Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Sternenhimmel

von Myrtille
GeschichteLiebesgeschichte / P16 Slash
Dr. Marc Lindner Dr. Noah Mattes Dr. Theresa Koshka
06.10.2020
21.11.2020
14
14.681
17
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
21.11.2020 676
 
Vielen vielen Dank für eure so lieben Reviews. Ich freue mich sehr, dass euch mein Gedankenexperiment gefällt.
Hier nun wie versprochen - Dänemark Teil 2.

LG und eine gute Nacht
Myrtille


....................................................................................................................


Leise prasselte der Regen gegen die Scheiben und das Feuer im Kamin knisterte romantisch. Es war längst dunkel geworden und Theresa lag in Marcs Armen im Bett. Ihre linke Hand lag auf seiner Brust und sie betrachtete den schmalen golden Ring an ihrem Finger. Marc streichelte sanft mit den Fingern über ihre Schulter. Niemand sagte etwas, sie lagen einfach da und genossen die Nähe des jeweils anderen. Ließen diesen Tag Revue passieren. Ihren Tag. Ihren Hochzeitstag. Der 20. November wird nie wieder nur der 20. November sein.

Theresa konnte es immer noch nicht glauben. Kaum eine Woche zuvor wollte Noah noch mit ihr nach Marrakesh, dann diese Quarantäne, ein wunderbarer Abend mit Marc, ihre erste gemeinsame Nacht, gestern seine Panik und heute… heute waren sie verheiratet. Mann und Frau. Dieser wunderbare Mann neben ihr war ihr Ehemann. Ehemann, an dieses Wort musste sie sich noch gewöhnen.

Sie konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Das war doch absolut verückt. Wunderschön verrückt.

„Was ist denn?“ wollte Marc wissen.

Sie hob den Kopf ein wenig und schaute ihm in die Augen. „Nichts… Ich muss nur gerade daran denken, dass letzte Woche noch alles anders war. Und jetzt sind wir hier und sind verheiratet.“

„Bereust du es?“

„Nein! Keine Sekunde lang. Es ist mir doch völlig egal, ob wir nun heute, in sechs Monaten oder in 10 Jahren heiraten. Es zählt doch nur, dass wir zusammen sind. Du und ich.“

Sie küsste ihn zärtlich und zog ihn an sich, sodass sie auf Augenhöhe sind.

„Aber hättest du nicht deine Freunde und Familie dabei haben wollen?“

Sie dachte einen Moment darüber nach. „Eigentlich nicht. Dieser ganze Vorbereitungsstress, da ein Kleid und dort eine Torte,….Sitzordnungen, Location, Einladungen… Nein Danke. Ich heirate doch nicht, um Party zu machen. Sieh, wohin das bei Ben und Dr. Sherbaz geführt hat. Hättest du eine große Feier gewollt?“

„Ich weiß nicht, ich glaube nicht. Du hast recht… Diesen Stress müssen wir uns nicht antun. Und du bist dir wirklich sicher, dass du es mit mir aushältst?“ lächelte er sie etwas schelmisch an.

„Ziemlich sicher. Du wirst mich nicht mehr los.“ Strahlte sie ihn an. Sie liebte diesen Mann so sehr… Endlich waren alle Steine vom Weg geräumt und es gab nur noch sie. Eine gemeinsame Zukunft. Ohne Geheimnisse. Ohne Ballast. Und hoffentlich ohne gebrochene Herzen.

Er zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlich. „Dann ist das hier wohl unsere Hochzeitsnacht, Frau Dr. Koshka.“ Und er drehte sie auf den Rücken, sodass sie unter ihm lag.

„Lindner…“

Er hielt inne. „Was? Ich dachte du wolltest deinen Namen behalten?“

„Wollte ich auch, aber warum…? Es kann doch jeder wissen, dass wir verheiratet sind, oder?“

Jetzt war er wieder einmal spachlos. Theresa wollte seinen Namen annehmen. Herr und Frau Lindner. 100%. „Ja schon, aber sagtest du nicht vorhin, dass dein Name bleibt… Ich glaube ‚Vergiss es, Doppelname gibt’s nicht und Theresa Lindner,… ach Marc ich weiß nicht...‘ waren deine Worte.“ Versuchte er lachend ihren Protest inklusive Augenrollen widerzugeben. Als er ‚Theresa Lindner‘ sagte, setzte ihr Herz für einen Schlag aus…

Jetzt musste auch sie lachen. „Das habe ich sooo gesagt? Kann gar nicht sein.“

„Doch ich glaube, dass waren exakt deine Worte.“

„Hmm… Aber jetzt wirklich.“ Wurde sie wieder etwas ernster. „Ich glaube, ich möchte deinen Namen annehmen.“

„Du glaubst…?“

Sie rollte lachend mit den Augen und sah ihn dann wieder an. „Ich möchte gerne deinen Namen annehmen, wenn du nichts dagegen hast.“ Ihr Herz stolperte wieder, plötzlich war sie ziemlich aufgeregt.

Er sah sie an. Mit diesem Blick. Voller Liebe. Vollkommen überwältigt. Er brauchte nichts sagen, seine Antwort kannte sie als er sich vorbeugte und sie voller Leidenschaft und Liebe küsste. Erst ganz sanft und dann entfachte er ein Feuer in ihr. Keiner von beiden wollte, dass diese Nacht jemals endet. Ihre erste Nacht als Herr und Frau Lindner. Die erste von hoffentlich vielen weiteren.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast