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Kleine Lilie

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Itachi Uchiha OC (Own Character)
09.10.2020
23.02.2021
18
27.800
7
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Dieses Kapitel
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23.02.2021 1.538
 
Die junge Kunoichi folgt dem Uchiha durch den Gang. Er bringt sie zu ihrem Zimmer und öffnet ihr die Tür für sie.
Sayuri geht durch die Tür hindurch und sieht zu Itachi, welcher vor der Tür stehen bleibt. Ihre Augen wandern durch das Zimmer, dann dreht sie sich zu wieder Itachi zu und schaut diesen an. „Es ist seltsam, wie oft sich unsere Wege kreuzen! Jetzt sind wir sogar beide Mitglieder von Akatsuki!“
„Du bist noch kein Mitglied! Erst wenn Pain es offiziell macht! Was für dich bedeutet gegen einen von uns zu kämpfen! Vor allem geht es darum, einen Kampf zu überleben!“, antwortet Itachi kalt. Er lehnt sich an den Türrahmen und verschränkt seine Arme.
Sayuri wendet den Blick ab, damit Itachi die Traurigkeit in ihren Augen nicht bemerkt. Der vermeintliche Tod ihrer Schwester Sakura, nagt immer noch an ihrem Gewissen. „Mittlerweile ist es egal ob ich überlebe oder sterbe! Immerhin kann ich meine Handlungen nicht ungeschehen machen.“
„Wie meinst du das?“, fragt monoton Itachi nach. Er legt seinen Kopf leicht schief und sieht sie genauer an. Doch sie dreht sich weg von ihm. Der Schwarzhaarige bemerkt gleich, dass etwas nicht stimmt. Er kann es deutlich an ihrer Stimme hören.

„Ich bin mir nicht sicher. Aber ich glaube Sakura hat den Angriff in Konoha nicht überlebt!“, sagt sie leise und setzt sich auf das Bett, welches im Zimmer neben der Wand steht. Dem Rest des Zimmers schenkt sie derzeit keine Aufmerksamkeit, denn ihre Gedanken kreisen weiterhin nur um Sakura. Langsam wandern Sayuris Augen zu Itachi, welcher hinter sich die Tür schließt. Er geht auf die gegenüberliegende Seite und lehnt sich dort an die Mauer an. Doch aus seinen Mund kommen keine Worte.
Der Blick von Sayuri ist auf den kahlen, grauen Boden gerichtet. Sie stützt ihren Kopf, mit ihren Händen, auf den Knien ab. Ihre Haare fallen vor ihr Gesicht und verdecken so die Traurigkeit in ihren Augen.

„Ich wollte in diesem Moment einfach nicht sterben! Ich habe Feuer eingesetzt um fliehen zu können. Deshalb glaube ich das Sakura nicht mehr am Leben ist. Es war so gewaltig und für einen Moment habe ich die Kontrolle verloren. Dieser Moment hat ihr wahrscheinlich das Leben gekostet!“,  sagt sie mit zittriger Stimme. Sayuri atmet tief durch und hebt ihren Kopf an.  Dabei fällt ihre die Körpersprache des Uchihas auf. Ihre Augen mustern Itachi von oben bis unten. Er wirkt anders als sonst. Nicht so kalt und desinteressiert. Fast schon besorgt.
„Ich weiß! Ich habe es gesehen!“, sagt Itachi mit ruhiger Tonlage.  
"Doch du würdest es spüren, wenn sie Tod wäre!“  
„Ich glaube nicht! Wir sind ja nicht einmal verwandt!“. Sayuri wendet ihren Blick von ihm ab, während sie sich auf dem Bett von ihm wegdreht. Sie will nicht, dass er die Tränen in ihren Augen bemerkt.  
„Es geht nicht darum, ob ihr mit einander Verwandt seid. Es geht um die Bindung, die ihr gemeinsam habt!“ , spricht Itachi ruhig weiter.

Mit ihren Handrücken wischt sie sich über die Wange, um die Tränen zu verbergen. Sie schüttelt den Kopf und der Ausdruck in ihren Augen wird starr.
> Selbst wenn es so ist. Ich kann es nun nicht mehr ändern! Ich muss lernen damit zu leben und Verantwortung für meine Taten übernehmen.<  
Sayuri hebt den Kopf an und ihre Augen verfolgen  wie Itachi sich wortlos neben ihr auf das Bett setzt.
Eine Weile sitzen beide stumm  nebeneinander auf dem Bett, bis sich Sayuri entschließt ihn eine Frage zu stellen.
„Itachi? Wie kann ich mit dieser Schuld leben?“
Der Uchiha legt seine Stirn in Falten. Über diese Frage ist er sichtlich verwundert. „Wieso fragst du mich das?“  
„Du hast doch auch Personen die dir nahe standen getötet! Wie kannst du nur mit dieser Schuld leben?“
Die Mimik in Itachis Gesicht wird wieder ernst und kälter „Du gehst blind durch die Welt und erkennst die Wahrheit nicht!“  
„Ich verstehe nicht! Was meinst du damit?“ Die junge Frau ist sichtlich verirrt über die Aussage des Sharinganträgers und runzelt die Stirn.
Der Uchiha seufzt hörbar und erhebt sich von dem Bett. Er schüttelt den Kopf und geht Richtung Tür.  Die schwarzhaarige kann die Verhaltensänderung des Uchihas nicht nachvollziehen. Ohne nachzudenken steht sie auf und geht schnell zu ihm.
„Warte!“, ruft sie ihm hinter her. Sayuri steht hinter seinem Rücken und hält ihm an seinem Mantel fest. Im ersten Moment weiß sie gar nicht, warum sie so gehandelt hat und sie senkt ihren Blick. Ihr wird langsam bewusst, dass dies der letzte Tag sein könnte. Sie beißt sich auf die Unterlippe und hält Itachis Mantel weiterhin fest in den Händen.
„Wusstest du eigentlich, dass ich als Kind immer zu dir aufgeschaut habe? Ich habe dich immer für deine Stärke und dein Talent bewundert! Du warst anders als die andern in deinem Alter. Vor allem warst du der einzige der mit mir befreundet sein wollte. Für diese Zeit bin ich dir sehr dankbar." Ein rosa Schimmer ziert ihre Wangen, als die Worte ihren Mund verlassen.
Der Uchiha, welcher gerade gehen wollte, dreht sich zu Sayuri um. In seinem Gesicht zeigt sich keine Regung. Er schaut nur  auf ihre Hand, welche seinen Mantel festhält.  
„Ich hab dich wirklich sehr gemocht und ich mag dich immer noch! “, haucht sie leise.
>Ich wollte dir das nur noch sagen, falls ich morgen sterben sollte<
Ihre Gedankengänge werden unterbrochen, als er ihre Hand von seinem Mantel löst. Für einen kurzen Moment hält er ihre zerbrechlich, zarte Hand in seinen Händen. Doch als sich die Blicke beider treffen, lässt er sofort los und wendet sich von ihr ab.
„Sayuri! Lass es gut sein Ruh dich aus, denn du wirst deine Kräfte brauchen. Es könnte sein das du gegen mich kämpfen wirst!“.  Die Stimme des Uchihas wirkt bedrohlich ernst und auch sein Sharingan zeigt sich für einen Augenblick. Der jungen Kunoichi schaudert es  und sie weicht einen Schritt zurück.
>Das wäre mein Tod, wenn ich gegen ihn kämpfen müsste<  
Allein der Gedanke lässt ihr Blut zu Eis gefrieren. Sie hat großen Respekt vor ihm und noch mehr von seinem Sharingan. In Gedanken verloren bemerkt sie zu spät, dass Itachi bereits ihr Zimmer verlassen hat. Sie schaut nach draußen in den leeren Gang und schließt langsam die Tür. Gedankenverloren legt sie sich auf das einfache Bett und eine Träne kullert über ihre Wange.

Langsam geht Itachi in sein Zimmer und versperrt  die Tür hinter sich. Sein Zimmer ist direkt neben dem Zimmer von Sayuri. Für einen Moment schließt er seine Augen, danach geht er zu seinem Bett und kniet davor nieder.
Mit seiner rechten Hand greift er unter die Matratze und holt das Bild von Sayuri hervor, welches schon deutlich an Farbe verloren hat. Der Uchiha erinnert sich an die Zeit, wo Sayuri und er noch Freunde waren. Für eine Sekunde lang zeigt sich ein warmes Lächeln in seinem Gesicht.  >Es war wirklich eine schöne Zeit mit ihr< Mit seiner anderen Hand holt er eine Truhe hervor, welche mit einem Siegel versehen ist.
Itachi bricht das Siegel und öffnet die Truhe vorsichtig. In dieser Truhe befinden sich seine wertvollsten Besitztümer. Ein Bild seiner Familie, ein einzelnes Bild von Sasuke und eine kleine Holzschachtel. Das Bild in seiner Hand legt er auf das Bett. Danach öffnet er behutsam die Holzschachtel. Darin befindet sich der Kunai, welchen Sayuri ihm im Alter von fünf Jahren geschenkt hat. Er hat ihn immer noch behalten und auch die Erinnerung daran. Itachi nimmt den Kunai raus und hält diesen in seiner Hand. Erinnerungen kommen auf, wo die kleine Kunoichi ihm den Kunai überreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich sehr darüber gefreut. Sein lächeln verschwindet und sein Gesichtsausdruck wird wieder ernst.
>Diese Zeit mit ihr war wirklich sehr schön und ich werde sie auch nie vergessen. Doch ich musste die Freundschaft beenden, um mich auf meine Mission zu konzentrieren. Ich musste das Dorf vor dem Aufstand des Uchiha Clans beschützen. Schließlich konnte ich nicht riskieren aufzufliegen und so wie ich sie kenne, hätte sie alles riskiert um mich aufzuhalten. Oder noch schlimmer, sie hätte mir geholfen. Niemals hätte ich sie da mit reingezogen. Auch wenn es schmerzt, so ist es besser für uns beide! <  

Eine Weile lang hält er den Kunai in seinen Händen, bevor er ihn wieder in die Holzschatulle zurücklegt.
Zusammen mit dem verblassten Bild von Sayuri, legt er die Holzschatulle wieder zurück in die Truhe und versiegelt diese wieder.  Mit beiden Händen versteckt er die Truhe unter seinem Bett. Der Uchiha erhebt sich vom Boden und setzt sich auf das Bett. Seine Augen wandern durch das Kerzen erhellte Zimmer. Er lässt sich zurück auf sein Bett fallen und schließt seine Augen. Mit einem Finger streicht er sich über das Augenlid und reibt dieses vorsichtig. Es wird immer häufiger, dass nach Anwendung des Sharingan seine Augen schmerzen. Er atmet tief durch, während seine Gedanken auf Wanderschaft gehen.
>Wäre damals alles anders gekommen, so hätte ich ihr auch sagen können, was ich für sie empfunden habe. Irgendwann war es für mich mehr als nur Freundschaft.<  Mit den Gedanken an früher, schläft er irgendwann ein.
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