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Tanzunterricht mit Kitty

von Larimia
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Gen
Kitty
06.10.2020
06.10.2020
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5.701
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Roderick wurde aus seiner Träumerei gerissen, als jemand energisch mit der Hand vor seinem Gesicht herumwedelte. Er nahm hastig seine Kopfhörer ab und sah direkt in Kittys graue Augen, die ihn genervt anschauten.
„Hallo, du unbewegliche Flunder mit zwei linken Füßen. Wo ist Spencer? Wir waren doch für acht Uhr hier verabredet“, sagte Kitty bissig.
Roderick wurde wieder einmal klar, warum er nie freiwillig mit der Cheerleaderin geredet hat. Gekonnt ignorierte er ihren blöden Kommentar und warf einen Blick auf sein Handy. Es war schon viertel nach acht und er hatte keine Nachricht von ihm.
„Sekunde“, seufzte er, als er die Taste mit dem Hörer drückte.
„Das kann doch wirklich nicht wahr sein. Da bin ich einen Tag zurück im Glee Club, tue Rachel den Gefallen und gebe euch LANGE nach Schulschluss Tanzunterricht und dann kommt ihr zu spät?“, fragte Kitty aufgebracht.
Roderick lag ein „Du warst doch auch zu spät“, auf der Zunge, doch er verkniff es sich. Stattdessen antwortete er auf ihren Kommentar nur mit einem erneuten Seufzen und war erleichtert, als Spencer endlich abnahm.
„Hey Kumpel, wo steckst du?“, fragte Roderick.
„Oh, es tut mir wirklich leid, aber ich kann nicht kommen. Ich hätte absagen sollen, ich weiß, aber es ist gerade echt ungünstig“, flüsterte er hektisch.
„Das ist nicht dein Ernst, oder? Du kannst mich doch nicht einfach so hier hängenlassen! Warum kannst du denn auf einmal nicht mehr kommen?“, fragte Roderick geschockt.
Am liebsten hätte er „Warum lässt du mich mit Kitty alleine?“, gefragt, doch die Cheerleaderin hörte jedes Wort mit und wirkte jetzt noch bissiger als vorher.
„Hör zu, ich habe meiner Mom versprochen, dass ich Hausarbeit erledige und …“ „SPEEENCER!“, brüllte jemand am anderen Ende der Leitung, sodass Roderick das Handy einen Meter von seinem Ohr weghalten musste.
„Sorry, muss los“, hörte er Spencer nur noch sagen und dann hatte er auch schon aufgelegt.
„Echt jetzt? Der taffe Fast-Quarterback lässt sich von seiner Mami herumkommandieren? So etwas Lächerliches habe ich ja noch nie gehört. Obwohl, warum wundert es mich eigentlich“, meinte Kitty schnaubend.
Roderick starrte noch einen Augenblick fassungslos auf sein Handy und wandte dann seinen Blick wieder zu der Cheerleaderin. Er musste sofort weg von hier!
„Gehen wir nach Hause, ohne Spencer macht das doch keinen Sinn“, brummte Roderick und hatte sich bereits erhoben, da baute sich Kitty mit verschränkten Armen vor ihm auf.
„Machst du Witze? Ich bin doch nicht komplett umsonst in die Schule gekommen! Wir werden jetzt so lange üben, bis du die Grundschritte beherrschst. Und wenn wir die ganze Nacht hier sind“, schnaubte sie.
„Bist du sicher? Ich bin wirklich ein hoffnungsloser Fall“, versuchte er sich herauszureden, doch Kitty verdrehte nur die Augen und meinte: „Hör zu, ich bin nicht der beste Cheerio, den diese Schule jemals gesehen hat, weil ich dämlich mit meinen Pom-Poms wedele. Nein, ich habe TALENT und bin eine ANFÜHRERIN. Wenn ich sage, dass DU in ein paar Stunden die Grundschritte beherrschst, DANN IST DAS SO!“
Roderick zuckte zusammen und fuhr nervös mit den Fingern über seine Kopfhörer. Ein paar Stunden? Hatte Kitty es etwa ernst gemeint, als sie gesagt hat, dass sie notfalls die ganze Nacht hierbleiben würden?
„Leg die weg“, forderte Kitty harsch und Roderick nickte hastig.
Es wiederstrebte ihm zwar komplett, seine Kopfhörer, welche ihn sonst immer vor den grausamen Kommentaren der Cheerleaderin gerettet hatten, nun wegzulegen, doch er hatte keine andere Wahl. Sie nahm die Fernbedienung der Musikbox in die Hand, sah ihn fragend an und er nickte.
„Okay, dann legen wir mal los. Mach mir einfach alles nach, verstanden?“, fragte sie und Roderick nickte erneut.
Dies war der Anfang von zwei Stunden, in denen Roderick nicht nur gequält wurde, sondern die ihm auch noch unendlich lange vorkamen.
In den zwei Jahren, die Kitty und er zusammen im Unterricht saßen, hatte sie ihn nie beachtet. Wenn die anderen Schüler ihn ärgerten, war sie in der Fraktion, die zynisch lächelte, und sich dann wieder anderen Dingen widmete. Irgendwann hat sie dann selbst mit den dämlichen Kommentaren angefangen und auch wenn Roderick es hasste, musst er sich jedoch zumindest eingestehen, dass sie bei ihrer Wortfindung kreativer war als die meisten anderen. Einmal mussten die beiden im Physikunterricht zusammen ein Referat halten. Der Rest des Kurses hatte sich darüber beschwert, dass ausgerechnet der Fettsack mit der hübschen Cheerleaderin zusammenarbeiten durfte – ihm kam es jedoch mehr einer Strafe gleich.
An einem Nachmittag hatten sie sich zusammengesetzt, still vor sich hingearbeitet und nur zwischendurch ein paar Punkte abgesprochen. Roderick hatte die Musik aufgedreht, ohne wäre es einfach zu langweilig gewesen. Anfangs hatte Kitty nur mit dem Fuß gewippt oder rhythmisch mit dem Kopf hin und her gewackelt, doch irgendwann hatte sie leise mitgesungen. Eigentlich war The Climb von Miley Cyrus nicht seine Musik und er hatte keine Ahnung, wie das Lied in seine Playlist gekommen war. Er wollte den Song bereits skippen, als Kitty auf einmal anfing laut mitzusingen. Damals hatte er sie nur ungläubig dabei beobachtet, wie sie auf einmal alles um sich herum vergaß, und sich komplett in dem Lied verlor. Roderick hatte sie die ganze Zeit über angestarrt und als der letzte Ton verstummte, erwachte sie urplötzlich aus ihrer Trance. Sie schien für einen Moment wie gelähmt, ihre Wangen liefen rot an und sie warf Roderick einen panischen Blick zu. Dieser hatte seine Augen schnell wieder auf die Aufgaben geworden und so getan, als wäre das alles nicht passiert. Dies war ihm anfangs sehr schwergefallen, denn er hatte sie noch nie zuvor verlegen gesehen. Keiner der beiden hatte seitdem ein Wort darüber verloren. Am nächsten Tag war Roderick in die Bibliothek geeilt und hatte die Jahrbücher zu Rate gezogen. Er hatte nicht gewusst, dass Kitty einmal bei den New Directions gewesen war, das musste vor seiner Zeit an der Schule gewesen sein. Daraufhin hatte er nach ihren Auftritten gesucht und einige Handyaufzeichnungen gefunden. Sie war wirklich der Hammer gewesen und er war sich sicher, dass wenn Sue Sylvester nicht gewesen wäre, sie voll hätte durchstarten können. Doch mit der erbarmungslosen Trainerin wurde die Musik von der Schule verbannt und Kittys Stimme verstummte. Nach ihrem Physik-Vortrag hatte sie ihn in Ruhe gelassen und nur ab und an halbherzig gelächelt, wenn die anderen Mal wieder einen Witz über ihn gerissen haben. Wahrscheinlich hatte sie Angst, dass er ihren Mitschülern von ihrer kleinen Gesangseinlage erzählte, doch er hatte ihr Geheimnis für sich behalten.
Doch jetzt, wo sie ihn wegen der falschen Schritte immer und immer wieder anschnauzte, verfluchte er sein gutmütiges Herz und ihm fiel es zunehmend schwerer, ihr nicht an die Gurgel zu springen. Hinzu kam auch noch, dass er einfach nur echt mies war und egal wie oft sie ihm es auch erklärte, ihm seine Füße einfach nicht gehorchen wollten.
„Hör endlich auf, mich so anzumotzen, das bringt einfach nichts“, schnauzte er sie irgendwann zu seiner eigenen Verwunderung an.
Sie hielt abrupt inne, schaltete die Musik aus und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Und ob das etwas bringt, bei meinen Cheerios funktioniert es auch und …“
„Aber ich bin nicht einer deiner blöden Cheerios“, bluffte Roderick sie an und jetzt wirkte sie ernsthaft erstaunt.
„Was? Bist du es nicht gewohnt, dass dich jemand unterbricht?“, fragte Roderick genervt und ließ sich auf einer der Stühle fallen.
„Doch, aber es ist schon lange her. Fast sogar eine Ewigkeit. Verdammt, ich hatte keine Ahnung mehr, wie sich das anfühlt“, murmelte Kitty und ließ sich neben ihm auf einem der Stühle wieder.
„Nur zur Info, wir machen jetzt nur eine kleine Pause, weil ich es dir gestatte“, fügte sie hinzu und war schon wieder ganz die Alte.
Roderick schüttelte genervt den Kopf, nahm dann jedoch einen großzügigen Schluck aus seiner Flasche.
„Steht dir aber“, meinte Kitty auf einmal und Roderick sah sie stirnrunzelnd an. „Was meinst du?“
„Diese rebellische Seite in dir, die kenne ich gar nicht. Dir würde es guttun, mal öfter etwas Mutiges zu tun“, sagte Kitty.
„Wenn der Tipp von dir kommt, sollte ich es lieber nicht beherzigen. Ich mag mein schüchternes Einzelgänger-Dasein“, meinte Roderick schulterzuckend.
„Was soll das denn heißen? Glaubst du etwa nicht, dass ich auch mal nett sein kann?“, fragte Kitty empört.
„Soll das jetzt ein Scherz sein?“, entgegnete Roderick und rückte seine Brille zurecht.
Er hätte nicht damit gerechnet, dass die Cheerleaderin ihn nun tatsächlich verletzt anblickte und versuchte, ihre bebende Unterlippe unter Kontrolle zu bringen.
„Ihr kennt mich doch alle gar nicht. Weißt du, es gab mal eine Zeit im Glee Club, da war ich eine komplett andere Person. Hörst du? Ich war nett und hatte sogar einen Freund, der im Rollstuhl saß. Okay? Ich habe zu ihm und der Beziehung gestanden! Ich war glücklich!“
„Warte, du redest doch nicht von Artie, oder?“, fragte Roderick nun ein wenig irritiert.
„Exakt, von dem rede ich“, bluffte Kitty ihn an.
„Achja? Und was ist dann passiert?“
Er versuchte genervt zu klingen, doch wenn er ehrlich war, interessierte es ihn brennend.
„Er und alle anderen haben mich im Stich gelassen. Als sich der Glee Club aufgelöst hat, war ich am Boden zerstört, ich hatte nichts mehr! Es hat mich also kein bisschen weitergebracht, nett zu sein. Hörst du, ich kann nett sein, aber ich will es einfach nicht.“
„Also willst du auch nicht glücklich sein?“, fragte Roderick und nun blickte Kitty ihn ernsthaft verwirrt an.
„Was? Wovon redest du?“
„Du hast gesagt, dass du im Glee Club glücklich warst. Bist du deswegen zurückgekommen? Weil du wieder glücklich sein wolltest?“, fragte er und die Cheerleaderin sprang wütend von ihrem Stuhl auf.
„Wie kannst du es wagen, mir diese Frage zu stellen? Das geht dich gar nichts an!“
„Das reicht mir“, knurrte Roderick und stürmte aus dem Klassenzimmer raus und auf den Flur.
Wie konnte er nur hoffen, im Glee Club Freunde zu finden? Es war ja doch alles wie immer. Am liebsten wäre er nach Hause gegangen, doch er hatte seine Tasche und die Kopfhörer im Klassenzimmer gelassen. Eine Weile zog er planlos umher, bis er schließlich in die Aula lief. Er schaltete die Lichter an und setzte sich auf den Rand der Bühne. Es war das erste Mal, dass er sich hier befand, ohne nervös zu sein. Ansonsten war er nur für sein Vorsingen oder einen Auftritt hier gewesen. Überraschenderweise musste er sich eingestehen, dass er sich sogar wohlfühlte und es toll fand, in den letzten Tagen so oft über seinen Schatten gesprungen zu sein. Es würde nicht mehr lange dauern, dann müsste er die Bewerbungen an die Colleges rausschicken. Er hatte lange nicht gewusst, für welchen Studiengang er sich entscheiden sollte, doch nun dachte er ernsthaft darüber nach, sich an der NYADA zu bewerben. Rachel und Kurt waren die ersten Lehrer, die an ihn glaubten und das war für ihn ein Zeichen. Doch er wusste auch, dass er viel Arbeit vor sich haben würde, um dort angenommen zu werden – und er hätte eigentlich schon gestern damit beginnen müssen. Deswegen zogen ihn seine Füße auch zu dem Klavier hinüber, welches so einsam am Rand der Bühne stand. Er setzte sich auf den Hocker und legte seine Hände unschlüssig auf die Tasten. Sie hatten zuhause auch ein Klavier und hin und wieder übte er auch, doch ihm war bewusst, dass er es viel zu selten tat. Vielleicht sollte er nochmal Unterricht nehmen? Er konnte sich definitiv noch verbessern. Vom Tanzen mal ganz abgesehen, da hatte er noch sehr viel mehr Arbeit vor sich – und ganz sicher nicht mit Kitty.
„Willst du nicht langsam mal anfangen zu spielen?“, fragte diese und riss Roderick erneut aus seinen Gedanken. Konnte sie Gedanken lesen? Sie kam lächelnd die Treppe zur Bühne heruntergelaufen und direkt auf ihn zu.
„Was willst du hier?“, fragte Roderick und ihre Gesichtszüge erschlafften ein wenig unter seinem genervten Tonfall.
„Naja, ich schätze, ich sollte mich entschuldigen. Schau mich nicht so an, das meine ich ernst“, sagte sie unter seinem kritischen Blick.
Ohne zu fragen nahm sie neben ihm auf dem kleinen Klavierhocker Platz. Er rückte nervös seine Brille zurück und räusperte sich.
„Ich sollte mich außerdem bei dir bedanken. Für … naja, damals halt. Du erinnerst dich doch noch an unser Physikprojekt, oder?“, fragte sie und nun schlich sich ein Lächeln auf Rodericks Gesicht.
„Ich habe erst vorhin daran gedacht, wenn ich ehrlich bin.“
„Wenn du diese Infos unter Sue Sylvesters Schreckensherrschaft ausgeplaudert hättest, wäre ich bei den Cheerleadern hochkant rausgeflogen. Warum hast du es eigentlich für dich behalten? Ich meine … ich war so gemein zu dir“, gestand Kitty und starrte auf die Tasten vor sich.
„Naja, ich schätze Mal, ich bin einfach zu nett für diese Welt. Außerdem hatte ich Angst, dass ich diese musikliebende Kitty dann nie wiedergesehen hätte. Wäre sehr schade gewesen“, gestand er.
„Ja, Musik scheint mich wohl wirklich zu einem besseren Menschen zu machen. Also los, sing eine Runde für mich. Dann bin ich vielleicht auch netter zu dir, wenn wir gleich weitermachen“, sagte sie grinsend.
„Ist das dein Ernst? Du willst es wirklich nochmal probieren?“, fragte er stirnrunzelnd.
„Natürlich. So lange, bis du es kannst. Aber erst wird gesungen! Du hast wirklich eine starke Stimme. Du hast Father Figure wirklich gerockt!“, sagte Kitty und klang dabei überraschend ehrlich.
„Einigen wir uns auf einen Kompromiss: Wir singen zusammen.“
„Von mir aus. Auf was hast du Lust?“, fragte sie und sah ihn neugierig an.
Ihre Augen hatten seine fixiert und für einen Augenblick hatte Roderick vergessen, was sie zu ihm gesagt hatte. Rasch wandte er seinen Blick von ihr ab und hin zum Klavier. Ihm schossen so einige Lieder durch den Kopf, aber am Ende entschied er sich für eins, welches in gewisser Weise zu ihrer Beziehung passte.

„Let me hold you
For the last time
It's the last chance to feel again
But you broke me
Now I can't feel anything“

Kitty sah ihn überrascht an. Offenbar hatte sie nicht erwartet, dass er Broken Strings wählen würde. Ihr Blick wurde für einen Moment glasig, doch dann schüttelte sie sich und nickte kurz.

„When I love you
It's so untrue
I can't even convince myself
When I'm speaking
It's the voice of someone else
Whoa it tears me up
I try to hold on, but it hurts too much
I try to forgive, but it's not enough to make it all okay
You can't play on broken strings
You can't feel anything that your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Oh the truth hurts
And lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before“

Kitty macht einen sehr verkrampften Eindruck und sah so aus, als ob sie gegen etwas in ihrem Inneren ankämpfte. Immer, wenn Roderick kurz zu ihr rüber schaute, hatte er große Schwierigkeiten sich auf die Noten zu konzentrieren. Er hatte die Cheerleaderin all die Zeit, in der er sie kannte, noch nie so erlebt, wie jetzt gerade. Es hatte immer mehr den Anschein, als wäre sie doch nicht so emotional gefestigt, wie es den Anschein hatte.

„Oh what are we doing
We are turning into dust
Playing house in the ruins of us“

Es war wie an diesem Nachmittag, an dem er sie das erste Mal hatte singen hören. Doch nun waren ihre Augen leicht gerötet und Tränen sammelten sich in ihren Augen. Etwas in Rodericks Magen zog sich zusammen und fast hätte er seinen Einstieg verpasst.

„Running back through the fire
When there's nothing left to save
It's like chasing the very last train when it's too late (too late)
Oh it tears me up
I try to hold on, but it hurts too much
I try to forgive, but it's not enough to make it all okay
You can't play on broken strings
You can't feel anything that your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Well the truth hurts
And lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before“

Kitty hatte sich erneut in der Musik verloren. Roderick konnte sehen, wie sie sich ihr immer mehr hingab und Gefühle an die Oberfläche kamen, welche sie sich sonst nie zu zeigen traute. Inzwischen konnte sie auch ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie liefen über ihre Wangen und Roderick schaffte es gerade so, nicht seine Hand zu heben und sie wegzuwischen.

„But we're running through the fire
When there's nothing left to save
It's like chasing the very last train
When we both know it's too late (too late)
You can't play on broken strings
You can't feel anything that your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Well truth hurts
And lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before
Oh you know that I love you a little less than before
Let me hold you for the last time
It's the last chance to feel again“

Kitty schluchzte, doch Roderick faltete nur unbeholfen die Hände im Schoß. Er hatte keine Ahnung, wie er mit der Situation umgehen sollte und es machte sie auch nicht besser, als Kitty fragte: „Habe ich dir das angetan? Habe ich dich mit meinen dämlichen Kommentaren gebrochen?“
„Nein. Es ist nicht so, dass ich alle Kommentare der Mitschüler über die Jahre hinweg ignorieren konnte, doch ich habe mit der Zeit gelernt, sie nicht persönlich zu nehmen. Vielleicht merke ich die Auswirkungen auch erst später. Ich werde dir dann die Rechnung von meinem Psychiater schicken.“
Der letzte Satz war eigentlich nur ein Scherz gewesen, doch nun blickte Kitty ihn ernsthaft besorgt an.
„Ich habe schon einmal eine Mitschülerin in den Wahnsinn getrieben. Ihr Name war Marley. Sie war auch im Glee Club und Sue hat sie dazu gebracht, die Schule zu wechseln. Ich fühle mich heute noch schuldig für das, was ich ihr angetan habe. Ich bin mir sicher, dass ich für die Taten in der High School irgendwann noch bezahlen muss – früher oder später.“
„Dann musst du wohl noch ganz dringend ein bisschen mehr positives Karma sammeln. Los, lass uns tanzen“, meinte Roderick und stand auf.
„Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz mal aus deinem Mund hören würde“, sagte Kitty schmunzelnd und wischte sich die Tränen von den Wangen.
Er reichte ihr die Hand und sie erhob sich. Für einen Moment verharrten sie in dieser Position und schauten sich wortlos an, bevor beide die Hand zurückzogen und verlegen in anderen Richtungen schauten. Kitty startete die Musik und die beiden begaben sich in Position. Die nächsten Stunden waren nun deutlich angenehmer und Kitty schien wie ausgewechselt. Sie hatte nun deutlich mehr Geduld mit Roderick, auch wenn sie es nicht unterlassen konnte, das ein oder andere Mal die Augen zu verdrehen oder verzweifelt mit dem Kopf zu schütteln. Doch nun lachten beide auch mal und je mehr die Zeit voranschritt, desto lustiger wurde es. Er machte tatsächlich Fortschritte und bis auf ein oder zwei Übungen schaffte er den Rest ziemlich passabel. Elegant war zwar anders, aber der Fortschritt war deutlich erkennbar.
„Man, du hast in deinem ganzen Leben nie getanzt, oder?“, fragte Kitty irgendwann lachend.
„Naja, so ganz stimmt das auch nicht. Mit fünfzehn hat mich meine Mutter zu einem Tanzkurs geschickt. Nichts Spannendes. Walzer, Disco Fox, Rumba und so ein Kram. Damals war ich auch schon echt schlecht.“
„Dann solltest du dein Talent mal wieder ein bissen auffrischen. Ich habe zufällig mitbekommen, dass wir bald zu Chandelier tanzen werden und was passt dazu besser als ein Rumba?“, fragte Kitty grinsend, eine Augenbraue bedeutend hochgezogen.
„Hast du mich heute nicht schon genug gequält? Wie viel Uhr haben wir eigentlich?“, fragte Roderick schnaubend, als sie sich gegenüber von ihm aufstellte.
„Keine Ahnung, spät? Als ich das letzte Mal auf die Uhr geschaut habe, war es Ein Uhr. Na los, das macht jetzt auch keinen Unterschied mehr“, forderte sie und hielt ihm die Hand hin.
„Na gut, du hast es nicht anders gewollt“, gab sich Roderick geschlagen. Mit der einen Hand nahm er ihre an, während er die andere an ihre Hüfte legte.
„Oh, das wird ein Spaß“, sagte sie freudig und sie begannen zu tanzen.
Tatsächlich hatte sie damit wirklich Recht. Anfangs schaute Roderick noch sehr oft auf seine Füße, weshalb ihn Kitte mehrmals ermahnte. Doch er hatte so Angst, ihr auf die Füße zu treten, dass er lieber übervorsichtig war. Er hatte in den letzten Stunden viel geschwitzt und bezweifelte stark, dass sein Deo noch hielt, doch da Kitty weiterhin grinste und noch nicht schreiend weggerannt war, ging er davon aus, dass er noch halbwegs angenehm riechen musste. Irgendwann schaffte er es sehr wohl von seinen Füßen weg und zu ihr zu schauen. Kitty lächelte und wirkte so unbeschwert, wie noch nie zuvor. Er selbst hätte nie gedacht, dass er sich beim Tanzen so gehen lassen könnte. Ihm war es sogar egal, dass er mitten in der Nacht in der Schule war. Anscheinend hatte das Wachpersonal frei oder von ihnen war keiner auf die Idee gekommen, dass um diese Zeit noch Schüler hier sein könnten. Wahrscheinlich hatte man sie sogar eingeschlossen. Hätte ihm das gestern noch jemand erzählt, wäre er in Panik verfallen, doch nun genoss er es wirklich.
Als ein langsames Lied angestimmt wurde, bleib Kitty erst zögernd stehen, doch von seinem Mut beflügelt, zog Roderick sie noch ein wenig enger zu sich heran und sie gingen in den Walzer über.
„Ich wiederhole mein Kompliment von vorhin sehr gerne, ich mag diesen selbstbewussten Roderick.“
„Und ich die glückliche Kitty. Bist du morgen immer noch so lieb, oder findest du dann wieder zu deiner alten Form zurück?“, fragte er nun ein wenig ernster.
„Ich will nichts versprechen, aber ich versuche jetzt ein besserer Mensch zu sein. Den ersten Schritt habe ich gemacht, indem ich dem Glee Club wieder beigetreten bin. Bei Schritt zwei könnte ich jedoch ein bisschen Hilfe gebrauchen.“
„Wie lautet der?“, fragte Roderick.
„Wieder menschlich werden und das aggressive Kätzchen in mir loswerden“, sagte sie ruhig und legte ihren Kopf auf seine Brust.
Rodericks Herz begann zu rasen und er war sicher, dass sie es hören musste, doch sie sagte nichts und so tanzten die beiden eine Weile eng umschlungen. Roderick streichelte ihr über die Haare. Kitty hatte heute Abend keinen strengen Cheerleader-Zopf, sondern ihre Haare waren offen und fielen ihr über die Schultern. Jetzt wurde ihm auch klar, woher der Apfelgeruch kam.
Als das nächste Lied kam, welches wesentlich flotter war, traten sie beide einen Schritt zurück und sahen sich fragend an.
„Ich glaube, wir haben heute genug geübt“, meinte Kitty zu Rodericks Enttäuschung.
Würden sie jetzt einfach nach Hause gehen? Und am nächsten Tag würden sie so tun, als wäre nichts passiert? Doch schon wieder schien sie seine Gedanken lesen zu können, denn sie warf einen Blick hinter die Bühne und meinte: „Da sollte ein Sofa stehen. Wollen wir uns ein wenig setzen?“, fragte sie und Roderick nickte.
Als sie nach hinten gingen, warfen sie auch einen Blick auf die Uhr. Sie zeigte 04:15 Uhr an.
„Ich kann gar nicht glauben, dass wir schon so lange hier sind“, meinte er gähnend und ließ sich auf dem Sofa nieder.
Kitty nahm erst neben ihm Platz, entschied sich dann doch dazu, sich hinzulegen, wobei sie ihre Beine über Rodericks Schoß legte.
„Jetzt nach Hause zu gehen lohnt sich auch nicht mehr. Schließlich treffen wir uns schon um 07:30 Uhr mit den anderen zur Probe. Uns steht wohl ein langer Tag bevor“, meinte Kitty und musste nun ebenfalls gähnen.
„Ich habe Videos von dir gesehen. Also ich meine von deinen Auftritten mit den New Directions“, korrigierte sich Roderick schnell.
„Die Zeit war wirklich toll und ich erinnere mich gerne daran zurück. Natürlich gab es auch da einige Aufs und Abs“, sagte sie und Roderick meinte förmlich sehen zu könne, wie sie in Erinnerungen schwelgte.
„Erzähl doch ein bissen“, bat er sie und dann begann Kitty zu erzählen.
Sie berichtete von ihrer Motivation, weshalb sie dem Glee Club eigentlich beigetreten war und wie sie sich in der Zeit dort verändert hat. Sie erzählte von den verschiedenen Mottowochen, ihren Freunden, welche inzwischen nicht mehr hier auf der Schule waren, und sie erzählte von ihrem alten Lehrer.
„Ich kenne Finn bisher immer nur aus Erzählungen. Er muss wirklich etwas Besonderes gewesen sein“, sagte Roderick und Kitty nickte.
„Ja. Er hat immer an alle geglaubt und obwohl er selbst noch so jung war, hat er es geschafft, aus unserem bunten Haufen eine richtige Gruppe zu formen. Wir haben ihm alle sehr viel zu verdanken“, sagte Kitty mit matter Stimme.
„Und Rachel war seine Freundin? Du kennst sie also schon länger?“, fragte Roderick, woraufhin sie nickte.
„Ja, aber ich habe sie nie wirklich zusammen gesehen. Ich bin Rachel das erste Mal so richtig vorgestellt worden, als sie wegen Finns Gedenkfeier hier war. Kein guter Augenblick, um sich kennenzulernen.“
„Nein, da hast du wohl Recht. Ich bewundere sie sehr dafür, dass sie jetzt wieder hier ist.“
„Ich auch. Das muss sie sehr viel Kraft gekostet haben. Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte“, gab Kitty zu.
„War es für dich denn nicht schwer, Artie wiederzusehen?“, fragte Roderick.
Kitty schüttelte den Kopf. „Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich bin zwar immer noch ein wenig sauer auf ihn, aber ich bin darüber hinweg. Auch wenn es lange gedauert hat. Wie steht es eigentlich mit dir?“, fragte Kitty auf einmal interessiert. Sie nahm die Beine von seinem Schoß, setzte sich in den Schneidersitz und stützte ihren Kopf auf der Lehne des Sofas ab.
„Was meinst du?“, fragte Roderick und wurde auf einmal nervös.
„Wer verdreht dir den Kopf? Ich habe gehört, das Madison dich ganz süß finden soll.“
„Oh, unsere Stimmen harmonieren ganz gut, aber ich glaube das ist auch schon alles, was wir an Gemeinsamkeiten haben. Außerdem will ich mir keine Freundin suchen, die nächstes Jahr noch hier auf der Schule ist. Schließlich gehe ich bald aufs College“, versuchte er sich aus dem Thema herauszureden, doch Kitty ließ nicht locker.
„Ach komm schon, es muss doch ein Mädchen an der Schule geben, an der du Interesse hast.“
„Klar hatte ich an Mädchen Interesse, aber sie selten an mir. Aber selbst wenn, keine hätte mit mir zusammen sein wollen, schließlich wäre sie von der Hälfte der Schule dafür gehänselt worden.“
Kitty biss sich auf die Lippe; sie wussten beide, dass sie ein Stück weit auch dafür verantwortlich gewesen war.
„Ich wurde damals für meine Beziehung mit Artie auch komisch angemacht. Eigentlich hätte ich daraus lernen sollen. Du hast eine tolle Freundin verdient, Roderick. So liebenswert wie du bist, werden alle Mädels auf dem College auf dich fliegen“, sagte Kitty sanft und blickte ihn verträumt an.
„Okay, wo sind die verstecken Kameras?“, fragte Roderick lachend, da er sich langsam wie in einem kitschigen Film vorkam.
„Du vertraust mir immer noch nicht, oder?“, fragte Kitty schmollend.
„Machst du Witze? Du bist bekannt dafür, dass du die Hälfte der Schüler auf die unterschiedlichsten Arten verarschst hast“, erinnerte er sie.
„Ein Punkt für dich. Aber vielleicht kann ich dich ja doch noch überzeugen.“
Roderick dachte, die Nacht könnte nicht noch merkwürdiger werden, doch da hatte er sich geirrt. Kitty beugte sich zu ihm hinüber, sah ihm erst tief in die Augen und drückte dann ihre Lippen auf seine. Hätte er nicht am äußersten Rand der Couch gesessen, wäre er zurückgewichen oder aufgesprungen. Er war sichtlich überfordert und ehe er reagieren konnte, hatte sich Kitty auch schon zurückgezogen und sah ihn unsicher an.
„Was ist? Du hast den Kuss gar nicht erwidert! War ich so schlecht?“
„Was? Keine Ahnung … ich … ich meine“, stotterte Roderick und er konnte spüren, dass er rot wurde.
Verlegen schob er seine Brille zurecht.
„Oh, ich verstehe. Das war dein erster Kuss, oder? Tut mir leid, falls das jetzt merkwürdig war“, stammelte sie und zupfte nervös an ihren Haaren.
„Warum bist du diejenige von uns, die so verunsichert ist? Verdammt, du bist Head-Cheerleaderin. Du hast bestimmt schon mit unzähligen Typen rumgemacht“, meinte er stirnrunzelnd.
„Ja, aber seit Artie eben nicht mehr. Das hat meinem Selbstbewusstsein einen ganz schönen Knacks gegeben“, sagte sie kleinlaut.
„Oh, okay“, murmelte Roderick, weil er keine Ahnung hatte, was er daraufhin erwidern sollte.
„Tut … tut mir leid“, wiederholte sie und vergrub das Gesicht in den Händen.
„Hey, es ist alles in Ordnung“, meinte Roderick unbeholfen und legte ihr einen Arm um die Schulter. „Es ist alles in Ordnung. Mein erster Kuss hätte auch schlimmer sein können. Oh sorry, das war keine große Hilfe.“ Kitty warf ihm einen säuerlichen Blick zu, lächelte dann jedoch.
„Wir können ihn auch einfach wiederholen“, platzte es aus ihm hinaus.
Er hatte keine Ahnung, warum er das gesagt hatte und wollte sich schon im nächsten Moment dafür ohrfeigen. Kitty hatte ihn bestimmt nur aus einer dummen Laune heraus geküsst. Oder die Müdigkeit hatte sie so verwirrt, dass sie alles für einen Traum hielt. Vielleicht träumte er das hier auch alles nur. Doch zu seiner Überraschung nickte sie eifrig und meinte: „Ja. Ja, sehr gerne.“
Nun war Roderick darauf vorbereitet. Zumindest, wenn man das in dieser Situation so nennen konnte. Kitty näherte sich ihm erneut und er legte vorsichtig eine Hand auf ihre Hüfte. Sie nickte ihm zu, legte ihre Lippen auf seine und er schloss die Augen. Tja, die anderen hatten Recht gehabt mit ihren Erzählungen. Zum einen fühlte es sich wie ein Feuerwerk an und zum anderen konnte er nicht wirklich sagen, was gerade mit ihm passierte. Er wusste nur, dass es unbeschreiblich schön war. Als Kitty sich von ihm löste, lehnte sie sich nicht wieder zurück, sondern blickte weiterhin in seine Augen. Roderick hätte nicht gedacht, dass er sich mal in ihnen verlieren würde, doch genau das war jetzt der Fall.
„Ich hatte ganz vergessen, was für ein schönes Gefühl das ist. Nicht nur der Kuss, sondern sich geborgen zu fühlen.“
„Wer bist du uns was hast du mit Kitty angestellt?“, fragte Roderick grinsend, woraufhin sie ihm auf den Arm boxte.
„Hey, mach nicht den schönen Moment kaputt. Ich bin sehr selten gefühlsduselig, verdirb mir das nicht!“
„Ist schon gut. Mach ruhig weiter, wir haben noch ein paar Stunden Zeit“, meinte Roderick schmunzelnd.
Doch diese paar Stunden vergingen viel zu schnell. Kitty und er saßen die ganze Zeit aneinander gekuschelt auf dem Sofa und redeten. Er konnte sich nicht erklären, was gerade mit ihnen passierte und er versuchte den Gedanken ganz lange zu verschieben. Doch gegen halb sieben gingen sie in die Umkleiden, um zu duschen. Roderick hatte die ganze Nacht nicht geschlafen und hätte eigentlich todmüde sein sollen, doch er fühlte sich hellwach. Als er unter der Dusche stand, versuchte er seine Gedanken zu sammeln, doch es gelang ihm nur halbherzig. Er lief fast zwanzig Minuten in der Umkleide hin und her, weil er nicht wusste, was er zu Kitty sagen sollte. Irgendwann machte er sich dann doch auf den Weg zum Probenraum, wo Kitty bereits auf einem der Stühle saß und von ihrem Handy aufblickte.
„Ich habe gerade Jane damit beauftragt, uns Frühstück mitzubringen. Ich sterbe vor Hunger.“
„Uns?“, fragte Roderick leicht irritiert, „Was hast du ihr erzählt?“
„Wow, bleib mal ganz ruhig. Ich habe ihr nur gesagt, dass wir beide schon in der Schule sind und Hunger haben. Sie hat nicht nachgefragt, warum. Wäre es denn schlimm gewesen, wenn ich ihr den Grund genannt hätte?“
„Nein, ich meine … wir haben nur nicht darüber geredet, ob wir etwas den anderen hiervon erzählen“, meinte Roderick unbeholfen, als er sich neben sie setzte.
Kitty nahm seine Hand in ihre und lächelte ihm ermutigend zu.
„Letzte Nacht war die schönste, seit … ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern. Spätestens seit dem Nachmittag, wo wir zusammen an dem Physikprojekt gesessen haben, weiß ich, dass ich dir vertrauen kann. Roderick, ich habe auch keine Ahnung, was das zwischen uns ist. Ich kann nur sagen, dass ich dich mag. Sehr sogar. Es ist jetzt deine Entscheidung, was du … oder wir daraus machen“, meinte Kitty.
„Ich … mir hat die Nacht auch sehr gut gefallen. Wirklich“, sagte Roderick.
Am liebsten hätte er ihr gesagt, dass dies zu den schönsten Momenten seines ganzen Lebens gehörte. Gleich neben seiner Aufnahme im Glee Club, aber das ging ihm dann doch ein wenig zu schnell.
Nun ergriff er die Initiative und lehnte sich zu ihr hinüber. Er sah, wie sie zwischen den Küssen immer wieder lächelte und ein warmes Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus. Er wiedersprach auch nicht, als Kitty sich elegant auf seinen Schoß setzte und ihre Arme noch enger um ihn schlang. Sein Herz begann wild zu klopfen und am liebsten hätte er sie nie wieder losgelassen.
„Ich … OH MEIN GOTT. Wir … wir haben nichts gesehen. Wir kommen gleich wieder“, stammelte Rachel, welche mit Kurt und Jane voran in den Raum gestürmt war und schon wieder dabei war, rückwärts wieder rauszulaufen.
„Oh wow, das ist der beste Tratsch aller Zeiten. Kitty und Roderick?“, fragte Kurt aufgeregt.
„KURT!“, ermahnte Rachel ihn. Jane stand die ganze Zeit nur daneben und konnte mit dem Lachen nicht mehr aufhören.
„Stimmt, ich bin ja jetzt Lehrer. Also nehmt euch … ein Zimmer oder so.“
„KURT!“, donnerte Rachel und stampfte mit dem Fuß auf.
„Ach bitte, du und Finn habt doch auch ständig und überall rumgemacht“, sagte Kurt schnippisch.
„Was? Nein, also …“, stammelte sie verlegen, woraufhin alle zu lachen begannen.
„Erklären müsst ihr mir das trotzdem“, verlangte Jane neugierig. „Wie ist es dazu gekommen?“
„Macht alle nicht so ein großes Ding darum, okay?“, meinte Kitty.
Sie setzte sich wieder auf den Stuhl neben Roderick, hielt jedoch weiterhin seine Hand.
„Ganz ehrlich? Wir wissen selbst nicht so genau, wie das passiert ist.“
Kitty blickte ihn lächelnd an und er wusste, dass sie beide in Gedanken ergänzten: „Aber wir finden es wunderbar.
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Hallöchen :)
Ich habe keine Ahnung, wie ich auf Kitty und Roderick gekommen bin, aber ich glaube, dass sie ein interessantes Paar gewesen wären. Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen! Wenn ihr wollt, könnt ihr gerne ein Kommentar hinterlassen :D

LG
Larimia
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