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Ein Leben wie dieses ...

von Diamant0
GeschichteDrama / P12
Anne / Natsumi Ginga Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion Seiya Kou / Sailor Star Fighter Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
09.10.2020
13.01.2021
9
13.696
10
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Dieses Kapitel
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13.01.2021 1.699
 
###Mamoru###

Mit Entsetzen musste ich mit ansehen, wie die junge Frau gegen den nächsten Baum geschleudert wurde und ohnmächtig zusammenbrach. Aus medizinischer Sicht würde ich meinen, dass sie sich die Lendenwirbelsäule gebrochen hat. Ich wollte der jungen Frau zu Hilfe eilen, als ich diesen seltsamen Schatten wahrnahm. Schnell ging ich hinter dem nächstbesten Baum in Deckung. Toll, was sollte ich jetzt machen? Reflexartig griff ich in meinen Umhang und zog etwas heraus.

Eine Rose? Was zum Kuckuck sollt ich mit einer Rose anfangen?

Ich wusste mir nicht anders zu helfen, daher schaute ich vorsichtig am Baumstamm vorbei. Dieser komische Schatten – irgendwie kam mir die Aura von diesem Ding bekannt vor – schien immer noch an der Frau interessiert zu sein. Ohne nachzudenken warf ich die Rose genau vor die Frau, die ich schon im Gerichtsgebäude gesehen hatte. Somit war sie erst einmal aus der Schusslinie.

Das darf man echt keinem erzählen, ich jage in einem Smoking und Maske irgendein Schatten hinter und werfe mit Rosen um mich. Ich sollte mir ein Zimmer in der Psychiatrie reservieren. Das ist doch alles nicht mehr normal.

Ein kalter Windhauch zog an mir vorbei. Mein ganzer Körper war in Alarmbereitschaft, als ich das nächste abstruse Szenario erkannte.

Ach du Schreck, jetzt liegt die ganze Aufmerksamkeit dieses komischen Wesens bei mir. Immerhin noch besser, als bei einer hilflosen Frau.

Aber:

Verdammt, was sollte ich den jetzt machen? Ich kann wohl kaum einen Rosenstrauß werfen und dann ist alles wieder in Ordnung. So nach dem Motto Schatz ich habe Rosen mitgebracht.

Bei allen Heiligen, was denkt ich nur für ein Schwachsinn. Denk nach, wenn du weiterleben möchtest. Es muss einen Ausweg geben, den gibt es immer. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich. Wieder nahm ich diese starke Aura wahr. Ich spürte wie eine Wärme meinen Körper flutete und in meinen Handflächen die gesamte Kraft entfaltete. Wie im Trancezustand trat ich hinter den Baum hervor. Kurz sah ich noch einmal zu der jungen Frau. Sie lag immer noch bewusstlos am Boden.

Ich streckte meinen Arm aus, schrie ein paar Wörter und spürte wie eine gewaltige Energie meine Handfläche verlies. Kurz musste ich meine Augen schließen, weil das helle Licht meine Augen blendete.

Ruhe.

Stille.

Ich hörte nichts mehr. Alles um mich herum war still.

Ich rieb mir meine Schläfen, in der Hoffnung, dass dieser verfluchte Kopfschmerz endlich ein Ende hatte. Was nicht wirklich funktionierte. Dieses Pochen nahe den Schläfen wollte nicht aufhören. Tief atmete ich durch.

Ich blickte mich um. Was zum Henker war gerade passiert? Es sah aus, als ob ein Kampf stattgefunden hatte. Ein Busch brannte lichterloh, auch der Boden sah angesenkt aus und ein tiefer Krater – als wäre eine Kanonenkugel eingeschlagen – zierte den Weg. Vor einem Baum lag eine bewusstlose junge Frau.

Schnell rannte ich zu ihr, um ihr zu helfen. Kurz blinzelte ich, als ich die Frau erkannte. Sie war mir heute schon im Gerichtsgebäude begegnet.

Hatte ich diese Erkenntnis nicht schon einmal?

Besser gesagt, sie war der Scheidungstermin nach meiner Scheidung. Wie hieß sie noch mal? Kou, glaube ich. Mein Herz sagte mir, dass dieser Name überhaupt nicht zu ihr passte. Im Allgemeinen rief dieser Name Unbehagen, Zweifel, Misstrauen und Rivalität in mir hervor. Warum nur?

Mein Blick blieb an einer Rose hängen. Diese lag genau vor der jungen Frau, als wollte diese sie beschützen.

Welcher Depp würde schon mit Rosen um sich schmeißen um eine Frau zu beschützen. Das ergibt doch alles keinen Sinn. Ich kenne keinen Verbrecher, oder besser gesagt noch nicht mal ein Kind, das schreiend vor einer Rose wegläuft. Dazu sind diese Blumen viel zu schön, gerade diese Sorte ist eine besondere. Dieses tiefe Rot…

Um Himmelswillen, jetzt philosophiere ich wegen einer Rose vor mir her. Chiba, du bist krank im Kopf. Du warst definitiv viel zu lange mit Anne zusammen.

Was für ein Müll denke ich gerade? Die Frau vor mir braucht dringend Hilfe und was machen ich? Ich versuche das ganze Paradoxon zu analysieren, anstatt zu helfen. Ein Klasse Arzt bist du Chiba.

Ich schüttelte meinen Kopf. Dieses Pochen sollte endlich aufhören.

Ich hatte mich so auf diesen Tag gefreut. Ich war endgültig den Fängen von Annes Familie entkommen. Ihr Vater hatte das zeitliche Gesegnet und konnte somit nicht mehr mein Leben bestimmen. Ich war geschieden, dass hieß diese Furie war ich auch endlich los.

Ich war frei. Etwas was ich noch nie war. Endlich konnte mein Leben beginnen.

Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Tag, der mir so viel bedeutete, mich so überfordern würde. Ich wollte doch nur meine Scheidung durchziehen. Was ist jetzt?

Genau, dass ist hier die Frage, was ist passiert? Ich drehe durch.

Halt!

Stopp!

Die Frau braucht immer noch Hilfe und das sofort. Ich schob meine wilden Gedankengänge beiseite.

Erst einmal musste der Frau geholfen werden. Ich kniete mich neben die Frau betrachtete ihre Verletzungen. Ihr gesamter Rücken war voller Blut, daher ging ich davon aus, dass sie gegen den Baum geschleudert wurde, da ich dort tiefe und flache Schürfwunden erkennen konnte. Ihre Stirn zierte zwischen den Augen eine große Platzwunde. Kurz hielt ich meine Hand vor ihre Nase, einen flachen warmen Atemzug konnte ich spüren. Immerhin lebt sie noch. Mit meiner Hand wollte ich ihr Handgelenk umfassen, um ihren Puls zu fühlen. Als meine Fingerspitzen ihre Haut berührten fühlte es sich so an, als wäre ein Blitzschlag durch unsere Körper gezogen. Dieser war nicht unangenehm, trotzdem war ich verwirrt. Daher nahm ich schnell meine Hand weg. Verwundert sah ich auf die Frau vor mir. Mit meinem sauberen Taschentuch versuchte ich ihr das Blut aus dem Gesicht zu wischen. Doch es passierte wieder das Gleiche wie vorher.

Ich atmete tief durch, so kann ich ihr doch nicht helfen, wenn ich sie noch nicht einmal berühren konnte und ohne meinen Arzt-Koffer war ich bei ihren Verletzungen aufgeschmissen. Wozu sollte ich meinen Arzt-Koffer brauchen? Ich kann sie noch immer nicht anfassen. Immer bekomme ich einen ‚Stromschlag‘.

Verzweifelt schüttelte ich meinen Kopf. Heiliger Buddha, dass darf doch alles nicht wahr sein, wie soll ich die Erstversorgung sicherstellen?

Schnell holte ich mein Handy aus meiner Hosentasche und wählte den Notruf. Als ich alle relevanten Daten durchgeben wollte geschah etwas Seltsamen.

>Leg das Handy weg. Du kannst ihr auch so helfen<

Genervt drehte ich mich um konnte aber keine Menschenseele, geschweige denn ein Tier sehen.

>Du kannst mich nicht sehen<

‚Aber hören, das ist gar nicht möglich.‘

>Und doch hörst du mich<

Gereizt stöhnte ich auf. ‚Wer bist du?‘

>Alles zu seiner Zeit<

‚Bei allen Heiligen, ich bin bekloppt. Jetzt rede ich mit Mister Hyde.‘

>Dann bis du Doktor Jekyll. Hör jetzt endlich zu. Sonst hast du deine Zukunft verspielt. <

‚Das ist überhaupt nicht möglich, außer ich leide unter Halluzinationen‘

>Hör auf alles zu analysieren. Das hilft ihr nicht weiter<

Vielleicht weiß mein Kopfbewohner einen Rat. ‚Was soll ich deiner Meinung nach machen‘ Ich bin verrückt, ich spreche mit mir selber.

>Das machen, was ich dir sage<

‚Na gut, wenn du meinst. Was soll ich machen?‘ Seufzte ich ergeben auf.

Die Welt wird immer verrückter.

Oder ich? Keine Ahnung.

Jedenfalls machte ich das was Mister Hyde wollte.

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„Verzeiht, dass ich Euch nicht erkannt habe, Prinzessin. Ihr Haar hat vorhin Ihr Mal verdeckt.“

Eine verlegene Röte zierte ihr wunderschönes Gesicht, als sie ihren Blick senkte. „Dann müsst Ihr mir ebenfalls verzeihen, da auch ich Euch nicht erkannt habe. Bereut Ihr unser Aufeinandertreffen?“ Erklang ihre Stimme leise.

Was? Wie kam sie zu dieser Annahme? Nicht eine Sekunde möchte ich missen, die wir miteinander verbracht haben. Ich legte meine Hand sanft auf ihre Wange und ließ diese zu ihrem Kinn hinuntergleiten. Bei ihrem Kinn angekommen nahm ich dieses zwischen Daumen und Zeigefinger und drückte sanft ihren Kopf nach oben, so dass sie mir in die Augen sehen musste.

Als sie mein Vorhaben durchschaut hatte schloss sie ihre wunderschönen Augen. „Siehe mich an, bitte“, kam es leise über meine Lippen. Schon sah ich, wie ihre Lider anfingen zu flattern und langsam öffneten sich ihre Augen. Diese himmelblauen Augen, die mich an einen wolkenfreien Sommertag erinnerten, blickten mich unsicher an. Ich spürte, dass diese Augen mein Verderben sein werden. Doch ich konnte nicht anders. „Ich bereue es nicht, dass ich meine Eltern zu diesem Empfang begleitet habe. Obwohl es eher ein Befehl seitens meines Vaters war. Ich bereue nicht, meine Leibwache abgehängt und somit dich im Rosengarten getroffen habe. Ich bereue keine Sekunde, die wir miteinander verbringen. Ich bereue es nur, dass du mich angeflunkert hast, Prinzessin.“

Erschrocken weitetes sich ihre himmelblauen Augen und wurden eine Nuance dunkler. „Das habe ich nicht ge-“

Ich musste schmunzeln, „Doch hast du. Du hast gesagt, dass du nicht Tanzen kannst.“ Kaum hatte ich den Satz zu ende gesprochen schlug sie mir empört auf die Brust.

„Normalerweise stolpere ich immer über meine eigenen Füße, oder mein Kleid.“ Sie schenkte mir ein Lächeln, welches mein Herz dazu veranlasste, einen Schlag auszusetzten und um dann in doppelter Geschwindigkeit weiter zuschlagen. „Mit dir war es so einfach. Ich habe mich nur treiben und von dich führen lassen.“

Meine Finger ließen ihr Kinn frei. Gleichzeitig nahm ich ihr engelshafte Gesicht in meine Hände. Ich konnte meine Augen nicht von ihren lassen. Langsam senkte ich meinen Kopf. Mit geweiteten Augen sah sie mich an. Unsicher suchten ihre Hände halt an meinen Schultern. „Dankeschön.“

Verwundert sah ich sie an. „Wofür?“

Ihre Augen leuchteten mit den Sternen um die Wette. Langsam ließ sie ihre Hände von meinen Schultern gleiten. Hauchzart streifte sie meine Arme. An meinen Händen angekommen legte sie ihre sanft auf meine. „Dafür, dass dieser Abend doch nicht langweilig ist. Für deine Gesellschaft. Für den Tanz. Aber vor allem für deine lieben Worte.“

Ich konnte meine Augen nicht von ihrem Mund abwenden, als sie sprach. Langsam bewegte sich mein Kopf ihren entgegen. „Dasselbe kann ich nur zurückgeben.“ Langsam spürte ich ihren warmen Atem an meinen Lippen. Ich sah noch einmal in ihre Augen. Doch der Blick in diese wurde mir von ihr verwehrt, da sie ihre Lider geschlossen hatte. Sie löste ihre Hände von meinen. Schüchtern strich sie meine Wangen und stellte sich auf ihre Zehenspitzen. Genüsslich schloss ich meine Augen.
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