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Fire in her eyes

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Itachi Uchiha OC (Own Character)
09.10.2020
11.04.2021
20
32.573
7
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Prolog


Es ist Nacht.
Der Mond hat den höchsten Punkt am Himmel erreicht und hüllt die Erde in ein intensives und bedrohliches Rot. Das Heulen des Windes ist kaum zu hören, übertönt von Blitz und Donner. Auf einem Hügel ist die Silhouette einer Frau im Licht des Blitzes zu sehen. Ihr langes schwarzes Haar weht im Wind. Der Regen peitscht in ihr Gesicht. In ihrer Hand hält sie ein blutverschmiertes Schwert. Hass spiegelt sich in ihren Augen. Erneut zuckt ein Blitz nieder, doch die Frau rührt keine Miene.
„Ich will euch alle brennen sehen.“ In ihrer Stimme liegt so viel Hass, ebenso wie in ihrem Herzen. Sie sieht auf das Dorf hinunter, welches der Grund für ihren Hass ist.




5 Jahre zuvor

Der Wind weht durch das Zimmer und die flatternden Vorhänge kitzeln Sayuris Nase. Die 13-jährige Kunoichi liegt noch im Bett, als jemand an ihrer Zimmertür klopft.
„Sayu, Aufstehen! Es gibt Frühstück“, hallt es streng, aber liebevoll vor ihrer Tür.
Sayuri stöhnt und vergräbt ihr Gesicht im Kissen. Für einen Moment bleibt sie so liegen, um den Augenblick zu genießen, der so viel Ruhe und Frieden ausstrahlt. Ein paar Minuten später setzt sie sich an die Bettkante und holt tief Luft.
„Ich komme, Mutter“, antwortet Sayuri.
Sie sieht durch das Fenster und beobachtet, wie die Morgendämmerung langsam an bricht. Es ist nicht ihre Lieblingszeit um aufzustehen, aber die unverwechselbare Stimme ihrer Mutter lässt Sayuri keine Wahl.
„Heute wird ein schöner Tag“, sagt Sayuri beruhigend. In ihrer Stimme liegt jedoch ein verstecktes Unbehagen.
Sayuri steht auf, geht zu ihrem Kleiderschrank und zieht knielange schwarze Leggings und ein rotes Kleid an, welches das Wappen ihrer Familie schmückt. Sie sieht seufzend in den Spiegel und bindet ihr pechschwarzes Haar zu einem hohen Pferdeschwanz. Das Mädchen greift nach ihrem Stirnband und bindet es wie ein Haarreif um ihren Kopf. Sie öffnet die Tür und eilt die Treppe zum Esszimmer hinunter.

Ihre Eltern und ihre neunjährige Schwester sitzen bereits am Esstisch. Zu ihrer Schwester geht Sayuri als erstes hin und küsst sie auf die Wange.
Sie sieht ihre kleine Schwester mit einem Lächeln im Gesicht an. „Guten Morgen, meine Lieblingsschwester. Hast du gut geschlafen?“
Das rosa haarige Mädchen nickt und kichert. „Natürlich. Das musst du auch sagen, schließlich bin ich deine einzige Schwester.“
„Du hast recht“, antwortet Sayuri trocken und setzt sich an den Esstisch. Ein Nicken an ihre Eltern zur Begrüßung reicht für sie aus und sie gießt sich eine Tasse Tee ein. Wortlos trinkt sie ihre Tasse aus. Sie ist keine Frühaufsteherin und genießt lieber die Ruhe.
Doch die Stille hält nicht lange an. „Vom Hokage ist ein Brief gekommen, Sayuri. Du sollst heute zu ihm gehen. Es geht um eine Teambesprechung“, sagt ihr Vater stolz. Der Stolz, den er für seine älteste Tochter empfindet, funkelt in seinen Augen.
„Ja! Ich werde gehen, sobald ich ausgetrunken habe“, antwortete sie formell.
>Teambesprechung. Ich hasse es. Vor allem muss ich mit solchen Idioten ein Team bilden. Der alte Mann weiß, dass DIE mich täglich hänseln und trotz alledem, bekomme ich kein anderes Team. Sie nehmen mich als Jonin nicht ernst und dabei sind die beiden noch Chunin.
Sayuri schnaubt verächtlich, nimmt die leere Tasse und spült diese gedankenverloren ab.   >Was soll ich machen, damit sie mich endlich akzeptieren? Immerhin wurde ich mit dreizehn Jonin. Der Beste aus meinem Jahrgang wurde mit elf Jonin. Nun, Itachi ist auch ein außergewöhnliches Talent.
Sayuri trocknet die Tasse ab und stellt sie in den Schrank. Gleich darauf dreht sie sich um und geht zur Ausgangstür.
„Tschüss, Sakura. Viel Spaß in der Akademie“, ruft sie im Vorbeigehen. Mit der linken Hand greift sie auf dem Weg nach draußen ihre Tasche und verabschiedet sich erneut.
Vor der Tür holt sie tief Luft und die Sonne, die inzwischen aufgegangen ist, erleuchtet ihr Gesicht. Sayuri verlässt das Haruno Haus und geht zur Teambesprechung, die wie üblich im Büro des Hokage stattfindet.

Auf den Weg muss sie durch das Uchiha-Viertel gehen.  Bei dem Anblick des Viertels wird ihr Herz schwer und sie beginnt einen Stein vor sich her zu kicken. Sayuri seufzt leise und versinkt in Gedanken
>Ich kann immer noch nicht verstehen warum er das getan hat. Wir haben uns so gut verstanden. Wir waren von klein auf befreundet und dann das. Ich versteh es einfach nicht. Ich mochte ihn doch so sehr. Warum hat er bloß die Freundschaft beendet? .
Wehmütig an die schöne Zeit geht sie weiter und ihr Blick ist auf den trockenen Boden gerichtet. Doch als sich ihre Haare in ihrem Nacken aufstellen, wird sie schlagartig aus den Gedanken gerissen.
Ein Schauer läuft ihr plötzlich über den Rücken und sie bleibt stehen.
>Jemand folgt mir, denkt sich Sayuri und dreht sich um, doch sie sieht niemanden. Sie sieht in alle Richtungen, doch erkennt keine menschliche Silhouette. Sie fühlt auch kein Chakra.
„Ich glaub langsam, ich werd verrückt“, murmelt sie leise und runzelt die Stirn.
>Immer wieder habe ich das Gefühl, dass mir jemand folgt. Doch im Endeffekt ist niemand da! Seltsam.
Sayuri hat dieses Gefühl schon lange. Aber jedes Mal, wenn sie sich umschaut, sieht sie niemanden. Selbst wenn sie sich gegen einen Angreifer verteidigen kann, reicht das Gefühl aus, um Angst zu bekommen. Mit einem zittrigen Atemzug holt sie tief Luft und setzt ihren Weg fort. Wieder völlig in Gedanken versunken und nervös geht sie um die Ecke zu ihrem Ziel. Sayuri starrt auf den Boden und merkt zu spät, dass sie sich auf einem Kollisionskurs mit jemand anderem befindet. Unsanft stößt sie mit eine Person zusammen.
„Kannst du nicht aufpassen, wo du hinläufst?“, faucht Sayuri die Person an, ohne diese anzusehen.
„Wenn ich du wäre, würde ich meine Augen öffnen“, sagt die Person mit gleichgültiger Stimme. Sayuris Augen weiten sich und sie sieht die größere Person an. Sie schluckt, als sie erkennt, mit wem sie zusammen gestoßen ist.
„Itachi! Es ... es tut mir leid. Ich hab dich ... nicht ...“, stottert sie. Der Uchiha winkt ab und setzt seinen Weg ohne weitere Worte fort. „... gesehen“, flüstert Sayuri leise, um ihren Satz zu beenden.
>Großartig! Ausgerechnet jetzt läuft er mir über den Weg? Genau nach dem er mich einfach so kalt abserviert hat? Ihm scheint ja unsere Freundschaft nicht viel bedeutet zu haben.
Sayuri beißt sich auf die Unterlippe und sieht zu wie Itachi in das Uchihaviertel geht. Für einen Moment steht sie regungslos da und sieht ihm nach. Sie schluckt den Klos in ihrem Hals runter und setzt ihren Weg zum Hokage fort.

Der Hokage sitzt auf seinem Stuhl und wartet ungeduldig auf das fehlende Teammitglied. Sayuri geht durch die offene Tür, wo ihre Teamkollegen bereits warten. Kaito, ein rothaariger, Möchtegern Macho, der ständig an seinem Zahnstocher kaut und Sota, ein braunhaariger Feigling, welcher schnell gelangweilt ist. Sayuri stellt sich neben Sota und hört den Hokage aufmerksam zu. Er erklärt dem dreiköpfigen Team die Mission und Sayuri nickt abwesend.
>Schlimmer kann der Tag ja kaum werden. Mit diesen Idioten, dauert das viel zu lange. Wenn ich es allein machen würde, würde es viel schneller gehen.
Sayuri wird aus ihren Gedanken gerissen, als sich der Tonart des alten Mannes ändert. „Keine Alleingänge, Miss Haruno! Verstanden? Ihr seid ein Team und du bist dafür verantwortlich. Nun, findet die Person und bringt mir die Informationen. Das war's. Ihr könnt gehen!“
Sayuri verdreht die Augen, dreht sich wortlos um und verlässt den Raum. Sie hat wenig Lust, mit ihrem Team auf Mission zu gehen. Das Mädchen hat mehrmals nach einer neuen Gruppe gefragt, aber noch keine erhalten. Ihre beiden Begleiter folgen ihr.
„Hey, Kuckuckskind. Warte auf mich“, schreit Kaito ihr nach.
„HALT DIE FRESSE, DU WICHSER!“ Sayuri bleibt abrupt stehen, dreht sich zu Kaito um und schlägt ihm mit geballter Faust ins Gesicht.
Der Junge fliegt zurück, hat aber er die Kraft, dreckig zu lachen, als er auf dem Boden liegt. „Was? Das stimmt doch! Du hast dich bei den Harunos eingenistet. Wie ein Kuckuck schnorrst du dich durch, obwohl sie nicht mal deine biologische Familie ist.“ Er wischt sich mit der rechten Hand das Blut von den Lippen und setzt sich.
Sota versucht Sayuri zurückzuhalten. Sie ist gerade dabei, ihre Shuriken rauszuholen, als der Hokage herausstürmt.
„Genug! Jedes Mal dasselbe mit euch. Sayuri, komm in mein Büro!“ Der Blick des alten Mannes verdunkelt sich und er starrt wütend zu Sayuri. Das Mädchen reißt sich von Sota los  und folgt dem Hokage. Sie knallt die Tür hinter sich und versucht, ihre Tränen zurückzuhalten. Sie verschränkt die Arme vor der Brust und sieht den Hokage nicht an. Dieser lehnt sich an seinen Schreibtisch und sieht besorgt aus. „Ich weiß, dass du mich mehrmals nach einem neuen Team gefragt hast. Es gibt jedoch einen Grund, warum du in diesem bist!“ Der Hokage stellt fest, das Sayuri sichtlich wegen Kaito gekränkt ist. „Ich dachte, ihr habt die kindischen Rivalitäten abgelegt. Sayuri! Sieh mich an!“
Mit dem Handrücken wischt sie sich eine Träne von der Wange und sieht den Hokage an.
„Ich verstehe nicht, warum ich mit diesen Idioten in einem Team sein muss“, sagt Sayuri trotzig.
„Du bist eine ausgezeichnete Schwertkämpferin. Kaito beherrscht Genjutsu's, was wiederum deine größte Schwäche ist. Sota ist ein großartiger Stratege, was Kaito nicht über sich selbst sagen kann. Du siehst? Sie alle haben ihre Stärken und Schwächen“, ergänzt er ruhig.
Der Hokage geht zu Sayuri und legt eine Hand sachte auf ihre Schulter. „Kaito ist auch viel älter als du und ist immer noch Chunin. Das kratzt eben an seinem Ego. Doch! Diese Streitigkeiten müssen enden. Eigentlich wollte ich das nicht, aber die Tatsache, dass ihr tagtäglich streitet, muss ein Ende haben. Ich habe beschlossen, dass du an dieser Mission doch nicht teilnehmen wirst.“
Sayuri ist geschockt. „WAS? WARUM?“ Sie kann nicht verstehen, warum der Hokage diese Entscheidung trifft.
„Ich habe dich mehrmals ermahnt. Irgendwann muss ich Konsequenzen ziehen“, spricht der Hokage mit ernster Stimme. „Geh nach Hause und beruhig dich aus. Es wird bald eine Mission für dich geben.“
Sayuri schnaubt verächtlich und verlässt wütend das Büro.
Auf dem Flur stößt sie auf Kaito, der sich an die Wand lehnt und wie gewohnt an seinem Zahnstocher kaut. „Tschau, Tschau, Kuckuckskind“, ruft er ihr spöttisch zu.
Bei diesem Wort füllen sich ihre Augen wieder mit Tränen und sie rennt aus dem Gebäude.

Sayuri rennt, bis sie ihren Lieblingsplatz im Wald erreicht. Dort bricht sie unter einer großen Eiche zusammen. Sie zieht ihre Knie an ihren Körper und weint bitterlich.
>Warum musste er das sagen? Er weiß, dass ich dieses Wort nicht ausstehen kann und trotzdem sagt er es immer wieder. Momentan fühlt es sich so an als wäre die ganze Welt gegen mich. Mein Team respektiert mich nicht als Anführer und Itachi... .
Sie schluchzt und Tränen rinnen über ihre Wangen.
Er war mein einziger Freund und jetzt lässt er mich auch noch im Stich. Ich hasse alles hier!



Sayuri mit 13 Jahren
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