangen, bevor er begonnen hat, sie zu quälen. Alleine nur mit meinen Händen käme ich nie gegen ihn an, mit ihrer Hilfe vermutlich auch nicht. Ich würde mich nur in Gefahr begeben. Trotzdem wünschte ich, ich könnte etwas tun.

Die beiden Tribute auf der Lichtung unter mir haben aufgehört zu reden. Der Junge aus zwei nimmt sein Messer in die Hand und beginnt damit, ihr die Haut abzuschälen, schneidet sie im Gesicht, an den Armen. Schon bald ist alles mit Blut bedeckt. Der Junge grinst, die ganze Zeit. Vor Abscheu würde ich gerne meinen Blick abwenden, aber ich kann nicht, kann einfach nur zusehen.
Sie schreit nicht, fleht nicht, kein Ton kommt von ihren Lippen. Ich kann nicht anders, als sie selbst jetzt zu bewundern. Sie hat sich damit abgefunden, dass sie stirbt und lässt nun alles über sich ergehen, als würde sie keinerlei Schmerz empfinden.
Schließlich wendet sich der Junge ab, er scheint die Freude verloren zu haben, jetzt, wo sein Opfer gar nicht schreit. Er nimmt ein Messer und schneidet ihr die Kehle auf. Ein paar Sekunden später ist er im Dickicht verschwunden.

Die Kanone ertönt. Ich starre fassungslos auf Camilles Körper. Tot, sie ist tot. Meine Verbündete, meine Beschützerin, meine Freundin. Wie soll ich es ohne sie nur aushalten? Ohne ihre aufmunternden Worte, ohne die Ermutigungen, die sie selbst in der dunkelsten Nacht gefunden hat, ohne ihre Zuversicht, die mich immer weiterkämpfen ließ, die mir Kraft gegeben hat das hier zu überstehen. Tot. Wie soll ich jetzt noch überleben? Gegen keinen der anderen übrigen Tribute habe ich eine Chance. Sie war stark, konnte kämpfen, und ich? Ich weiß wie man Nahrung findet, aber mehr auch nicht. Jedem anderen Tribut, jeder Falle der Spielmacher bin ich schutzlos ausgeliefert. Sobald sie mich finden, bin ich verloren.

Ich spüre keine Trauer, keine Tränen kommen mir, in mir ist nur Leere. Und eine tiefe Verzweiflung. Sie hätte gewinnen sollen. Sie ist, war stark, eine Kämpferin. Sie hatte gute Chancen, sie hätte es so sehr verdient. Und nun liegt ihre Leiche auf dieser Lichtung, nur wenige Meter von mir entfernt. Und es kann nicht mehr lange dauern, dann wird sie abgeholt, ist sie weg, und ich bleibe zurück, ganz alleine.

Nein, ich kann nicht dabei zusehen, halte das nicht aus. Langsam klettere ich vom Baum hinab. Ich widerstehe dem Drang, zu ihr zu gehen, nachzusehen, ob sie wirklich tot ist. Ich habe ja die Kanone gehört. Langsam mache ich mich auf den Weg zu unserem Lager. Ein Großer Baum mit einer breiten Astgabel, von der fünf Äste angehen. Dort oben hatten wir viel Platz. Und dort haben wir all unsere Vorräte gelagert, genauso wie die wenigen Messer, die wir von dem Mädchen hatten, das Camille getötet hatte.

Hätte ich nur eins bei mir gehabt. Wäre ich nur bewaffnet gewesen. Ich hätte mich auf den Jungen stürzen können, hatte ihm von hinten ein Messer in den Rücken rammen können. Ich hätte ihn töten können und er hätte Camille nicht umbringen können.

Ich weiß, dass es trotzdem passiert wäre. Er hätte mich zu früh gehört, das Messer hätte ihn nie so getroffen, dass er sofort stirbt. Und ich hätte es sowieso nicht tun können. Ich hätte ihn nie umbringen können, auch wenn ich damit zwanzig meiner Freunde hätte retten können. Ich hab es versprochen.
Aber ich suche einen Weg, wie ich ihr hätte helfen können, wie ich sie hätte retten können, auch wenn es zu spät ist. Mir ist klar, dass ich sie auch so nicht zurückholen kann. Aber ich wünschte, es wäre möglich.

Ich beginne zu frieren. Die letzten Nächte war es ähnlich, aber ich beginne die Einsamkeit wirklich zu spüren. Keine Camille, die mich umarmt, versucht mich zu wärmen, mich zum Lachen bringt.
Nein, weine nicht, nicht jetzt, sie sollen nicht sehen, wie schwach du bist.
Ich beiße mir auf die Zunge. Ich muss stark sein. Wenn Camille denkt, ich könnte diese Spiele gewinnen, dann muss ich es wenigstens versuchen. Ich bin es ihr schuldig. Frierend sitze ich in unserer Astgabel, alleine, sie ist nun so groß. Mir ist unendlich kalt, die Decke um meine Schultern kann dass nicht ändern. Aber ich will mich nicht beschweren. Immerhin bin ich am Leben.
Ob Camille auch kalt ist? In ihrem Sarg in dem sie vermutlich mittlerweile liegt, ist es bestimmt nicht gemütlich. Aber kann sie das überhaupt spüren? Und wenn, denkt sie an mich?
Nein, hör auf zu denken. Es bringt nichts. Du machst doch nur alles schlimmer. Sie ist tot, weg, sie kann weder denken, noch fühlen, sie existiert nicht mehr. Vergiss sie.

Die Hymne unterbricht meine Gedanken. Das Wappen von Panem erleuchtet den dunklen Himmel. Dann erscheint eine große sieben, daneben ihr Bild. Camille. Nicht in Farbe, aber es ist, als würde sie vor mir stehen, noch bei mir sein. Und jetzt kann ich auch die Tränen nicht mehr zurückhalten. Es geht einfach nicht. Verloren, ich habe sie verloren, die einzige gute Person in dieser Arena, tot, sie ist tot. Die Trauer überkommt mich erst jetzt richtig. Ich hätte nie gedacht, dass es so schmerzvoll sein kann, einen Menschen zu verlieren. Und ich kannte sie erst seit etwas mehr als einer Woche. Wie muss es jetzt ihren Eltern gehen?
Wie wird es deinen Eltern gehen, wenn du erst einmal tot bist.

Ich zucke zusammen. Es ist als würde eine kalte Hand sich auf meine Schultern legen. Und die Stimme, die vertraute Stimme, die mir in den letzten Tagen so viel Halt gegeben hat. Camille. Es ist, als würde sie direkt hinter mir stehen. Und die Bemerkung, so sarkastisch, und doch so wahr.

Ich zittere, die Tränen laufen mir über die Wangen, ich versuche nicht einmal, sie zu verbergen. Es hat doch sowieso keinen Sinn. Sollen sie merken, wie erschüttert und traurig ich über ihren Tod bin. Auch wenn sie nicht wissen, dass diese Tränen so viel mehr aussagen.

Die letzten Nächte, seit der Ernte bin ich so stark gewesen. Ich habe nicht einmal geweint, nicht einmal gejammert, habe immer die Zähne zusammen gebissen. Aber ich halte es nicht mehr aus. Und es sind ja auch nicht nur die letzten Wochen, nein, auch die letzten Jahre habe ich mich nie beschwert, in diesem grauenvollen Distrikt, den ich mein Zuhause nennen muss, bei all den Friedenswächtern, die uns ausbeuten. Ich habe es nie gezeigt, meine Wut, die Verachtung den Kapitolanern gegenüber, die doch gar nicht wissen, was Arbeit ist. Und jetzt bin ich hier zum Sterben.
Ja, die Tränen sind alle, die ich in den letzten Jahren nicht vergießen konnte, ich weine um all die Tribute, die in all den Jahrzehnten ihr Leben lassen mussten, weine um alle, die in den nächsten Jahren sterben werden. Weine um Camille. Und um mich.


Als ich aufwache steht die Sonne schon hoch am Himmel. Ich muss irgendwann gestern Abend eingeschlafen sein. Ja, ich brauche Schlaf, aber ich wünschte, ich wäre wach geblieben.
Mein Träume waren voller Tränen, voller Blut, überall war Camille. Auf wie viele Arten habe ich sie sterben sehen? Ich werde verrückt. Alles ist unsicher, meine Gedanken, meine Träume, meine Gefühle, alles verwirrt mich. Nur eins ist ganz deutlich. Der Hass
Ich hasse das Kapitol so sehr, die Hungerspiele, einfach alles. Aber es gibt einfach nichts, was ich tun kann. Sie haben sie getötet, und sie werden auch mich umbringen, so wie all die anderen Tribute. Und ich weiß nicht, ob ich überhaupt gewinnen will. Geht das überhaupt? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit für mich zu überleben? Kann ein Tribut überleben, der nicht tötet? Könnte ich jemanden Töten?

Selbst wenn, du hast es versprochen.
Dieses Mal ist es nicht Camille, die zu mir spricht. Es ist die Stimme meiner Schwester. Meiner lieben süßen Schwester.

Sie kommt hinein, in den Raum, in den sie mich gebracht haben. Mein Engel, meine süße kleine Schwester. Tränen in den Augen. Ich nehme sie in den Arm, tröste sie, wische ihr die Tränen vom Gesicht, auch wenn ich selbst nichts lieber täte, als zu weinen. Aber ich darf nicht vor ihr zerbrechen.
„Ich liebe dich meine Kleine.“
„Bitte komm zurück.“
„Ich weiß nicht, ob ich es kann, aber ich werde es versuchen.“
Wir schweigen.
„Werd kein Monster, ja? Bitte, töte sie nicht, verändere dich nicht. Es wird dich nie loslassen.“
„Ich weiß.“
„Versprich es mir.“
„Ich verspreche es.“


Erst jetzt bemerke ich die Weisheit in ihren Worten. Kaum zu glauben, dass sie erst elf ist. Aber sind ihre Forderungen nicht widersprüchlich? Wie soll ich denn gewinnen, wenn ich nicht töte? Kann ich zurückkommen, ohne mir meine Hände schmutzig gemacht zu haben? Hätte ich es dann überhaupt verdient? Aber muss ich es verdienen? Die Spiele sind so absurd. Vielleicht darf ein Tribut auch einfach durch Glück gewinnen.
Ich seufze. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich überlebe ist so klein, ich sollte mir darüber keine Gedanken machen. Auch nicht über mein Gewissen, nicht über das Töten. Das einzige, worauf ich mich konzentrieren sollte, ist zu überleben.


Die Tage ziehen dahin. Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren. Nur noch fünf Tribute sind wir, und ich lebe noch. Ich hätte nie gedacht, so weit zu kommen. Aber ich habe Angst. Ich weiß nicht, was für Fallen die Spielmacher noch haben, habe keine Ahnung, wo die übrigen Karrieros sind. Ich wage es kaum, auf den Sieg zu hoffen. So viel kann noch passieren in den nächsten Tagen.

Aber ich kann mich unendlich glücklich schätzen. An einer Quelle nahe des Baumes kann ich Wasser holen und ich habe genug zu Essen, zum einen die Vorräte, aber auch viele essbare Pflanzen kann ich finden. Wenigstens verhungere ich nicht.
Ich habe beschlossen zu kämpfen. Auch wenn seit Camilles Tod alles schwer scheint, ich versuche, mich nicht runterziehen zu lassen, versuche weiterzuleben, versuche sie zu vergessen, auch wenn letzteres unmöglich ist. Immer noch hörte ich ihre Stimme, lasse mir von ihr Witze erzählen, höre wie sie mich leise in den Schlaf singt. Manchmal vermischt sie sich auch mit anderen, ich höre meine Mutter, die mir Glück wünscht, mein Vater, der mir sagt, wie sehr er mich liebt. Und immer wieder höre ich meine Schwester, die mich ermahnt, ja nichts Falsches zu tun.

Manchmal kann ich die Stimmen noch nicht einmal auseinanderhalten. Aber das ist mir egal. Es reicht mir, dass sie da sind. Auch wenn sie mich verstören, wenn ich mich frage, ob ich nun vollends den Verstand verliere, sie helfen wenigstens ein wenig gegen die Einsamkeit, die mein dauerhafter Begleiter geworden bist.
Aber es ist alles egal. Ich lebe noch


Ein Geräusch, Schritte leise, aber doch deutlich zu hören. Ich stehe in einer Astgabel in ungefähr zwei Metern Höhe, wollte nach Obst Ausschau halten. Erst verfluche ich meine Lage, ich kann mich nicht wirklich bewegen, ohne die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, kann nicht fliehen. Aber vielleicht bin ich sicher, hier oben. Vielleicht bemerkt es mich nicht, was für ein Wesen ich auch immer gehört habe. In der Astgabel bin ich verdeckt vor Blicken aus der Richtung, aus der die Geräusche kommen, und trotzdem kann ich einen Ausschnitt der Lichtung dort sehen. Zur Sicherheit nehme ich trotzdem ein Messer in die Hand, das ich nun immer bei mir trage.

Es ist der Junge aus Zwei. Er ist noch einige Meter von mir entfernt. Wenn er nahe genug kommt, genau unter dem Ast hindurchläuft, neben dem ich stehe, kann ich ihm einfach mein Messer in den Rücken stoßen.
Wie komme ich auf solche Gedanken? Wieso denke ich daran, ihn zu töten? Ich kann’s nicht, dass weiß ich doch sowieso.

Tu es, denk daran, er hat mich getötet. Räche mich.
Camille. Ja, er hat sie umgebracht. Aber habe ich deshalb das Recht ihn zu töten? Schließlich hat sie das Mädchen umgebracht. Rache. Alles nur Rache. Und ich soll nun auch aus Rache handeln?
Tu es, denk an mich. Du willst doch gewinnen.
Nein, werd kein Monster, töte ihn nicht. Lass dich nicht verändern.
Meine Schwester. Was soll ich tun?
Tu es, tu es einfach, vertrau mir – nein
Die Stimmen, sie streiten, kämpfen in meinem Kopf.
Er ist gleich da. Beeile dich. Du hast nur eine Chance. Bitte, für mich.
Es wird dich nie loslassen.

Ich will schreien, will beide verfluchen, will wegrennen vor den Stimmen. Aber ich kann nicht. Ich muss eine Entscheidung treffen. Aber wie? Ich kann Camille rächen, ihr einen letzten Wunsch erfüllen. Ich meine, sie hat so viel für mich getan. Aber dafür müsste ich ein Versprechen brechen. Und meine Schwester könnte es mir nie verzeihen, und ich vermutlich auch nicht.
Aber Camille, ist sie nicht auch wie eine Schwester für mich geworden? Ich weiß es nicht. Ich möchte nicht wählen. Nicht zwischen dem wichtigsten Menschen in meinem Leben und meiner toten Freundin. Ich kann nicht.

Hör auf dein Herz. Du kannst mich nicht mehr retten, aber auch du willst Rache.
Beschmutze deine Seele nicht, das ist es nicht wert, hör auf dein Herz.

Sie scheinen sich einig zu sein. Beide wollen, dass ich meinem Herzen folge. Ich denke nach, horche in mich hinein, und auf einmal weiß ich, was zu tun ist. Und das nicht, weil ich mich entscheiden kann, sondern weil mir eines klar wird.

Ja, wenn ich niemanden töte, habe ich kein Blut an den Händen, aber indirekt sind all die anderen Tribute meinetwegen gestorben. Camille hat das Mädchen getötet, aber nur deswegen konnte ich überleben. Ja, ich bin mitschuldig.

„Was ist das für ein Sieger der seine Verbündeten nicht selbst umbringt.“ Die Worte des Jungen, der nun immer näher kommt, der mich nicht bemerkt. Ja, was wäre ich für ein Sieger? Ein Sieger, der andere töten lässt, andere sterben lässt, nur um am Ende doch für alle Tode verantwortlich zu sein. Vielleicht verliere ich meine Seele, vielleicht werde ich zum Monster, aber das bin ich sowieso schon. Und nicht ich habe mich dazu gemacht, nicht meine Taten, sondern die Arena, die Hungerspiele. Sie verwandeln mich in ein Monster, ob ich töte oder nicht. In dem Moment, in dem ich überlebe, sterben andere für mich. Und ich will überleben.

Und wenn das nur eine Ausrede ist, eine Rechtfertigung für das, was ich tun werde, es ist egal. Ich habe meine Entscheidung getroffen.
Tu es, tu es.
Ich nicke, auf einmal ist es so leicht. Ich habe verloren, ich habe schon längst verloren, kann nicht mehr siegen. Aber ich kann leben, leben für Camille, leben für mich, und auch für meine Schwester. Und das ist alles, was ich will.

Ich stehe nun doch langsam auf, bewege mich in Zeitlupe. Er darf mich ja nicht bemerken.
Der Junge ist nun fast unter meinem Ast. Ich umfasse das Messer fester, mache mich bereit, fixiere seinen Rücken. Und dann springe ich.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine tolle Geschichte. Das Zitat wurde hier sehr gut umgesetzt.

Eure lula-chan
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