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2020 10 06: Smile [by Katie-chan]

OneshotHumor / P12 / MaleSlash
Derek Hale Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi
06.10.2020
06.10.2020
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06.10.2020 2.158
 
Tag der Veröffentlichung: 06. Oktober
Zitat: "Das machen Sie toll, aber Sie müssen lächeln, damit niemand misstrauisch wird.“ (Out of Sight)
Titel der Geschichte: Smile
Autor: Katie-chan
Hauptcharaktere: Stiles Stilinski, Derek Hale
Nebencharaktere: Scott McCall, Issac Lahey, Malia Tate, Lydia Martin, Peter Hale
Pairings: Derek x Stiles (seeeehr leicht angedeutet)
Kommentar des Autors: Hallöchen zum zweiten. Dieses Zitat sollte ursprünglich etwas ganz anderes werden. Ursprünglich sollte es ein tiefgründiges Ende für die erste Staffel der Netflix-Serie Dare Me oder auch Wag es nicht werden. Was nun daraus geworden ist, ist etwas komplett anderes. Etwas leichtes, locker lustiges für die entspannte Unterhaltung zwischendurch. Hoffe ich natürlich. Und ich hoffe, dass ihr Stiles und Derek genauso sehr liebt wie ich :D



Derek verdrehte genervt die Augen, als er seine Tasche auf dem Rücken zurecht zog. Wieso genau hatte er sich dazu breitschlagen lassen, mit dem Pack in den Urlaub zu fahren? Und wieso genau hatte es irgendein billiges All-Inclusive-Hotel direkt am Strand sein müssen? Eigentlich hatte er gar nichts damit zu tun gehabt. Und eigentlich hatte er nicht mal zugesagt. Das änderte aber nicht, dass er trotzdem hier war. Ziemlich sicher in der Hölle von Kalifornien. Zu viel Sonne, zu wenig Wald. Zu viel Strand, zu wenig Freiraum. Zu viele Menschen. Es gab wenig Positives, das Derek an dieser Situation finden konnte.
„Kann mir nochmal wer erklären, warum wir ihn unbedingt mitnehmen mussten?“, fragte Isaac und deutete auf Peter, der die Augen genauso verdrehte wie Derek. Die Verwandtschaft war ohne Frage sichtbar.
„Na, irgendwer muss ja auf uns aufpassen“, antwortete Scott und bekam einen scharfen Blick von den anderen Anwesenden. Er warf die Hände in die Luft. „Schön, wir hatten das Ticket über, weil ja jemand Last Minute abgesagt hat.“
„Wer hat eigentlich nochmal abgesagt?“, fragte Malia zumindest halbwegs interessiert.
„Theo“, antwortete Scott. Ein allgemeines Stöhnen ging durch die Gruppe.
„Wieso genau haben wir den gefragt?“, wollte Malia daraufhin wissen.
„Okay, Leute. Ist doch egal. Jetzt haben wir Peter dabei. Peter versteht bestimmt ganz viel Spaß. Und wir sollten die Zimmer aufteilen“, schaltete sich Stiles ein, um den Konflikt zu beenden, bevor er richtig aufsteigen konnte. Ein Haufen Werwölfe, eine Werkoyote und eine Banshee. Und er. Das konnte doch nur gut werden.
„Hast du im Flugzeug gepennt? Du bist mit Derek im Zimmer“, sagte Lydia ganz selbstverständlich und sah Stiles mit ihrem vorwurfsvollen Blick an. Dieser blickte entgeistert zurück.
„Wie? Wann habt ihr das denn festgelegt? Wieso bin ich mit Derek auf einem Zimmer? Wer ist denn mit Peter auf einem Zimmer?“, schoss er ungläubig aus ihm heraus.
„Peter hat ein Einzelzimmer“, sagte Scott und sah seinen Freund an. Stiles warf ihm einen intensiven Blick zurück. Er konnte doch nicht mit dem ehemaligen Alpha auf ein Zimmer. Das … das… Das konnte er nicht einmal in seinen Gedanken verarbeiten! Er und Derek. In einem Zimmer. Einer von ihnen könnte das nicht überleben. Würde das nicht überleben! Die Frage war nur, wer der eine war. Zumindest war es eine Frage, die sich Stiles insgeheim stellte.
„Also ich werde jetzt mein Zimmer beziehen und mich dann in die Sonne legen, bist du dabei, Lydia?“, fragte Malia. Die Angesprochene nickte und zog ihren Koffer hinter sich her in Richtung des Hotels. Wenn sich Malia und Lydia ein Zimmer teilten, dann mussten sich Scott und Isaac ein Zimmer teilen. Peter hatte ein Zimmer alleine bekommen. Stiles versuchte scharf darüber nachzudenken, wann er wohl dieser Planung zugestimmt haben mochte. Er hatte im Flugzeug doch nur ganz, ganz kurz geschlafen. Wenn er überhaupt geschlafen hatte, so wie die anderen behaupteten.
„Wieso schläft Peter eigentlich nicht mit Derek auf einem Zimmer? Die beiden sind verwandt“, wandte er ein. Er wollte sich noch nicht geschlagen geben. Auf gar keinen Fall würde er mit Derek in einem Zimmer schlafen. Und wenn er am Strand übernachtete. Das nahm er sich auf jeden Fall vor.
„Als wir gefragt haben und dich dafür wecken wollten, warst du doch derjenige, der unbedingt mit Derek auf ein Zimmer wollte. Wir wollten dich eigentlich davon überzeugen, mit Lydia auf ein Zimmer zu gehen, aber du wolltest nicht“, antwortete Scott verwirrt. Stiles starrte ihn mit offen stehendem Mund an. Bitte? Das hätte er doch niemals behauptet. Stiles kniff die Augen zusammen. Bevor er jedoch noch etwas schlaues sagen konnte, waren die anderen bereits losgegangen und nur Derek wartete wie immer missmutig darauf, dass er kam.
„Wenn du schnarchst, schmeiße ich dich raus, nachdem ich deinen Mund zugeklebt habe und dafür gesorgt habe, dass du nie wieder schnarchst“, grummelte er, als er wenig später die Zimmerschlüssel entgegennahm. Er dachte nicht einmal daran, Stiles seinen eigenen Schlüssel zu geben. Stiles folgte ihm auf das Zimmer, in dem sie nicht einmal zwei Einzelbetten, sondern ein Doppelbett vorfanden.
„Hey! Die Bettseite wollte ich haben. Ich schlafe immer an der Wand“, jammerte Stiles, nachdem Derek seinen Rucksack auf das Bett geschmissen hatte. Er warf dem Jüngeren einen Blick zu.
„Okay, okay. Du hast Recht. Ich schlafe viel lieber am Fenster. Ich probiere so gerne neue Dinge aus. Das Fenster … Das klingt einfach perfekt“, korrigierte sich der Dunkelhaarige und nickte. Derek machte sich nicht einmal die Mühe mit seinem Kopf zu schütteln. Irgendwie beschlich ihn die leise Vorahnung, dass er heute Nacht und die nächsten Nächte vielleicht lieber draußen verbringen würde. Er kannte Stiles mittlerweile lange genug, um zu wissen, dass das Menschenkind nicht bloß schnarchte, sondern auch anhänglich war. Im Flugzeug hatte er auch schon das absolute Pech gehabt, den Platz neben Stiles zu bekommen. Genau genommen hatte er zwischen Stiles und Isaac sitzen müssen. Sie waren nicht mal abgehoben, da hatte Stiles schon den Kopf auf seiner Schulter abgelegt gehabt und ihm direkt ins Ohr geschnarcht. Und weil das an sich ja nicht schon schlimm genug war, hatte er im Schlaf auf noch gesprochen und anscheinend Gefallen an der Schlafposition bekommen. Derek konnte wohl von Glück reden, dass er keinen fetten Sabberfleck auf seiner Schulter gehabt hatte. Als Scott, der mit Lydia und Malia eine Reihe weiter vorne gesessen hatte, dann begonnen hatte, die Zimmerverteilung zu machen, hatte Derek kurz versucht, Stiles zu wecken. Der hatte sich aufgerichtet und gesagt, dass er nur bei ihm schlafen würde. Dann war er wieder auf seine Schulter zurückgesunken. Scott hatte genickt und niemand hatte ihn gefragt, was er eigentlich dazu zu sagen hatte. Und das hatte er nun davon!
„Dereeeek“, hörte er auch schon wieder die nervtötende Stimme. Er drehte sich um zu Stiles, der gerade die Mappe auf dem Tisch durchblätterte. Er schaute ihn mit seinem bettelnden Blick an, „wenn wir uns beeilen, schaffen wir die Einführung ins Bogenschießen!“
„Dann geh doch“, meinte Derek, „Ich zwinge dich nicht, hier zu bleiben.“
„Jaaaaa, aber doch nicht alleine. Ich dachte… Naja. Vielleicht…. Vielleicht hättest du ja Lust mitzukommen? Ein bisschen Bogenschießen? Koooooomm schoooooon“, bettelte Stiles. Er zog einen Schmollmund und sah den Werwolf an. Derek verdrehte die Augen und seufzte genervt. Er wusste, dass er das bereuen würde.
Nicht einmal eine Viertelstunde später standen Derek und Stiles mit einer Gruppe von anderen begeisterten Menschen in einem Halbkreis. Die Bogenschießlehrerin erzählte gerade etwas über die Geschichte der Bogenschießkunst. Derek starrte Löcher in die Luft, denn eigentlich interessierte ihn das überhaupt nicht. Er mochte Bogenschießen nicht. Das war etwas, das machten die Menschen. Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie jemand versuchte ihn mit Pfeilen zu treffen. Scotts Ex-Freundin Allison zum Beispiel. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sein Blick war finster. Stiles rammte seinen Ellbogen unschön in seine Rippen und brachte ihn dazu, ihm einen todbringenden Blick zuzuwerfen.
„Ey, ich glaube die Lady steht auf dich“, wisperte er und grinste ihn breit an. Er zwinkerte mit einem Auge und sah wieder zu der Lehrerin, die ihren Blick tatsächlich auf Derek gerichtet hatte. Sein Blick ging zurück zu Stiles, der immer noch grinsend mit den Schultern zuckte.
Irgendwie überstand er die Instruktion, wie man mit dem Bogen umzugehen hatte und hatte irgendwann selbst einen in der Hand. Den er nicht geholt hatte, sondern den Stiles für ihn geholt hatte. Mit der schwersten Sehne, die er finden konnte. Derek fand es allerdings spannender dem Menschenjungen dabei zuzusehen, wie er es versuchte. Stiles hatte den wohl leichtesten Bogen genommen, den er gefunden hatte. Er zog die Sehne zurück, hielt den Bogen aber schon viel zu weit oben. Bei dem Versuch einen Pfeil einzuspannen, fiel ihm jedes Mal entweder der Pfeil runter oder der Bogen mit dem Pfeil. Auf seinen Fuß. Er schrie laut auf und verzog sein Gesicht. Derek konnte nur mit dem Kopf schütteln. Wie konnte jemand so tollpatschig sein, selbst als Mensch?
„Wie läuft es denn bei Ihnen?“, fragte eine höfliche Frauenstimme. Stiles schrie erschrocken auf und ließ den Pfeil, den er gerade aufgespannt hatte los. Das war wohl der bislang beste Versuch, den er hinbekommen hatte. Der Pfeil flog vielleicht anderthalb Meter, bevor er auf dem Boden liegen blieb. Derek hatte die Dame natürlich kommen hören.
„Sie haben es ja noch gar nicht probiert. Kann ich Ihnen helfen?“, fragte die Frau weiter, die nicht einmal auf Stiles geachtet hatte. Derek sah sie an.
„Danke, ich brauche keine Hilfe“, lehnte er also missmutig ab. Wieso genau hatte er sich von Stiles überreden lassen diesen Mist hier mitzumachen? Er wusste es nicht. Wieso hatte er Stiles nicht einfach bei Scott und Isaac abgegeben? Oder am Strand bei Malia und Lydia? Richtig. Die Mädchen hatten keine Lust gehabt, dieses kleine, viel zu aufgeregte und begeisterte HB-Männchen am Strand beim Sonnen dabei zu haben. Und was Scott und Isaac anging… Derek hatte keinen blassen Schimmer, was die beiden überhaupt geplant hatten. Vielleicht schliefen sie auch einfach.
„Probieren Sie es doch mal. Ich bin mir sicher, dass Sie das sehr gut machen werden“, versuchte die Bogenschießlehrerin erneut ihn dazu zu bringen, endlich den Bogen aufzunehmen, damit sie ihn korrigieren konnte und dadurch einen Blick auf diesen perfekt trainierten Rücken und diese Armmuskeln zu bekommen.
„Woah, Derek. Hast du das gesehen? Hast du das gesehen?! Ich habe es geschafft“, rief Stiles begeistert. Dereks Blick ging von der Lehrerin über Stiles zu den Zielscheiben. Unterhalb des Randes im Holz steckte der Pfeil von Stiles. Auf Dereks Zielscheibe. Stiles grinste breit. Derek schüttelte den Kopf und seufzte. Er nahm den Bogen und einen Pfeil und versenkte diesen in der Mitte seiner Zielscheibe. Dann legte er alles wieder ab und sah zu der Lehrerin und Stiles.
„Oh. Das machen Sie wirklich gut. Versuchen Sie es doch mal mit einem Lächeln dabei“, sagte sie, trat einen Schritt zurück. Einen zweiten. Und ging dann zum nächsten.
„Hat sie mich gerade übersprungen?!“, fragte Stiles fassungslos und sah ihr hinterher, „Ich hätte gerne einen guten Tipp von ihr gehabt. Vielleicht ist Bogenschießen ja mein verstecktes Talent.“
„Ist es nicht“, sagte Derek und runzelte die Stirn. Wie zur Hölle kam Stiles immer auf solche Ideen? Als ob er ein verstecktes Talent hätte. Er hatte nicht mal seine eigene Zielscheibe getroffen.
„Aber deins vielleicht“, meinte Stiles. Er warf einen Blick zu der Lehrerin, „Du hast auf jeden Fall jemanden beeindruckt. Tu das nochmal. Komm schon, noch mal.“
Derek wusste, dass Stiles ihn nicht eher in Ruhe lassen würde, bis er seinem Gebettel nachkommen würde. Er war wirklich, wirklich nervtötend und aufdringlich. Derek nahm den Bogen also wieder auf. Er spannte den Pfeil in die Sehne und ließ ihn erneut in die Mitte der Zielscheibe direkt neben seinen ersten Pfeil schnellen. Stiles tätschelte grinsend seine Schulter.
„Das machen Sie wirklich toll, aber Sie müssen lächeln, damit niemand misstrauisch wird, Sour Wolf“, sagte er und äffte damit definitiv die Lehrerin nach. Derek warf ihm einen verachtenden Blick zu.
„Und weshalb sollte jemand misstrauisch werden?“, fragte er mit ernster Stimme. Stiles zuckte mit den Schultern.
„Du siehst nicht so aus als würdest du Spaß haben. Also. Was macht dir Spaß? Was machen wir als nächstes? Ich meine Bogenschießen… Das können wir ja jetzt. Lass uns das nächste Abenteuer, das dieses Hotel zu bieten hat, in Angriff nehmen. Was macht dir Spaß?“, wollte Stiles wissen. Sein Arm lag um Dereks Schulter und er führte ihn vom Bogenschießen weg. Derek blieb stehen und Stiles sah ihn erwartend an.
„Hast du das gehört?“, fragte Derek und seine Miene hatte mit einem Mal etwas alarmiertes. Stiles hatte natürlich nichts gehört, „Das war Lydia.“
„Ach Mensch ... Können wir nicht einen einzigen Tag ohne Tote verbringen? Morgen hätte doch auch gereicht“, rief Stiles Derek hinterher, der sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, um herauszufinden, weshalb Lydia geschrien hatte. Aber er war natürlich viel zu neugierig, um Derek nicht zu Lydia zu folgen. Wenn die wieder jemanden gefunden hatte, dann würde dieser Urlaub hier noch um ein Vielfaches spannender werden, als er sich überhaupt ausgemalt hatte.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Mal wieder ein Fandom, das ich nicht kenne. Zum Zitat hat diese Geschichte aber sehr gut gepasst.

Eure lula-chan
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