Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

What if...

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Anthony J. Crowley Erziraphael
09.10.2020
09.11.2020
8
15.917
7
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
27.10.2020 2.970
 
Guten Abend ihr Lieben,
heute geht's also weiter. So langsam wird's heiß :) Ich freue mich, wie immer, über eure Rückmeldung. Das ist ganz nebenbei mein erster Exkurs in diese Gefilde, also brenne ich geradezu auf eure Eindrücke.
Lasst es euch gut gehen
Kitty


Teil 5


Als sie kurze Zeit später vor der Wohnung Crowleys ankamen, hatte dieser noch immer nicht gänzlich den Zustand des Schocks überwunden. Dieser sorgte zwar einerseits dazu, dass er gerade höchstens reagierte, anstatt zu agieren, aber das hielt ihn auch davon ab, einen Rückzieher zu machen, den er vermutlich angetreten hätte, wenn er denn Herr seiner Sinne gewesen wäre.

Crowley führte Arziraphale an der Hand zu seiner Wohnung, öffnete die Tür mit einem lässigen Schnipsen (und ganz nebenbei stellte dieses Wunder auch gleich die Ordnung im Inneren wieder her) und ließ seinen Gast schließlich zuerst eintreten. Dieser entledigte sich, wie selbstverständlich, im Eingangsbereich seines Mantels, hängte ihn sorgsam an der Garderobe auf und stellte seine lederne Reisetasche daneben ab.

Dann klatschte er geschäftig in die Hände und ergriff das Wort. „Nun denn, Crowley, wie wäre es mit einer kurzen Tour? Ich kenne die meisten Räumlichkeiten deiner Wohnung noch gar nicht.“ Crowley stand mit offenem Mund in seinem eigenen Flur und sah den Engel, der sich so völlig anders verhielt, ungläubig an, bewegte sich aber keinen Zentimeter. Dies musste für einen längeren Moment so geblieben sein, denn irgendwann trat der Engel auf ihn zu, führte den Zeigefinger unter das Kinn des Dämons und klappte den offen stehenden Kiefer zu, das Amüsement strahlte nur so in seinem Gesicht.  Dies schien wieder Leben in den Körper vor ihm zu bringen. „Nrg, em natürlich Engel. Komm mit, ich zeige dir alles.“ Er wollte sich bereits in Bewegung setzen, da spürte er die warme Hand des Engels, die sich um seine schloss. So gingen sie nach und nach die einzelnen Räume durch, Crowley erzählte belanglose Dinge, die man sich ohne Weiteres hätte selbst erschließen können, nur um irgendetwas zu sagen und der Engel antwortete mit einer Begeisterung, die Crowley zur Weißglut getrieben hätte, wenn es nicht der Engel gewesen wäre, dem er diese Begeisterung tatsächlich abkaufen konnte. Der erste Raum, in dem sie ein wenig länger verweilten, war der, in dem Crowley seine Pflanzen unterhielt. Arziraphale hatte seine Schritte völlig eingestellt und stand nun mitten in dieser grünen Oase. „Es ist wunderschön, Liebster. Es muss sehr viel Arbeit gewesen sein, diese Pflanzen zu einem derart üppigen Wachstum zu bringen.“, er wurde durch peinlich berührtes Murmeln unterbrochen, welches er aber unkommentiert ließ, da eine besondere Pflanze seine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hatte. Crowley war recht zufrieden damit, dem Engel nicht ausführlicher erklären zu müssen, wie er seine Pflanzen davon ‚überzeugte‘ ja keine Enttäuschung zu sein. „Oh Crowley, diese Pflanze habe ich seit unseren Tagen in Eden nicht mehr gesehen. Ich wusste nicht, dass sie den Weg in die neue Welt geschafft hat. Ich fand sie immer besonders schön.“ Der Engel war an eine besonders ausladend blühende Pflanze getreten und roch gerade verträumt an einer der großen, rosafarbenen Blüten. „Em, das hatte sie auch nicht.“, Crowley fühlte das Blut in seine Wangen schießen. „Wie kommt sie dann hierher, Liebster?“ „Nun ja, ich habe ein paar Samen mitgehen lassen damals und habe sie vielleicht magisch ein wenig konserviert.“ „Aber warum gerade diese Pflanze? Ich hatte nie das Gefühl, dass du, mit Ausnahme des Apfelbaums natürlich, Präferenzen innerhalb der Flora Edens hattest.“

„Ichhabesiefürdichmitgenommen.Siegefieldirsogut.“, es war so schnell gesagt, dass der Engel keine Chance hatte. „Hm? Kannst du das bitte wiederholen?“ Crowley schloss die Augen, massierte seine Nasenwurzel und setzte erneut an. „Ich habe sie für dich mitgenommen. Sie gefiel dir so gut, Engel.“ Ein tiefes Durchatmen. „Ich habe dich eines Morgens beobachtet, wie du sie dir angesehen hast und daran gerochen hast und du sahst so zufrieden aus. Da habe ich ein paar Samen eingesteckt.“ Und als er die Augen wieder öffnete, strahlte der Engel noch ein wenig mehr als sonst. Er kam näher und küsste Crowley. Eine Hand fuhr sanft an der Wange entlang, die andere ließ die Hand des Dämons los, nur um auf dessen Hüfte zum Liegen zu kommen. Diesmal brauchte Crowley nicht so lang, um zu sich zu finden, sondern stimmte schneller mit ein. Er zog den Engel näher an sich ran und es fühlte sich fast ein wenig an, als stünden sie wieder unter dem Blätterdach Edens. Nur das Fühlen, Genießen, Küssen war neu.



„Engel, was wird das hier?“, schaltete sich irgendwann das Hirn des Dämons kurzzeitig wieder sein. „Crowley, was soll das hier schon werden? Ich möchte dich küssen und das tue ich jetzt auch.“ „Das ist mir schon klar, aber wie soll das weiter gehen? Wie stellst du dir das vor? Woher kommt diese plötzliche Offensive? Also, versteh‘ mich nicht falsch. Ich bin der Letzte, der das hier gerade nicht genießt, aber es irritiert mich schon ein wenig. Sechstausend Jahre hältst du mich auf Abstand und nun das.“ „Mein Liebster, ich hatte im Zug einige Zeit zum Nachdenken. Ich habe dich am Bahnsteig stehen sehen, als der Zug abfuhr“, ach verdammt, der Engel hatte es doch gesehen, „und ich denke, dass ich nicht länger so tun möchte, als wärest du mir nicht wichtig. Ich meine, wir sind nicht länger im Dienst und so dürfte auch niemand mehr ein ernsthaftes Problem damit haben, wenn wir nicht nur Freunde sind. Es gibt keinen Grund mehr, nicht das zu tun, was wir beide wollen.“, er schaute Crowley nicht mehr länger an, so weit ging sein plötzlicher Ausbruch mutigen Verhaltens dann wohl doch nicht, „Ich meine natürlich nur, wenn du das auch möchtest.“ „Wenn ich das möchte, dass ich nicht lache.“, die Stimme des Dämons war fast etwas laut für dieses leise Thema, „Ich will seit mindestens fünftausend Jahren nichts so sehr, wie das hier. Also, komm‘ mir jetzt ja nicht so. Dir ist bewusst, dass ich dich nicht mehr gehen lasse, wenn du das hier jetzt nicht beendest, oder Engel?“, und damit war für Arziraphale offensichtlich alles Wichtige gesagt, denn er nahm seine Arbeit an den Lippen Crowleys mit einer Hingabe wieder auf, die seinesgleichen suchte.

Schwankend nahmen die Beiden ihren Weg durch die Wohnung Crowleys wieder auf, nicht dass Arziraphale irgendetwas von der Umgebung wahrgenommen hätte. Irgendwann befand er sich an einen Türrahmen gedrückt wieder. Der schlanke Körper des Dämons war in voller Länge gegen den seinen gepresst und dieser hatte es sich offensichtlich zum Ziel gemacht ihn in die Besinnungslosigkeit zu küssen.

Grinsend zog Arziraphale in einem Moment der Unachtsamkeit Crowleys seinen Kopf ein wenig zurück und sah sich unmittelbar danach mit einem recht irritiert dreinschauenden Dämon konfrontiert, der offensichtlich die Lippen suchte, die er nur Momente zuvor noch recht innig geküsst hatte. Es war ein Anblick für die Götter. „Was ist denn los, Engel?“ „Garnichts, mein Liebster. Ich fühlte mich gerade nur ein wenig an unser Aufeinandertreffen im ehemaligen Kloster erinnert. Da warst du mir ähnlich nah. Oh Göttin, wie nah du mir warst. Deine Nasenspitze berührte die meine quasi. Und ich hätte beinahe meinen Heiligenschein dafür gegeben, nur dafür, dass du mich küsst. Es fiel mir so schwer nicht selbst die wenigen Zentimeter zu überbrücken. Ich konnte deinen heißen Atem auf meinen Lippen spüren. Du ahnst ja gar nicht, wie verlockend du in diesem Moment gewirkt hast, ohne es darauf anzulegen.“, Arziraphale wurde bei diesem Geständnis ein wenig leiser. Doch er hätte Crowley kaum glücklicher machen können. Und der Dämon, der er war, wurde durch diese Worte mehr als nur ein wenig gereizt. Der konnte nicht anders, als sich ein wenig fester an den weichen und gleichsam starken Körper vor ihm zu pressen. „Was genau wolltest du, dass ich es tue, Engel?“, fragte er fürchterlich selbstgefällig, auch wenn seine Stimme so sehr belegt war, dass klar war, dass ihn das Ganze nicht kalt ließ. „Ich wünschte mir, dass du mich an dich heranziehst. Du hattest mich eh schon an Kragen gepackt. Es wäre ein Leichtes gewesen, mich zu dir zu holen.“ „So in etwa?“, für jemanden, der den Dämon nicht so gut kannte wie Arziraphale hätte es eine Drohung sein können. Der Kragen des Engels wurde um die Hand des Dämons geschlungen und der Kopf ruckartig ein Stück nach vorne gezogen. „Hmm, ja, das trifft es ganz gut.“ „Und dann?“, versuchte sich Crowley an einer unschuldigen Frage. Aber er hatte die Rechnung ohne den Engel gemacht, der offensichtlich plötzlich alles nachholen wollte, was er über die Jahre nicht getan hatte. Wo auch immer der Mut so unerwartet herkam, er nutzte ihn. Und nun war er es, der den Dämon sprachlos machte. „Dann, mein Liebster, hätte ich dich küssen wollen und ich hätte meine Hände auf Wanderschaft geschickt. Du weißt, wie sehr ich schöne Dinge schätze.“, und es geschah wie gesagt. Arziraphale eroberte die Lippen vor ihm und begann seine Hände an den schmalen Flanken des Dämons entlangzufahren. Ein Schaudern des dämonischen Körpers war die Antwort. Die Hände kamen an der Kehrseite Crowleys an und Arziraphale nutzte diese Möglichkeit, um den Dämon noch näher an sich zu ziehen. Crowley spürte die Härte am Körper des Engels, die der Seinen recht ähnlich war und er meinte, dass das, mit allem, was es bedeutete, wohl seine Form des Himmels sein musste. Und wenn das das war, was ihm nun geschenkt wurde, dann hatte sich der Fall alleine dafür gelohnt.



Irgendwie hatten sie es geschafft, den Weg ins Schlafzimmer blind und wankend zu überbrücken, denn keiner der Beiden sah sich im Stande, das was sie begonnen hatten, auch nur für den Bruchteil einer Sekunde zu unterbrechen. Und so fanden sie sich schließlich vor dem großen dunklen Bett wieder. Bereits auf dem Weg ins Schlafzimmer hatten sie begonnen sich nach und nach aus den einzelnen Schichten ihrer Kleidung zu befreien. Zunächst waren der Gehrock des Engels und die Jacke des Dämons gefallen. Beides war in gewisser Hast geschehen, denn offensichtlich hatten es beide Parteien plötzlich doch recht eilig. Die Zeit des Wartens forderte nun doch sehr plötzlich seinen Tribut. Achtlos fiel beides auf den Boden. Sobald die Hände aus den Ärmeln der Jacken befreit waren, nahmen sie ihre Erkundungen auf dem Körper des Anderen automatisch wieder auf. Crowley merkte, wie eine Hand sich um seine Taille schloss und ihn noch ein wenig näher zog. Die andere Hand wanderte ihn seinen Nacken. Der Dämon lächelte in den Kuss hinein - so fordernd hätte er den Engel definitiv nicht eingeschätzt. Keiner von Beiden hätte sagen können, wie lange sie dort im Schlafzimmer des Dämons standen und nachholten, was Beide bereits Jahrtausende lang hatten tun wollen.

Plötzlich wurde sich Crowley der Situation, in die er geradezu hereingerutscht war, bewusst. Er stand, mit dem Engel, seinem Engel, in seinen Armen, küssend in seinem Schlafzimmer. Das Wesen, welches er begehrte, beinahe seit ihrem ersten Treffen, küsste ihn, offensichtlich genießend. Er öffnete die Augen und das, was er sah, nahm ihm geradezu den Atem, was ihn zugegebener Maßen nicht wirklich störte. Aber er sah sich gezwungen in seiner Handlung kurz inne zu halten und das zu beobachten, zu verstehen, zu verinnerlichen, was sich im dort gerade bot. Der Engel vor ihm, nah an ihn gedrückt, strahlte mit einer solchen Stärke, wie er es noch nie zuvor gesehen hatte. Klar war, dass dem himmlischen Wesen immer ein gewisser Glanz anhaftete. Es lag einfach in seiner Natur, aber dies, was hier nun von dem Wesen ausging, war mit nichts vergleichbar, was Crowley jemals gesehen hatte. Dann öffneten sich die blauen Augen und sahen ihn abwartend an. Die Lippen zierte ein feines Lächeln, kleine Lachfältchen umschlossen die Augen. „Du bist so wunderschön“, flüstere Crowley und stockte sofort, als er verstand, was seinem Mund da gerade entkommen war. Er schlug die Augen nieder, denn solche Gefühlsregungen waren ihm unangenehm, er war immerhin ein Dämon. Da fühlte er zwei Hände, die sein Gesicht sanft umfassten und es zurück auf die Höhe schoben, die es ermöglichte, dem Engel wieder in die Augen zu sehen. Darin war nicht zu erkennen außer Wärme und egal, welche Sorgen Crowley kurzzeitig geplagt hatten, sie wurden weggefegt durch die Worte des Engels. „Dieses Kompliment kann ich nur zurückgeben. Das ist nämlich ein wahrlich schöner Anblick. Ich glaube, ich habe dich noch nie so zufrieden gesehen, Liebster.“, seine Stimme war Ernst, aber sein Blick verriet ihn und dann zog er den Dämon vor ihm in einen weiteren Kuss.

Schließlich bemerkte Crowley, dass wieder mehr Bewegung in die himmlischen Hände kam, denn diese begannen nun langsam, aber sicher die Köpfe des dunklen Hemdes, welches den dämonischen Körper eng umschloss zu öffnen. Crowley zeugte dem Engel innerlich Respekt, denn er zeigte sich überaus geschickt dabei, blind und damit beschäftigt, die Lippen des Dämons zu küssen, die Knöpfe zielsicher aus den Knopflöchern zu schälen. Und wenn der Engel dies mit so viel Freude tat, hätte er vermutlich auch nichts dagegen einzuwenden, wenn er diesen Gefallen erwidern würde. Und so machten sich auch dämonische Finger auf den Weg und bahnten sich eben diesen zunächst durch die Knopfleiste an der hellen Weste, nur um diese dann über die Schultern des Engels zu streifen und ebenso auf den Boden fallen zu lassen, wie zuvor den Gehrock. Währenddessen kam Crowley nicht umhin kurz darüber zu schmunzeln, dass Arziraphale es zuließ, dass seine so pfleglich behandelte Garderobe diese Behandlung empfing.

Dann machten sich Crowleys Hände daran auch die nächste Schicht von dem himmlischen Körper zu trennen und wenig später musste der Dämon erneut innehalten und den neuen Anblick auskosten. Vor ihm stand der Engel, jetzt mit entblößtem Oberkörper, und er hatte das Bedürfnis seine Aussagen von vorhin erneut anzupassen. Denn wenn ihn das Bild zuvor schon verzaubert hatte, so war er gefühlt nun der Entkörperung nahe. Er konnte nicht anders und musste diesen Körper vor ihm berühren. Er ließ seine flache Hand über die Brust des Engels gleiten. Dieser Körper war, auch wenn er Weichheit ausstrahlte, definitiv eines ehemaligen Kämpfers würdig. Unter der weichen Hülle konnte Crowley die Stärke spüren. Er fuhr mit den Fingerspitzen federleicht über die helle Haut und hinterließ eine Gänsehaut. Arziraphale entkam ein leises Stöhnen. Dies ließ den dämonischen Instinkt kurz die Oberhand gewinnen. „Was ist denn los, Engel?“, schnarrte der Dämon in die Stille, „gefällt dir das etwa?“, er ließ seine Finger erneut über die helle Haut gleiten und wurde wieder mit einer zarten Gänsehaut und einem leichten Aufbäumen der Brust vor ihm belohnt. „Natürlich tut es das, Liebster.“, mit diesen Worten setzte Arziraphale seine Tätigkeit am Hemd des Dämons fort und befreite schließlich auch dessen Oberkörper aus dem dunklen Hemd. Lächelnd ließ er seinen Blick über die Brust des Dämons gleiten und war offensichtlich sehr zufrieden mit seinem Werk. Dann nahm er Crowley bei der Hand und ging mit ihm auf das dunkle Bett zu, um sich schließlich mit ihm zusammen auf diesem niederzulassen.

Weitere Küsse wurden ausgetauscht und mit jeder Minute wurden diese fordernder. Waren die Berührungen in bekleidetem Zustand schon berauschend gewesen, hinterließen sie nun kleine Feuer auf der nackten Haut. Gerade bahnte sich der dämonische Mund seinen Weg über den Hals des Engels und hinterließ eine Spur aus Küssen. Am Schlüsselbein angekommen, entlockte das leichte Kratzen der spitzen Zähne dem Engel ein weiteres heißeres Stöhnen und die Hände des Blonden krallten sich besitzergreifend in die Kehrseite des Dämons. Dann spürte Crowley die himmlische Stärke erneut, denn der Engel zog ihn mühelos näher an sich heran und so kam Crowley halb auf und halb neben dem himmlischen Körper zum Liegen.

Crowley nahm die Erkundung des Körpers unter ihm wieder auf und strich über die helle Brust, hinunter zum Rippenbogen und umkreiste den Bauchnabel.

Langsam glitt die Hand weiter hinunter zum Bund der hellen Hose. „Darf ich?“, versicherte er sich. „Aber natürlich, Liebster.“, hauchte der Engel leicht atemlos und mit geröteten Wangen. Und so machten sich die Hände daran die Hose zu öffnen.

Arziraphale lag völlig still und beobachtete atemlos, beinahe ehrfürchtig, den Dämon, der über ihn gebeugt war. Das Stillliegen schien ihm ein hohes Maß an Selbstbeherrschung abzuverlangen, denn seine Hände waren in den dunklen Laken vergraben und hielten diese eisern fest. Erst als er den Dämon leise „Engel“ sagen hörte, wagte er wieder sich zu bewegen und er half diesem ihn aus der hellen Hose zu befreien. Beinahe erlösend wirkte die plötzlich kühle Luft an der erhitzten Haut des Engels. Crowley konnte sich ein siegessicheres Grinsen in diesem Moment nicht verkneifen. „Tartan, Engel, wirklich?“, er ließ eine seiner Augenbrauen auf und ab hüpfen. Der Engel sah kurz an sich hinunter und erwiderte ebenso grinsend, „Ich habe eben einen erlesenen Geschmack.“ „Hm, Tartan war vor 150 Jahren unheimlich en vogue, Engel.“, neckte Crowley weiter.

Weiter kam er nicht, denn er hatte die Rechnung ohne die Stärke und die Entschlossenheit des Engels gemacht, denn dieser wirbelte im Bruchteil einer Sekunde mit dem Dämon in seinen Armen herum und Crowley fand sich plötzlich von dem Körper des Engels auf der Matratze festgesetzt. Die starken Arme fanden sich links und rechts neben seinem Kopf und die Lippen Arziraphales waren nur Zentimeter von seinen entfernt. „Wage es ja nicht, Dämon. Wenn du meinen Geschmack an meiner Kleidung in Frage stellst, stellst du auch die Wahl meines Partners in Frage.“, grinste der Engel. „Und das kann ich unter keinen Umständen dulden.“, sprach er, während er anfing nun seinerseits eine Spur aus Küssen auf die erhitzte Haut unter ihm zu platzieren. „Schau“ -Kuss- „dich“ -Kuss- „doch“ -Kuss- „nur“ -Kuss- „an.“ Kuss „Etwas Schöneres habe ich noch nie gesehen.“ -Kuss- „Und nun möchte ich dir diese Kleidung ausziehen, du trägst definitiv zu viel davon.“

Und dann machte sich der Engel mit der gleichen Leidenschaft, mit der er alles betraut, was ihm wertvoll erscheint, daran, den Dämon nahezu meditativ aus der übrig gebliebenen Kleidung zu schälen. Crowley blieb nichts anderes übrig, als, einem Weihnachtsgeschenk gleich, darauf zu warten, dass Arziraphale sein Werk vollendete. Nicht, dass es ihn auch nur ansatzweise gestört hätte…
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast