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Poolparty und ihre Folgen

GeschichteAllgemein / P18
Draco Malfoy Hermine Granger
07.10.2020
08.11.2020
4
13.390
6
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.10.2020 3.753
 
Heyy, ich freue mich das du dich entschieden hast meine Fanfiktion zu lesen. Es ist meine erste Geschichte, deswegen seid bitte nicht zu streng mit mir, aber ich freue mich immer über Tipps ;)
Ich hoffe sie gefällt dir und jetzt viel Spaß beim lesen :)

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Sie wollte nicht hier sein. Eigentlich wollte sie nur zurück in ihr Bett und weiter nachdenken. Über ihre Eltern, über Ron, ihr weiteres Leben, ihre Gefühle und allem was passiert und schon passiert ist. Jetzt wo sie ihren Schulabschluss hatte, brauchte sie ein neues Ziel im Leben, jedoch war ihr Leben gerade ein einziges Chaos, deshalb musste sie erstmal herausfinden was sie wollte. Aber als Harry und Ron sie gebeten und sie so sorgenvoll angesehen hatten, weil sie sich seit Monaten nur in ihrem Zimmer verzog und an ihrem DELFER-Projekt arbeitete hatte sie einfach nicht nein sagen können. Sie bereute es jetzt schon und sie waren noch nicht einmal drinnen.
Harry hatte gerade bei Lavender, zu der sie eingeladen waren, geklingelt und sie dachte noch kurz drüber nach einfach schnell wegzurennen oder am besten direkt zu apparieren, dann konnte sie auch niemand verfolgen. Es war die letzte Gelegenheit, sobald Lavender, Pavati und Ginny sie gesehen hatten wäre es zu spät und sie konnte nicht mehr weg. In dem Moment öffnete sich die Tür und eine strahlende Lavender begrüßte die drei aufgeregt und freute sich noch mehr, als sie Ron sah, der auch direkt rot anlief und schnell ein Stück hinter Harry trat, damit sie es nicht sah, was ihm jedoch nicht viel brachte, denn er überragte ihn um mehr als zehn Zentimeter.
„Da seid ihr ja endlich, ich dachte schon ihr kommt gar nicht mehr und ich freu mich ja so, dass du auch mitgekommen bist Hermine, damit habe ich gar nicht gerechnet“, rief Lavender und umarmte Hermine stürmisch.
Auch Harry und Ron drückte sie kurz an sich, wobei dieser sie unbeholfen an sich drückte und nicht wirklich wusste wohin er seine Hände legen sollte. Lavender drehte sich um, hakte sich bei Hermine ein und zerrte sie mit sich ins Haus, während sie ununterbrochen redete. Hermine lächelte gezwungen und den beiden Jungs, die ihnen hinterher liefen tat es sogar ein wenig leid, dass sie das jetzt ertragen musste. Lavender führte die drei zielstrebig durchs Haus in den Garten, wo sie auch die anderen Gäste trafen.
„Hermine, huhu!“, hörte sie auf einmal jemanden rufen und schon wurde sie stürmisch umarmt und sah nur noch feuerrote Haare. „Ginny!“, rief Hermine und drückte ihre Freundin fest an sich. Sie freute sich sehr sie wiederzusehen und zu wissen das es ihr gut ging, denn es war Monate her, als sie sich zuletzt gesehen hatte. Das war bei der Zeugnisausgabe im Juni gewesen und jetzt hatten sie Oktober. Trotzdem war es unfassbar heiß, denn Lavenders Familie lebte seit dem Krieg in Florida in einer großen Villa, wo zurzeit um die 30° herrschten, also war die Poolparty gerade genau das richtige.
Als sie sich von ihrer besten Freundin löste und diese sie anstrahlte, fand sie es auf einmal doch gut, dass Harry und Ron sie überredet hatten mitzukommen. „Ich freue mich ja so dich endlich wiederzusehen!“, sagte Ginny, drückte Hermine noch einmal kurz an sich und meinte dann: „Wir reden später weiter, okay?“ Nachdem Hermine genickt hatte wendete sie sich ab und lief zu Harry und Ron, um diese zu begrüßen, wobei sie sich über Harry noch mehr freute. Sie selbst ließ ihren Blick nun über die Menge schweifen um einen Überblick zu bekommen, wer noch hier war, doch plötzlich stockte sie. ER war hier! Er, über den sie hatte nachdenken wollen, weil sie nicht verstand was in ihr vorging, wenn sie an ihn dachte, oder ihn sah. Dann wurde sie nervös und errötete oder kicherte albern und spielte mit ihren Haaren, was eigentlich total untypisch für sie und überhaupt nicht ihre Art war.
Sie hatte über ihn nachgedacht, seit er am Anfang des Schuljahres ganz alleine, von allen, sogar seinen früheren Freunden gehasst, abseits am Slytherintisch saß. Er sah damals so verloren aus und auch im restlichen Schuljahr war er die meiste Zeit allen gewesen. Manchmal musste sie sich wirklich zusammenreißen um nicht zu ihm zu gehen. Sie konnte verstehen, dass alle anderen ihn nicht mochten, denn die meisten waren nicht dabei gewesen, als er sich für die gute Seite entschieden hatte oder während dem Kampf immer wieder heimlich die Todesser umhaute und nicht einen der Guten. Vermutlich hatte sogar nur sie das mitbekommen und die Betroffenen sich einfach nur freuten, dass ihr Gegner besiegt war, warum auch immer.
Doch das seine anderen Slytherin Freunde ihn mit genauso verachtenden Blicken ansahen, ihn verspotteten und meideten, fand sie falsch, denn mal abgesehen von Daphne, die ihn zwar nicht beleidigte und mit ihm redete, jedoch immer von Pansy weggezogen wurde, wollte niemand etwas mit ihm zu tun haben.
Theodore Nott, der früher einmal zu Dracos besten Freunden gehörte, rief ihm immer etwas hinterher, und Hermine musste sich jedes Mal zusammenreißen ihm keinen Fluch auf den Hals zu hetzen, denn sie wusste das Theodores Vater einer der treusten Anhänger Voldemorts gewesen ist und mittlerweile lebenslang in Askaban saß, und auch Nott selbst ist sicher nicht unschuldig und musste nur nicht nach Askaban, weil er während der Schlacht nicht dabei gewesen war und behauptete er hätte natürlich auf der guten Seite gekämpft. Pansy war nicht besser, sie verhöhnte und beleidigte ihn wo sie nur konnte und dass, obwohl sie ihn früher so angehimmelt hatte.
Bei Blaise Zabini war es ähnlich wie bei Nott, sein Vater hatte auf der falschen Seite gekämpft, doch Blaise war mit den anderen Slytherin Schülern im Kerker und war deshalb nicht dabei gewesen, nur das er sich vermutlich noch weniger zuschulden kommen lassen hatte als Nott, auch Zabini lächelte Draco manchmal zu, und beleidigte ihn nicht, doch er wusste, würde er sich zu Draco setzen, könnte das seiner Familie schädigen, denn Draco wurde durchgehend von Auroren beobachtet, welche es wohl amüsierte, dass dieser immer alleine war. Er war also sozusagen auf Bewährung und das Ministerium hielt ihn immer noch für einen Todesser. Wenn Blaise sich also zu Draco stellte, würde dieser Ruf vielleicht auf seine Familie abfärben und sein Vater, der ihm Krieg gestorben war, hatte ihnen schon genug geschadet. Das konnte und wollte er seiner Mutter nicht antuen, so Leid ihm Draco auch tat. Die anderen Slytherins ignorierten ihn auch, jedoch hauptsächlich, weil es nun mal alle taten und Dracos andere frühere Freunde waren nicht wieder mit nach Hogwarts gekommen. Sie vermutete er hatte zu ihnen einfach keinen Kontakt mehr.
Ungefähr an Silvester, besann Zabini sich wohl und ist wieder auf seinen ehemaligen Freund zugegangen und die beiden waren mittlerweile wieder beste Freunde. Auch Nott lief irgendwann wieder zu Draco über, was jedoch hauptsächlich daran lag, dass er wohl keine Lust mehr auf Pansys ewiges Gerede hatte und andere Slytherins aus ihrem Jahrgang sind nun mal nicht zurückgekehrt, doch wirklich vertrauen taten die beiden sich nicht. Was wohl auch an der Schlägerei lag, die sie irgendwann Anfang März mitten in der großen Halle hatten und sie hatte immer noch nicht herausgefunden worum es ging.
Einmal hatte sie mit Harry und Ron über ihn geredet und dass er sich anscheinend geändert hat, doch da die beiden nicht wieder mit nach Hogwarts gekommen und es somit nicht persönlich mitbekommen hatten, waren sie nicht ihrer Meinung. Ron meinte, er würde sowieso nur ein abgekartetes Spiel spielen und lästerte gleich weder über ihn und seine Familie und auch Harry konnte ihr nicht wirklich glauben und meinte, das würde nur so wirken, deshalb hatte sie das Thema nicht wieder erwähnt.

Sie schluckte und wurde schlagartig rot, als er zu ihr rüber schaute, als würde er spüren das sie ihn beobachtete und blickte ihr direkt ins Gesicht. Sie wollte sich schnell abwenden, doch irgendwas an seinem Blick fesselte sie und sie konnte nicht anders als zurück starren. Er sah schon sehr anziehend aus, wie er da nur in seiner Badehose auf der Gartenliege lag und sie so herausfordernd ansah. Okay, es war nicht nur anziehend, wie er da lag, er sah unfassbar sexy aus, mit seinem muskulösen Oberkörper und seinen leicht verwuschelten blonden Haaren. Halt, was dachte sie da, es war immerhin Draco. Draco MALFOY! So durfte sie nicht über ihn denken, auch wenn er sich geändert hatte, wenn sie den Gerüchten Glauben schenken würde. Was sie natürlich nicht tat, schließlich war es Malfoy, der war immer schon scheiße gewesen. Obwohl er ziemlich unschuldig aussah, wie er da so lag. Außerdem hatte er sich gegen Voldemort entschieden, unzwar in dem Moment, als es so aussah als würde dieser siegen, denn alle dachten Harry wäre tot und mit ihm alle Hoffnungen. Sie hatte es zwar nur am Rand mitbekommen, in dem Moment war sie zu geschockt über Harrys Tod gewesen, doch sie hatte bemerkt das er nicht zu seinen Eltern gegangen war, als diese ihn dazu aufgefordert hatten, sondern sich umgedreht und in der großen Halle verschwunden war. Er hatte sich für die gute Seite entschieden. Für die richtige Seite. Er hatte seine Meinung geändert und vielleicht ja auch seinen Charakter. Sie überlegte ob sie hoffte das es so war, als sie auf einmal die Hand bemerkte, die vor ihrem Gesicht herumfuchtelte.
„Bin ich so faszinierend?“, fragte jemand, und sie erwachte aus ihren Gedanken und wurde schlagartig knallrot, als sie sah, wer da mit ihr geredet hatte.
Sie hatte gar nicht bemerkt, dass er aufgestanden und herübergekommen war, so gedankenverloren war sie gewesen. „Ich…Nein, natürlich nicht, also doch, Nein also nicht auf deine Frage hin, ich habe mich nur in Gedanken verloren.“, stotterte sie und wurde, wenn es möglich ist noch röter.
„Ach so, in Gedanken…“, meinte Draco und grinste sein typisches Malfoy-Grinsen.
„Ja, das passiert mir oft, ich habe dich nicht beobachtet.“, verteidigte sie sich.
“Sicher?“, fragte er, woraufhin sie ihn vorwurfsvoll anblickte.
Er fing an zu Lachen und sie bemerkte überrascht, dass es ein offenes und ehrliches Lachen war, was sie niemals erwartet hätte, doch er stand ihm und sie stimmte nach kurzem Zögern schüchtern mit ein.
„Was ist denn hier so lustig?“, fragte auf einmal Ron, der dazugekommen war, leicht skeptisch. In dem Moment merkte sie mit WEM sie gerade lachend auf einer Party stand und verstummte abrupt.
Sie wurde rot und meinte schnell:“ Ach nichts, ist nicht wichtig, komm Ron wir gehen zu den anderen zurück.“
Und zog den völlig verwirrten Ron schnell hinter sich her, ohne Draco noch einmal zu beachten. Es war ihr sehr unangenehm und sie fragte sich wie es dazu gekommen war das sie sich mit ihrem Schulerzfeind so gut verstand. Bei den anderen angekommen tat sie so als wäre nichts gewesen und warf Ron einen bittenden Blick zu, in der Hoffnung das auch er nichts sagen würde. Anscheinend hatte Ron es verstanden, denn er erwähnte den Vorfall mit keinem Wort, jedoch hatte er dazu wohl auch keine Gelegenheit, denn Lavender, die an seinem Arm hing, redete ununterbrochen auf ihn ein.
Hermine unterhielt sich viel mit den Patil-Zwillingen, Cho und Hannah, und erfuhr, dass die vier seit einem Monat in einer WG lebten und Pavati und Padma ihre eigene Modelinie rausgebracht haben und damit auch schon sehr erfolgreich sind. Cho machte gerade eine Ausbildung im Ministerium und Hannah wollte Lehrerin für Geschichte der Zauberei in Hogwarts, weil sie der Meinung war das es eigentlich ein sehr interessantes Fach war und es nur niemanden interessierte, weil Binns es so langweilig rüberbringt, wo Hermine ihr nur bei zustimmen konnte.
Zwischendurch blickte sie immer wieder unauffällig zu Draco rüber, doch als sich ihre Blicke begegneten, lächelte sie nur einmal scheu und schaute dann schnell weg.
Ginny hatte es sich in den Kopf gesetzt mit ihnen Wasservolleyball im Pool zu spielen und versuchte nun, zusammen mit Lavender und Pavati, die anderen zu überreden. Bei Hermine und Harry brauchten sie nicht lange, die beiden brauchten sowieso mal eine Abkühlung, und auch anderen waren schnell dabei. Nur Cho wollte nicht und auch nach langem Bitten von Lavender, ließ sie sich nicht überreden und meinte sie würde weiter lernen und die anderen sollten ruhig ihren Spaß haben. Also zogen sich alle schnell ihre Klamotten aus, denn die Badesachen hatten sie schon unter, und sprangen in den Pool.
Als sie gerade die Teams einteilten kamen Daphne und Astoria Greengrass hinzu und fragten ob sie vielleicht auch mitspielen könnten, was die anderen erlaubten, denn sie wussten, dass die beiden Schwestern, obwohl sie Slytherins waren, nie auf Voldemorts Seite standen und auch sonst sehr sympathisch wirkten. Außerdem war Astoria sogar mit Luna befreundet und so waren sie alle freundlich und offen zueinander.
Als sie de Teams weiter bilden wollten, bemerkten sie, das sie eine ungerade Menge an Leuten waren, aber da niemand aussetzen und Cho sich nicht überreden ließ, meinte Daphne, sie könnte die Slytherin-Jungs fragen, und bevor die anderen sie abhalten konnten, hatte sie auch schon herübergerufen, ob diese Lust hätten mitzuspielen und überraschenderweise, wollten sie und kamen herüber. Harry und Co. waren zwar nicht begeistert und die lockere Stimmung verspannte sich etwas, aber niemand ließ sich etwas anmerken, also teilten sie die Teams zu Ende ein und spielten los.
Hermine, die mit Ginny, Harry, Hannah, Dean, Padma, Daphne und Draco in einem Team war, konnte das Spiel zwar nicht wirklich, sie mochte einfach keine Ballsportarten, aber sie genoss die Zeit mit ihren Freunden. Jedoch achtete sie darauf, dass sie Draco nicht zu nah kam, denn er verwirrte sie und dann konnte sie sich nicht mehr auf das Spiel konzentrieren. Nachdem sie eine Zeit lang gespielt hatten und es immer noch unentschieden stand, rief Cho, die sich später dazu entschlossen hatte Schiedsrichterin zu werden, jedoch immer noch nicht ins Wasser wollte, das die Pizza, die sie bestellt hatten, bald kommen würde und der nächste Punkt entscheidet wer gewinnt.
Da spielte jemand vom anderen Team den Ball bis ganz nach hinten in das Feld von Hermines Team, jedoch standen alle Mitspieler vorne oder in der Mitte, außer sie. Und Draco. Aber das merkte sie nicht, sie stürzte sich zum Ball und sprang hoch, um ihn nach vorne zu schubsen und ihrer Mannschaft den Sieg zu bringen, jedoch sprang Draco genau im gleichen Moment und sie fielen übereinander und gingen unter. Die anderen kümmerten sich nicht weiter darum, da Hermine und Draco es geschafft hatten den Ball zu ihrem Team zu spielen und die sich jetzt darauf konzentrierten einen Punkt zu bekommen. Da Draco jedoch auf sie gefallen war, kam sie nicht wieder hoch und versuchte verzweifelt unter ihm wegzutauchen. Da packten sie auf einmal zwei starke Hände und zogen sie hoch. Sie schnappte panisch nach Luft und klammerte sich an ihren Retter. Als sie wieder all ihre Sinne beisammenhatte, merkte sie an wem sie sich festhielt und wer sie besorgt ansah. Ja, er sah sie wirklich besorgt an, merkte sie als ihr bewusst wurde was sie da gedacht hatte. Sie hätte mit allem gerechnet, Spott, Wut, Belustigung, aber nicht damit, dass er sich ehrlich um sie sorgte.
Jetzt gerade viel ihr erst auf wie groß er war, bestimmt einen halben Kopf größer als sie. Und dieser Körper. Sie sah in an und war wie gebannt, doch als er sie leise fragte, ob alles okay wäre, wurde sie zurück in die Wirklichkeit gerissen und lies ihn reflexartig los und blickte sich schnell um, um zukucken ob sie jemand gesehen hatte, was zum Glück nicht der Fall war.
„Ja, mir geht’s gut, danke.“, sagte sie und lächelte kurz.

Da rief pfiff Cho auf einmal mit ihrer hergezauberten Trillerpfeife und verkündete, dass das Team von Hermine und Draco gewonnen hatte und sie brachen alle in Jubel aus. Auch das andere Team fing an zu lachen und sie kamen alle zusammen fröhlich aus dem Wasser um sich abzutrocknen. Die anderen Gäste waren in zwischen, bis auf ein Pärchen im etwas abseits liegendem Whirlpool, was sich aber auch schnell verzog als es sie bemerkte,  gegangen und so waren sie nur noch eine kleine Runde, die sich zusammensetzte und Schulgeschichten von früher erzählte, Pizza aß, Butterbier und ähnliches trank und dem Sonnenuntergang zusahen.
Als die Pizza aufgegessen war, meinten die Patil-Zwillinge, Cho und Hannah, dass sie zu ihrer Wohnung apparieren würden und auch die meisten anderen verabschiedeten sich bald. Harry und Ginny verkündeten, sie würden eine Runde im Wald, welcher neben dem Anwesen von Lavender und ihrer Familie lag, spazieren gehen und Ron und Lavender, welche beide schon leicht betrunken waren und seit einigen Minuten schon Küssend aufeinandersaßen, meinten sie würden in Lavenders Zimmer verschwinden. Also saßen Hermine und Draco auf einmal alleine da, denn Neville und Luna waren schon vor der Pizza in ihre gemeinsame Wohnung appariert, mit der Begründung sie müssten morgen früh raus, was ihnen natürlich niemand glaubte.
Draco, der ihr gegenübersaß, lächelte sie an und sie schaute unsicher zurück, da sie nicht wusste was sie machen sollte. Sie überlegte, ob sie ihn immer noch nicht mochte, oder ob er ihr mittlerweile sogar gefiel, was sie etwas schockte, als sie bemerkte, dass sie das wirklich gedacht hat. War sie etwa über Ron hinweg? Konnte sie sich endlich auch mal für andere Jungs interessieren? Wobei sie sich auch früher schon für andere Jungs interessiert hat, Viktor Krum zum Beispiel, aber sie waren nie besser als Ron gewesen. Einerseits hoffte sie, dass es so war, denn langsam musste sie sich selbst eingestehen, dass Ron sich wohl niemals in der Weise, die sie sich wünschte für ihn interessieren würde. Schon allein bei dem Gedanken daran, was die beiden da oben gerade machten, kamen ihr die Tränen und sie könnte schreiend wegrennen. Was die zwei da oben wohl gerade taten? Oder Harry und Ginny oder Luna und Neville. Alle waren glücklich, alle hatten einen Partner, nur sie nicht. Sie sahs hier, allein gelassen von ihren Freunden, wie das fünfte Rad am Wagen, mit Draco Malfoy und dachte daran, wie schlecht sie es hatte.

„Hey, was ist los, warum weinst du denn?“, fragte Draco auf einmal und setzte sich dichter neben sie.
Sie hatte gar nicht bemerkt, wie ihr ein paar Tränen die Wangen heruntergelaufen waren, aber jetzt, wo es ihr bewusstwurde, wollte sie am liebsten noch mehr heulen. Denn so war es doch; Zum Heulen. Doch die Blöße würde sie sich vor ihm natürlich nicht geben, also schniefte sie: „Es ist nichts, mir geht es gut.“, wobei ihr jedoch weitere Tränen kamen und sie lese schluchzte.
Er legte ihr unsicher eine Hand auf die Schulter und sie versteifte sich, wich jedoch nicht zurück. Davon ermutigt, legte er seinen ganzen Arm vorsichtig um sie und drückte sie an sich. Jetzt ist es eh zu spät, dachte sie und ließ sich fallen. Sie lehnte sich an ihn und ihr innerer Damm brach. All die Tränen, die Verzweiflung, die Wut, die sich angestaut hatten, seit sie sich für Ron interessierte, aber er sich nicht für sie, brachen aus ihr heraus und sie fing an zu weinen. Ihre Finger krallten sich in sein Hemd, sie vergrub den Kopf in seiner Schulter und in dem Moment war es ihr egal an wem sie sich festhielt, denn er war der einzige, der gerade für sie da war.
Irgendwann wurden ihre Tränen weniger und ihre Schluchzer leiser und schließlich verstummte sie ganz und erhob sich langsam. Als sie sich ansahen war es beiden sichtlich unangenehm und sie wurden rot. Hermine schaute schnell auf ihre Hände und wusste nicht was sie sagen sollte. Es war sehr nett von ihm gewesen, dass er für sie da war und sie wollte sich bei ihm bedanken, aber sie wusste nicht wie.
Während sie überlegte, was sie tun sollte, blickte er sie an und fragte: „Besser?“
Sie errötete noch mehr und meinte verlegen: Ja, danke und tut mir leid, dass dein Hemd jetzt so nass ist.“
„Schon gut, kein Problem.“, meinte er und schaute, nachdem sie sich kurz in die Augen sahen, schnell weg.
„Warum hast du das getan? Ich meine, du konntest mich doch nie leiden, ich war immer das wertlose Schlammblut, und jetzt bist du auf einmal so nett und einfühlsam. Nicht das das schlecht wäre, es ist nur überraschend.“, fragte Hermine auf einmal.
„Ich weiß nicht, ich habe mich geändert. Ich habe gemerkt, dass meine Denkweise völlig absurd war. Mir wurde von klein auf beigebracht, dass wir Malfoys besser sind als alle anderen und ich habe meinem Vater natürlich geglaubt. Er war immer stark und selbstbewusst und ich wollte werden wie er. Erst später habe ich verstanden wie bescheuert ich war, aber ich war zu feige mich gegen meinen Vater zu wehren. Er hat mich nie selbst entscheiden lassen, ich durfte niemals Gefühle zeigen oder aufgeben, immer musste ich meine Maske aufrechterhalten und mich hinter meiner Fassade verstecken. Das hat mich nach und nach innerlich kaputt gemacht, aber hätte ich nicht weiter gemacht wie bisher, wäre ich bestraft oder sogar getötet worden. Ich nie so etwas wie Liebe zu spüren bekommen, also wusste ich auch nicht wie man sie verteilt.“
Hermine war überrascht von seiner Offenheit, aber sie freute sich, dass er sich anscheinend wirklich geändert hatte. Sie redeten noch lange miteinander und Hermine verstand ihn. Natürlich fand sie es immer noch nicht gut, wie er sie all die Jahre schikaniert hatte, aber sie konnte es nachvollziehen. Und schließlich hatte er sich im bedeutenden Moment richtig entschieden und das zählte doch. Oder? Wenn man so ein Monster zum Vater hatte, konnte man wahrscheinlich gar nicht anders als selbst eins zu werden. Was sie schlagartig an ihren Vater erinnerte, doch den Gedanken schob sie schnell beiseite. Sie wollte nicht schon wieder weinen, ihr erster Ausbruch war ihr schon unangenehm genug.
Auf einmal hörten sie leise stimmen und merkten, dass Harry und Ginny wohl von ihrem Spaziergang zurückkamen.
„Ich glaube nicht, dass die beiden so begeistert wären, wenn sie uns entdecken würden.“, meinte Hermine und Draco stimmte ihr zu.
„Ich werde zu meiner Wohnung apparieren, ich wollte eh bald los.“, meinte dieser und stand auf.
Sie blieb sitzen, schaute zu ihm herauf und als er leise sagte: „Wenn du mich mal wieder brauchst, schick mir eine Eule, ich habe immer Zeit für dich.“, wurden ihre Augen größer, aber sonst ließ sie sich ihre Überraschung nicht anmerken.
Während er sich auf sein Ziel konzentrierte, berührte sie kurz seine Hand und meinte: „Danke. Für alles.“, und bevor er noch irgendetwas sagen konnte, war er schon weg.

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Was denkst du wie es weitergeht und was noch so alles passiert? Das nächste Kaptel kommt auf jeden Fall bald
Liebe Grüße
deine BestHermine
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